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milchcow

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41

Freitag, 30. April 2021, 21:24

Erinnere mich auch an das erste Mal Einlaufen in Scheveningen bei relativ viel Wind und nachts. Einfach war das nicht, obwohl wir mit zwei anderen erfahrenen Seglern, aktuellen Papierkarten und upgedateten Navionicskarten auf dem fest installieren Plotter unterwegs waren.

Schäden sind immer schlecht. So richtig schwere Schäden sind so richtig schlecht. Tatsächlich ist der einzig positive Aspekt dass es nicht zu Personenschäden gekommen ist. Hoffentlich lässt sich der finanzielle Schaden für den Skipper in Grenzen.

Klausen

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42

Samstag, 1. Mai 2021, 14:07

Versicherungsauschluss einhand? Durchaus bei einigen Versicherern, wenn der Törn länger als 24h.

zooom

Salzbuckel

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43

Samstag, 1. Mai 2021, 14:22

Ich kenne zwar die Verhältnisse in Scheveningen nicht, aber jedem von uns dürfte es schon mal passiert sein, daß bei der umgebenden Lichtverschmutzung das Erkennen der - teils ziemlich funzelig beleuchteten - Hafeneinfahrten nur sehr schwierig möglich war. Was da Alles ablenken kann weiß jeder, von der Ampel über die eingeschaltete Warnblinkanlage zu Bar- und Restaurantbeleuchtungen. Die Strandpromenade muß ja auch immer mit Gasentladungslampen flutgelichtet sein...
Gruß Thomas


Die besten Kapitäne sterben an Land

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44

Samstag, 1. Mai 2021, 16:05

Nicht missverstehen ich wollte mir meiner Frage den Unglücksraben nicht in Misskredit bringen.

Mir geht es nur um mögliche Ursachen, ich könnte mir persönlich nicht vorstellen wie das passieren kann bei den örtlichen Gegebenheiten, nur ich hätte mir auch nicht vorstellen können je eine Tonne zu rammen und genau das ist mir letztes Jahr vor Den Helder passiert und hat die Vollkasko 4000 Euro gekostet, einfach nur durch verschätzen in der Strömung beim Segelsetzen.

Deswegen finde ich es interessant sich darüber Gedanken zu machen wie und warum so etwas passiert, gerade wenn es offensichtlich so unwahrscheinlich aussieht, denn wenn ich mir die Ausrüstung des Bootes betrachte kann es gut sein das der betroffene Skipper nicht unerfahren war.

Klar wird Kälte und Müdigkeit eine Rolle spielen , nur ob das allein als Erklärung reicht?

Weiß einer wie die Strömung dort um den Unglückszeitpunkt war und wie die Windrichtung und die Stärke?

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45

Samstag, 1. Mai 2021, 16:37

- ich habe auch mal eine Tonne vor den Helder gerammt .. aber nix passiert ... 4000 € ... ist ja dann eine Monster Plane gewesen ...

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46

Samstag, 1. Mai 2021, 17:03

War die große gelbe vor der Hafeneinfahrt, hatte eine Beschädigung an der Steuerbordseite am Bug, sah zuerst nicht wild aus , auch der Rums war nicht so wild, an der Tonne war gar nix . Nur die Gelcoat und Laminat Rep hat halt was gekostet, der Schaden ist aber unsichtbar repariert worden. Alles wieder gut :D

Pütting

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47

Samstag, 1. Mai 2021, 22:06

Der Skipper soll bei der Ansteuerung seinen Kurs zwar noch rechtzeitig korrigiert haben. Jedoch habe sich auf Höhe des Piers eine Leine im Prop verfangen. Die Yacht sei deshalb manövrierunfähig bei auflaufendem Wasser mehrfach quergeschlagen und schließlich zwischen die Pfeiler getrieben worden. Dies berichtete die Ehefrau des Skippers in einem anderen Segel-Forum.
Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Pütting« (1. Mai 2021, 22:42)


emotion

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48

Samstag, 1. Mai 2021, 23:37

Dann lag ich ja gar nicht falsch

Zitat von »Emotion«

Nach den Bildern ist er rückwärts durch die Pier!

Der Mast ist über die Pier geklappt (durch das Achterstag gebrochen), hat sich mit den Maststufen am Geländer eingehakt und das Boot hat weiter gezogen.

Danach scheint das Boot unter der Pier einmal durchgerollt zu sein, denn der Geräteträger ist Plattgedrückt und nicht nur verbogen.

Die Steuersäule könnte dabei rausgerissen worden sein oder es hatte sich vorher die Großschot drum gelegt bzw. bei einigen Schiffen ist diese dort ja auch angeschlagen.

Auf dem einen Bild sieht man das die Segel erst kurz vorher geborgen wurden, das Groß liegt zwar auf dem Baum aber der Lazzy Bag ist offen.

Idee/Vermutung:
Der Skipper hat vor der vermeintlichen Hafeneinfahrt die Segel geborgen, hat sich eine Schot in den Prop gefahren und ist ohne Antrieb unter der Pier durchgetrieben.

P.s. Das war eine große Hochseeyacht, mit Solarpanelen, Windgen und Hydrogen, der hatte mit Sicherheit Plotter und Funk an Bord.
Gooden Wind

Hendrik

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49

Samstag, 1. Mai 2021, 23:48

Ja wäre eine mögliche Erklärung, erklärt aber nicht warum er die Pier angefahren hat. Weiß keiner wie die Strömung zu dem Zeitpunkt war? Wäre ja möglich das er den Hafen angesteuert hat, unter Autopilot, die Strömung aber falsch eingeschätzt hat und deshalb versetzt wurde. Es dann spät gemerkt hat, Segel hektisch geborgen wurde und dabei eine Leine Schot etc. Ins Wasser gefallen ist die sich dann in der Schraube verfangen hat und er ab dem Moment Manöverierunfähig unter die Brücke getrieben wurde.

Für wie wahrscheinlich haltet ihr so ein Szenario, leider habe ich zu Hause keine Möglichkeit den Tiedenstrom zu beurteilen und die genaue Uhrzeit von Unglück kenne ich auch nicht.

50

Sonntag, 2. Mai 2021, 00:24

Mein Mitleid an den Skipper, dem dies widerfahren ist!

Laut dem Bericht auf Facebook war es wohl nicht eine Leine des eigenen Bootes, sondern ein "Tau" von einem größeren Fischereischiff.

Unabhängig von dem Unfall und bitte versteht das nicht als Spekulation zur Ursache: Angehängt die Karte des Piers und die von Lyø im gleichen Maßstab. Bei Regentropfen auf dem Display, Müdigkeit und ggf. ohne Ortskenntnis ist es für mich schon vorstellbar, das Plotterbild des Piers falsch einzuschätzen (d.h. den Pier für den Hafen zu halten) und den Kurs initial falsch abzustecken. (Ja, der Hafen dort natürlich nicht mit Lyø vergleichbar. Und wenn man ganz genau hinschaut, sollte das wohl auffallen. Aber wer hat noch nie einen Fehler gemacht?)

Jedenfalls wurde der Fehler der falschen Ansteuerung korrigiert, aber dann kam der Antrieb unklar. Gemäß Zeitungsbericht war die Alarmierung am 29.04. gegen 03:00 Uhr. Wie da Wind und Strom standen weiß ich nicht.

Ich drücke die Daumen, dass der Skipper bald wieder auf dem Wasser ist und zufrieden sein Hobby ausüben kann!
»All-Ex« hat folgende Datei angehängt:
  • Unbenannt.PNG (89,74 kB - 50 mal heruntergeladen - zuletzt: 8. Mai 2021, 22:46)

51

Sonntag, 2. Mai 2021, 02:59

Dies berichtete die Ehefrau des Skippers in einem anderen Segel-Forum.
Als Beteiigter würde ich erstmal Schweigen bis die Behörden und Versicherung die Untersuchungen beendet haben. Ist ja nicht so das Fachversicherungen ggf Foren nicht mitlesen. Diese geplabbere und der Drang zur Mitteilung hat IMHO schon manchen viel Geld gekostet.

milchcow

Kapitän

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52

Sonntag, 2. Mai 2021, 07:03

@Grisu100: mag wohl sein, wobei so richtig viel erhellendes was über die reine Spekulation und Mitleidsbekundungen hinausgeht ist ja hier auch nicht dabei, da dürfte sich der Schaden also in Grenzen halten. ;)

53

Sonntag, 2. Mai 2021, 07:38

Und bei den Versicherungen sitzen nicht nur Doofe, die sich um Klatsch kümmern :S

Gruß Odysseus

P.S.: der arme Skipper hat sich übrigens nicht geäußert

Pütting

Proviantmeister

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54

Sonntag, 2. Mai 2021, 11:48

Das sehe ich genauso, @odysseus:.
Da er einhand unterwegs war, werden allein seine Angaben, vermutlich in Verbindung mit Gutachten, entscheidend sein und nicht Hörensagen Unbeteiligter.
Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit!

55

Sonntag, 2. Mai 2021, 12:37

leider habe ich zu Hause keine Möglichkeit den Tiedenstrom zu beurteilen

Weil das mehrfach angesprochen wurde habe ich mal nachgesehen.

Laut Reeds setzt der Strom vor Scheveningen

- nach Süd HW Dover -5 bis +1
- nach Nord HW Dover +1 bis -5
Am 29. April war das HW Dover um 01:57 MESZ, Stromkenterung demnach ca. 03:00 MESZ

Andreas29

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56

Sonntag, 2. Mai 2021, 14:04

Hi,

hier: https://www.ad.nl/den-haag/tegen-scheven…ww.google.de%2F

kann man lesen, dass das Boot nun auf einem Parkplatz nahe der Strandungsstelle zerlegt wird. Was für ein trauriges Ende.
Dem Eigner und Skipper geht es körperlich wohl gut, er soll demnach wieder zurück in D sein. Mental wird das wohl noch etwas Verarbeitungszeit brauchen.

Grüße

Andreas
Jahrzehntelang haben sie die Kriegsgeneration gefragt, wie das alles passieren konnte.
Jetzt glauben sie jeden Mist aus dem Internet, schimpfen auf die Lügenpresse, verachten das Politikerpack, pöbeln gegen Flüchtlinge,
verunglimpfen den Rechtsstaat und wählen eine "Alternative für Deutschland".
So passiert das!

RainerF

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57

Sonntag, 2. Mai 2021, 19:44

Tut weh sowas mit ansehen zu müssen, besonders wenn es das eigene Boot ist.
Probleme mit dem Antrieb würden die Havarie aber auch gut erklären, bzw. passen da für mich gut ins Bild, was die Position der Havarie und das eigentliche Ziel, Hafeneinfahrt betrifft.
Ich hoffe für Ihn das er bei der Regulierung nicht all zu viel verliert, schließlich versichert man sich für/wegen solcher Fälle.

Gibt's eigentlich dafür dann auch Seeunfalluntersuchungen die öffentlich zugänglich sind in NL?
In DE hat man das ja glaube ich für Sportboote eingestellt oder wenigstens eingeschränkt, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.
Unsere schöne: http://la-guapa-sy.de/

Brynja

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58

Sonntag, 2. Mai 2021, 20:59

@RainerF:

Gibt es in NL, Onderzoeksraad voor Veiligheid.
Du kannst bei einem Schiffsunfall sogar abonnieren und wirst über die Zwischenergebnisse und Ergebnisse informiert.

RainerF

Admiral

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59

Sonntag, 2. Mai 2021, 21:06

@RainerF:

Gibt es in NL, Onderzoeksraad voor Veiligheid.
Du kannst bei einem Schiffsunfall sogar abonnieren und wirst über die Zwischenergebnisse und Ergebnisse informiert.


Das ist ja ein Ding, ich kann aber nur Ereignisse der Berufsschiffahrt finden, mache ich was falsch?
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Brynja

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60

Sonntag, 2. Mai 2021, 21:39

Nö, scheint so ähnlich zu sein wie beim BSU.

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