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  • »danteboot« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 7

Wohnort: Köln/Bonner "Bucht"

Schiffsname: Wickie

Bootstyp: Winner 11.20

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1

Montag, 18. November 2019, 16:19

Segelmacher, etc.

Hallo,
habe mal eine Frage an die erfahrenen Ijsselmeer-Experten zu den dortigen Bootsbaubetrieben und Segelmachern.
Liege derzeit mit meiner Winner 11.20 in Lelystad. Da ich das Schiff erst ein halbes Jahr habe, wollte ich neben neuer Buiskap und Maindrop-System
noch die TBS-Flächen machen (streichen) lassen. Soweit so gut. Habe ein paar Kontakte zu Firmen vermittelt bekommen.
Bin da aber schon auf die ersten Anlaufschwierigkeiten gestossen. Auf nette emails hat sich da erstmal keiner gemeldet. Erst nachdem ich mehrere
Anrufversuche bei den Firmen (zwei bisher) gestartet habe, bin ich ein klein bisschen weitergekommen. Es haben sich dann durchaus jeweils total nette
Gespräche mit den Firmen-Inhabern über alles Mögliche - u.a. den Auftrag - ergeben (jeweils ca eine halbe Stunde).
In einem Fall ist dann direkt danach auch die schriftliche Auftragsvergabe erfolgt (Deck), in dem anderen hatte ich noch um Zusendung von einem Farbmuster (Buiskap)
gebeten. Tja, und das wars dann irgendwie. Seit jeweils über anderthalb Monate komme ich da überhaupt nicht weiter. Hatte wegen dem Deck noch einmal gemailt
wann die Arbeit ungefähr erfolgen wird (will ja keinem Handwerker in die Quere kommen) und mit dem Segelmacher nochmal nett telefoniert. Aber es passiert nichts!?
Deshalb meine Frage an Euch: Ist das normal so? Oder öfter nachhaken (will auch keinen Nerven)? Oder muss man das einfach stoisch abwarten und irgendwann ist
man schon dran und die Arbeit ist einfach gemacht? Ich bin echt etwas verzweifelt, weil ich wegen Entfernung (Köln/Bonn) meines Jobs und Familie schon auf einen gewissen funktionierenden
technischen Support angewiesen bin. Mache ich was falsch? :S

Viele Grüße
Daniel

Schoner

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2

Montag, 18. November 2019, 16:32

Viele kleine Betriebe machen jetzt Urlaub
Gruß



Volker

schoner-crazy.de

SailingBalu

Offizier

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3

Montag, 18. November 2019, 18:54

Nun ja, wie soll ich es beschreiben?
Nach meiner bisherigen Erfahrung sind in NL viele Betriebe deutlich entspannter, halten aber (zumindest die, mit denen ich zu tun hatte) alle Absprachen ein. Eine kleine Erinnerung kann aber sicherlich nicht schaden. Habe gerade erst wieder die Erfahrung mit einem neuen Winterzelt gemacht. Wir haben im Juni bestellt, mit Liefertermin Ende Oktober. Bis Anfang Oktober ist nix passiert (kein Ausmessen), aber das neue Winterzelt war pünktlich drauf.
Ein wirkliches Problem ist aber teilweise, dass auf Anfragen gar nicht reagiert wird. Diese Betriebe sortiere ich auch direkt aus. Das ist aber meiner Meinung nach kein NL typisches Problem und ist mir in D auch schon öfter passiert.

Schöne Grüße
Peter

  • »danteboot« ist der Autor dieses Themas

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4

Montag, 18. November 2019, 19:35

Danke für die Infos. Das hilft schon mal. Also, bleibe ich einfach dran.
Muß eh nochmal zum Schiff die Segel runternehmen und dann fahre ich beim Segelmacher einfach mal vorbei.

Mit dem Deck lass ich mich dann einfach überraschen. Vielleicht ist es dann irgendwann einfach gemacht.
Ansonsten werde ich im Frühjahr den Auftrag zurückziehen und das an zwei Tagen mal selber machen.

Viele Grüße
Daniel

Meeresfee

Salzbuckel

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5

Montag, 18. November 2019, 19:42

Auf unser 9.50 ist das mit dem TBS in gut einem Vormittag zu zweit erledigt. Da mach dir keinen Kopf.
Zum Sprayhood. Schokker machte die für Winner. Der muss doch die Schnittmuster haben und eines zusenden können, Gestänge kannste ja weiter nutzen.

  • »danteboot« ist der Autor dieses Themas

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6

Montag, 18. November 2019, 20:00

Ich habe einen Segelmacher direkt aus Lelystad, wo wir derzeit liegen. Abgesprochen war auch, dass der meine Segel durchschaut.
Werde bei dem mit den Segeln direkt vorbeifahren und dann mal schauen, ob sich das ganze beschleunigen lässt. Grundsätzlich kommt
er wohl zum Hafen zum Ausmessen. Das mit dem TBS klingt gut, wobei ich das wohl auch schleifen muss - aber ist ja überschaubar.

7

Montag, 18. November 2019, 20:58

Das TBS mit Interdeck streichen sollte bei möglichst warmer Temperatur erfolgen. Das Trocknen kann sonst ewig dauern.

Gruß Odysseus

Meeresfee

Salzbuckel

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8

Montag, 18. November 2019, 21:20

Du musst nix schleifen. Wozu? Es muss auch nicht sehr warm sein, fünf Grad reichen, Interdeck ist ein feuchtehärtender PU Anstrich. Saubermachen, saugen, Aceton und Abkleben und Attacke.

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9

Montag, 18. November 2019, 21:50

Hallo danteboot,

nach meiner Erfahrung hilft ein kurzer Anruf oft weiter um eine Reaktion auf deine Anfrage zu bekommen. Gerne begleitet durch eine Mail, in der die Details genau beschrieben sind.
Wie schon oben geschrieben, werden die gewünschten Arbeiten meist einfach passend zum Termin ausgeführt, ohne für jeden Handschlag eine Auftragsbestätigung zu versenden. Das ist man aus D meist nicht so gewohnt.

Zu dieser Jahreszeit haben viele Betriebe bereits am Freitag Mittag für das Wochenende geschlossen, von daher lohnt es sich, vorab einen Termin abzustimmen. Sonst steht man enttäuscht vor verschlossener Tür.

Ein wenig niederländisch ist auch nicht schädlich. :D
Dietmar


-failure is always an option-

  • »danteboot« ist der Autor dieses Themas

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10

Dienstag, 19. November 2019, 18:45

Nochmals danke! Wie gesagt: ich fahre diese oder nächste Woche mal dort vorbei (wenn ich frei bekomme und das Wetter mitspielt) und wenn das
mit dem TBS bis nächste Saison nicht geklappt hat, mache ich es einfach selber. Es ist halt einfach noch überhaupt ein ungewohntes Gefühl ein eigenes Schiff zu haben, was aber leider nicht vor der Haustür liegt - so das man sich nicht so einfach drum kümmern kann...

Segelalex

Salzbuckel

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11

Freitag, 22. November 2019, 07:58

Immer alles schriftlich nachhalten und per Mail das am Telefon Besprochene nochmal zusammenfassen. Vorallem Termine die besprochen wurden immer bestätigen. Und: Jede Unklarheit wird der Niederländer zu seinem Vorteil auslegen. Also den Leistungsumfang, den Zeitrahmen und die Kosten immer detailliert schriftlich fixieren und zusenden. Das kann ja ganz freundlich gehen, nach dem Motto: Bitte nochmal prüfen, ob ich alles richtig verstanden habe....

Und dann gehts los. Hinzu kommt der persönliche Faktor. Vor Ort mal einen Kaffee trinken gehen, ist sicher immer gut. Es geht viel über Beziehungen in Holland. Es gibt jedoch einen Unterschied in der Mentalität, der Mitunter für Verdruss sorgt, der aber in der Geschichte der Länder verankert ist. Ganz platt: Deutsche sind eher Handwerker und produktbezogen, Niederländer waren immer schon Kaufleute und gewinnbezogen. Das ist nichts Verwerfliches, man muss es nur bedenken. Denn wir erarten ein bestmögliches Produkt und der Holländer einen größtmöglichen Gewinn. Das geht nicht immer zusammen. Will sagen: Er wird es gerade so gut machen, wie es vereinbart wurde, damit er dir eine Rechnung schicken kann. Perfekt wird es dadurch selten. Muss man mit leben, bzw. eben sehr genau definieren, was man erwartet. Dann bleibt die Enttäuschung aus.

Gruß

Alex

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12

Freitag, 22. November 2019, 08:33

Immer alles schriftlich nachhalten und per Mail das am Telefon Besprochene nochmal zusammenfassen. Vorallem Termine die besprochen wurden immer bestätigen. Und: Jede Unklarheit wird der Niederländer zu seinem Vorteil auslegen. Also den Leistungsumfang, den Zeitrahmen und die Kosten immer detailliert schriftlich fixieren und zusenden. Das kann ja ganz freundlich gehen, nach dem Motto: Bitte nochmal prüfen, ob ich alles richtig verstanden habe....

Und dann gehts los. Hinzu kommt der persönliche Faktor. Vor Ort mal einen Kaffee trinken gehen, ist sicher immer gut. Es geht viel über Beziehungen in Holland. Es gibt jedoch einen Unterschied in der Mentalität, der Mitunter für Verdruss sorgt, der aber in der Geschichte der Länder verankert ist. Ganz platt: Deutsche sind eher Handwerker und produktbezogen, Niederländer waren immer schon Kaufleute und gewinnbezogen. Das ist nichts Verwerfliches, man muss es nur bedenken. Denn wir erarten ein bestmögliches Produkt und der Holländer einen größtmöglichen Gewinn. Das geht nicht immer zusammen. Will sagen: Er wird es gerade so gut machen, wie es vereinbart wurde, damit er dir eine Rechnung schicken kann. Perfekt wird es dadurch selten. Muss man mit leben, bzw. eben sehr genau definieren, was man erwartet. Dann bleibt die Enttäuschung aus.

Gruß

Alex

Sehr gut beschrieben. Genau so sind meine Erfahrungen. Und das mit dem Kaffee trinken gehen, kann man auch sinnbildlich sehen. Einfach den Kontakt auch auf der Beziehungsebene aufbauen. Auch mal ein Gespräch über dies und das führen. Niederländer sind kommunikativ. Wenn man Beziehungskredit aufgebaut hat, dann funktioniert auch eine evtl. Reklamation besser.
Das ist auch bei uns Deutschen so, aber bei den Niederländern funktioniert das sehr gut.

Wir deutschen sind faktenorientiert: Ich beauftrage Dich für die Lieferung von 4.000 Sicherungen nach DIN 472 zum Preis von 0,43 pro Stück. Der Niederländer hat keinen Spaß an dem Auftrag, weil a.) er dir nicht für Dein Problem verschiedene Lösungen anbieten kann und b.) er nicht verhandeln kann.

Wenn man aber sagt: Hmmm ich brauche Sicherungsringe 50mm Durchmesser für folgende Anwendung..... Was könnte die Lösung sein? Was hast Du da? Achja.... Hast Du auch DIN472?...... Was würden 3.000 Kosten?...... ah.oaky.... und was Kosten 4.000? und so weiter.....

Da kommt der Händler/Kaufmann raus. Das Ergebnis wäre wahrscheinlich das Gleiche wie oben, in Preis und Qualität, aber der Niederländer meint ein gutes Geschäft gemacht zu haben, was er verhandelt hat.
Es gibt doch den Spruch: Wenn Du (also wir Deutschen) meinen ein gutes Geschäft mit einem Niederländer gemacht zu haben, dann war es in Wahrheit kein gutes Geschäft oder er war kein Niederländer.

Christian F

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13

Freitag, 22. November 2019, 09:06


Es gibt doch den Spruch: Wenn Du (also wir Deutschen) meinen ein gutes Geschäft mit einem Niederländer gemacht zu haben, dann war es in Wahrheit kein gutes Geschäft oder er war kein Niederländer.


Was pflegte mein alter Herr zu sagen: "Wenn Du als Geschäftsmann einem Niederländer die Hand gibst, musst Du anschließend nachzählen, ob noch alle Finger dran sind..." :D :D :D :D :D

14

Freitag, 22. November 2019, 09:22

@danteboot: in den Abläufen bzw. den Unstimmigkeiten sehe ich eher ein Kommunikationsproblem. Die Aussage "die schriftliche Auftragsvergabe [ist] erfolgt", ist genau genommen mehr Bewertung und Interpretation als eine Beschreibung - zumindest in heutiger Zeit, wo Tinte, Federkiel und berittener Bote mit ein paar Gold-, Silber- oder Kupferstücken im Sack nicht mehr die einzigen Möglichkeiten sind, schriftliche Aufträge zu erteilen. Wer wann was wie mit wem und wo, binnen welcher Frist und mit welchen Zahlungsmodalitäten? Bist Du Dir wirklich 100prozentig sicher, dass Du auch die Ansicht des AN einwandfrei wiedergibst?

Lelystad ist andererseits eine Retortenstadt, in der sich zwischenzeitlich Unternehmen niedergelassen haben, aber mit traditionellem Handwerk der Alteingesessenen ist das nicht in dem Maß vergleichbar. Ich selbst hatte nie Probleme oder Unklarheiten, wann etwas wie fertig sein soll. Im Gegenteil, ich finde unsere Nachbarn ausgesprochen kommunikativ und um maximale Transparenz bei allen Abläufen bemüht. Obwohl der Kollege Alex das so auf den Punkt bringt, wie ich es auch sehe, kenne ich auch die handwerkliche Seite, die teils sehr modern ist, teils so traditionell sein kann, dass man zwischen Carbon-Sandwich-Einzelanfertigungen auch heute Männer findet, die aus einem Stück Baum und einem Stück Walzstahl einen Block herstellen können, der so ebenmäßig ist wie ein CNC-gefräster. So gut wie nötig, so erschwinglich wie nötig, aber kein bisschen mehr ist eher die Geschäftigkeit der Retortenstädte. Im alten Hollandd und Friesland kriegt man alles von "für unsere Zwecke reicht das" bis Leicaqualität. Ich wurde bisher immer gut beraten, wenn ich mal nach einer Entscheidungshife gefragt habe. Es gab kein,"ich weiß etwas, was du nicht weißt", kein "wenn Du weißt wie ich es mache, kommst Du ja nie wieder", kein Glockeläuten mit einem "Leute, alle herkommen, der will was neu haben", sondern maximale Transparenz und auch viel Redlichkeit. Ich kam wieder, denn im Bereich Boote gibt es sehr viel stärkere Spezialisierungen als bei uns. Unser Bootsbauer ist sowas wie ein "Nahrungsbereiter", der vom Metzger, über den Koch, den Bäcker bis zum Konditor alles abdeckt. Dabei ist schon der Konditor ein Sammelberuf, der mindestens drei weitere abdeckt. Gibt ja Leute, die das auch bei uns gut machen, aber in NL hat man durch die Spezialisierungen, die lokalen Cluster und das historisch gewachsene Engagement der Branche eher das bessere Pflaster, wenn es um Bootssachen geht.

Chris

SailingBalu

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15

Freitag, 22. November 2019, 10:35

@Segelalex,

Vielleicht sind deine Aussagen für mich nur zu allgemein, aber zumindest was die Qualität der Ergebnisse angeht, muss ich widersprechen. Bei unseren bisherigen Aufträgen wurde alles wirklich sehr gut gemacht, und wenn es auch vielleicht mal nicht ganz zu unserer Zufriedenheit war, wurde ohne Diskussion nachgebessert.

Aber wie bereits in verschiedenen Beiträgen erwähnt, Reden hilft meistens.

Schöne Grüße
Peter

Schoner

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16

Freitag, 22. November 2019, 10:55

ich habe durch die Bank gute Erfahrungen gemacht und jedes Mal solide Arbeit erhalten. Bei Terminen muß man allerdings lästig werden ;)
Gruß



Volker

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Segelalex

Salzbuckel

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17

Freitag, 22. November 2019, 16:12

Ich habe an der Schlei mal eine Sprayhood machen lassen. Die war nicht sehr teuer, verhandelt habe ich allerdings nicht. Als die kam, war die perfekt. Weit besser als erwartet Wirklich vom allerfeisnten, sogar der Schiffsname war eingestickt in die Ledereinfassung und doppellagig ist sie auch. Alles Dinge, über die wir nie gesprochen hatten. Für den Segelmacher war das aber eben eine Frage der Berufsethik. So hatte in seinen Augen eine Sprayhood auszusehen. Fertig.

In Holland habe ich einen Lazybag bestellt. Aaus meinen Erlebnissen mit der Sprayhood: Keine präzisen Absprachen und auch nicht nachverhandelt. Es kam ein Lazy Bag. Ohne jede Raffinesse, ohne Features die eigentlich an einen Lazybag gehören (z.B. Öffnungen für die Reffleinen, Klappe über dem Reißverschluss, Entwässerung unten etc.) Es war eben ein Lazy Bag, der als solcher auch funktionierte, aber eben nach meinen Erfahrungen an der Schlei nicht meinen Erwartungen entsprach, die ich zugegebenermaßen auch nicht kommuniziert habe. Will sagen: Sich auf eine handwerklich gute (evtl. perfekte) Ausführung verlassen ohne genau festzulegen, was gemacht werden soll, ist in meiner Erfahrung in NL weniger gut möglich, als in D. Schon weil die handwerkliche Ausbildung bei den Kammern in D wohl eher eine Art Berufsehre rüberbringt.

Zugegeben: Meine Erfahrungen können schwerlich verallgemeinert werden, allerdings ist mir das auch in meinem Berufsleben mehr als einmal so untergekommen in NL. Und bei diversen Nachfragen, wurde mir das oben Geschriebene verdeutlicht. Ich möchte nur vor Enttäuschungen bewahren. Und wenn man einmal den Richtigen gefunden hat, umso besser.

Gruß

Alex

Meeresfee

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18

Freitag, 22. November 2019, 20:18

Was Du sagst Alex kann ich als Eigner meines ersten NL Bootes nachempfinden. Zuvor waren es zwei Xen, dänische Segelboote. Segelboot ist die Winner sicher auch, und kein Billigbau. Aber im Detail reisst man den Anspruch, den X durchhält. Umlenkblöcke Fallen X von OL, Winner billiges Bartongelumpe.
Rigg Winner Draht, X Rod. Mast steht bei X auf Kiel, bei Winner auf Deck. Tanks bei beiden allerdings schlön mittig. Fockholepunkte X verstellbar mit Talje, Winner nur per Stift. Kiel Winner Eisen, X oben Eisen, unten Blei. Seeventile bei X bündig mit Rumpf, bei Winner aufgesetzt. Es sind diese kleinen Details, die doch einen Unterschied machen.
Andererseits, beim Motoreinbau bekleckert sich Hadersleben auch nicht mit Ruhm, billiger Heizöltankgrobfilter, kein Seewasserfilter, kein Wwasserabscheider. Da hat NL die Nase vorn.

Marinero

Salzbuckel

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Heimathafen: Aabenraa Sejl Club

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19

Samstag, 23. November 2019, 08:57

Ich habe an der Schlei mal eine Sprayhood machen lassen. Die war nicht sehr teuer, verhandelt habe ich allerdings nicht. Als die kam, war die perfekt. Weit besser als erwartet Wirklich vom allerfeisnten, sogar der Schiffsname war eingestickt in die Ledereinfassung und doppellagig ist sie auch. Alles Dinge, über die wir nie gesprochen hatten. Für den Segelmacher war das aber eben eine Frage der Berufsethik. So hatte in seinen Augen eine Sprayhood auszusehen. Fertig

Nach der Beschreibung kann das nur Widuch gewesen sein. Und der ist kein Maßstab für deutsche Handwerker, der ist eine Koryphäe.

Klausen

Matrose

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Heimathafen: Lelystad

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20

Samstag, 23. November 2019, 19:02

@danteboot
Ich lasse ja nix auf die Niederländer kommen! Allerdings spricht meine Partnerin auch recht gut niederländisch. Meine persönlichen Erfahrungen sind aber auch positiv. Als ich mein Boot noch nicht wirklich kannte und mir die Dieselpest einfing, lief alles super. Die KNRM schleppte uns kostenfrei! in den nächsten Hafen (gespendet wurde natürlich!). Am nächsten Tag, es war ein Samstag, irgendeinen netten Niederländer im Blaumann angesprochen und nach nem Volvo Spezialisten gefragt. Der rief irgendjemanden an und ein halbe Stunde später stand ein von Kopf bis Fuss (konnte ich natürlich nicht sehen) tätowierter Mechaniker vorm Boot. Der pumpte alles ab, erklärte mir die Vorgehensweise und legte großen Wert darauf, dass ich das beim nächsten Mal auch selber durchführen könnte. Für eine Stunde Arbeit am WE berechnete er 90€ und gab mir noch nen Ersatzfilter dazu. Das nächste Mal war's der alte BMW, der eine neue Wasserpumpe benötigte. Der ANWB brachte mich extra in eine Werkstatt, von der er wusste, dass die dort nicht um 16 Uhr alles fallen lassen (ist aber in den Niederlanden üblich) und alles wurde für normales Geld bis zum nächsten Tag erledigt. Segelreparaturen wurden bei persönlichen Kontakt immer zu meiner Zufriedenheit und innerhalb der vereinbarten Termine durchgeführt. Auch die aufwändige Ruderreparatur funktionierte hervorragend, aber ein paar Telefonanrufe bezüglich der Termine waren doch erforderlich. Die Krönung war jedoch mein Problem mit der inneren Motorkühlung. Dabei will ich nicht in's Detail gehen, ist noch nicht komplett gelöst. Nach dem ich einiges ausprobiert hatte, wollte ich doch einen Spezialisten auf's Boot holen. Der hatte leider keine Zeit, weil andere Arbeiten zu erledigen waren. Aber zwischen Kaffee und Zigarette erklärte er mir in ca. 15 min, was ich alles noch selber checken könnte. In diesem Fall stand auf jeden Fall nicht die Verdienstmöglichkeit im Vordergrund! Ich liebe die Niederländer!!!
Klaus

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