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Christian F

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1

Mittwoch, 24. Januar 2018, 07:39

Eigner "freigesprochen"

Der Eigner von der "Ark van Urk" wurde "freigesprochen".

http://fryslan-sailor.com/eigner-der-ark…-freigesprochen

2

Mittwoch, 24. Januar 2018, 08:28

Wo ich frei gesprochen lese. Weiß eigentlich jemand wie der Mastbruch auf einem gewerblichen Plattbodenschiff vor 1 1/2 Jahren (08.2016), bei dem es ja 3 Tote gegeben hat, rechtlich ausgegangen ist? Damals ist ja der Mast der Amicitia gebrochen. Die Ursache sollte eine unsachgemäße Reparatur am Mast gewesen sein. Ich habe davon nichts mehr gehört.

Gruß
Charly
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wassergenug

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3

Mittwoch, 24. Januar 2018, 08:37

Der Eigner von der "Ark van Urk" wurde freigesprochen.

http://fryslan-sailor.com/eigner-der-ark…-freigesprochen

Freigesprochen? War er überhaupt im eigentlichen Sinne angeklagt, oder ist es nicht eher so, dass der Staatsanwalt beschlossen hat, die Sache ist zu dünn, um ein Verfahren mit Anklage daraus zu machen?

Gruss, Michael
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Christian F

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4

Mittwoch, 24. Januar 2018, 08:47

Freigesprochen? War er überhaupt im eigentlichen Sinne angeklagt, oder ist es nicht eher so, dass der Staatsanwalt beschlossen hat, die Sache ist zu dünn, um ein Verfahren mit Anklage daraus zu machen?

Gruss, Michael

Ich denke, das ist genauso, wie Du vermutest. Ich korrigiere mal den Betreff...

Squirrel

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5

Mittwoch, 24. Januar 2018, 08:56

oder ist es nicht eher so, dass der Staatsanwalt beschlossen hat, die Sache ist zu dünn, um ein Verfahren mit Anklage daraus zu machen?


Dann hätte sie sicher mitgeteilt, das Verfahren würde eingestellt, evtl. um den Hinweis ergänzt, dies geschehe aus Mangel an Beweisen. Die Meldung lautet aber, dass die Staatsanwaltschaft bestätigt habe, dass den Eigner keine Schuld trifft. Die Aussage hat schon eine solche Qualität, dass man nicht mit "Sache ist zu dünn" suggerieren sollte, dass da doch noch irgendein Verdacht besteht.
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6

Mittwoch, 24. Januar 2018, 09:06

oder ist es nicht eher so, dass der Staatsanwalt beschlossen hat, die Sache ist zu dünn, um ein Verfahren mit Anklage daraus zu machen?


Dann hätte sie sicher mitgeteilt, das Verfahren würde eingestellt, evtl. um den Hinweis ergänzt, dies geschehe aus Mangel an Beweisen. Die Meldung lautet aber, dass die Staatsanwaltschaft bestätigt habe, dass den Eigner keine Schuld trifft. Die Aussage hat schon eine solche Qualität, dass man nicht mit "Sache ist zu dünn" suggerieren sollte, dass da doch noch irgendein Verdacht besteht.


Das sehe ich auch so. Es geht ja darum festzustellen, ob der Eigner leichtfertig oder fahrlässig gehandelt hatte.
So wie er sich geäußert hatte, ist er den Anweisungen des Hafenpersonals gefolgt, die das Anlegen grundsätzlich und an der vorgegebenen Stelle zugelassen/angewiesen haben.
Zudem wurde das Schiff kontrolliert und war zum Zeitpunkt des Unfalls besetzt.
Nach wie vor denke ich, das der Eigner kaum die Festigkeit/Verankerung eines Pollers beurteilen konnte, dafür ist er zu sehr Laie, das kann - wenn überhaupt - wohl nur der Hafenbetreiber.

Es geht jetzt um die Schadenregulierung insb. für die betroffenen anderen Eignern.
Hoffentl. bleiben die auf ihren Schäden nicht sitzen wg. höherer Gewalt o.ä.
Gruß

Martin

Der Segler mit Zeit hat immer den richtigen Wind :)

7

Mittwoch, 24. Januar 2018, 09:25

Die Meldung ist derart tölpelhaft formuliert, dass man da juristisch alles hineininterpretieren könnte - bis hin, dass der Staatsanwalt schlicht keinen Bock hat :D .
--------------------------
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Christian F

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9

Mittwoch, 24. Januar 2018, 09:33

Nun, ein Staatsanwalt kann nicht freisprechen, er kann Ermittlungen einstellen. In der Sache wird das für den Eigner vermutlich die Schadensregulierung erleichtern, wenn z.B. die Versicherung sich nicht auf den Ausgang eines Strafprozesses rausreden kann. Denn der Schaden ist ja zweifellos durch das Schiff entstanden, unabhängig von einer Schuldfrage des Eigners..
Gruß Thomas

Dieses Jahr bekennender Alt 68iger

wassergenug

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10

Mittwoch, 24. Januar 2018, 09:59

oder ist es nicht eher so, dass der Staatsanwalt beschlossen hat, die Sache ist zu dünn, um ein Verfahren mit Anklage daraus zu machen?


Dann hätte sie sicher mitgeteilt, das Verfahren würde eingestellt, evtl. um den Hinweis ergänzt, dies geschehe aus Mangel an Beweisen. Die Meldung lautet aber, dass die Staatsanwaltschaft bestätigt habe, dass den Eigner keine Schuld trifft. Die Aussage hat schon eine solche Qualität, dass man nicht mit "Sache ist zu dünn" suggerieren sollte, dass da doch noch irgendein Verdacht besteht.

Dann sagen wir „keine hinreichende Grund zur Anklage vorhanden“. Das ist aber immer noch keinen Freispruch. Das kann in mir bekannten Rechtsordnungen nur ein Richter. Und nur weil strafrechtlich nichts vorliegt, heisst es noch nicht, dass zivilrechtlich nichts ist.

Und Polizei und Staatsanwälte wägen, vor sie Verfahrn eröffnen oder Anklage erheben, durchaus die Erfolgschancen eines Verfahrens ab, vor allem wenn nur Materialschäden vorhanden sind. Da habe ich ein defektes Fahrad, zerrissenen Hosen und ein breit grinsende Autofahrer als Beispiel...

Edit: das hat aber auch etwas mit der Schweizer Prozessordnung (damals?) zu tun. Es wird grundsätzlich ein Verfahren gegen den Fahrer, und nicht gegen den Halter eröffnet. Was den Halter, einfach identifizierbar, ermöglicht zu sagen, “Ich war nicht der Fahrer, das war ein Familienmitglied” was das ganze bedeutend schwieriger macht, da ein Recht besteht (bestand?), Familienmitglieder nicht belasten zu müssen.

Gruss, Michael
Bekennende flaue Flunder :-)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »wassergenug« (24. Januar 2018, 10:24)


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11

Mittwoch, 24. Januar 2018, 10:13

Die Spekulation über Staatsanwälte, Richter und dergleichen könnt ihr getrost vergessen.
Die Sache wird nach holländischem Recht und deren Organisation abgewickelt, da versagt die Kenntnis über das deutsche System.
...und damit muß man sich im Holländischen ein wenig einlesen - wer mag:

Untersucht wurde der Fall vom OM und der fungiert wie folgt:
https://nl.wikipedia.org/wiki/Openbaar_Ministerie

oder auch Zitat aus den eingebetteten links:

Het Openbaar Ministerie (OM) of parket vormt in het strafrecht samen met de rechters de rechterlijke macht in Nederland. Anders dan de naam suggereert is het Openbaar Ministerie geen ministerie. Het valt onder het Ministerie van Justitie en Veiligheid. Samen met de rechters vormt het Openbaar Ministerie de rechterlijke macht - zo staat het in de Wet op de rechterlijke organisatie.

Het Openbaar Ministerie bepaalt aan de hand van gepleegde strafbare feiten of en wanneer iemand daarvoor vervolgd wordt. Haar werkterrein betreft dan ook voornamelijk het strafrecht: het Openbaar Ministerie komt vrijwel alleen maar in beeld als iemand een strafbaar feit begaat. Als mensen en bedrijven onderling met elkaar in conflict raken kunnen zij hun geschil voorleggen in de civiele rechtspraak (bijvoorbeeld bij echtscheidingen, burenruzies, arbeidsgeschillen of huurconflicten).
Gruß

Martin

Der Segler mit Zeit hat immer den richtigen Wind :)

12

Mittwoch, 24. Januar 2018, 10:21

het OM ist nichts anderes als die Staatsanwaltschaft bzw. die Strafverfolgungsbehörde in NL.
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joekutti

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13

Mittwoch, 24. Januar 2018, 10:29

Wo ich frei gesprochen lese. Weiß eigentlich jemand wie der Mastbruch auf einem gewerblichen Plattbodenschiff vor 1 1/2 Jahren (08.2016), bei dem es ja 3 Tote gegeben hat, rechtlich ausgegangen ist? Damals ist ja der Mast der Amicitia gebrochen. Die Ursache sollte eine unsachgemäße Reparatur am Mast gewesen sein. Ich habe davon nichts mehr gehört.

Hier der Link zum Untersuchungsbericht.

Und hier gab es schon einen ausführlichen Thread dazu, ab Beitrag 33 auch mit Diskussion über den Untersuchungsbericht.

Viele Grüße,
Joachim.

wassergenug

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14

Mittwoch, 24. Januar 2018, 10:30

oder auch Zitat aus den eingebetteten links:

Da sehe ich - mit Hilfe von Google Translate - absolut keinen Unterschied zu meiner Erwartung, wie ein Staatsanwalt funktioniert. Bei den Franzosen hat es bedeutend grössere Unterschiede, aber hier sehe ich sie nicht.

Gruss, Michael
Bekennende flaue Flunder :-)

Vodies

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Mittwoch, 24. Januar 2018, 10:45

Stellt sich dann hier nicht die Frage, ob die Versicherung des Schiffes Entschädigung aus der Haftpflicht verweigern kann, da keine Schuld des Eigners feststellbar ist und dadurch höhere Gewalt entscheidend war. Wird spannend bleiben. Eventuell kann dann noch der Hafenbetreiber regresspflichtig gemacht werden
Franz
Viele Gruesse aus Rosenheim

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16

Mittwoch, 24. Januar 2018, 12:15

Das klären die untereinander, nach Allem, was mir zu Versicherungen bekannt ist, müßten die erst mal regulieren und dann sehen, wie sie wieder an ihr Geld kommen. Wir werden sicher weiter hören.
Gruß Thomas

Dieses Jahr bekennender Alt 68iger

columbus488

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17

Mittwoch, 24. Januar 2018, 13:52

Nun, ein Staatsanwalt kann nicht freisprechen

dacht ich mir...... deswegen haben die immer ein Skript zum ablesen :to_pick_ones_nose2:
Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
Kurt Tucholsky

Kassebat

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18

Mittwoch, 24. Januar 2018, 13:53

Nun, ein Staatsanwalt kann nicht freisprechen

dacht ich mir...... deswegen haben die immer ein Skript zum ablesen :to_pick_ones_nose2:


:lautlachen:
Handbreit
Torsten
__________________________________________________________________________________________
Winston Churchill wurde zu seiner Goldenen Hochzeit gefragt, ob er je an Scheidung gedacht hätte.
Antwort: An Scheidung nicht, aber öfter an Mord !

Rottweiler

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19

Mittwoch, 24. Januar 2018, 14:35

ist es nicht eher so, dass der Staatsanwalt beschlossen hat, die Sache ist zu dünn, um ein Verfahren mit Anklage daraus zu machen?

so fangen Fake-News an. Das erste Resultat ist die Änderung der Überschrift......
Liebe Grüße, Walter

there is no tool like an old tool.....

zooom

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20

Mittwoch, 24. Januar 2018, 15:20

Nun, ein Staatsanwalt kann nicht freisprechen

dacht ich mir...... deswegen haben die immer ein Skript zum ablesen :to_pick_ones_nose2:



Das sind die Feinheiten der deutschen Sprache, der Staatsanwalt kann nicht freisprechen, ob er frei sprechen kann, weiß ich nicht...
Gruß Thomas

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