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41

Sonntag, 20. Dezember 2020, 23:51

Sorry Leute, das Corona-Thema wird woanders behandelt. Bitte lasst es hier bei Infos zu den Brexit-Folgen für uns Segler.

Beiträge: 879

Wohnort: OWL

Schiffsname: Calypso

Bootstyp: Ecume de Mer

Heimathafen: Stavoren

Rufzeichen: DB4849

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42

Montag, 21. Dezember 2020, 09:43

Hier sind Infos der britischen Regierung dazu:

https://www.gov.uk/government/publicatio…V6PyV4ukxjlU2CE

Es wird definitiv nicht einfacher.

Gruß,
Dirk
:fb:

schothorner

Kapitän

Beiträge: 781

Bootstyp: Bav 37 cr

Heimathafen: NL

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43

Montag, 21. Dezember 2020, 10:49

Es wird definitiv nicht einfacher.
durchs Wiederholen der Verlinkung auch nicht :D :D :D

F28

Salzbuckel

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Schiffsname: Rike

Heimathafen: Colijnsplaat

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44

Montag, 21. Dezember 2020, 13:07

Habe mir jetzt mal die verlinkte Website von gov.uk angeschaut (nicht bis in's letzte studiert).
Und das ganze gedanklich auf den bei uns üblichen Fall angewendet.
Also Fahrt mit unserem Boot von NL rüber nach Ramsgate, Dover oder so, wobei die üblichen Familienmitglieder bzw. Freunde sowie normale Vorräte an Bord sind (aber keine Viecher). Rückkehr nach 2 bis 4 Wochen.

Was soweit klar ist:
Umsatzsteuer ist nicht fällig, wenn das Boot außerhalb des UK registiert ist und der Eigner ebenfalls außerhalb UK seinen Wohnsitz hat und man nur temporär im UK bleiben möchte (18 Monate, soweit ich verstanden habe)
Vorräte an Bord sind kein Problem (solange man die vorgeschriebenen Mengen für Alkohol + Tabak einhält und keine Waffen, Drogen, Tiere etc. transportiert)
Ordentliche Registrierung scheint hilfreich zu sein, haben wir aber (Schiffsregister).

Was muss man beim Einlaufen haben / tun?:
Das Formular C1331 muss ausgefüllt werden (kein Problem)
Flagge Q setzen (muss ich noch kaufen, kriege ich aber hin),
National Yachtline anrufen (schaffe ich auch)

Was mir schleierhaft ist:
Wie wird das in der Praxis aussehen? Bis wohin darf ich ohne die Freigabe durch Zoll /Borderforce fahren??
Angenommen, ich komme bei den üblichen ruppigen Bedingungen vor Dover an.
Muss ich dann vor dem Hafen rumschaukeln, bis mich jemand vom Zoll oder der BorderForce dort abholt oder mir per Funk das Einlaufen erlaubt?
Oder darf ich zumindest in den Vorhafen einlaufen und dort warten?
Gruß
F28

Paulest

Admiral

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Bootstyp: Jeanneau Attalia 32

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45

Montag, 21. Dezember 2020, 13:13

Müsste dann ja laufen wie bevor Schengen, also müsste es Leute hier im Forum geben die das wissen.

F28

Salzbuckel

Beiträge: 2 912

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Heimathafen: Colijnsplaat

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46

Montag, 21. Dezember 2020, 13:36

Müsste dann ja laufen wie bevor Schengen, also müsste es Leute hier im Forum geben die das wissen.

Mit Schengen kann das eigentlich nix zu tun haben, denn das UK ist dem Schengen-Abkommen damals nicht beigetreten. Trotzdem konnte man in der Praxis in den letzten Jahrzehnten einfach in jeden britischen Hafen reinfahren - manchmal kam später die Border Force zu Besuch, meist aber nicht.
Keine Ahnung, wieviel Jahrzehnte es her ist, dass ein Segelboot mit Flagge Q vor der Küste rumkreuzen musste. 30? 40?
Ob hier im Forum noch jemand ist, der diese Zeiten erlebt hat ???
Gruß
F28

Hufi

Offizier

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Bootstyp: Bavaria 36

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47

Montag, 21. Dezember 2020, 13:47

Ich habe mir das Formular C1331 angeschaut, hab aber ein Verständnisproblem. Da steht yachts on non EU Voyages, wäre das das richtige Formular wenn ich z.B. von Den Helder nach Lowestoft wollte? Denn ich fahre ja in die EU also Niederlande zurück.
Liebe Grüße Bernd

Ente 24

Admiral

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Schiffsname: plan b

Bootstyp: Etap 24i

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48

Montag, 21. Dezember 2020, 13:53

Üblich bei solchen Verfahren ist, daß man bis zum Liegeplatz mit Q Flagge einläuft und dort mit ausgefüllter Crew Liste auf das Roll-Kommando wartet. Die angegebene Telefonnummer anzurufen schadet nicht.

Vermutlich passiert nichts: beim Zoll vorbei zu schauen, wenn man an Land will, schadet auch nicht.
you'll never walk alone, hinter dem Horizont geht's weiter und yolo

F28

Salzbuckel

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Heimathafen: Colijnsplaat

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49

Montag, 21. Dezember 2020, 13:57

Habe mich auch gefragt, wieso dort "non-EU voyages" steht.
Vielleicht ist das aber einfach nur das Formular, das bisher (also VOR dem Brexit) für Reisen in/aus Nicht-EU-Staaten verwendet werden musste.
Und man hatte noch nicht die Zeit gefunden, die Überschrift anzupassen.
Gruß
F28

F28

Salzbuckel

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50

Montag, 21. Dezember 2020, 14:01

Üblich bei solchen Verfahren ist, daß man bis zum Liegeplatz mit Q Flagge einläuft und dort mit ausgefüllter Crew Liste auf das Roll-Kommando wartet.

OK, das wäre ja nicht weiter dramatisch.
Direkt nach dem Festmachen ist mir ohnehin erstmal nach einem gemeinsamen Einlaufbier im Cockpit zumute. Dabei warte ich auch gerne auf die (üblicherweise sehr angenehmen) britischen Beamten.

Wenn dem so wäre, sehe ich bisher keine echten Probleme beim Post-Brexit-Segeln in das UK.

(Bleibt noch das Problem mit dem roten Diesel. Falls sich dort etwas verändern sollte. Das können uns aber nicht die Briten erklären)
Gruß
F28

Hufi

Offizier

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51

Montag, 21. Dezember 2020, 14:13

Ah F28 hat recht, das Formular ist zuletzt 2018 upgedatet worden, also ist die Überschrift noch nicht angepasst worden.

Wenns bei dem Formular bleibt, ist das ja schnell ausgefüllt. In Lowestoft mussten wir uns, als wir 2018 da waren, über Funk bei der Port Control anmelden und die Genehmigung zur Einlaufen abwarten, Ich denke, die werden einem dann auch sagen, wo man in Zukunft auf die Zollbeamten warten muss.

Bernd

F28

Salzbuckel

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52

Montag, 21. Dezember 2020, 14:17

das mit der Anmelderei über Funk ist ja in allen britischen Häfen so.
Denke auch, dass die dann gleich entsprechende Hinweise geben.
Alles in Allem finde ich bisher kein echtes Problem.

Habe ich etwas übersehen?
Gruß
F28

Klaus13

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53

Montag, 21. Dezember 2020, 15:38

Moin,

mir stellt sich noch die Frage, wieviele Häfen es überhaupt geben wird, die eine Einklarierung für kleine Boote ermöglichen. Nicht jeder möchte nach Lowestoft. Zoll alleine genügt ja nicht. Nachdem den Hardlinern in GB offenbar erst so ganz langsam bewusst wird, dass sie da eine gewaltige Infrastruktur schaffen müssen, um den Warenverkehr in Betrieb zu halten, dürften deren Ressourcen in dieser Hinsicht schnell erschöpft sein. Bis die dann Zeit finden, sich um die Abwicklung der Pleasure-Crafts zu kümmern, ist die Saison vorbei.

Gruß Klaus
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Storai

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54

Montag, 21. Dezember 2020, 16:03

Könnte es sein, dass der Anruf bei der National Yachtline und das Einsenden des Formulars C1331 an die angegebene Adresse das Einklarieren in einem stationären Büro ersetzt?

Also Einklarieren quasi per Telefon und Post, also eine Vorstufe von Digital... ;-)

Bluis

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55

Montag, 21. Dezember 2020, 16:09

Was mir schleierhaft ist:
Wie wird das in der Praxis aussehen? Bis wohin darf ich ohne die Freigabe durch Zoll /Borderforce fahren??
Angenommen, ich komme bei den üblichen ruppigen Bedingungen vor Dover an.
Muss ich dann vor dem Hafen rumschaukeln, bis mich jemand vom Zoll oder der BorderForce dort abholt oder mir per Funk das Einlaufen erlaubt?
Oder darf ich zumindest in den Vorhafen einlaufen und dort warten?


Vielleicht wie auf Guernsey, da legt man ja auch im Vorhafen an und bekommt das Einklarierungsformular in die Hand gedrückt, muss dieses erst ausfüllen und wird dann von den Hafenmeistern abgeholt und zum Liegeplatz begleitet?
:segeln:
Schöne Grüße

Thomas

56

Montag, 21. Dezember 2020, 16:14

Infos zur Brexit und die Folgen für die Segelgemeinde gesammelt werden

Eine Sache, die neben den Erschwernissen nicht erwähnt wird, dass man u.U. davon verschont bleibt, sein Boot in die EU einführen zu müssen, um dort damit segeln zu können. Ich erinnere mich gut, nicht unbedingt angenehm aber gut an unsere alljährlichen Zollfahrten um nicht mehrwertsteuerpflichtig zu werden. Jetzt kommt noch das CE-Gedönse dazu. England könnte ein beliebtes Ausflugsziel werden.

F28

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57

Montag, 21. Dezember 2020, 16:21

Vielleicht wie auf Guernsey, da legt man ja auch im Vorhafen an und bekommt das Einklarierungsformular in die Hand gedrückt, muss dieses erst ausfüllen und wird dann von den Hafenmeistern abgeholt und zum Liegeplatz begleitet?

wäre meinerseits ja auch völlig OK.
Wichtig für mich: ich sehe bisher keine Punkte, die mich davon abhalten würden, so wie vor dem Brexit zu den Briten rüberzusegeln :)
Gruß
F28

Klaus13

Coque au vin Meister

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58

Montag, 21. Dezember 2020, 16:45

.....
Also Einklarieren quasi per Telefon und Post, also eine Vorstufe von Digital... ;-)


In der Tat, Rainer. Vermutlich hast Du recht. Ich habe mir die Links jetzt mal genauer angesehen, auch das Formuar C1331. Das scheint alles zunächst mal auf Selbstauskunft zu beruhen. Von einer Kontrolle steht da nichts.
Schwierig finde ich u.a. diesen Teil auf C1331, der sich mit verbotenen Waren beschäftigt.

Auszug:

Prohibited/Restricted Products
Animal products, (including meat and meat products, milk and other dairy products, fish, bivalves, honey and eggs).


Da wird es mit der Verpflegung an Bord aber schwierig. Der Link zu den ausführlichen Erklärungen, was man einführen darf, funktioniert leider nicht.

Gruß Klaus
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59

Montag, 21. Dezember 2020, 16:46

Die Yachtingworld hat vor einigen Tagen einen Artikel dazu veröffentlicht -> Post-Brexit rules explained - vielleicht hilft der ja einigen von Euch ... :)
Er beschreibt zwar was Seglern vom Kliff blüht - wird aber auch andersherum gelten
- 18 Monate VAT excemption period
- max 90 days in EU
- VATpaid status in UK only for 3 years, wer länger "draußen" bleibt muss Steuern zahlen.

Der RYA hat dazu folgende veröffentlich -> link
Von der Cruising Asso gibt ein Webinar

Klaus13

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60

Montag, 21. Dezember 2020, 17:11

....
Er beschreibt zwar was Seglern vom Kliff blüht - wird aber auch andersherum gelten....


Danke für die Links. Deine Schlussfolgerung, dass die Regeln in beide Richtungen gelten, stimmt aber zumindest in einem wichtigen Punkt schon mal nicht: wir dürfen, aus einem EU-Land kommend, 6 Monate in GB reisen, umgekehrt dürfen die britischen Segler nur 90 Tage in die EU. Danach können sie ein Ausnahme Visum beantragen. Nach welchen Kriterien habe ich jetzt nicht gesehen.

Darüberhinaus denke ich, werden die Briten das Formular C1331 noch anpassen, ev. gibt es dann auch Lockerungen, was die Verpflegung an Bord angeht usw. Schließlich wollen die uns Segler nicht aussperren. Das muss man jetzt gelassen abwarten, wie schnell die Behörden da handeln.

Gruß Klaus
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