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Chancard

Smutje

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1

Dienstag, 5. Juni 2018, 08:30

Suche WiBo 835- Segler zum Erfahrungsaustausch

Hallo - ich bin seit diesem Frühjahr mit meiner WiBo 835 auf Urk (vorher auf Tümpeln bei Roermond). Leider hab ich bisher keine weitere 835 gesehen. Falls jemand die Eigenheiten dieses Bootes kennt und mir Tipps geben kann, würde mich das sehr freuen. LG und Handbreit☺️
Bald hab ich alle Fehler, die man machen kann, hinter mir ;D

Aldebaran

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2

Dienstag, 5. Juni 2018, 10:03

Hallo Chancard,
ich hatte vor ein paar Jahren mal eine Wibo 835. Was willste denn wissen?

Handbreit,
Manfred


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Chancard

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3

Dienstag, 5. Juni 2018, 10:45

Hi meine WiBo ist dem ersten Anschein nach kein einfach zu segelndes Boot. Eine Herausforderung, die für mich viel mehr Feingefühl erfordert als bei allen Charterbooten, die ich bisher gesegelt bin. Mich interessiert vor Allem, ob Andere mehr als 60 Grad Höhe laufen konnten. Ich hab z.B. bislang festgestellt, dass ich bei zu dichten Segeln keinen Vorteil habe: Abdrift nimmt stark zu, Geschwindigkeit nimmt deutlich ab. Auch dann, wenn ich die Segelfläche verkleiner. Vielleicht gibt es da etwas, was ich übersehen habe. ( ....Vorstag ist stramm.)
Bald hab ich alle Fehler, die man machen kann, hinter mir ;D

4

Dienstag, 5. Juni 2018, 11:55

Wibo

Wir hatten vor fast 30 Jahren eine solche Wibo. Das Boot segelte einfach schlecht am Wind, kreuzen war kaum möglich. Wir investierten in ein neues durchgelattetes Großsegel, das brachte etwas mehr Leistung am Wind.
Auch nachdem wir einen Bugspriet montierten und damit verbunden eine größere Genua fahren konnten, besserte sich nichts.
Heckverlängerung zur Verlängerung der Wasserlinie haben wir ebenfalls machen lassen, brachte nur wenig mehr Geschwindigkeit.
Nach 15 Monaten haben wir das Boot verkauft und ein GfK-Boot gekauft, ein ganz neues Segelgefühl.

Krusefix

rolandk

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5

Dienstag, 5. Juni 2018, 13:29

so schlecht ist die WIBO aber nicht

Hallo Chancard,

ich segle seit 5 Jahren eine WIBO 835 populair in Berlin und jedes Jahr 4 Wochen auf der Ostsee und bin zufrieden, auch was das Höhelaufen angeht. Natürlich brauchen die 4,5 Tonnen ein Mindestmaß an Wind, aber dann fährt sie mit den anderen auch mit. Ich habe an meiner WIBO ein verlängertes Heck (spitz zulaufend) und die Schachtöffnung des Motors unter Wasser mit einem passenden, aber leicht entfernbaren Blech geschlossen. Läuft jetzt früher los und auch besser Höhe. Die optimale Segelstellung muss man sich selbst ausprobieren, das Groß darf nicht zu dicht gefahren werden (gilt aber für alle). Ich habe eine doppelte Großschot, mit der man den Twist gut einstellen kann.

Großer Vorteil dieses Bootes sind der geringe Tiefgang, der uns überall leicht an Land bringt und in übervollen Häfen, wo alle draußen schon im Päckchen liegen, den besten Platz im flachen Bereich direkt neben den Anglerbooten ;-).

Ich kann die Kritik also nicht teilen.

Viel Spaß mit Deinem Boot.

Roland

Chancard

Smutje

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6

Dienstag, 5. Juni 2018, 15:08

Hallo Roland,

Familientauglichkeit, 5 gute Schlafplätze, geringer Tiefgang, Stehhöhe, trotzdem klein genug, um immer nen Hafenplatz zu finden (siehe Ostsee...), das sind auch meine Entscheidungsgründe für den Stahleimer gewesen. Geschwindigkeit wird überbewertet, ich will segeln und mich gut fühlen. Ich versuch daher immer, für jeden Kurs und bei konstantem Wind Segelstellungen zu finden, bei denen der einfache Pinnenpilot funktioniert. Klappt nicht immer, aber immer besser.

Ich hab noch Durchführungen ins Cockpit frei, das mit der doppelten Großschot bietet sich an, wobei ich vermute, dass die Holepunkte für das Genua mehr ausmachen. Ich überlege mir gerade, ob und wie man den Holepunkt diagonal verstellbar machen könnte und ob das Sinn macht. LG :)
Bald hab ich alle Fehler, die man machen kann, hinter mir ;D

7

Dienstag, 5. Juni 2018, 15:34

bei zu dichten Segeln keinen Vorteil ... Abdrift nimmt stark zu, Geschwindigkeit nimmt deutlich ab. Auch dann, wenn ich die Segelfläche verkleiner. Vielleicht gibt es da etwas, was ich übersehen habe.


Mit zu dichten Segeln bringt man je nach Wind auch eine Trias zum stehen. Ist wie mit zu fest angezogener Handbremse. – Trimm die Segel richtig, Liek nicht zu viel nicht zu wenig durchsetzen, Holepunkt bei schlabbrigen Vorsegeln nicht versehhentlich zu weit vorn fahren (!), bring dann den Kasten erst ins Laufen und luve anschließend nach und nach an. Die 945er läuft natürlich besser, aber je nachAlter der Segel und je nach Windstärke sollten die Fähnchen am Windex im unverbogenen Serienzustand eine gute Orienterung sein. Vielleicht nicht ganz deckungsgleich fahren, eher etwas außerhalb ...

Chris

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Salzbuckel

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8

Dienstag, 5. Juni 2018, 16:49

Naja , wenn ich mich so das Holländische Handycap der Wibo ansehe ist es ein sehr träges Schiff. Z.B.meine Leisure 27 ( 8,2 meter) hat ein Händicap von 109 und gehört damit etwa zur Mittelschicht. Die Wibo 835 hat dagegen 129 und ist damit also fast 20% langsamer . Das sagrt schon etwas über die Segeleigenschaften.
Hier die Liste der SW Zahlen wie sie in Holland benutzt werden für Boote ohne Messbrief.
https://zeilersforum.nl/mediawiki/index.php/SW_waarden

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Chancard

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9

Dienstag, 5. Juni 2018, 20:25

...und mit dickem Einbaumotor, feststehender Schraube etc ist die WiBo sogar weit über 130 ;) damit hätte ich eigentlich den Lattecup gewinnen können:D
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filiferum

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10

Dienstag, 5. Juni 2018, 20:51

Gut das nach dem DSV YS gerechnet wurde!

Gesendet von meinem S60 mit Tapatalk
Gruß Pierre
Morgen zeige ich euch wie Mann mit wenigen Handgriffen :D alles nur noch schlimmer macht! :O

Henning

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11

Dienstag, 5. Juni 2018, 22:55

Mein Vater hatte auch mal ne Wibo 835. Neben den nicht vorhandenen Kreuzeigenschaften rollte die auch ganz wunderbar in der Ostseewelle. Habe damals deswegen gut 5 Jahre Pause mit der Segelei gemacht. Haben dann gemeinsam ne Ohlson 29 gekauft und der Spaß war vom ersten Törn an wieder da...
Versteckt den Rum! :sparrow:


"Das Dumme an Zitaten aus dem Internet ist, dass man nie weiß, ob sie wahr sind."
(Leonardo da Vinci)

da darf man auch schon mal ein bisschen ein mulmiges Gefühl haben während der Nordfriese noch draußen Uno spielt :-)

Sandmann gl

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12

Mittwoch, 6. Juni 2018, 09:10

Der Themenstarter wollte wenn ich richtig gelesen habe jemanden zum Erfahrungsaustausch finden und nicht von jedem hören was er besser hätte kaufen sollen.

Ich finde es unhöflich, wie ihr teilweise antwortet.

Ich habe auch meine Erfahrungen mit einer Wibo, wenn gleich es die 930er war.
Und wenn ich die Zeit die für die Pflege nötig ist noch hätte, würde ich sie weiterhin haben. War sehr zufrieden damit.
Gute Segel waren bei der 930er der Schlüssel zum Spaß.

Gruß,
Uli

Chancard

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13

Mittwoch, 6. Juni 2018, 11:08

Danke, Uli.

Ich hab gemerkt, dass man unangenehme Dinge wie das Geigen oder Stampfen mit leichten Kursanpassungen und optimierter Segelstellung minimieren kann. Auch eine schlecht eingestellte 43er Bavaria kann auf der Ostsee den Magen durcheinanderbringen. Und bei der WiBo erwarte ich keinen Vergleich.

Meine Fragen hier beziehen sich im Wesentlichen auf die optimalen Bedingungen für "am Wind", wenn ich z.B. nächstes Jahr mit Handycap 135 den Lattecup gewinnen werde ;)
Bald hab ich alle Fehler, die man machen kann, hinter mir ;D

beautje

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14

Mittwoch, 6. Juni 2018, 11:55

wenn ich z.B. nächstes Jahr mit Handycap 135 den Lattecup gewinnen werde ;)

:no: DSV-Yardstick sagt 115.
Ich würde es nicht mit Höhe kneifen probieren. Fahre etwas tiefer und lasse sie laufen, das bringt i.d.R. mehr.
Wenn Du einen Track auf nem gps-Plotter (oder über App) mitlaufen lässt, kannst Du ja mal vergleichen, wie die realen Wendewinkel über Grund (!!) aussehen, wenn Du mal spitzer und mal tiefer fährst.

Viel Erfolg dabei!!

Henning

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15

Mittwoch, 6. Juni 2018, 12:54

Danke, Uli.

Ich hab gemerkt, dass man unangenehme Dinge wie das Geigen oder Stampfen mit leichten Kursanpassungen und optimierter Segelstellung minimieren kann. Auch eine schlecht eingestellte 43er Bavaria kann auf der Ostsee den Magen durcheinanderbringen. Und bei der WiBo erwarte ich keinen Vergleich.

Meine Fragen hier beziehen sich im Wesentlichen auf die optimalen Bedingungen für "am Wind", wenn ich z.B. nächstes Jahr mit Handycap 135 den Lattecup gewinnen werde ;)


Ich bin auf Segelbooten seit dem zarten Alter von 3 Jahren unterwegs, inklusive Regattaerfahrung auf Optimist, 420er und Laser, streiche bitte "leichte Kursanpassungen und optimierte Segelstellung", das stimmte bei uns schon alles. ;)
Halbwindkurs bei 4-5 über die Lübecker Bucht bleibt halt Halbwindkurs, da geigt der Kahn ganz erbärmlich. Gleiche Situation mit der Ohlson und deutlich mehr Wind ohne wildes rumgeeiere.....
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16

Mittwoch, 6. Juni 2018, 13:15

Ja, der DSV gönnt mir nix, holländischer Stahl wird extrem benachteiligt ;D

Real waren es beim Lattecup - unter Einsatz vom Pinnenpilot - 120 Grad (60 zum Wind) bei 3 bis 4 kt oberhalb Stavoren. Aber dafür musste ich das Genua extrem stramm durchsetzen, hab die Schot über beide Winschen stramm gezogen. Muss evtl. bei solchen Kursen den Holepunkt näher zur Längsachse holen?... Letzten Samstag bei 4bf hab ich mit Pinnenpilot und 4kt am Wind nur 140 (70) hinbekommen. Wird die Ijsselmeerwelle höher, bremst sie mich zu nah am Wind sehr stark ab und der Pinnenpilot schafft es nicht. Bei halbem Wind musste ich bei 4bf das Genua verkleinern, um der dritten Hand die Arbeit zu ermöglichen. 5kt oder 5,5kt erreiche ich dann nur ungerefft mit Hand an der Pinne, weil sonst bei kleinen Änderungen der Windstärke die Sonne nach mir ruft.

P.S.@Henning: wenn der Pinnenpilot es mit halbem Wind schafft, geigt sie kaum noch. Wird halt langsamer.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Chancard« (6. Juni 2018, 14:45)


rolandk

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17

Mittwoch, 6. Juni 2018, 13:26

Holl. Handycap vs. dt. Yardstick

... kann mir ein Experte erklären, warum der hölländische Handycapwert 130 für die WIBO 835 so stark von der Deutschen Yardstickzahl 115 für das gleiche Boot abweicht?
Ich habe meine WIBO835 vom Berliner Seglerverband kürzlich individuell auf YSZ 118 einstufen lassen, wäre aber schon an den Argumenten interessiert, die in Holland zu einem viel höheren Wert führen.

Wer kennt sich da aus?

Gruß
roland

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18

Mittwoch, 6. Juni 2018, 14:52

60 Grad zum Wind und Schot stramm durchsetzen passt schon mal nicht zusammen. Vielleicht mal für ein paar Stunden nen Profi an Bord holen, der ein paar praktische Kniffe zur Segelstellung vermitteln kann?
Moni aus diesem Forum würde mir da spontan einfallen.
Hoch am Wind mit Pinnenpilot ist auch eher suboptimal. Ich würde das nächste mal auf dem Kurs von Hand steuern und die Segel so dicht holen, das sie gerade nicht killen, bzw. du keinen Gegenbauch im Groß hast. Hast du Trimmfäden im Vorsegel und am Groß? Die machen den richtigen Segeltrimm eigentlich zu einem Kinderspiel. Gibt es zumindest für die Genua als Werbegeschenk beim Segelmacher. Alternativ aus Spinnakertape und Wolle selbst herstellen.
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19

Mittwoch, 6. Juni 2018, 15:59

... kann mir ein Experte erklären, warum der hölländische Handycapwert 130 für die WIBO 835 so stark von der Deutschen Yardstickzahl 115 für das gleiche Boot abweicht?


Bin zwar kein Experte, aber ich versuche es mal.
Auch wenn die beiden Systeme ähnlich funktionieren - Yardstick und SW sind halt beides Systeme, die auf Erfahrungswerten und Schätzungen beruhen. Nicht auf Vermessung.

Als "Referenzboot" wird einfach mal eine bestimmte Zeit für Strecke X angenommen, und das Boot, das genau diese Zeit braucht bekommt den Wert 100.

Im holländischen SW ist das z.B. ne Bavaria 30. Dieses Boot hat in Deutschland aber einen Wert von 109
Die deutsche 100er-Referenz ist z.B. eine Optima 106. Die hat aber wiederum in Holland 93.
Wenn nun eine Bavaria 30 gegen ne Optima 106 segelt, ist das relative Handicap zwischen beiden Booten vergleichbar, egal ob in Yardstick oder SW gewertet wird.
Bei den meisten Booten ist der deutsche Wert höher als in Holland.

Und damit kommen wir zum absurden Beispiel: Ausgerechnet bei der Wibo 835 ist es umgekehrt, da ist der holländische Faktor (129) deutlich über dem deutschen (115). Ich empfehle also, zu Regatten in Holland anzutreten ;)

Das könnte daher kommen, weil die Werte aus Erfahrungswerten heraus ermittelt werden. Da liegen aber keine statistisch sauberen Daten zugrunde, sondern Ergebnislisten aus Regatten. In welchem Zustand das jeweilige Boot da war und wie gut (oder schlecht) es gesegelt wurde, fließt nicht systematisch in die Bewertung ein. Auch die Menge der zugrunde liegenden Daten kann sehr gering sein und zu Verzerrungen führen.
Das kann übrigens auch einen umgekehrten Effekt bringen: Regattaboote, die in den Regatten regelmäßig sehr gut und ehrgeizig gesegelt werden, werden relativ "schnell" bewertet, es ist also auch anspruchsvoll, diesen Wert herauszusegeln.
Reine Fahrtenboote, die hin und wieder von einer Hobbycrew aus Spaß bei einer Regatta an den Start gebracht werden, erscheinen eher langsam.
Wenn man nun die schnelle Crew auf ein langsames Boot setzt, kann die richtig was reißen.
Sitzen die Fahrtenskipper auf der Rennziege, haben sie gar keine Chance.

Chancard

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20

Mittwoch, 6. Juni 2018, 17:00

60 Grad zum Wind und Schot stramm durchsetzen passt schon mal nicht zusammen.


Seh ich auch so, wenn ich auf anderen Booten bin. Klappt hier leider nicht so intuitiv wie gewohnt . Aus ebensolchen Gründen würde ich gerne mal nen erfahrenen WiBo835- erfahrenen Segler dabei haben.

Beim letzten Wochenende hab ich ja auch gemerkt, dass ich mit so dichtem Segel keine Vorteile hab, ... was auch ein anderer WiBoNutzer schrieb.

Was ich in jedem Fall haben muss, sind Windfäden, das fehlt.
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