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Sehbeer

Leuchtturmwärter

  • »Sehbeer« ist der Autor dieses Themas

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21

Donnerstag, 12. Januar 2017, 07:39

BTW:
https://www.havariekommando.de/#

Zitat

Seemine erfolgreich beseitigt
Gegen 17.20 Uhr wurde die Seemine erfolgreich gesprengt. Nach bisherigen Erkenntnissen verlief die Sprengung ohne Zwischenfälle. Derzeit untersuchen die Einsatzkräfte den Bereich nach Überresten der Sprengung und beseitigen diese gegebenenfalls. ...



https://www.emderzeitung.de/ostfriesland/~/seemine-wurde-erfolgreich-gesprengt-332324/
liebe Grüße

Mattze :Kaleun_Sleep:

JanD

Salzbuckel

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22

Donnerstag, 12. Januar 2017, 23:20

und ja, manchmal schwimmen die Dinger auch in der Ostsee herum.

Als ich noch gechartert habe (1995-2010) bin ich rund 10 Tage vor einem Törn angefangen, Seewetter und Warnnachrichten mitzuhören.
Einmal, ich weiß das Jahr nicht mehr, war die Meldung "treibende Seemine Bereich Kieler Leuchtturm" mehrere Tage in den Warnnachrichten.....
.
---
Gruß Jan

zak

Offizier

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23

Freitag, 13. Januar 2017, 09:12

Moin

Das Ijseelmeer passt da nicht in's Schema. Würde mich nicht wundern, wenn da überhaupt keine Minen gelegt worden wäre. Weder von den Deutschen, noch von den Alliierten

Zu der Zeit war das Ijsselmeer doch schon afgesloten. Da brauchte man dort keine Minen mehr, da reichte eine Flakstellung bei Kornwerderzand. Kam ja eh kein fremdes Schiff rein.

Naja, zwei-drei Sperren vor Lemmer, Workum/Hindeloopen und Makkum und die Bewegungsfreiheit der deutschen Flotte wäre ziemlich eingeschränkt :segeln:
Soll man das als Vorschlag auffassen? :headspinn:

Wolfgang, das hatten wir doch schon mal Anfang Oktober 2015, da hatte ein Fischer bei Nebel sein Netz dwars zur Einfahrt der Schleuse Stavoren gesetzt. Ich bin nur deswegen nicht rein gefahren, weil ich mich über das seltsame Manöver eines anderen Seglers gewundert hatte, der sich gerade versuchte aus dem Netz zu befreien.

Die Minen im Ijsselmeer sind halt heutzutage mit Fähnchen markiert und lang, dünn und aus Tauwerk.

VG
Zak
Whatta Feeling!

s/:phil_04:/:segeln:/g

Warns

Salzbuckel

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24

Freitag, 13. Januar 2017, 11:52

Oktober 2015, da hatte ein Fischer bei Nebel sein Netz dwars zur Einfahrt der Schleuse Stavoren gesetzt.
Oh Mann, das braucht kein Mensch!
Gruß
Wolfgang

www.sy-schwaelbchen.de

jugocaptan

Gott der Flaute und Quoten-Ösi

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25

Freitag, 13. Januar 2017, 12:23

Journalistengeschwafel!
Dass Unmengen an Munition und nicht detonierter Sprengkörper in vielen Meeresgebieten liegen ist bekannt. Es ist ziemlich müßig sich zu fragen warum ist das so. Die schwierige, wenn überhaupt mögliche Entsorgung, kostet so viel Geld, da ist die Elbphilharmonie ein Klacks!
Keiner will oder kann diese Unsummen aufbringen, also lass mer's mal wie es ist....
Herzlichen Gruß - Peter Jc. :jugo:

26

Freitag, 13. Januar 2017, 15:33

Das Problem löst sich idR von selbst. Wenn der Stahlmantel durchgerostet ist wird der Sprengstoff ausgewaschen und damit neutralisiert. Der Rest des Stahls wird dann auch irgendwann verschwunden sein.
In der O-See liegen die Reste aus WK I und II, sogar ganze Kriegsschiffe mit Munition. Auf NDR 3 war dazu eine sehr informative Reportage.
Die B-Marine ist mit den Mienensuchern und Mienentauchern im ständigen Einsatz.
Die Unterwassersprengungen werden weniger, es ist nun ein ferngelenkter Wasserstrahlschneider im Einsatz. Gesprengt wird nur noch bei kritischen Fällen, zB bei verbogenen Zündern. Die Schweinswale und Tümmler werden es uns danken.
Den Hit haben die Machthaber der DDR gebracht. Sie haben einen abgetrieben Frachter aufgebracht, mit Altmunition beladen und in der O-See versenkt. Da waren dann so Köstlichkeiten wie Phosphor- und Giftgasmunition an Bord. Fragt dazu mal die dänischen Fischer, die sind bei Munitionsfunden in ihren Netzen immer so hochgradig begeistert.

27

Freitag, 13. Januar 2017, 16:16

Das Problem löst sich idR von selbst. Wenn der Stahlmantel durchgerostet ist wird der Sprengstoff ausgewaschen und damit neutralisiert....
Na klar, Trinitrotoluol, Di- und Trinitrobenzol, Nitroxylole, Nitronaphthaline, Pikrinsäure, Tetryl, Hexogen, Nitropenta, Nitroglycerin, ... Das sind alles Stoffe, die sich im Meerwasser zu wertvollem Fischfutter verwandeln. Das klappt bestimmt auch mit anderen Chemikalien!
*Sarkasmusmodus aus*
Mache die Dinge so einfach wie möglich, aber nicht einfacher.

28

Freitag, 13. Januar 2017, 16:21

... ach die Fische bekommen doch nur ein paar schöne Runzelte und leckere Geschwüre. Wenn die dann auf unserem Teller landen schmecken die einfach etwas würziger...

F28

Salzbuckel

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29

Freitag, 13. Januar 2017, 18:04

Moin
Zitat von »F28«
Das Ijseelmeer passt da nicht in's Schema. Würde mich nicht wundern, wenn da überhaupt keine Minen gelegt worden wäre. Weder von den Deutschen, noch von den Alliierten

Zu der Zeit war das Ijsselmeer doch schon afgesloten. Da brauchte man dort keine Minen mehr, da reichte eine Flakstellung bei Kornwerderzand. Kam ja eh kein fremdes Schiff rein.

ebendrum meine Annahme, dass im Ijsselmeer kein Minenkrieg geführt worden ist. Weder von den Deutschen noch von den Alliierten


Zur Umweltbelastung durch Nitro-xyz und sonstige menschen- bzw. fischfreundliche Substanzen: vor einigen Wochen las ich einen Zeitungsbericht, dass in Deutschland an umweltfreundlichen Sprengstoffen gearbeitet wird. Die Hinterlassenschaften von WKIII werden also keine Probleme bereiten, zumindest nicht, soweit sie von uns vorbildlichen Deutschen stammen. Wir sind schon ein sehr seltsames Völkchen...
Gruß
F28

30

Freitag, 13. Januar 2017, 18:41

Ob so was noch sonst herumtreibt?

Das BSH untersucht immer mal wieder die munitionsbelasteten Flächen der Nord- und Ostsee. Die aktuelle Bestandsaufnahme ergab rd. 1.300.000t konventionelle/90t. chemische(?) Munition in der deutschen Nordsee und rd. 300.000t konventionelle/5.000t chemische Munition in der deutschen Ostsee. Das sind Mengen die niemand systematisch wegräumen will.

Gruß Ralf

Klaus13

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31

Freitag, 13. Januar 2017, 20:47

Das sind Mengen die niemand systematisch wegräumen will.

Gruß Ralf


Und vermutlich auch nicht kann.

Gruß Klaus
who fails to plan plans to fail

F28

Salzbuckel

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32

Freitag, 13. Januar 2017, 21:27


Zitat von »Planke«
Das sind Mengen die niemand systematisch wegräumen will.
Gruß Ralf
Und vermutlich auch nicht kann.
Gruß Klaus

beides gleichzeitig dürfte der Regelfall sein. Kann man besonders anschaulich am spektakulären Fall der RICHARD MONTGOMERY sehen (klick.
Sehen ist übrigens wörtlich gemeint: wenn man die Themse hochfährt, ragen kurz vor Southend Pier auf der BB-Seite Schiffsmasten aus dem Wasser. Dort liegt seit 1944 ein Frachter in der Themse. Der ordentliche Deutsche fragt sich natürlich, warum die schlampigen Engländer den da liegen lassen.

Der Grund ist eindrucksvoll: im Wrack liegen noch geschätzte 1.400 Tonnen Munition. Laut Wiki alleine 286 Blockbuster-Bomben zu je einer knappen Tonne. Bisher hat sich wohl noch kein Feuerwerker gefunden, der da an die Arbeit gehen wollte. Und da die Briten üble Erfahrungen mit explodierenden Munitionsfrachtern besitzen, haben sie einen Höllenrespekt vor diesem Problem.

Und so wartet man ab und hofft, dass die Ladung nicht irgendwann von alleine hochgeht.
Gruß
F28

33

Freitag, 13. Januar 2017, 22:00

Der Rostfraß wird es richten, allerdings mit den bereits genannten Folgeerscheinungen. Denn bei der Größe des Gewässers dürfte es dann baw biologisch tot sein.

F28

Salzbuckel

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34

Freitag, 13. Januar 2017, 22:19

Der Rostfraß wird es richten, allerdings mit den bereits genannten Folgeerscheinungen. Denn bei der Größe des Gewässers dürfte es dann baw biologisch tot sein.

falls Du die MONTGOMERY in der Themse meinst: der Rost ist die eine Sache. Die andere Sache ist aber, dass die Briten sich nicht sicher sind, was passieren wird, wenn ein anderes Schiff gegen das Wrack semmelt. Kann nämlich gut sein, dass das Ding dann hochgeht. Und die Entfernung zum Fahrwasser ist nicht besonders groß.
Eine wenig beneidenswerte Entscheidungssituation.
Gruß
F28

35

Freitag, 13. Januar 2017, 23:44

Wenn das Schiff an einer exponierten Stelle liegt, dann wird man um eine Bergung kaum rumkommen. Nur wer soll es machen, denn je älter die Sprengkörper werden um so instabiler werden sie. Auch dürfte die Themse Süßwasser führen, was die Korrosion nur wenig fördert. Dann dauert die biologische Lösung länger. Das Gute, die Munition dürfe sich im Transportmodus befinden, dh ohne Zünder. Richtig gefährlich ist es, wenn der Zünder verbogen oder beschädigt ist. Dann besteht beim Herausdrehen des Zünders die Gefahr, dass er den Detonator und damit die Bombenexplosion auslöst.
Eine Munitionsschute hat man an der Unterweser bei Brake gefunden, Das war noch eine Hinterlassenschaft von KW II. Die Schute lag im Schlick, ein Sturm hatte sie frei gelegt. Da war die Bergung weniger problematisch, nur recht unangenehm im November im Weserwasser in der Wathose. Nach drei Wochen war die Sache abgehakt und in Munster war Vollbeschäftigung.
In der Kieler Förde hat man sogar Reste von Explosivgeschosse aus den 17'ten Jahrhundert gefunden. Ein Taufhagelgeschoß, der Vorläufer der Handgranate. Das Exponat liegt in Museum in Schleswig. Zu der Zeit habe die Dänen und Schweden auf der O-See einen Seekrieg ausgefochten und SH war dänisch bis zur Elbe.
Bei Neubauten muss das zu bebauende Areal durch den KRD entsprechend überprüft werden. Das Ergebnis ist dann: "es konnten keine Kampfmittel festgestellt werden". Das dort keine sind schreibt keiner. Die Sache hat Charme, denn die Metallsonden prüfen bis zu einer Tiefe von 10 m. Alles was tiefer liegt wird nicht angezeigt. Auch sind die Luftbilder sind nur schwer und nicht immer dem Areal zweifelsfrei zu zuordnen, das Bildmaterial ist recht grobkörnig und stammt aus den 40'ger Jahren. Die Verdachtspunkte haben dann die Größe eines Stecknadelkopfes und nicht wenige sind durch den Erdauswurf anderer Bombenexplosionen und von Trümmer zugeschüttet worden. Das sind dann die Zufallsfunde.
An Land muss das Teil weg, egal wie. Dazu erinnere ich an die beiden Kampfmittelräumer in Hannover, die bei einer Entschärfungsmaßnahme durch die Explosion der Bombe getötet wurden.
Bei Unterwasserbergungen hat man Alternativen, liegen lassen und auf die biologische Lösung setzen, sprengen oder mit einem Wasserstrahlschneider zerlegen. Da kommt es auf die Position, den Typ, die Lage und den Zustand an. Ein Kampfmittel mit durchgerosteten Geschoßmantel muss nicht mehr ab geborgen werden, denn es ist dann nur noch Metallschrott und völlig ungefährlich.
Es werden noch Generationen vom Kampfmittelräumer, Minensucher, Minentaucher und Feuerwerker gut beschäftigt sein. Eine krisenfeste Branche mit Arbeitsplatzgarantie.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »erpel-ernst« (14. Januar 2017, 10:58)


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