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61

Donnerstag, 6. September 2018, 12:01

Oh ha.... bei angesagten 5 ist eine 9er Böe ja schon eine unangenehme Überraschung...

Tamako

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62

Donnerstag, 6. September 2018, 12:07

Angesagt war jeweils Mittelwind um 15-20kn und Böen bis 25kn ... und keine Gewitter .....



mit Deiner (echt geilen :) ) Glitschkiste repräsentierst Du sicherlich nicht den "Durchschnittssegler" mit dem "Durchschittsboot" und 30 kn von achtern ist wohl für die meisten hier die obere Grenze der Komfortzone. Gab es die 40+ kn ohne jede Vorankündigung im Wetterbericht ? Rund Bornholm hast Du doch DMI und die haben m.E. eine sehr gute / treffende Vorhersage für 24h / 48h in den "Havprognoser".
Mens sana in Campari Soda

frank_x

Lotse

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63

Donnerstag, 6. September 2018, 12:14

Vlt. muss man sich daran gewöhnen - Hier die Berichte für beide Regatten.

Oh ha.... bei angesagten 5 ist eine 9er Böe ja schon eine unangenehme Überraschung...

frank_x

Lotse

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64

Donnerstag, 6. September 2018, 12:25

Zu RundBornholm hat die Frau vom DWD 2h vor dem Start auch auf Nachfrage bestätigt, dass es wohl sehr wahrscheinlich keine Gewitter geben wird - unsere Welt sah dann 2h nach dem Start etwas anders aus ... Los gefahren waren wir bei traumhaften 20kn und TWA um die 120 ...

Gefilmt hatten wir die Fronten nicht, aber andere

Angesagt war jeweils Mittelwind um 15-20kn und Böen bis 25kn ... und keine Gewitter .....

mit Deiner (echt geilen :) ) Glitschkiste repräsentierst Du sicherlich nicht den "Durchschnittssegler" mit dem "Durchschittsboot" und 30 kn von achtern ist wohl für die meisten hier die obere Grenze der Komfortzone. Gab es die 40+ kn ohne jede Vorankündigung im Wetterbericht ? Rund Bornholm hast Du doch DMI und die haben m.E. eine sehr gute / treffende Vorhersage für 24h / 48h in den "Havprognoser".

65

Donnerstag, 6. September 2018, 12:29

Hallo Lutz,

das von Frank angeführte Beispiel spricht für Tiefrückseitenwetter mit eingelagerten Schauerzellen, die im Einzelfall auch gewittrig sein können. Das ist üblicherweise nicht mit "Gewitterrisiko" gemeint.
Typisch sind für Tiefrückseiten im Sommer Gradientenwinde von 4-6 Bft aus primär westlichen Richtungen, im Wetterbericht garniert mit dem Zusatz "Schauerböen" oder ab Gefahr von 8 Bft aufwärts auch "schwere Schauerböen".
In diesem Fall liegt der Grundwind jedoch auch meist schon bei 6-7 Bft.

Die "Schauerböen" werden gern mal übersehen, insbesondere wenn man eine Ressource (z. B. dmi Havprognoser) nutzt, die das Böenpotenzial gar nicht erst erkennen lässt.

Zudem kann es Ausreisser geben. Vor knapp 14 Tagen handelten wir uns unerwartet und ungerefft 25-33 kn für etwa 10-15 Minuten ein.
Warum unerwartet und ungerefft, obwohl der Schauer sich deutlichst sichtbar lange ankündigte?

Weil Windfinder etwa um 12 kn Grundwind mit Böenpotenzial 16 oder 17 kn prognostizierte und sich die Vorgängerschauer dieses Vormittages auch strikt daran hielten.
Es gab sogar Boote um uns herum, die beim Vorgänger - dessen Wolkenformation auch nicht wesentlich anders aussah als die des Böswewichts - noch refften (rückwirken betrachtet unnötigerweise) und genau bei diesem nicht mehr - und prompt mit ballernden Tüten in den Wind gingen.
In diesem Schauer steckte halt lokal mehr drin als angesagt und als in den vorangegangenen Schauern. Wir wissen auch nicht, wie es 2sm weiter aussah. Da war vielleicht gar nichts los.

Gruß
Andreas

66

Donnerstag, 6. September 2018, 12:49

Welche Ressourcen für Wetterinformationen könnt ihr empfehlen um sowas vielleicht dann doch besser vorab einschätzen zu können?

Orage

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67

Donnerstag, 6. September 2018, 12:52

Das original Selden-Rigg der Mistral hat ein "Kurbel-Reff-System", d. h. durch Längsdrehung des Baums mit einer Kurbel nahe am Lümmel wird das Groß um den Baum gewickelt. Das ist richtig Sch..ße und u. U. sehr gefährlich, zumal der "Kurbler" am Mast auch noch das am Mast laufende Großfall fieren muss.

Sollte dieses unglückliche Reff-System noch installiert sein, würde ich vor Überführung ein anderes (provisorisches) Reffsystem installieren oder schon im Hafen einreffen.
procul negotiis

68

Donnerstag, 6. September 2018, 12:55

Das Reffsystem ist zum Glück schon geändert.. mir dem Baum-Rollreff wäre ich auch nicht glücklich gewesen.

frank_x

Lotse

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69

Donnerstag, 6. September 2018, 13:34

Insbesondere das Böenpotential ist echt problematisch. Um eine halbwegs sichere Mittelwindprognose über 2..3 Tage zu bekommen, ist Predictwind nicht schlecht - kostet aber auch etwas aber Ihr könnt Euch ja zur Überführung einen Testzugang buchen. Die haben z.T. eigene Modelle und stellen insbesondere 2 Modelle gleichzeitig dar - wichtig um die Güte dwer Vorhersagen zu beurteilen. Wegen der Böen - da schrieb Andreas schon richtiges - sprich bei Frontdurchgängen erwartet man lieber etwas mehr Wind als angesagt und verlässt sich überhaupt nicht auf die Modelle.

Welche Ressourcen für Wetterinformationen könnt ihr empfehlen um sowas vielleicht dann doch besser vorab einschätzen zu können?

70

Donnerstag, 6. September 2018, 14:55

Welche Ressourcen für Wetterinformationen könnt ihr empfehlen um sowas vielleicht dann doch besser vorab einschätzen zu können?

Bei uns:

Auf dem Smartphone:
Für Wetterlage/Vorausschau und Vorhersagen nach Seegebieten: DWD auf der App Seewetter Pro.

Punktuelle Windvorhersagen inkl. Vorschau: Windfinder, dabei etwas Geld in die kostenpflichtige Superforecast investieren. Grundwind + Böenpotenzial, zudem div. laufende Stationsmeldungen.

Für Tablet/Rechner: SHMI
Kleinräumige Windprognosen inkl. Anzeige Grob-Böenpotenzial für Bereiche, in denen Windböen den Grundwind um mehr als 5 m/s übersteigen.

An vielen schwedischen Küsten ist im Hochsommer Thermik ein großes Thema. SHMI geht darauf einigermaßen ein, andere Dienste nicht.
Sollte zu Eurer Zeit im September jedoch kein Thema mehr sein.

Dto. DMI wenn uns über die anderen Ressourcen hinaus noch langweilig wird.
Obacht vor 3-7 Tage-Vorausschauen nach dem amerikanischen Prognosemodell bei Windfinder: Die verändern sich sehr häufig noch sehr substanziell und haben schon so manchen ins Bockshorn gejagt.

Gruß
Andreas

Tamako

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72

Donnerstag, 6. September 2018, 15:46

Welche Ressourcen für Wetterinformationen könnt ihr empfehlen um sowas vielleicht dann doch besser vorab einschätzen zu können?

DMI und Weather Pro (Meteo Group), Weather Pro hat div. Karten (Radar, Wolken, Isobaren, …) und Strömungsfilmchen die Dir einen guten Überblick geben.

DMI ist mein erster Blick für den Grundwind und Starkwindfelder, Strömung, Wellen auch wenn hier etwas geschmäht. DMI rechnet nach ECMWF und hat nach meiner Erfahrung eine bessere Auflösung und Trefferquote als die nach dem US Modell rechnenden Vorhersagen (z.B. Windfinder). Der DWD rechnet auch mit den Daten des ECMWF, verfolgt dabei aber eine andere kommerzielle Strategie und stellt die detaillierten Berechnungen/Vorhersagen nicht frei zur Verfügung. Das macht für mich den DMI zur ersten Wahl für Ostseewetter (inkl. Streckenwetter).

Eine gute Einführung in Böen gibt es online unter: https://www.yacht.de/ratgeber/wissen/hef…age1.html#start
Mens sana in Campari Soda

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tamako« (6. September 2018, 16:05)


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73

Donnerstag, 6. September 2018, 20:28

Nachdem wir uns alle hier viel Mühe gegeben haben, wäre nach Abschluss des Törns ein ausführlicher Bericht mit aussagekräftigen Fotos in diesem Forum sehr schön und interessant... :) .
procul negotiis

Tamako

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74

Freitag, 7. September 2018, 10:57

Hier noch der Weblink auf eine gut verständliche Erklärung zu dem Unterschied vom US GFS Modell (Windfinder und sehr viele ander Apps basieren darauf) zum höher auflösenden ECMWF Modell.

https://wetterkanal.kachelmannwetter.com…aufloesung-ist/

Für höher auflösende Wetterprognosen im Seebereich verbleiben nur die Premium Bezahldienste wie z.B. Wetterwelt, jedoch halte ich € 500,-- p.a. als Fahrtensegler für Overkill

https://webshop.wetterwelt.de/index.php/…zeitraum=1+Jahr

DMI, sowie SMHI (Schweden) und YR (Norwegen) rechnen auf Basis des ECMWF Modell welches aufgrund seiner höheren Auflösung den GFS Prognosen überlegen ist. DMI und YR verzichten dabei auf Böenvorhersagen, aufgrund der Auflösung des Modells ist das eh nur eine grobe Indikation. Für Böeneinschätzung setze ich auf lokale Beobachtung, sowie auf Regenradar, und Satellitenaufnahmen der Wolkenschichten.
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75

Freitag, 7. September 2018, 11:09

Die "Schauerböen" werden gern mal übersehen, insbesondere wenn man eine Ressource (z. B. dmi Havprognoser) nutzt, die das Böenpotenzial gar nicht erst erkennen lässt.


Die Böenprognose in einigen Wettervorhersagen würde ich nicht zu sehr bewerten, aus DMI + lokale Beobachtung + Regenradar + Satellitenaufnahmen der Wolkenschichten kannst Du eine gute Abschätzung ableiten.

Weil Windfinder etwa um 12 kn Grundwind mit Böenpotenzial 16 oder 17 kn prognostizierte .....



Windfinder basiert auf dem niedrig auflösenden US GFS Modell und bei 28 km Kantenlänge der Gitterzellen würde ich an eine Böenprognose keine allzu hohen Erwartungen stellen. Windfinder zielt primär auf Strandwetter Surfer/Kiert ab.
Mens sana in Campari Soda

76

Freitag, 7. September 2018, 11:32

Moinsen,


unten eine Aufstellung aus Tamakos Kachelmann-Link, von mir ergänzt.
Windfinder wird von den meisten wohl nur in der kostenfreien Variante genutzt; diese ist tatsächlich ungenau.
Die User der kostenpflichtigen Windfinder Superforecast merken es im direkten Vergleich.
Superforecast hat imho dagegen lokal eine sehr hohe Eintrittswahrscheinlichkeit und steht DMI in nichts nach, eher im Gegenteil. Bei unsicheren Wetterlagen hauen beide auch mal daneben.
Der Windfinder-Vorteil ist das ausgewiesene Böenpotenzial, das Rückschlüsse auf die Wetterlage und deren Stabilität zulässt. Ohne diese Zusatzinformationen (daher auch der DWD-Seewetterbericht unter den Favoriten) lassen sich Vorhersagen schwierig interpretieren.


Wenn in Foren Wetterdienste besprochen werden und Windfinder nicht besonders gut bewertet wird, fehlt in aller Regel die entscheidende Information: wird die kostenlose GFS Version oder die Superforecast verwendet? Diese ist offenbar ähnlich wie Kachelmanns Super HD ein eigenes Rechenmodell. Infos dazuhier .
Über die Auflösung bei Windfinder gibt es unterschiedliche Angaben im Netz. Das kann damit zu tun haben, dass diese schrittweise verbessert wurde und zuweilen immer noch ältere Quellen herangezogen werden.
Bei abweichenden Vorhersagen kann auch deren Alter eine Rolle spielen. Nicht alle Dienste zeigen den Vorhersagestand gut erkennbar an.
Dynamische Wettersituationen (ein kompaktes Tief verändert seine Zugbahn) können kurzfristig eine signifikante Änderung der Vorhersage bewirken.
Hält man dann Dienst X und Dienst Y nebeneinander und wundert sich über die Unterschiede, kann die Erklärung zuweilen ganz einfach sein:
Es ist 09.00 Bordzeit und Dienst X aktualisierte zuletzt um 2.00, Dienst Y dagegen um 7.00 Uhr. Ist doch klar, wessen Vorhersage man dann tendenziell höher gewichtet. Wenn man denn darauf achtet...


Grüße
Andreas


  • Super HD Modell: 1×1 km Auflösung – Mitteleuropa – 3 Tage
  • ECMWF Modell: 9×9 km Auflösung – ganze Erde – 10 Tage
  • US Modell (GFS): 28×28 km Auflösung – ganze Erde – 14 Tage - Vorhersagen 3 Stunden-Rhythmus
  • Windfinder Superforecast horizontale Auflösung 7km - Europa und weitere Regionen - 3 Tage - Vorhersagen 1 Stunden-Rhythmus

77

Freitag, 7. September 2018, 12:52

User der kostenpflichtigen Windfinder Superforecast


Differiert diese von der kostenlosen Superforecast (3 Tage) auf windfinder.com?

Tamako

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78

Freitag, 7. September 2018, 19:59

Vlt. muss man sich daran gewöhnen ....



Ich habe mal ein bischen mit der Eingabemaske auf der Kachelmannwebseite gespielt und Dänemark als Region gewählt. Unter anderem kann man die Böigkeit abnfragen und bekommt neben dem Hauptlauf auch die Ergebnisse von 20 Varianten der Rechnung angezeigt. Für Samstag 10:00 Uhr zeigen die Varianten an der Westküste von Jütland durchaus 10 kn Unterschied.
Auf die Webseite bin ich heute zufällig gestossen, werde mir diese aber merken auch wenn Seewetter nicht die Zielgruppe ist

https://kachelmannwetter.com/de/modellka…0908-0800z.html

p.s.; Wenn Du die Region Bornhom wählst wird das ganze noch interessanter, am Südwestzipfel bei Rönne gehen die Böenprognosen um über 10 kn nach oben

https://kachelmannwetter.com/de/modellka…0908-0800z.html
Mens sana in Campari Soda

79

Mittwoch, 26. September 2018, 22:17

So, da sind wir wieder... Wie angefragt ein kurzer Bericht:

Wir sind in 6 Tagen bis Rostock gekommen, bei dem Wetter gar nicht schlecht, finde ich...

Tag 1 und 2: Tyresö - Nynäshamn - Oskarshamn
Morgens um 7 in Tyresö mit dem Voreigner los und gegen Mittag in Nynäshamn den gegen meinen Mitsegler getauscht, der morgens in Stockholm gelandet war. Ich war schon einen Tag vorher angereist, ein paar Dinge besorgen und das Schiff klar machen.
Es ging den ganzen Tag unter Motor gegenan, aber was will man machen.. Ab Nynäshamn unangenehm gegen die Welle, dachten wir, im Nachhinein eigentlich ganz angenehm. Morgens irgendwo in den inneren Schärenweg abgebogen und ein paar Stunden traumhafte Fahrt ohne Welle, dann bei Simpewarp wieder raus und noch die letzte Strecke bis Oskarshamn gegen die Welle. Fest gegen Mittag

Tag 3: Oskarshamn - Borgholm
Ein paar technische Probleme verschieben den Aufbruch bis nachmittags, dann erstmal 3 Stunden traumhaftes Segeln mit halbem Wind bei ca 4-5 Bft und fast keiner Welle bei in dem Bereich dann ablandigem Wind. Auf dem Kalmarsund änderte sich das dann deutlich.. Wind wieder gegenan, deutlich aufgefrischt und eine wirklich unangenehme kurze hohe Welle..
wir brechen wir ab um Mensch und Material zu schonen und gehen in den Hafen von Borgholm

Tag 4: Borgholm - Sandhamn
Morgens um 11 flaut der Wind etwas ab und wir Motoren gegenan auf die gegenüberliegende Seite des Sunds um dann einen langen Schlag bis Sandhamn zu segeln. Dort sind wir gegen Mitternacht. Wunderbarer Tag. In Sandhamn soll es einen Zubehör-Händler geben, wir müssen Radarreflektor und Buglaterne ersetzen, die hatte der Sund gefressen...
Da der Händler die Teile nicht hat miete ich sein Auto und besorge alles was fehlt in Karlskrona, inklusive zusätzlicher Wollsocken, es ist kalt geworden...

Tag 5-6: Sandhamn - Rostock
Da der Händler die Teile nicht hat miete ich sein Auto und besorge alles was fehlt in Karlskrona, inklusive zusätzlicher Wollsocken, es ist kalt geworden...
Gegen 12 kommen wir los und die angesagte 5 frischt bald auf eher 7 Bft auf, am Wind bei 3 Meter Welle ist es eine anstrengender Schlag über die Hanöbucht, ich habe etwas Angst um mein Schiff, wir quälen es... Wir beschliessen Kaseberga anzulauffen, es wird zu heftig. ca 5 sm vorher flaut der Wind etwas ab und wir erreichen wieder Landabdeckung und die Wellen werden kleiner, sammeln etwas Kraft und beschliessen nun doch durch zu fahren, vorerst ist Stralsund das Ziel. die Nacht ist traumhaft, endlich nur die angesagten 5 Bft, das Schiff läuft super und wir beschliessen dann morgens doch bis Rostock zu gehen. Es folgt ein wirklich wunderschöner Segeltag und Wir schaffen sogar abends noch den Zug nach Hamburg.

80

Mittwoch, 26. September 2018, 22:21

Der Tag danach: Alles tut weh. Ich bin müde und glücklich. Im Büro schaue ich gefühlt alle 10 Minuten auf die Webcam Seite vom Hafen hohe Düne, wo ich mein Schiff sehen kann.

Fazit: Wetter hätte besser sein dürfen, alles in allem war es aber ein toller Törn. Viel Vertrauen ins Schiff gewonnen, gleichzeitig aber auch alle Inkontinenzen der alten Dame entdeckt.. ;)
Zu zweit geht gut, wir sind ohne festen Wachwechsel gefahren und haben "on the fly" abgesprochen wer wann schlafen will. Wir haben zu wenig Schlaf bekommen, das lag aber eher daran, dass ich immer mit Ohren und Augen beim Schiff war... jedes Geräusch ist neu und man weiss ja noch nicht so genau was man sich da angeschafft hat. Ausserdem war es über weite Strecken echt zu heftig um ruhig zu schlafen.

Danke noch mal für alle Tips!

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