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61

Freitag, 29. September 2017, 15:41

Aber wie soll ein höherer Gewinn
Kein höherer Gewinn.
Es reicht ein positiver Deckungsbeitrag zu den Kosten des Messeauftritts - wenn man es denn so will, d. h. die Messe insgesamt als Marketingauftritt begreift und nicht als Teil des operativen Handelsgeschäftes.
In meinem Szenario sind Messekosten Bestandteil des Marketingbudgets, welche um den Erlös dort verkaufter Waren reduziert werden. Das muss man natürlich nicht so sehen, darum müssen wir uns nicht streiten.

Zitat

Fair wäre, wenn eine Messe bei Verkaufsständen anstatt Standmiete Provision (oder eine Mischung daraus) kassieren würde.
Bei reinen Händlern - bin ich voll bei Dir. Bei Handelsimmobilien werden zuweilen Umsatz- statt Festmieten verlangt. Ist ein ähnliches Prinzip. Je nach Perspektive wird der Vermieter somit auch am Risiko des Händlers beteiligt.

Gruß
Andreas

Dauphine

Offizier

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62

Freitag, 29. September 2017, 16:22

Hallo rundum!

Ganz ungefragt muss ich jetzt doch einmal etwas Kriitk zur "Klar Schiff" einwerfen.

Ich finde es immer gut, wenn Leute etwas anpacken. In Sachen "Klar Schiff" als Nachfolgerin der untergegangenen "Boat-Fit" bekomme ich arge Zweifel. Zumindest dann, wenn die Macher aus ihrer Neuschöpfung mehr als ein freundliches Treffen vom Winter-Blues geplagter "Seebären" mit angeschlossenem Flohmarkt machen wollen. Das würde ein Mindestmaß an Professionalität verlangen. Eben dies vermisst, wer auf den "Klar Schiff"-Internetauftritt www.boot-refit-messe.de schaltet: Gleich auf der Startseite ein peinlicher Schreibfehler. Unter Aktuelles dann die jüngste Meldung vom Mai 2017. Die Ausstellerseite mit einem Anmeldeformular bezogen auf den Flohmarkt im März 2017. Und wer unter der Rubrik Betreiber Hinweise erwartet, wer denn nun alles die sicher nicht einfache Aufgabe übernommen hat, die "Klar Schiff" zu etablieren, ist auf dem Holzweg.

Dass offenkundig keine Messeprofis, wohl überwiegend Ehrenamtler, hinter der "Klar Schiff" stehen, ist aller Ehren wert. Doch wenn unter anderem Unternehmen der Wassersportbranche an der Organisation beteiligt sind, womöglich weitere kommerzielle Aussteller geworben werden sollen, täte ein deutlich professionellerer Auftritt gut. Sonst dürfte aus "Klar Schiff" kaum eine ernsthafte Nachfolgerin der "Boat Fit" werden. Vielleicht ist das gar nicht das Ziel. Wenn doch, wünsche ich den Organisatoren, dass sie jetzt, fünf Monate vor dem Messetermin, mit ihren PR- und Marketingaktivitäten aus dem Quark kommen. Zumindest im Internet ist das zu sehr überschaubaren Kosten zu haben.

Heiko
Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit. :segeln:

Segelalex

Salzbuckel

  • »Segelalex« ist der Autor dieses Themas

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63

Freitag, 29. September 2017, 16:25

OK, ja, so kann man das sehen. Einerseits: Marketing das teils gegenfinanziert wird, andererseits Gewinnmaximierungsabsicht als Ziel jeden wirtschaftlichen Handelns, das im Widerspruch steht zu höheren Kosten bei gleichzeitig geringerem Erlös pro Stück. Ersteres werden wohl eher größere Unternehmen so sehen, kleinere Händler werden sich eher fragen: Was bringt es letztlich?

Wie dem auch sei. Die Messen haben immer weniger Besucher, weil wir immer weniger Wassersportler sind und weil die Anzahl der Kommunikationskanäle zugenommen hat. Eine Konsolidierung tut also gut. Täte der Printbranche auch gut.

Gruß

Alex
Schatz, es liegt nicht an dir, es liegt am Steg...

Hanser

Salzbuckel

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64

Freitag, 29. September 2017, 18:42

Wie dem auch sei. Die Messen haben immer weniger Besucher, weil wir immer weniger Wassersportler sind und weil die Anzahl der Kommunikationskanäle zugenommen hat. Eine Konsolidierung tut also gut. Täte der Printbranche auch gut.

Ich war dieses Jahr wieder auf der Interboot: Seit ein paar Jahren schon für Segler nicht mehr soo interessant, aber im Sinne einer guten Unterhaltung - wie Kino, mit nur 10€ Eintritt - ein Schnäppchen. Und: Als alter Holzwurm bin ich in dem Alter, in dem ich ein letztes Mal (und gleichzeitig ein erstes Mal) in diesem Leben sinnvoll einen pflegeleichten komfortablen Yogurthbecher kaufen könnte. Vermutlich bleibe ich meinem Holzboot treu, aber die Alternative habe ich mir auf der Messe intensiv angesehen und durchgesprochen. Ohne Messe würde ich bei einer Veränderung der Bootsgröße wohl wie bisher Gebrauchtboote besichtigen, denn nach Kappeln oder Berlin würde ich nicht vom Bodensee zu den dt. Sunbeam-Vertretern fahren. Wie will da 'n Werft noch was verkaufen - ohne Messen?

Ein Satz zu den Printmedien: Die Konsolidierung ist doch längst gelaufen. Die rote Frankfurter Rundschau gehört jetzt zu konservativ/neutralen FAZ. Das Problem von Print ist das Internet - und das öff./rechtl. Fernsehen mit Zwangsgebühren, dass sich jetzt auch noch gegen Gebühr ins Internet ausbreiten will. Was speziell bei Segelblättern passiert, weiß ich aber natürlich nicht.

Volker
*** Mein Bodensee-Boot ist ggf. zu verkaufen ***

65

Samstag, 30. September 2017, 15:42

Ein Konzept Sollte Man Schon Haben

Konzeptionslosigkeit erscheint Programm. Stellschrauben wie Öffnungszeiten, Eintrittspreise, Academy oder geschlossene Veranstaltungen gegen Extra Eintritt, ein paar Schiffe in herbstnasser Elbe, schlechte Außendarstellung, geringe Internationalität sind nur Stichworte, die wie Mehltau über einer Veranstaltung liegen, deren Macher nun den Niedergang der Finanzkrise 2007 / 8 in die Schuhe zu schieben suchen - um von den wahren Gründen - dem eigenem Versagen! - abzulenken.

http://windpilot.com/blog/columns/semina…n-schwerer-see/

EINFACH MAL NACH AMERIKA FLIEGEN - ohne gleich den Trump zu besuchen. Dortige Boat Shows sind in privater Hand, sind Publikumsbringer und enorm profitabel, weil ihr Grundkonzept anderen Regeln folgt. Während hier Stadtverwaltungen die Regeln, Antrags Formular Bücher, Mitarbeiter Heerscharen, Monopol Service Unternehmen, bis zum Parkplatz Management sämtliche Kriterien bestimmen und dafür knackig berechnen, um am Ende Besucher in die Hotels der Stadt zu locken, derweil geplagte Aussteller durch Bürokratie, Brandschutz, horrenden Kosten für unnötige Nebenkosten zu leiden haben, was den Sinn der Messe hinter dem Tellerrand verschwinden lässt, genügt in den USA ein Kreuz auf einem Blatt Papier: same place and service as the year before? Yes / No - end of story.

Falsche Planung eines Messegeländes inmitten einer Grosstadt - das wollen wir hier nicht vertiefen, ein jeder kann erkennen, an wie vielen Tagen im Jahr der gesamte Komplex mit Leben gefüllt wir: an KEINEM ... wobei man natürlich mit Ruhezonen und Kunstpalmen und ein paar blitzenden Volvo´s jede Halle füllen kann - Schwimmbäder - Erlebniszonen nicht zu vergessen.

Schulterschluss zwischen Veranstalter und Aussteller: FEHLANZEIGE, hier wird gebastelt und geschraubt, sich notfalls hoheitlich verschanzt, falls einmal Kritik zu nahe an die Wahrheit, oder das Ego eines Messechefs rückt und dort Juckreiz verursacht. Detaillierte Schriftwechsel mit den Herren werden schon mal über Jahre verschleppt, verzögert, oder am Ende gar nicht beantwortet. Geht man so mit Kunden um? Wenn dann am Ende einer wiederum desolaten Messe der Messechef jubiliert: die Messe sei für die Stadt „dennoch“ profitabel gewesen, kann man nur den Kopf schütteln - für mich sieht so eher das blanke Hinterteil aus.

Will man nun in Hamburg eine IN WATER SHOW launchen, wo in unserer Stadt Sportboote und schwimmende Wohnlauben in Kanälen und Flussläufen ansonsten per Gerichtsbeschluss und Polizei vertrieben oder unter Hinweis auf schädliche Ausflüsse aus Regenrinnen verjagt und verboten werden? Amsterdam - Hamburg, sind wie Erde und Mond - Politik ist, wenn man trotzdem lacht. Oder gibt es eine direkte Leitung von Meeno zum Sommer-Sonnengott, der für 12 Monate im voraus in Hamburg südliches Wetter garantiert?

EINE ZAHL ALS BOMBE
Die Gesamtzahl meiner Standbesucher sämtlicher 14 Bootsmessen weltweit innerhalb eines Jahres vor ein paar Jahren, glich damals der Besucherzahl meiner 6-sprachigen Website ... an EINEM TAG. Der Grund, warum ich 2003 eine Vollbremsung hingelegt habe, sämtliche Messen quittiert, zeitgleich meine Preise nahezu 12 Jahre eingefroren habe, weil ich fortan auch keine Mitarbeiter mehr zu bezahlen hatte. Gibt es ein besseres Argument gegen teure Messe Gefängnisse?

Fragt sich und Sie
Peter Foerthmann

www.windpilot.com/blog

Spi40

Salzbuckel

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Heimathafen: Bootswerft Freest

Rufzeichen: DG4103

MMSI: 211591600

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66

Samstag, 30. September 2017, 20:41

Ich denke mal da ist viel wahres dran. Besonders die verpeilten "neuen Konzepte" sind nie aufgegangen. Wahrscheinlich alles MC Kincy Jünger :kotz: die hier im Hintergrund gewerkelt haben.

Fand es aber trotzdem schade die Windpilot nicht mehr demonstriert zu bekommen.
Gruß Torsten

kis
keep it simple

67

Samstag, 30. September 2017, 21:59

tja, ich finde es schade keine Messe mehr im Herbst in Norddeutschland zu haben. Allerdings ist es auch nicht weiter bis Düsseldorf, und auch Amsterdams HISWA ist nicht zu weit.
Die Dinge ändern sich eben. Hamburgs Niedergang war in den letzten Jahre auch für den gelegentlichen Besuch gut zu erkennen.
Vielleicht gibt es ja ein neues Konzept, das sich trägt.

Ich fahre aber nochmal hin.

Krusefix

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68

Sonntag, 1. Oktober 2017, 09:13

Ich erinnere mich, wie ich als kleiner Junge mit meinem Vater über die Messe ging und dann mit Tüten voller Prospekte abends auf der Couch saß
Und ich dachte ich wäre der einzige Junge mit der Prospektsammelwut gewesen - und ganz genau wie Du saß ich dann abends auf dem Sofa blätterte die Seiten meiner Träume durch.....hach

dito :D Zuerst an irgend einem Stand ne stabile Tüte besorgt und dann ging's los. Und der Winter war gerettet.

Das war wohl bei allen so, in der Zeit vor dem Internetz.

69

Sonntag, 1. Oktober 2017, 09:58

Ich habe heute noch Prospekte von damals...
Waren immer in Hamburg, nie in D´dorf als ich Kind war...
Einige der Schiffe von damals gehören heute noch zu meinen absoluten Traumbooten, die ich vermutlich nie erreichen werde...
D36CWS oder D43CWS....

Die Boot und Fun wird das jedenfalls niemals ersetzen können, da stark binnenbetont, auf Beginner ausgerichtet und insgesamt eher "hemdsärmelig" erscheint, wenn auch in sich recht gut konstruiert und geschlossen...
Einfach zu wenige Vergleichsboote, zu weit verstreut.

Und gar kein Vergleich zur Berliner Bootsausstellung der 70er und 80er Jahre, auf denen wirklich JEDE Werft gleich etliche Boote zur Schau gestellt hat...
Der Weg ist das Ziel.
Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt.
Jeder Alkoholismus mit einem ersten Glas.
Jede Sucht mit einem ersten Mal.

Jeden Abend ´nen Bier - Ganze Leben Alkoholiker

Möge keiner sagen, er hätte es nicht gewußt...

Bengta

Salzbuckel

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Heimathafen: Hamburg

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70

Dienstag, 24. Oktober 2017, 23:40

Da in den letzten Jahren nicht einmal die B Hallen halbwegs voll wurden und zum großteil die Skandinavier fort blieben (die haben früher fast 40% der Besucher gestellt) war das Ende der Messe überfällig.
Es tut mir zwar als Hamburger der schon mit den Eltern die Coronets und Adler Jachten in den 70igern bewunderte und beim Kauf der Elterlichen Adler 34 fast vor Stolz platzte sehr weh aber das Ende ist logisch und unausweichlich.
Übrigens war die Zahl von Seglern und MOBOS schon in den siebzigern recht ausgeglichen das hat die Messe erst so groß gemacht von Lütje bis zu den Scandinaviern mit Adler und Hallberg Rassy (übrigens früher immer ein riesenstand mit sechs bis acht Yachten) war alles vertreten. Auch Kajaks und Wasserski war schon immerdabei auch den Neoprenanzug gab es schon immer auf der Messe in Hamburg.

Also bald wird Hamburg ohne Bootsmesse sein die Welt wird sich trotzdem drehen
Michael :baden:


Geschwindigkeit ist keine Hexerei ! Aber wer hexen kann ist schneller

Für Rechtschreibfehler entschuldige ich mich schon mal vorab und bitte die dadurch entstandene Verwirrung zu verzeihen ;(

71

Mittwoch, 25. Oktober 2017, 00:13

Nachruf für die Hanse-Boot

Auch mir, als Hamburger im Exil, der auch schon als Kurzer auf der Hanse-Boot mit Opa und Vattern seine Runden gedreht hat, schmerzt die Schließung dieser Messe. Es wird wahrscheinlich nur eine, die in D.-Dorf, übrig bleiben. Regional Messen habe zwar ihren Charme, aber eben nur den regionalen.
Heute informiert man sich im Netz und besucht den Händler. Ich empfinde es als Verlust, aber wie bereits geschrieben, war es absehbar.
Nicht vermissen werde ich die Anbieter von Wunderkleber und die penetranten Weinverkäufer.
Also ab nach D.-Dorf, auf die Messe und Abends in der Altstadt braunes Bier aus Zahnputzbecher trinken, hat ja auch was. :rolleyes:

Hanser

Salzbuckel

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72

Mittwoch, 25. Oktober 2017, 07:57

Ach das soll Bier sein, in diesen kleinen Gläschen? :D :D :D

Zumindest muss die Flüssigkeit wohl schon ziemlich alt sein, so wie das schmeckt :S
Volker
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