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88markus88

Salzbuckel

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1

Dienstag, 15. Oktober 2019, 06:15

Überwinterung in Holland - Basics für den Ostseesegler

Hallo,
wir sind derzeit dabei, uns ein erstes seetüchtiges Boot zu kaufen, daher sind viele Details für uns neu. Bislang hatten wir uns vor allem an der Ostsee umgesehen - da haben wir auch eine gute Vorstellung, wie die Überwinterung "normalerweise" gemacht wird: aus dem Wasser, Mast runter, und in die Halle oder unter eine Plane.

In Holland scheint das anders zu laufen. Der Makler, mit dem wir uns gerade unterhalten haben, hat ns drei Optionen genannt:
  • Wie an der Ostsee: Aus dem Wasser, Rigg legen, und in die Halle. Soll aber sehr teuer sein (ca. 60€ pro Quadratmeter). Er hält das offensichtlich für "deutschen" Overkill
  • Aus dem Wasser, auf einem Lagerplatz hinstellen mit stehendem Mast (ohne Plane, die gibt es für dies Boot wohl nicht). Kostet, so sagt er, ca 28€/qm
  • Einfach im Wasser liegen lassen

Ich weiss nicht, was ich von der 2. und 3. Option halten soll. An Land, mit stehendem Mast, hätte ich Bedenken wegen der Windbelastung, und ohne Plane davor wie das Boot im Frühjahr aussieht, nachdem es 6 Monate bei Wind, Schnee und Wetter draußen stand. Es dürfte zumindest ziemlich dreckig sein, das Teakdeck ein paar grüne Flecken haben - oder?
Und bei einem Wasserliegeplatz hätte ich zusätzlich Angst vor Eis.

Was sind eure Erfahrungen?

Da ich gerade dabei bin, noch eine Frage: Wie schwierig ist es, in Holland für den Sommer einen Liegeplatz zu bekommen, und mit welchen Kosten ist da in etwa zu rechnen?

pf

SF-Schiffsbarde

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2

Dienstag, 15. Oktober 2019, 06:24

Genau so ist das, mit den drei Optionen, fast jedenfalls. Denn die vierte Option, auf Bock mit gelegtem Mast, fehlt noch, machen aber auch viele. Daher gibt es bei Winterlagern die Option mit gelegtem Mast draußen auf normalem Bock oder mit stehendem Mast draußen mit verstärktem Bock. Und wenn Du im November durch die Häfern schlenderst, siehst Du alle Optionen.

Den Rest kann man nicht beantworten, wenn man nicht weiß, WO in Holland Du liegen willst. Denn die Preise sind bereits in Friesland extrem unterschiedlich mit Unterschieden von locker 50% und mehr. Teils ist mehr binnen billiger, aber nicht immer.

Wir liegen seit Jahren binnen grundsätzlich im Wasser im Binnenbereich eines Hafens, ohne Schwell = ohne Eisdruck, falls es doch nochmal einen harten Winter gibt, was die letzten Jahre nicht wirklich der Fall war in Lemmer. Alle paar Jahre raus für neues Antifouling und Rumpf polieren.
...und nur wer wagt, gewinnt das Leben...

Peter


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88markus88

Salzbuckel

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3

Dienstag, 15. Oktober 2019, 07:01

Derzeit liegt da Boot in Willemstad am Hollands Diep - also etwa 30 km von der Küste. In der Gegend würde es für diesen Winter auch bleiben. Im nächsten Sommer könnte es ggf verlegt werden, wenn wir ein schöneres Revier finden. Da ich in dieser Gegend aber noch nie war, habe ich bisher noch keine Vorstellung ob oder wohin.

Nochmal zum Winterlager: machen das die Holländer tatsächlich draussen standardmässig ohne Plane?

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4

Dienstag, 15. Oktober 2019, 07:03

Moin Markus,
unser Boot hat ja die ersten Jahre im IJsselmeer zugebracht und ist dort im Winter im Wasser geblieben, allerdings unter kundiger Aufsicht. Es hat dem Boot augenscheinlich nicht geschadet. Das UW-Schiff wurde dann im späten Frühjahr gemacht; um das Kranen kommt man so oder so nicht herum.
Im neuen Heimathafen haben wir Lekker auch einen Winter im Wasser gelassen, was wegen der Blubberanlage auch risikolos war. Ich erinnere mich auch gerne an eine gemütliche Übernachtung auf dem Boot zu Weihnachten. So recht glücklich waren wir schlussendlich damit aber nicht, weil ich doch einige Male bei Sturm zum Nachsehen hingefahren bin (was mich jeweils einen halben Tag kostet) und das Boot nach dem Winter sehr dreckig war (Bauarbeiten neben dem Hafen...).
Nun genießen wir den Komfort eines Hallenplatzes. Man kann unabhängig vom Wetter arbeiten und hat das UW-Schiff dann auch fertig. Bei den Kosten macht die Miete für den Platz auch nur den kleineren Teil aus. Mehr ins Gewicht fallen die Dienstleistungen, die man in Anspruch nimmt, und das ist ja individuell je nach persönlicher Situation verschieden. Ich nehme an, dass die 60 €/m², die Du nanntest, die basischen Dienstleistungen wie Abriggen und Kranen mit einschließen, oder?
Gruß
Robert

Mussi1975

Salzbuckel

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5

Dienstag, 15. Oktober 2019, 07:29

Lass den Motor, WC plus Ventile und das Wassersystem Winterfest machen und lass das Schiff im Wasser, sofern dort keine Strömung oder ein Fahrwasser ist (falls ist es doch noch einmal friert und sich Eisschollen bilden). Dort liegt es mMn am besten.

Das gesparte Geld kannst Du im Frühjahr in eine professionelle Bootreinigung investieren oder zur Not selber einen Tag investieren.

Wir haben BTW unser AF und die Anoden in Holland alle 2-3 Jahre machen müssen, so das eben nicht jährlich gekrant werden musste.

Und in Hallen, in denen gearbeitet werden darf, staubt es meist kräftig!

MMn ist der Zeitaufwand für ein Winterlager sehr viel höher als bei einer Überwinterung im Wasser. Hinzukommt der fixe und teils lange vorab zu planende Krantermin, der eine Saison bei bestem Wetter zu früh beenden kann.

Und wer rechnet denn bei der aktuellen Klimadiskussion bitte noch mit Frost??? ;)
LG und immer eine handbreit Wasser unterm Kiel!

Maik

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6

Dienstag, 15. Oktober 2019, 07:45

Hallo Markus,
in Zeeland bleiben deutlich mehr Boote über winter im Wasser als z.B. in Friesland. Das Klima ist dort milder und viele Meere bzw. Schelden sind dort Salzwasser, was eben später friert als das Brackwasser bzw. Süsswasser im IM oder Friesland.
Ein Liegeplatz in der Halle ist vorteilhaft, wenn man selbst am Boot arbeiten möchte und dann wetterunabhängig ist.
Das Boot mit gelegtem Mast draussen an Land zu lagern ist die kostengünstigere Lösung. Wenn man eine Plane überlegt, sollte diese gut sitzen, keine Wassersäcke bilden. Eine schlecht sitzenden Plane verursacht mehr Schäden durch Scheuern oder Verbiegen von Relingsstützen als keine Plane. Bei Booten mit Lenzrohren im Cockpit unbedingt darauf achten, dass diese nicht durch Laub oder Dreck verstopft werden können.
Das Boot mit stehendem Mast an Land zu stellen ist nicht mein Ding, machen aber viele. Hier ist die Wahl des Standplatzes sehr wichtig. Hinter einer grossen Halle im Windschatten ist etwas völlig anderes als auf der freien Pläne. Hauptwindrichtung ist SW, muss aber nicht bei jedem Wintersturm. :D
Dietmar


-failure is always an option-

Till

Lotse

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7

Dienstag, 15. Oktober 2019, 07:56

Willemstad ist nicht in Holland. Geht es um einen Liegeplatz im Südwesten? Da ist es nämlich schon deutlich wärmer als im Bereich IJsselmeer. Wenn du dann auch noch z.B. ans Grevelingenmeer gehst, dann hast du auch noch Salzwasser, und der Winter ist kaum noch ein Thema.

Das Boot im Winter im Wasser zu lassen hat viele Vorteile, die @Mussi1975: zum Teil schon genannt hat. Ganz nebenbei verlängert sich die Saison auch noch erheblich.
Und wie @Mussi1975: auch schon schrieb: Auch in der Halle kann das Boot dreckig werden. Und da gibt es die gute Chance, dass fieser Schmier am Boot hängt, der beim Reinigen richtig Arbeit macht, während die Spuren eines Winters im Wasser in 20 Minuten mit dem Kärcher entfernt sind.

Wenn das Boot irgendwo liegt, wo sich im Winter eine Eisschicht bildet, dann kann der Rumpf dadurch praktisch nicht beschädigt werden. Aber: Es bilden sich winzig kleine Kratzerchen, die dann immer wieder Bewuchs anziehen. Da bilden sich so eine Art Kletten, die dann auch gar nicht mehr so einfach weg zu bekommen sind. Blöd dabei ist, dass man den Bereich so schlecht polieren kann, weil direkt daneben die Kante vom Antifouling ist. Ein wirkliches Problem ist das aber auch nicht.

Die Temperatur im Boot richtet sich übrigens hauptsächlich nach der Wassertemperatur, nicht nach der Umgebungslufttemperatur. Wenn die Wassertemperatur nicht unter fünf Grad fällt, dann gibt es im Boot mit relativ hoher Sicherheit keinen Frost. Aber das kannst du bei deinem zukünftigen Liegeplatz dann ja einfach ausmessen.

MaWi

Leichtmatrose

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8

Dienstag, 15. Oktober 2019, 08:00

Wir haben gerade in Strijensas eingecheckt (Provinz Süd Holland und Einstieg für evtl. Überführung stehende mastroute, gleich neben der Haringvlietbrug)
Vom 1.10 -1.4. im Wasser liegend 570,00€, 68,00 für Dauerstrom bis 100kwh, und 12,14 (39fuss ) x 26,00 = 316,00 für Kranen und zwei Wochen zum arbeiten auf dem Bock wenn wir es in Frühjahr herausnehmen möchten.

9

Dienstag, 15. Oktober 2019, 08:18

Derzeit liegt da Boot in Willemstad am Hollands Diep - also etwa 30 km von der Küste. In der Gegend würde es für diesen Winter auch bleiben. Im nächsten Sommer könnte es ggf verlegt werden, wenn wir ein schöneres Revier finden. Da ich in dieser Gegend aber noch nie war, habe ich bisher noch keine Vorstellung ob oder wohin.

Nochmal zum Winterlager: machen das die Holländer tatsächlich draussen standardmässig ohne Plane?


in der Gegend gibt es mehrere Werften für Winterstalling:
Dinteloord, quasi um die Ecke, Ooltgensplaat auch um die Ecke, Numandsdorp genau gegenüber, Noordschans, etwas weiter Maas aufwärts, Strijensas

Günstigste dürfte in etwa 20€/m² sein, nach oben offen.

Bei stehenden Mast würde ich von einer Plane abraten, da diese als Segel wirkt....

Ergänzung: Haringsvliet friert nicht zu, es kann sich aber Eis an geschützten Stellen bilden - ich nehme jedes 2. Jahr raus
ciao

Andreas

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »cometsegler« (15. Oktober 2019, 08:53)


Backtotheroots

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10

Dienstag, 15. Oktober 2019, 09:13

Wir liegen seit 8 Jahren im Wasser, jedes 3. Jahr raus fürs Anti Fouling und zur Überprüfung/Austausch Anode und Saildrive Öl. Jedes mal, wenn wir aus dem Wasser gehen, haben wir irgend einen Sturmschaden am Schiff, das ist im Wasser noch nicht passiert.
Eis ist kein Problem. Wenn es wirklich massiv friert, wird das Schiff etwas angehoben. Kratzer gibt es hier und da, aber nichts schlimmes. Seeventile, die mit Kugelhahn abgesperrt werden, lässt man halb offen, dann können die nicht einfrieren. Außerdem liegen unsere Seeventile 50 cm mindestens unter der Oberfläche. Bis dahin friert es in der Regel eh nicht zu. Wir stellen die Polster hoch, aber, alles bleibt an Bord. 2 Aldi Lufentfeuchter (die mit dem Granulat) stellen wir in den Salon und in die Eignerkajüte. Feuchtigkeit oder "Muff" haben wir noch nie feststellen müssen. Doppelte Festmacher ist wichtig (2x ist mir bereits einer gebrochen, 1 x hats den Zugdämpfer erlegt) Das Frisch- und Abwasser wird natürlich komplett entleert, wir lassen dazu die Druckpumpe so lange laufen, bis nur noch Luft kommt, ausgeblasen haben wir die Leitungen noch nie.
Temperatur im Schiff:
bei uns bislang in jedem Winter nicht unter 0 Grad. Das Kiel ist ja im Wasser und leitet sehr gut Wärme/Kälte. Da Wasser bei 4 Grad am dichtesten und schwersten ist, hat man bei 2 m Wasertiefe am Ende des Kiels immer um die 4 Grad. Meiner Meinung nach ein Grund, warum es im Schiff nicht friert.
Das sind unsere Erfahrungen, nicht vom HöhrenSagen, sondern selbst erlebt!

Grüße
Nachtrag: Wir haben die Kuchenbude den ganzen Winter aufgebaut. Das unterscheidet sich vom Sommer so gut wie gar nicht. Natürlich muss im Frühjahr eine Putzaktion statt finden, aber, das ist uns lieber, als wenn wir Schimmel wegen einer zu dichten Plane bekommen. Wenn es im Winter feucht ist, so gibt es doch viele trockene Tage. Das Schiff trocknet komplett ab, da sorgt der Wind für.

Rüm Hart

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11

Dienstag, 15. Oktober 2019, 09:37

Hallo Markus

Ich habe alle drei von Dir genannten Winteroptionen hinter mir, und in den letzten fünf Wintern ist es bei c) - Boot bleibt im Wasser - geblieben. So wird es auch im kommenden Winter sein, das sechste Mal. Ich bringe es dafür in meinen "Winterhafen" in 'Friesland, der recht geschützt liegt und dessen Herr und Meister sich täglich um die zahlreichen Schiffe kümmert, die bei ihm im Wasser überwintern. Im Frühjahr wird das Schiff dann kurz rausgehoben, um zu schauen, ob unten rum alles ok ist. Das hat sich bewährt.

Was ich persönlich auf keinen Fall wieder mache, ist, das Boot mit gestelltem Mast draußen auf einem Bock überwintern zu lassen. Der Winddruck im Rigg und seine Auswirkungen auf die tellergroßen Stützflächen am Rumpf kommt mir sehr bedenklich vor. Obgleich mein Dampferchen als Kimmkieler sehr sicher auf drei Beinen steht und von einer Bauart ist, die das eigentlich abkann. Aber das ist meine persönliche Meinung.

Übrigens war mein Schiff noch nicht wieder so dreckig wie im Winter Nr. 2, als ich es in einer Halle stehen hatte, deren Dach genau über meinem Schiff (und nicht nur dort) undicht war ... ;( .

Falls Du Dich für eine Überwinterung im Wasser entscheidest, dann achte darauf, was weiter oben schon angerissen wurde: wenn es Eis gibt, dann sollte der entsprechende Hafen eine ruhige Eisdecke erwarten lassen und kein Aufstapeln von Eisschollen durch ständigen Schiffsverkehr oder sonst wie.

Gruß, Manfred
Rüm Hart Blog: KLICK
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Löhni

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12

Dienstag, 15. Oktober 2019, 09:41

Zitat

Aus dem Wasser, auf einem Lagerplatz hinstellen mit stehendem Mast (ohne Plane, die gibt es für dies Boot wohl nicht).


Das verstehe ich jetzt nicht so ganz. Was meinst du mit "Plane gibt es für dieses Boot wohl nicht"?
Wenn der Mast gelegt wird, dann tut es eine einfache rechteckige Plane von AWN und Co. für 80-150 Euro, die dann je nach Standort 2-5 Jahre hält.

Wenn der Mast stehen bleiben soll, dann geht das natürlich nicht ganz so einfach. Dann gehst du zum Segel- oder Planenmacher deiner Wahl und lässt dir eine schneidern. Das wird natürlich teurer, aber der wird ein anderes Material nehmen, als die billigen von AWN, so dass die Plane viele Jahre länger halten wird. Nach 1-2 Jahren hast du die Kosten für einen Hallenplatz wieder raus.
Gruß,
Jan

Lieber Wasser unterm Kiel :segeln:, als Kiel unter Wasser :tit:

Stefan.B

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13

Dienstag, 15. Oktober 2019, 09:42

Willemstad gegenüber kann ich die Yachtwerft Rexwinkel in der Marina Numansdorp empfehlen. Dort stehen die Boote mit stehendem Mast hinter der Halle. Wir waren dort 3 Winter und rundum zufrieden auch mit Arbeiten die wir beauftragt hatten. Wir stehen immer an Land mit stehendem Mast. Bisher gab es keine Probleme. Im Wasser mag ich wegen zu großer Entfernung zum Boot nicht machen.

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14

Dienstag, 15. Oktober 2019, 09:51

Ich kann dir sagen wie es in Bogense (Ostsee) läuft.

Da werden mittlerweile nur noch die wenigsten Boote mit gelegtem Mast gelagert. Sprayhood runter, Mast bleibt drauf und ab auf den Parkplatz damit. Machen bestimmt 400 von 700 Booten so, 200 legen den Mast und 100 bleiben im Wasser, so wie ich auch.

Wenn du im Wasser bleibst solltest du aber mindestens einmal die Woche zum Boot und schauen, oder einen haben der ein Auge drauf wirft. Eis wird kein problem sein, aber der Wind und wild fluktuierende Wasserstände verlangen nach langen stabilen festmachern und regelmäßiger Überprüfung.

Mein Boot kommt nur fürs AF mal für 5 Tage alle 2 Jahre aus dem Wasser, sonst schwimmt es. Gab nie Probleme.

Meine Versicherung sagt übrigens auch dass es kein Problem ist das Boot mit stehendem Mast über den Winter zu lagern.

Till

Lotse

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15

Dienstag, 15. Oktober 2019, 10:24

I...

Wenn du im Wasser bleibst solltest du aber mindestens einmal die Woche zum Boot und schauen, oder einen haben der ein Auge drauf wirft. Eis wird kein problem sein, aber der Wind und wild fluktuierende Wasserstände verlangen nach langen stabilen festmachern und regelmäßiger Überprüfung.

Ich sehe nicht so recht, wieso das so spezifisch für den Winter ist. Wenn du dir nach einer Woche im Winter Sorgen machst, wie ist das dann im Sommer? Musst du dann alle zwei Wochen kontrollieren?

Ich habe im Winter die meisten Leinen doppelt. Und/oder zusätzliche Leinen, die ich im Sommer nicht dran habe. Durchgerissen ist bisher nur eine Leine - eine fast neue Liros Handy Elastic, der ewige Testsieger. Und die ist nicht etwa an einer Klampe durchgescheuert, die ist einfach mittig zwischen Boot und Steg durchgerissen.

...
Meine Versicherung sagt übrigens auch dass es kein Problem ist das Boot mit stehendem Mast über den Winter zu lagern.

"Sagen" sie das, oder haben sie dir das schriftlich gegeben? Von Pantaenius habe ich keinerlei spezifische Fragen beantwortet bekommen, ob und wie der Versicherungsschutz im Winter durch das eigene Verhalten beeinflusst wird. Die Antwort beschränkte sich auf "Im Schadensfall entscheidet das ein Sachverständiger".

Wobei bei einem Winterlager sowieso immer die erste Frage ist, ob es sich im Schadensfall um einen Haftpflichtfall handelt, bei dem der Betreiber des Winterlagers haftet.

16

Dienstag, 15. Oktober 2019, 10:46

Yachtwerft Rexwinkel in der Marina Numansdorp empfehlen.


ich war da einmal vor gut 16 Jahren, damals gehörte die noch dem Waldi und die Marina war noch nicht geplant. Wir standen damals unter Bäumen, das fand ich nicht wirklich so gut, da ich dann Probleme hatte die Cockpitlenzer wieder frei zu kriegen. Aber vielleicht ist das heute auch anders / besser
ciao

Andreas

17

Dienstag, 15. Oktober 2019, 10:53

Mein Boot hat vier Jahre ohne Unterbrechung in der Marina Biesbosch, Drimmelen (Hollands Diep) im Wasser gelegen.
Im Winter vom ca. 20.12. bis ca 5. Januar bei Temperaturen von -15° / -8 °. Nacht/Tag) habe 'ich' fest eingefroren auf dem Boot gewohnt.
Da dort Tide herrscht bricht entsprechend die gesamte Eisdecke an den Beckenrändern ab, hebt sich, friert wieder fest, um dann krachend abzubrechen
wenn sich das Wasser wieder senkt. Alle Boote, fest eingefroren, heben und senken sich dann mit. Beeindruckend!
Der Hafen beheimatet gut 1400 Boote; es ist soweit ich weiß, Europas größter Tide-Binnenhafen mit über 2.00 M Tide.
Ca. 50 % der Boote bleiben im Wasser und es wird den ganzen Winter durch gesegelt, natürlich auch richtig groß organisierte Regatten.
Nachteil des Hafens: er liegt hinter der Moerdijk Brücke. Die Durchfahrtshöhe schwankt und bleibt gut unter 10 Meter.
Wir mußten immer den Umweg über Dordrecht nehmen um zur Nordsee zu gelangen.
Ansonsten ein tolles Segelrevier dort "Unten"!

https://www.jachthavenbiesbosch.nl/en/

Sehr guter Service
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Salzbuckel

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18

Dienstag, 15. Oktober 2019, 11:04

Ich mach das schon seit 45 jahren entweder so oder so. Im Wasser oder Eis jedes zweite oder auch dritte Jahr.
nein , nicht mit dasselbe Boot sonder zuerst miy einer Varianta , dann einer Leisure 23 und jetzt meine Leisure 27.
Nie Probleme nur muss mann im Winter eben die benötigte Vorsorge anlässlich Frost berücksichtigen.
Und im Eis geht nur wo kein Eisgang durch Sciffahrt oder Strömung auftreten kann .
Vorall bei gestellten Mast an Land vorzugsweise das Boot in der bei Sturm meist vorkommender Windrichtung ausrichten . In Holland wäre das Also zwischen SW und NW .
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Heimathafen: Bogense Marina

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19

Dienstag, 15. Oktober 2019, 11:07

@Till

Leinen doppelt belegen ist natürlich auch eine Variante. Ich stütze meine Aussage nur auf Erfahrungen die ich in Bogense gemacht habe. Habe schon ein paar mal meine Ersatz Festmacher benutzt um andere Boote abzusichern. Das waren dann immer die die über den Winter halt langsam Moos ansetzen. Ich bin der einzige der im Winter jeden Tag im Hafen ist. Mit doppelten Festmachern und richtig abgelängt kann man aber sicherlich auch mal entspannt das Boot sich selbst überlassen für eine Zeit.

mein Fokus auf den Winter war auch dass dort vermutlich die Festmache rstärker gefordert sind, gerade wenn der Wind mal viel Wasser rein oder raus bläst. Hab schon Boote gesehen die in der Luft hingen und welche die versucht haben sich unter Wasser zu ziehen.


Ja das mit dem Mast habe ich schriftlich, das ist Bedingung vom Hafen dass man eine Erklärung der Versicherung vorlegt. Anwaltlich geprüft habe ich das aber natürlich nicht, das war mir zu albern und der Hafenmeister ist zufrieden damit. Wichtig ist doch nur erstmal dass man mir keine Fahrlässigkeit vorwerfen kann weil ich keine Lust hatte den Mast zu legen.

F28

Salzbuckel

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20

Dienstag, 15. Oktober 2019, 11:16

Derzeit liegt da Boot in Willemstad am Hollands Diep - also etwa 30 km von der Küste. In der Gegend würde es für diesen Winter auch bleiben. Im nächsten Sommer könnte es ggf verlegt werden, wenn wir ein schöneres Revier finden. Da ich in dieser Gegend aber noch nie war, habe ich bisher noch keine Vorstellung ob oder wohin.

Nochmal zum Winterlager: machen das die Holländer tatsächlich draussen standardmässig ohne Plane?

Erstmal willkommen in unserem heimatlichen Revier. Aber bitte bedenken: das ist NICHT Holland, sondern Zeeland. Die Niederländer mögen es nicht, untereinander verwechselt zu werden, und die Holländer sind in den Niederlanden (außerhalb der holländischen Provinzen Noord- und Zuid-Holland) keineswegs sonderlich beliebt.

Überwintern im Wasser ist in Zeeland eher die Regel als die Ausnahme. In Willemstadt liegt ihr allerdings noch im Süßwasser, da könnte es also schon mal eher einfrieren als im Salzwasser-Teil von Zeeland (der südlich der Krammer-Sluis beginnt). Am besten mal die Stegnachbarn in Willemstadt fragen, wie es da aussieht (obwohl: Du kannst vermutlich kein Niederländisch...).

Nächste Option nach dem Überwintern im Wasser ist der Stellplatz an Land - aber fast immer mit stehendem Rigg. Das verursacht mir persönlich Unbehagen, auch wenn es fast immer gut geht. Im Wasser ist aus meiner Sicht da die bessere Option. Plane wird nur sporadisch verwendet, und dann eher bei Booten, die im Wasser bleiben. Der gesamte Windfang (stehendes Rigg + Plane) ist vermutlich dann doch zu gefährlich.

Hallenplätze sind äußerst rar und für den kommenden Winter jetzt sicher schon alle ausgebucht.
Gruß
F28

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