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Windstärken

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Christian F

Holland-Mod

  • »Christian F« ist der Autor dieses Themas

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1

Mittwoch, 13. Dezember 2017, 14:08

End of life Boats

End-of-Life-Boats in den Niederlanden...
HisWa ändert Vertragsbedingungen...

http://fryslan-sailor.com/end-of-life-boats-niederlande

Klaus13

Coque au vin Meister

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2

Mittwoch, 13. Dezember 2017, 14:58

Interessanter Bericht. Die Aufforderung am Ende, ein Foto solcher Boote öffentlich zu posten und damit anzuprangern, finde ich allerdings fragwürdig. Da könnte es schnell mal den Falschen treffen.

Gruß Klaus
who fails to plan plans to fail

dolphin24

Offizier

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3

Mittwoch, 13. Dezember 2017, 15:25

Dieses im Bericht angesprochene Problem ist seit Jahren bekannt, aber hierzulande eben nicht auf der Tagesordnung weil
ein schlüssiges Konzept für die Entsorgung und/oder dem Recycling der Kunststoffrümpfe fehlt.

Es muss endlich angegangen weden und es wird sich wohl nicht vermeiden lassen, dass der letzte Eigner eines solchen Wracks zur Kasse gebeten werden muß.
Eine weitgehende Entsorgung als Sondermüll wird aber kostspielig, also werden wohl einige Eigner versuchen dem zu entgehen, auf welche Weise auch immer.

Ich find es ebenso mehr als grenzwertig, Eigner solcher traurigen Hinterlassenschaften an den Pranger zu stellen, das löst kein Problem.

In deutschen Häfen findet man nur sehr selten aufgegebene Boote. In deren Umkreis aber auf Grundstücken, Brachen und Lagerplätzen dann doch.
Viele Winterlageranbieter haben aufgegebene Boote auf ihrem Gelände. Solange dafür die Gebühren beglichen werden ist das leicht verdientes Geld, weil ja auch der Sommer kostet.

beautje

Seebär

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4

Mittwoch, 13. Dezember 2017, 15:32

Bei den genannten 980.000 Tonnen handelt es sich wohl eher um einen Rechenfehler, wenn man die weiter oben genannten 6.000 Boote zugrunde legt.

Dennoch: Das Entsorgungsproblem des GfK bleibt und wird ein viel größeres, wenn man an die Massen von Windkraftanlagen denkt, deren Rotorblätter auf eine Lebensdauer von 30 Jahren ausgelegt sind. Der Boom startete in den 90ern, diese Welle rollt also im nächsten Jahrzehnt los. Da werden Mengen zusammenkommen, bei denen 6.000 Gammelboote zum Randproblem degradieren.

Olaf_P32

Kapitän

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5

Mittwoch, 13. Dezember 2017, 16:25

Mit irgendwelchen Entsorgungsproblemen hat das Ganze absolut nichts zu tun. Fast jeder Campingplatz hat auch mit diesen Problemen zu kämpfen. Auf jedem Platz gibt es einen "Abstellplatz" für Wohnwagenruinen um die sich der Besitzer nicht mehr kümmert. Warum das so ist kann ich zwar nicht sagen, aber die Entsorgung kann nicht das Problem sein. Einen Wohnwagen zumindest wir man für kleines Geld los. Für Boote gibt es mittlerweile auch Entsorgungsfirmen analog dem Autoverwerter.
Ein Leben ohne Boot ist möglich, aber ist es auch lebenswert ?
:wickie:

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6

Mittwoch, 13. Dezember 2017, 16:28

Dennoch: Das Entsorgungsproblem des GfK bleibt und wird ein viel größeres, wenn man an die Massen von Windkraftanlagen denkt, deren Rotorblätter auf eine Lebensdauer von 30 Jahren ausgelegt sind. Der Boom startete in den 90ern, diese Welle rollt also im nächsten Jahrzehnt los. Da werden Mengen zusammenkommen, bei denen 6.000 Gammelboote zum Randproblem degradieren.


Genauso ist es, dazu lese man unten angegebenen Bericht........ da steht aber sogar: Nutzungszeit der Rotorblätter 20 Jahre.

http://www.dbsv.de/sites/default/files/b…f/recycling.pdf

Was die Randerscheinung unserer Yoghurtschüsseln angeht; sag ich mal so:
Mein Kat wiegt ohne Motoren ca. 5 to inkl. Carbonmast und -baum. Innenausbau ist auch weitgehend Plaste, Elaste, Sandwich.
So richtig teuer finde ich die Entsorgung nicht, wenn man von den im Bericht zitierten 150-160 €/to GFK-Entsorgung ausgeht (nur das GFK, nicht Rigg, Motor, Kiel)
Mein Gott, den Betrag wird man doch noch aufbringen können, wenn ich zuvor jahrelang eine solche stolze Yacht bezahlt und unterhalten habe.
Wobei ich mein Schiff einfach vorher im guten Zustand verkaufen werde.

Aber mal anders gedacht.
Was, wenn die Entsorgung tatsächlich unbezahlbar wird für den letzten Eigner? Wenn die Hürde der Entsorgung zu hoch wird. Was macht der wohl?
Ich sag es euch: Ein ökologisch hochwertiges Riff auf 3000m Wassertiefe....................oder Verkauf nach Nigeria.
Gruß

Martin

Der Segler mit Zeit hat immer den richtigen Wind :)

Löhni

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7

Mittwoch, 13. Dezember 2017, 16:48

Für Boote gibt es mittlerweile auch Entsorgungsfirmen analog dem Autoverwerter.


Ganz genau.
Und aus höchst eigener Erfahrung kann ich berichten, dass die Entsorgung nicht zwangsläufig ein Vermögen kostet. Handelt es sich um ein Segelboot, so hat es i.d.R. einen verwertbaren Ballast, dessen Schrottwert einem gegengerechnet wird. Bei einem Bleikiel kann da am Ende sogar noch gutes Geld bei übrig bleiben.

Hier in Kiel gibt es sogar eine Entsorgungsfirma, die man auf dem Seeweg erreicht. D.h., solange das Entsorungsobjekt noch schwimmfähig ist, kann man es selbst dort hin fahren oder schleppen, und spart auch noch die Kosten für den Landtransport.
Gruß,
Jan

Lieber Wasser unterm Kiel :segeln:, als Kiel unter Wasser :tit:

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8

Samstag, 16. Dezember 2017, 01:52

Günstiger Kauf durch Reaktivierung?

Für mich stellt sich eher die Frage: GFK ist haltbar. Wurden die Schiffe voll nordseetauglich ausgerüstet aufgegeben, ist das gesamte Equipment noch an Bord? In welchem Zustand nach längerer Zeit ohne Pflege mit Kondensfeuchtigkeit usw? Sind die Schiffe nach gründlicher Reinigung und einigen Reparaturen wieder seetüchtig? Welche Größe, welcher Typ? Wie sind die Übernahmebedingungen: Verlangt der Hafenbetreiber ausstehende Liegegebühren, die den Wert nicht decken, oder ist der froh, wenn ein neuer Eigner künftige Hafengebühren bezahlt bzw. er das Schiff los ist, der Erwerber den Winterliegeplatz bezahlt und - das schwebt mir vor - mit dem so günstig erworbenem Schiff gen Süden segelt, seinem Lebensabend entgegen? Wenn das Kosten - Nutzen - Verhältnis aufgeht könnte so der Erwerb einer als Auswandererschiff benutzten Segeljacht den Kosten eines dreiwöchigen Anlaufurlaubes mit Flug, Hotel, Mietwagen, um vor Ort erst mal zwecks Wohnungssuche einen Makler zu kontaktieren, entsprechen: In "Puerto de los Gozos" (Wo das liegt, verrate ich nicht) sind die Liegegebühren und Mieten günstig, die so erworbene "Con Dios" dient bis zur Wohnungsfindung mit allem Bürokram wie Ummeldung , Kontoeröffnung usw. als Unterkunft und formt als mit kostenlosem Treibstoff angereistes Segelschiff eine stille Reserve, da sich ihr Wiederverkaufswert entsprechend erhöht hat.

beautje

Seebär

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Bootstyp: Winner 10.10

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9

Dienstag, 19. Dezember 2017, 11:32

In Einzelfällen mag das funktionieren. Aber der Großteil der Boote, um die es hier geht, ist vermutlich tatsächlich reif für die Presse. Und das stellt für die betroffenen Hafenbetreiber ein wachsendes Problem dar.
Das Angebot an alten Booten übersteigt bei weitem die Nachfrage. Da kann man für schmales Geld schon passable Boote bekommen (handwerkliches Geschick und Zeit vorausgesetzt). Aber dann bleibt immer noch ein Teil von Booten, die zwar theoretisch wiederbelebt werden könnten, aber für die sind dann schlichtweg keine Interessenten mehr da - und die vergammeln dann. Oft steht dahinter nicht mal böse Absicht. Manche Boote gehören vermutlich inzwischen Leuten (Erben), die möglicherweise noch nicht mal wissen, dass sie "Yachteigner" sind.
So traurig das ist, braucht ein Hafenbetreiber dennoch eine rechtssichere Handhabe, wie er mit solchen "Altlasten" umgehen kann.

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