Sie sind nicht angemeldet.

Werbung

Boote kaufen

Windstärken

Windstärkentabelle

Hallo Besucher, willkommen im Segeln-Forum! Hier kannst Du Dich registrieren, um unser Forum in seiner vollen Pracht genießen zu können! - Weitere Infos zur Registrierung - Login für Mitglieder -

Cirrus

Offizier

  • »Cirrus« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 160

Schiffsname: Cirrus

Bootstyp: Hanse 342

Heimathafen: Greifswald

  • Nachricht senden

1

Freitag, 2. Februar 2018, 08:46

Ostsee - Holland

Nun segel ich schon so manches Jahrzehnt in der Ostsee. Westschären, Ostschären, Baltikum, Südsee usw. häufig genossen. Jetzt taucht in den Überlegungen für die kommende Saison mal eine Fahrt nach Westen auf. Ich habe zwei bis drei Monate Zeit, so dass alles ohne Hetze möglich ist.
Sorge hätte ich nur davor, dass das Revier dort im Sommer gewaltig voll ist. Schon Schweden ist im Juli wegen der Fülle anstrengend. Wenn aber das halbe Ruhrgebiet sich auf dem Isselmeer und den angrenzenden Revieren herum treib, könnte das noch eine Stufe heftiger sein.
Es wäre schön wenn die Revierkenner dazu einiges sagen könnten. Muss man schon um 12.00 Uhr im Hafen sein um noch einen Platz zu finden oder geht es auch noch um 18.00 Uhr.

Gruß Cirrus
Gruß
Cirrus

smaugi

Salzbuckel

Beiträge: 3 651

Schiffsname: Nexus

Bootstyp: Bavaria33

Heimathafen: Urk / NL

  • Nachricht senden

2

Freitag, 2. Februar 2018, 09:05

In der Ferienzeit (Holländer+Deutsche) bekommt man auch meist einen Liegeplatz - allerdings muss man Päckchen mögen .
In Stadhäfen sind dann 8er Päckchen nichts ungewöhnliches. Einige Marinas haben immer was frei, andere sind halt voll.
Wir wurden bisher auch in der Hochsaison noch nirgends abgewiesen.
Ausnahme sind eventuell die Wattenmeer-Inselhäfen. Die sind teilweise ab Früh Nachmittags wegen Überfüllung gesperrt und man muss weiter oder Ankern.
Tschüss
Christian

Jawele

Matrose

Beiträge: 66

Wohnort: Schmallenberg

Schiffsname: Papillon

Bootstyp: Moody DS 54

Heimathafen: Laboe / Segel-Club Hennesee Meschede

  • Nachricht senden

3

Freitag, 2. Februar 2018, 09:23

2016 bin ich mit meinem 15 Meter Schiff von der Ostsee in die Niederlande gewechselt und dort bis Ende 2017 geblieben. (sehr guter Liegeplatz in der Marina Volendam). Ich habe immer einen Gast-Liegeplatz in den div. Häfen bekommen. Auch während der Feiertags-Wochenenden auf den Inseln. Da haben wir allerdings telefonisch reserviert oder sind rechtzeitig eingetroffen. Bei den Binnenhäfen gab es nie ein Liegeplatzproblem. Das einzige was extrem genervt hat, waren die Fliegen bei sehr gutem Wetter, die zum Glück im Watt nicht da waren.

Warns

Salzbuckel

Beiträge: 2 598

Wohnort: Schwälbchen

Schiffsname: Schwälbchen

Bootstyp: Sirius DS 31

Heimathafen: Düsseldorf

  • Nachricht senden

4

Freitag, 2. Februar 2018, 09:58

Hi!

Deine Sorgen sind sehr berechtigt, eher noch zu moderat. Das Revier ist bereits zu Beginn der Saison hoffnungslos überfüllt, ab Mittag kriegst Du ganz sicher keinen Platz mehr, und auch vorher musst Du Dich zwischen die abweisenden Dauerlieger drängeln, die alles egoistisch blockieren; zu einer rechtzeitigen Reservierung wird man Dir als Unbekanntem keine Chance geben. Zudem kommen die exorbitant hohen Liegekosten, die in den meist schlecht ausgestatteten Marinas von in der Regel flegelhaften Hafenbediensteten abgezockt werden. Zu den unattraktiven friesischen Städten und der grottigen Küche brauche ich ja wohl nichts zu sagen. Selbst das Wetter ist hier Mist!

Am besten, Du bleibst in der Ostsee!

Ernsthaft: Das IJsselmeer ist ein unglaublich schönes Revier, in dem man sich auch nach Jahren nicht langweilt. Die (alten) friesischen Städtchen sind reizend, die Häfen sind ordentlich und preislich okay. Keine Angst, selbst in der Hochsaison finden die Hafenmenschen noch irgendein Plätzchen, manchmal allerdings als x-ster im Päckchen. Das frühe Reinfahren, um einen Liegeplatz zu ergattern, ist nicht nur eine schreckliche Unsitte (Ausnahmen: Kinder zum Spielplatz, Admiralin zum Shoppen, Hundi zum Gassi), sondern man betrügt sich selbst um die schönen Nachmittags- und Abendstimmungen; zudem liege ich lieber außen mit freiem Blick als innen, wo mir jeder übers Deck rennt. Aber ja, am schönen Wochenende in der Saison ist es gut, die Ausweichregeln zu beherrschen, es wird voll. Trotzdem bin ich noch nie von einem Hafen abgewiesen worden, jedenfalls nicht im IJsselmeer - wohl aber auf den Inseln, ach ja, und im Amsterdamer Sixthaven. Zu bedenken: Es wird viel zu wenig geankert! Dabei ist das wunderschön und im Flachwasserrevier IJsselmeer sehr einfach und fast überall möglich.


Damit komme ich zum nächsten Punkt: Das Drumrum. Die friesische Seenplatte ist ein tolles Revier, in dem es immer etwas weniger bläst (glücklich, wer nicht zu viel Tiefgang hat, kielmäßig gesehen). Hier gibt es auch die meist idyllisch gelegenen Marekrit-Plätze, an denen man kostenlos für drei Nächte bleiben kann (keine Infrastruktur!). Traumhaft finde ich die vorgelagerten Inseln, die immer einen Besuch Wert sind. Wattfahren hat zudem was ganz Besonderes.

Ein ernstes Wort: Unterschätz nicht das IJsselmeer! Wer es als friedlichen Binnentümpel und Anfängerrevier versteht, kann ganz schön eins auf die Nase kriegen! Achtung, gut den (meist zutreffenden, kleinräumigen) Wetterbericht beachten, auch die fiese Hackwelle ist IM-typisch. Auch wichtig: die diversen gesetzlichen Bestimmungen, zB zum Thema Funk oder die Ausweichregeln. Was allerdings stimmt: Die durchschnittliche holländische Küche ist nichts Besonderes. Fast food wie Pommes, Frikandel und Kibbeling sind zwar beliebt, und man mag das eine oder andere ordentliche Rest finden, aber im Durchschnitt stark Unterdurchschnitt! Und eher teuer, von den aberwitzig frühen Abendessenzeiten mal ganz abgesehen. Dafür sind die holländischen Kneipen sehr gemütlich.
Ich bin sicher, Dir gefällt es bei den Holländern (die im übrigen mit ihrer lässigen Art die Italiener des Nordens sind. Trotzdem auch hier Vorsicht, sie sind seeehr geschäftstüchtig: Wenn Dir einer erzählt, er habe ein gutes Geschäft mit einem Holländer gemacht, dann war das entweder kein gutes Geschäft, oder kein Holländer!).
Gruß
Wolfgang

www.sy-schwaelbchen.de

5

Freitag, 2. Februar 2018, 10:06

Schön geschrieben. :gooost:
Gruß, Norman

F28

Salzbuckel

Beiträge: 2 359

Schiffsname: Rike

Heimathafen: Colijnsplaat

  • Nachricht senden

6

Freitag, 2. Februar 2018, 10:12

- allerdings muss man Päckchen mögen .

absolut richtig. Auch wir haben schon in der achten Reihe gelegen. Oder direkt an der Pier, aber dann eben mit dem Verkehr von 8 Crews über unser Boot.
Wer die Mentalität hat: "mein Boot ist mein Reich, da hat niemand drüberzulaufen und auch niemand dran festzumachen" sollte besser wegbleiben.

In den Stadthäfen gilt:
1. Boote sind hauptsächlich dazu da, um möglichst viele weitere Boote dran festzumachen
2. solange irgendwo noch Wasser im Hafenbecken zu sehen ist, ist der Hafen noch nicht voll

Aber um das zu entschärfen: das Ganze geht üblicherweise überraschend entspannt vor sich. Man kann da gut gegenseitige Rücksichtnahme üben. Achja, wenn man Glück hat, kann man auch eine ganze Menge über Leinen-Verhol-Manöver lernen (wenn z.B. der Innenlieger morgens um 0600 raus geht, ohne dass die 5 Außenlieger das mitbekommen. Doch, das geht, wenn es die richtigen Leute machen).

Und zuletzt noch: nicht alle Niederländer werden gerne als "Holländer" bezeichnet. Es gibt halt auch Zeelanders, Limburgers und diverse andere Geschmacksrichtungen, die säuberlich unterschieden werden wollen. Und Deutsch können vor allem die Jüngeren (< 40) kaum noch, dank einer Schulreform in den 70igern.
Gruß
F28

Lupo

Proviantmeister

Beiträge: 315

Wohnort: Langenfeld

Schiffsname: Remember

Bootstyp: Bavaria 34 Cruiser

Heimathafen: Lemmer

  • Nachricht senden

7

Freitag, 2. Februar 2018, 10:28

Man sollte vielleicht auf einen Unterschied zu den Ostseehäfen hinweisen.
Während man in der Regel dort nach einem Platz mit einem grünen Schild sucht, fährt man in den Niederlanden häufig zum Meldesteiger und lässt sich einen Platz entsprechend der Schiffsgröße vom Hafenmeister zuweisen. Das blöde Abfahren der Boxen und Suche nach einem freien Platz ist in den Niederlanden sehr selten.
In größeren sehr frequentierten Häfen fährt auch zur "rush hour" der Hafenmeister mit einem Dingi rum und weist einen ein. Darüber hinaus kann man auch anrufen und sich einen Platz zuweisen lassen. (Auf den Watteninseln ist Reservieren allerdings in der Regel nicht möglich).
Ich habe 25 Jahre von Flensburg aus die Ostsee unsicher gemacht und liege mit dem Boot nun seit 2008 in den Niederlanden. Ich finde die Situation hier zu der Haupteinlaufzeit wesentlich entspannter.

Grüße
Eckart

F28

Salzbuckel

Beiträge: 2 359

Schiffsname: Rike

Heimathafen: Colijnsplaat

  • Nachricht senden

8

Freitag, 2. Februar 2018, 10:34

Ich finde die Situation hier zu der Haupteinlaufzeit wesentlich entspannter.

Ich war ja bisher erst einmal im Sommer in der Ostsee unterwegs - und fand (als NL-Segler) das dort praktizierte Prinzip " blödes Abfahren der Boxen und Suche nach einem freien Platz" komplett bescheuert.
Lupo hat schon recht: in den NL-Häfen läuft das sehr viel besser organisiert ab.
Erstens gibt es da (immer!) Hafenmeister, die auf Zack sind (und die man besser nicht ignorieren sollte).
In Häfen mit viel Betrieb wird man zur Prime-Time in der Tat schon bei der Einfahrt vom Schlauchi reitenden Hafenmeister eingesammelt und an den richtigen Platz gelotst.
Oder Anruf auf dem UKW-Hafenkanal (den allerdings deutsche Funkgeräte üblicherweise nicht haben....)
Oder es gibt an der Einfahrt einen Kontroll-Turm (z.B. in Brouwershaven), auf dem der Hafenmeister thront und per Lautsprecher die Anweisungen raushaut.

In puncto Hafenorganisation dürfte mancher Ostseesegler erstaunt sein, wie das in NL abläuft.
Gruß
F28

Rüm Hart

Motorsegler-Versäger

Beiträge: 6 626

Wohnort: Emsland

Schiffsname: Rüm Hart

Bootstyp: Sirius 310 DS

Heimathafen: Warns, Stormvogel

Rufzeichen: DG3578

MMSI: 211545290

Im Marktplatz: 1

  • Nachricht senden

9

Freitag, 2. Februar 2018, 10:57

Ich unterschreibe alles, was bislang ge- und beschrieben wurde. Nur die Sache mit dem Päckchenliegen möchte ich aus meiner Sicht etwas relativieren. Meine Vorschoterin mag es aus verschiedenen Gründen nicht soooo besonders, und deshalb suche ich es zu vermeiden. Was - und das ist meine persönliche Ergänzung - überraschend häufig gelingt, ohne nun schon mittags im Hafen sein zu müssen. Es gibt halt Häfen, in denen Päckchen eher wenig vorkommen, und es gibt auch solche, wo man vorab telefonisch (oder per Funk wenn man die Kanäle hat) reservieren kann. Und es gibt Zeiten außerhalb der 6wöchigen höchsten Hochsaison, in denen wir zukünftig sowieso anderen schönen Beschäftigungen nachgehen werden.

Insgesamt haben die Niederländer aus meiner Sicht ein kleines Paradies auf Erden, anders als viele andere, äußerst variantenreich und mit einer fantastischen Infrastruktur.

Gruß, Manfred
Rüm Hart Blog: KLICK
Kolumne für segeln: KLACK
Sirius Forum: KLONG

10

Freitag, 2. Februar 2018, 10:58

Als Ostseesegler wirst du seglerisch enttäuscht sein. Eine Stunde bei Wind und du bist drüben, Dann eine Stunde am Wartesteiger bis die Herren Napoleons-Kassierer (12-14 jahre) so gnädig sind und dir erlauben in der hintersten Ecke anzubinden. nicht bevor du mind. 25 € + Abgaben+ Stromkastenkleingeld abgedrückt hast. Und immer schön bitte bitte sagen.

Kommt rüber, dass ich schlechte Erfahrung gemacht habe-- nää??

Die Gegend ist nett. Flach wie ein Bügelbrett, Kirchtürme kannste vom Boot 20 Km weit sehen. Stehende Mastroute ist eigentlich, was Friesland angeht, sehr schön. Bis - und einschll. - Lemmer. Edam im Marker Meer sollte man sehen, mirtwochs ist Käsemarkt incl. Verkostung bis zum Abwinken. Auch Volendam. Alles hübsch. Die Stehende MR sollte man ebenso wie den Göta Kanal mal gefahren sein. Amsterdam sollte man mitnehmen (Sixhaven) IJmuiden in die Nordsee schauen. Dahinter kommt Zeeland. Hier wird es Gegendmäßig schöner (etwas) aber auch teurer. Brouversmeer mal rein und Austern essen- oder eben Muscheln. Meine Lieblingsorte sind Scheverningen und Strand. Dann Vehre. In Vlissingen raus und wenn du noch Zeit hast fährst du nach Blankenberge und-- sehr schön: Oooostende. Dann kaste umderehen oder machst noch einen Abstecher nach Dover und Ramsgate-- alles kein Hexenwerk, wird voel Wind drum gemacht. Büschen Gezeitensegelei, paar dicke Pötte, alles halb so wild.

Mist... jetzt wo ich das so schreibe.... nu hab ich auch wieder Lust auf Holland.
Rollef mal kucken was sein Dampfer macht, und Segelvolker, und Headdy, und Eby

*seufs*

:D



PS... Wo Manfred gerade schreibt....
Holländer können nicht ankern. Alles Sand und Schlick dort.
Die schönsten Stellen sind frei.
Und ... sie legen Bojen aus an denen man wunderbar festmachen kann. Ohne Berechtigung (bisher)

Paul b

Salzbuckel

Beiträge: 3 654

Wohnort: linker Niederrhein

Schiffsname: Generation X

Bootstyp: Comet 1050

Heimathafen: Stavoren Buiten Marina

  • Nachricht senden

11

Freitag, 2. Februar 2018, 11:35

und Eby



Der soll keinen Dampfer mehr haben.
:fb: Mitsegeln?
:fb: Mitfahren?

smaugi

Salzbuckel

Beiträge: 3 651

Schiffsname: Nexus

Bootstyp: Bavaria33

Heimathafen: Urk / NL

  • Nachricht senden

12

Freitag, 2. Februar 2018, 12:34

Eine Stunde bei Wind und du bist drüben,

Aber wohl nur mit einem Cat oder in Südholland Osterschelde.
Ijsselmeer kann man je nach Richtung immer 2-8 Stunden am Stück segeln - je nach Kurs halt.
Tschüss
Christian

Cirrus

Offizier

  • »Cirrus« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 160

Schiffsname: Cirrus

Bootstyp: Hanse 342

Heimathafen: Greifswald

  • Nachricht senden

13

Freitag, 2. Februar 2018, 13:38

Schon mal danke für die Antworten. Das Ijsselmeer hat wohl von den Segelbedingungen, besonders bei mehr Wind, Ähnlichkeit mit dem Greifswalder Bodden. Also kurze, hackige Welle. Vor fast 40 Jahren habe ich zwei mal im Ijsselmeer gechartert. Habe damals selber noch in NRW gewohnt. Aber seitdem hat sich wohl eine Menge verändert.

Gruß Cirrus
Gruß
Cirrus

14

Freitag, 2. Februar 2018, 13:53

Es gibt Stellen an denen ist die Zeit stehen geblieben, aber die sind dann eher etwas abseits der Haupt-Touristenströme.

Eine Stunde bei Wind und du bist drüben

Es gibt schon recht viele kleine Touren, obwohl in zwei Tagen von Eckernförde über Damp nach Maasholm auch keine Weltreise ist. Wenn es etwas weiter sein darf, kann man außen an den Inseln entlang fahren. Von Terschelling nach Borkum sind übern Daumen 100 Meilen. Nach Texel ist kürzer aber auch schön. Wenn man im Isselmeer fährt und von ganz unten raufgekreuzt ist, ist auch ein Segeltag vorbei. Binnen gibt es an vielbefahrenen Wasserstraßen inzwischen Unterführungen für Autos, 20 Meilen ohne Stopp sind locker drin, aber für tiefgehende Boote ist das Revier trotzdem nicht sehr unterhaltsam. Mit 90 cm und legbarem Mast kann man mehr als 2/3 der Wasserfläche befahren.
Die Fahrt in die Schelde, am besten außenrum, führt quasi zu einem Zweitrevier. Nach England ist es mit rund 100 Meilen oder etwas mehr auch nicht zu weit, aber die englische Ostküste ist hässlich wie die Nacht, kein Vergleich zum Süden.

Das Essen ... dieses Essen ist was Spezielles. Pfannkuchen und Fischgerichte sind sehr lecker. Fisch, der noch keinen Sonnenuntergang an Land gesehen hat, gibt es nur an wenigen Stellen. Das kriegst Du selber raus.

Brynja

Salzbuckel

Beiträge: 3 329

Wohnort: OWL

Schiffsname: Brynja

  • Nachricht senden

15

Freitag, 2. Februar 2018, 19:46

Ernsthaft: Das IJsselmeer ist ein unglaublich schönes Revier, in dem man sich auch nach Jahren nicht langweilt. Die (alten) friesischen Städtchen sind reizend, die Häfen sind ordentlich und preislich okay. Keine Angst, selbst in der Hochsaison finden die Hafenmenschen noch irgendein Plätzchen, manchmal allerdings als x-ster im Päckchen. Das frühe Reinfahren, um einen Liegeplatz zu ergattern, ist nicht nur eine schreckliche Unsitte (Ausnahmen: Kinder zum Spielplatz, Admiralin zum Shoppen, Hundi zum Gassi), sondern man betrügt sich selbst um die schönen Nachmittags- und Abendstimmungen; zudem liege ich lieber außen mit freiem Blick als innen, wo mir jeder übers Deck rennt. Aber ja, am schönen Wochenende in der Saison ist es gut, die Ausweichregeln zu beherrschen, es wird voll. Trotzdem bin ich noch nie von einem Hafen abgewiesen worden, jedenfalls nicht im IJsselmeer - wohl aber auf den Inseln, ach ja, und im Amsterdamer Sixthaven. Zu bedenken: Es wird viel zu wenig geankert! Dabei ist das wunderschön und im Flachwasserrevier IJsselmeer sehr einfach und fast überall möglich.


Damit komme ich zum nächsten Punkt: Das Drumrum. Die friesische Seenplatte ist ein tolles Revier, in dem es immer etwas weniger bläst (glücklich, wer nicht zu viel Tiefgang hat, kielmäßig gesehen). Hier gibt es auch die meist idyllisch gelegenen Marekrit-Plätze, an denen man kostenlos für drei Nächte bleiben kann (keine Infrastruktur!). Traumhaft finde ich die vorgelagerten Inseln, die immer einen Besuch Wert sind. Wattfahren hat zudem was ganz Besonderes.


Das klingt ein bisschen wie Heimweh...
Gruß, Frank


BLogbuch: https://sybrynja.wordpress.com/

Beiträge: 1 399

Schiffsname: Zephyr

Bootstyp: Dehler 34

Heimathafen: Stavoren

  • Nachricht senden

16

Freitag, 2. Februar 2018, 19:59

Dann wird es aber langsam voll, wenn der Wolfgang auch noch wiederkommt..... :verstecken:
Dietmar


-failure is always an option-

Rüm Hart

Motorsegler-Versäger

Beiträge: 6 626

Wohnort: Emsland

Schiffsname: Rüm Hart

Bootstyp: Sirius 310 DS

Heimathafen: Warns, Stormvogel

Rufzeichen: DG3578

MMSI: 211545290

Im Marktplatz: 1

  • Nachricht senden

17

Freitag, 2. Februar 2018, 20:08

Das klingt ein bisschen wie Heimweh...

Gedacht habe ich es auch, Frank ... ;)

Gruß, Manfred
Rüm Hart Blog: KLICK
Kolumne für segeln: KLACK
Sirius Forum: KLONG

Klaus13

Coque au vin Meister

Beiträge: 11 153

Wohnort: Seestermühe

Schiffsname: Maris

Bootstyp: WINNER 9.00

Heimathafen: Schokkerhaven

Rufzeichen: DJKI2

MMSI: 211674410

  • Nachricht senden

18

Freitag, 2. Februar 2018, 20:10

Moin,

ich habe früher mehrfach in der Ostsee gechartert, dann eine Saison von HeiHa aus dort verbracht und bin seitdem im IJsselmeer. Das Revier ist für einen Wochenendsegler wie ich es bin perfekt. Allein die kleinen Städtchen wie Medemblik, Enkhuizen, Hindeloopen, so etwas findest Du in der Kieler und Lübecker Bucht nicht, auch nicht in der dän. Südsee. Die gesamte Infrastruktur hier ist enorm wassersportfreundlich. An Schleusen und Brücken lässt man Dich nicht länger warten, als unbedingt nötig (ok, es gibt Ausnahmen). Dazu kommt noch, dass Du von der NL Küste schnell in GB bist. Das ist auch nicht weiter als nach Bornholm zu segeln (so ca., habe jetzt nicht nachgemessen) Da hast Du nochmal ein ganz anderes Revier vor der Nase. Ok, letzteres es ist sicher anspruchsvoller, als die südl. Ostsee, aber es biete viel. Bei 3 Monaten Zeit sollte ein Sprung rüber möglich sein. Die Küste Belgiens und Frankreichs kenne ich persönlich nur flüchtig, da scheiden sich die Geister. Die sprachlichen Probleme sind hier nicht größer als in DK oder S.

Noch ein Tipp, in jedem Hafenmeisterbüro liegt ein "Havenguide" aus, der kostenlos ist. Den schnappst Du Dir und findest alle relevanten Infos zu den Häfen inkl. aktuellen Telefonnummern der Hafenmeister. Fast überall kann man per Handy telefonieren und einen Liegeplatz reservieren. Eine Handyabdeckung gibt es bei uns fast immer.

Komm' einfach mal rüber. Wir am IJsselmeer sind auch alle sehr freundlich Besuchern gegenüber eingestellt. Poste hier nur, wo Du am nächsten Abend bist und Du kannst Dich vor Einladungen oder Besuchern nicht retten. :D

Gruß Klaus
who fails to plan plans to fail

Christian F

Holland-Mod

Beiträge: 920

Wohnort: Wardenburg

Schiffsname: Wappen von Alpen

Bootstyp: Stahl-Eigenbau

Heimathafen: Makkum

Rufzeichen: DOKD

MMSI: 211372910

  • Nachricht senden

19

Montag, 5. Februar 2018, 08:39

...Was allerdings stimmt: Die durchschnittliche holländische Küche ist nichts Besonderes. Fast food wie Pommes, Frikandel und Kibbeling sind zwar beliebt, und man mag das eine oder andere ordentliche Rest finden, aber im Durchschnitt stark Unterdurchschnitt! Und eher teuer, von den aberwitzig frühen Abendessenzeiten mal ganz abgesehen.

Na, das will ich so aber nicht unterschreiben.
Ich bin schon der Meinung, das die niederländische Küche in den letzten Jahren an Qualität stark gewonnen hat. Ok, etwas teurer war es schon immer. Aber auch das relativiert sich gerade, wie ich finde.

Dafür sind die holländischen Kneipen sehr gemütlich.

Das unterschreibe ich allerdings sofort! :D :D

Wenn Dir einer erzählt, er habe ein gutes Geschäft mit einem Holländer gemacht, dann war das entweder kein gutes Geschäft, oder kein Holländer!).

Wie meinte mein verehrter Herr Papa einmal? "Wenn Du einem Holländer die Hand gibst, muss Du anschließend nachzählen, ob noch alle fünf Finger dran sind..." :mosking:

Rüm Hart

Motorsegler-Versäger

Beiträge: 6 626

Wohnort: Emsland

Schiffsname: Rüm Hart

Bootstyp: Sirius 310 DS

Heimathafen: Warns, Stormvogel

Rufzeichen: DG3578

MMSI: 211545290

Im Marktplatz: 1

  • Nachricht senden

20

Montag, 5. Februar 2018, 08:47

Na, hoffentlich haben die hier mitlesenden Niederländer Humor (und mit Sicherheit ähnliche Sprüche über die Deutschen in petto :D ) ...
Rüm Hart Blog: KLICK
Kolumne für segeln: KLACK
Sirius Forum: KLONG

Ähnliche Themen

Counter:

Gezählt seit: 4. Februar 2014, 08:39, nur eingeloggte Mitglieder
 Zugriffe:   Hits heute: 1 012   Hits gestern: 2 069   Hits Tagesrekord: 5 297   Hits gesamt: 3 800 039   Hits pro Tag: 2 339,67 
 Seitenaufrufe:   Klicks heute: 7 700   Klicks gestern: 13 711   Klicks Tagesrekord: 154 353   Klicks gesamt: 31 188 583   Klicks pro Tag: 19 202,69 

Kontrollzentrum

Helvetia