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Olaf

Naut.Nachr. Mod & Wattsegler

  • »Olaf« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 526

Schiffsname: Medea

Bootstyp: Sturgeon

Heimathafen: Greetsiel

Rufzeichen: DJ 5480

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Dienstag, 3. Mai 2011, 15:44

Harlesiel / Carolinensiel

Südlich der Osthuk von Spiekeroog liegt Harlesiel, Fischereihafen und Fährhafen nach Wangerooge. Eigentlich sind es drei zusammenhängende Häfen hintereinander: 1. Harlesiel Fährhafen, 2. der Binnenhafen hinter einer Schleuse, gleichzeitig Mahlbusen, und 3. der alte Hafen Carolinensiel mitten im Ort.

Man erreicht den Hafen über die Carolinen­sieler Balje, die bei NW sehr wenig Wasser hat, aber nicht trocken fällt. Das letzte Stück der Ansteuerung, das Außentief, wird von zwei Steindämmen eingefasst. Der westliche ist gut 1,5 sm lang und bei HW wird sein äußerer Teil überflutet. Sein Kopf wird von ei­nem 6m hohen grünen Mast markiert, der ein Feuer trägt. Der östliche Damm misst 600m und bei HW ragt er noch etwa einen halben Meter aus dem Wasser. Die Fahrrinne ist nicht sonderlich breit, fällt bei NW auch streckenweise trocken. Bei wenig Wasser hat die Fähre sehr große Mühe auszuweichen.

Ansteuerung am Tag

Von See kommend geht man durch die Harle (Seegat zwischen Spiekeroog und Wangerooge) in die Dove Harle und von da in die Carolinensieler Balje. Diese endet am 2 sm langen Außentief, das beidseits mit Leitdämmen eingefasst ist (an der Ostseite nur zu zwei Dritteln). Auf dem Kopf des westlichen Leitdammes steht ein Pfahl mit Befeuerung, auf dem östlichen Molenkopf ein rotes Feuer. Trotzdem ist von einer Ansteuerung im Dunkeln abzuraten. Von Westen erreicht man die CaroIinensieler Balje durch das Harlesieler Wattfahrwasser, von Osten und aus der Jade durch die Telegraphenbalje.

Ansteuerung in der Nacht

Am Kopf des westlichen Leitdamms steht ein 6m hoher, grüner Pfahl der ein Leuchtfeuer trägt (LFI.8s). Das ist zu wenig an Befeuerung, um als Revierfremder durch die Carolinensieler Balje zu kommen Eine Ansteuerung nachts ist also nicht möglich.

Im relativ kleinen Fährhafen ist Tidebereich (fällt teilweise trocken) können Sportboote nur kurzfristig festmachen. In der Zeit von etwa 4h vor bis 4h nach HW kann er von Booten mit einem Tiefgang bis zu 1,2m befahren werden. Der Grund besteht aus weichem Schlick. Im Tidehafen haben Fähren ihren Platz, und an der Westkade liegen mehrere Fischkutter, ab und zu auch ein kleineres Frachtschiff. Hier müsste man längsseits gehen. Allenfalls etwas für eine Nacht. Ein unru­higer, etwas rauer Platz, aber zur Not geht es.

Besser ist es, durch die Schleuse in den Mahlbusen zu gehen und hier im Binnenhafen (ca. 150 Liegeplätze) festzumachen.

Schleuse Harlesiel

Funk: Kanal 17 "Harle Lock" - Tel: 04464/ 472 (besetzt von 08:00 bis 20:00)

Die Schleuse (zusammen mit der Brücke) wird nur in der Zeit von 4,5 h vor bis 4 h nach HW bedient. Bei Wassergleichstand (Stauwasser) ­etwa 4 h vor und 4 h nach HW - steht die Schleuse für 5 bis 10 Minuten offen - dies wird per Lautsprecher angesagt. Zum Öffnen der Schleuse braucht man kein Signal zu geben, denn zu den Öff­nungszeiten ist sie besetzt.

Geschleust wird in der Zeit vom 15.April bis 15.Oktober zu folgenden Zeiten:

* Montag bis Donnerstag: zwischen 08:00 und 20:00 zu jeder geraden Stunde.
* Freitag: zwischen 08:00 und 20:00 zu jeder vollen Stunde.
* Samstag: zwischen 08:00 und 11:00 sowie zwischen 13:00 und 20:00 zu jeder vollen Stunde.
* Sonntag: zwischen 07:00 und 11:00 sowie zwischen 13:00 und 20:00 zu jeder vollen Stunde.

Eine Ein­zelschleusung kostet 13,30 Euro. Schleu­sen mehrere Boote zusammen, dann werden die Gebühren entsprechend geteilt. Mindestens werden jedoch 5,15€ pro Fahrzeug erhoben. Beim Durchfahren der Schleuse bei Wassergleichstand (Tidenschleusung) sind je Fahrzeug 2,85€ zu zahlen.

Für Schleusengänge außerhalb der normalen Betriebszeit wird ein Zuschlag erhoben:

* an Werktagen 100%
* an Sonn- u. Feiertagen sowie Nachtzeit 200%

In der Zeit vom 16. Oktober bis 14. April wird nur an Werktagen nach vorheriger Vereinbarung geschleust.

Für gewerbliche Schifffahrt können ganzjährige Sonderschleusungen vereinbart werden.

Binnenhafen

Im Binnenhafen liegt man nicht nur im tide­unabhigen Wasser, sondern auch sehr ruhig. Die Wassertiefe beträgt hier maximal 1,50 m – dann steckt der Kiel allerdings schon im weichen Schlick. Yachten mit mehr als 1,35m Tiefgang sollten daher Harlesiel nicht anlaufen. Im alten Sielhafen, auch Museumshafen, dürfen nur Traditions­yachten festmachen.

Am Steg können Boote von maximal 10m Länge liegen. Größere müssen an der Kade vor der Promenade festmachen. Gastlieger melden sich bitte unter Tel: 0172-534 2937 beim Hafenmeister Ludwig Schulte.

Der Yachthafen des Yachtclubs Harle (YCH) liegt an der Ostseite des Binnenhafens. Clubhaus und Sanitäranlagen sind ebenfalls an der Ostseite, ebenso ein Kran (hebt Boote bis 5 to. Gewicht und bis zu einer Breite von 3,2 m) und eine Sliprampe. Auf den Stegen an der West- und Ostseite gibt es Wasseranschlüsse. Die Stege sind beleuchtet.

Das Vereinsheim ist an den Wochenenden von Freitag bis Sonntag und an den Feiertagen für Mitglieder und deren Gäste geöffnet. Elfy und Ludwig als Gastgeber, heißen jedermann willkommen. Sie freuen sich immer darüber, neue oder alte Gesichter auf einen "Schnack" und eine Tasse Tee einzuladen. Auch für warme Mahlzeiten wird hier gesorgt.

Die Müllentsorgung erfolgt beim Clubhaus. Für Gastlieger ist eigentlich immer Platz. Man liegt hier sehr ruhig, da weder Schwell noch Tidehub entstehen. Einkaufen kann man sowohl in Geschäften am Binnenhafen (Fischladen, Bäcker) als auch in Carolinensiel. Pkw-Abstellplätze sind allerdings rar.

Treibstoff gibt es nur noch in Carolinensiel (30 Minuten Fußweg).

Kontakt
Yacht-Club-Harlesiel e.V.
Postfach 1431
26401 Wittmund

www.yachtclub-harlesiel.de

Mail: info@yachtclub-harlesiel.deDiese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.


Hafenmeisterei Harlesiel:

Tel: 04464/ 472 / Fax: 04464/ 942395



Carolinensiel

Museumshafen

Im alten Sielhafen, auch Museumshafen, dürfen nur Traditionssegler festmachen. Wegen der Schlüssel zu den Sanitäranlagen und der Stromversorgung ist im Groot-Huus des Museums nachzufragen. Die Müllentsorgung geschieht über die Mülltonnen am Hafen. Liegegebühren werden nicht verlangt, an ihrer Stelle jedoch gerne Spenden für das Museum angenommen.

Deutschen Sielhafenmuseum: www.deutsches-sielhafenmuseum.de


Verkehrsanbindung

Die Verkehrsanbindung von Harlesiel/ Carolinensiel erfolgt über die B 461 nach Wittmund, bzw. über die L 808 nach Jever, weiter auf der B 210 nach Sande zur BAB 29 bzw. von Wittmund auf der B 210 nach Aurich.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist Carolinensiel/ Harlesiel über die Nordwestbahn von Oldenburg und Sande und anschließende Busverbindungen ab Jever und Esens zu erreichen (www.bahn.de). Eine weitere Busanbindung (jedoch nicht direkt vom Bahnhof) gibt es ab Wittmund. Ferner verkehrt mit wechselnden Zeiten ein Tidebus von Bahnhof in Sande zum Fähranleger nach Harlesiel, der bei Bedarf in Carolinensiel anhält (www.siw-wangerooge.de)

Carolinensiel

Carolinensiel ist ein etabliertes Nordseebad. Alle Kur- und Ferieneinrichtungen sind vorhanden. Das Dorf ist ein malerischer Sielort und wurde von Fürst Georg Albrecht von Ostfriesland 1729/1730 gegründet und nach seiner Frau Caroline benannt. Lange Zeit war Carolinensiel der Sielhafen mit dem meisten Verkehr und seit der Errichtung der Friedrichsschleuse 1765 zudem der einzige geschützte Sielhafen am ostfriesischen Wattenmeer. Eingeführt wurden insbesondere Holz, Steine, Kohlen und Kolonialwaren aus Skandinavien, den Niederlanden, Großbritannien und seinen Kolonien, während landwirtschaftliche Produkte, Butter und Käse zu den ausgeführten Gütern zählten.

Heutzutage dürfte der Carolinensieler Museumshafen an der Deutschen Nordseeküste einzigartig sein. Neben dem Hafen mit 80-120 Jahre alten Dauer- und Gastliegern bilden drei Häuser das derzeitige Museumsensemble. Hinzu kommt die historische Rettungsstation an der Friedrichsschleuse. In den Häusern sind beispielhaft die Entstehung der Sielhafenorte und das Leben am, auf und mit dem Meer dokumentiert, seien es Deichbau und Landgewinnung, die küstennahe Segelschifffahrt oder das maritimes Handwerk. Neben dem Museum ist in der Alten Pastorei auch ein Nationalparkhaus untergebracht.

Ihresgleichen suchen auch der Raddampfer Concordia II und das alte Hafenversetzboot Marie van`t Siel, die mit ihren Linienfahrten zwischen dem Museumshafen Carolinensiel und dem Yachtclub Harlesiel bzw. Altfunnixsiel im Hinterland wohl den einzigen Linienverkehr auf einem Binnentief darstellen.

Seinen jährlichen Höhepunkt erlebt der Museumshafen während des zweiten Augustwochenendes, wenn sich zahlreiche historische Küstensegler zur WattenSail treffen.

(Infotexte erstellt mit freundlicher Mitarbeit von Markus Blatt, Deutsches Sielhafenmuseum Carolinensiel)
Viele Grüße,
Olaf

Schuld sind die Anderen, sagten die Anderen

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