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1

Montag, 12. Juni 2017, 13:53

Segeln auf Havel und Wannsee - Erst das Boot oder erst der Verein/Liegeplatz?

Hallo zusammen,

wie in meinem Vorstellungsthema erwähnt, haben wir noch kein Boot, wollen aber bald in Berlin segeln. Wir stellen uns gerade die Frage, in welcher Reihenfolge man am besten vorgeht: Erst das Boot oder erst der Verein/Liegeplatz.

Ausführlicher stelle ich mir folgende Szenarien vor:
1) Wir kaufen ein Boot, bekommen aber in allen Vereinen und kommerziellen Häfen gesagt, dass gerade kein Platz für ein Boot der Größe frei ist.
2) Wir besorgen uns einen Liegeplatz, die Bootssuche dauert aber viel länger als erwartet und wir bezahlen dementsprechend für einen leeren Platz und enthalten den jemandem anderen vor.
3) Wir treten einem Verein bei, der Vereinsboote hat und können die nutzen und einen Liegeplatz anfragen, sobald wir ein Boot gefunden haben. Wenn dann aber keiner frei ist, müssten wir uns
schon wieder nach einer Alternative umgucken, was auch unerfreulich wäre, wenn man schon beigetreten ist.

Sehe ich das vielleicht einfach zu pessimistisch und ist es im Havelbereich gar nicht so schwierig, einen Liegeplatz zu bekommen? Zu welchem Vorgehen würdet ihr mir raten? ?(
Wir wissen zwar schon, dass wir (höchstwahrscheinlich) in der Größe 25-29 Fuß landen wollen, aber ganz konkret haben wir noch nichts im Auge.

Liebe Grüße!

2

Montag, 12. Juni 2017, 14:32

Seht Euch im Umland um. Es gibt Vereine, die haben Platz, auch in der Winterlagerhalle. Mit etwas Glück bleibst Du unter 500 Eur / Jahr incl Vereinsbeitrag, Bootsstand am Steg und Hallenwinterlager.

In Berlin findet man auch was, aber teuer, keine Winterlagerhalle, und ein übervolles Revier, mit einer so hohen Mobo-Dichte, dass es genau so erholsam ist , wie wenn in der Kleingartensparte alle Leute den Benzinrasenmäher anhaben

29 ft für berlin sidn etwas oversized, wenn man nicht ernsthaft vorhat, im Sommer zur Ostsee zu fahren (Berlin-Stößensee - Stettin 2 Tage).

3

Montag, 12. Juni 2017, 15:03

Welches Umland würdest du empfehlen? Richtung Werder/Ketzin? Oder ganz woanders?

Havel Richtung Wannsee finden wir auch interessant, weil das anbindungstechnisch gut zu erreichen ist und es wäre uns schon wichtig, den Hafen gut erreichen zu können. Gestern haben wir uns das Spektakel vom Land
aus angesehen (Höhe Marina Lanke), da war schon einiges los, aber ich hätte es noch nicht als überfüllt bezeichnet. Ist es im Bereich Wannsee/Pfaueninsel noch voller?

Zur Ostsee zu fahren wäre auch sehr reizvoll. Bräuchte man nur eine Mastlegevorrichtung, um das zu ermöglichen oder gäbe es für den Weg noch anderes zu beachten?

4

Montag, 12. Juni 2017, 15:24

Werder, Ketzin (na ja)..., BRB, Kirchmöser, oder die ander Richtung: Storkow. Oder Neuruppin.

Kielboote sind für die Binnenseen hier suboptimal. Wenn Kielboot: dann wegen der Ostseetour. Boote ohne Mastlegevorrichtung sidn für das Havelrevier sehr gaga. Die Westberliner haben sowas noch, weil die von 61 bis 89 sowieso nicht rauskamen, es sei den, im Schleppverband zur Ostsee / Nordsee. Wenn Du den Mast einfach umlegen kannst, geht Dein SEGEL(!)Revier von der Scharfen Lanke bis etwa Bahnitz. Von Bahnmitz havelabwärts ist es imho kaum noch segelbar, auch wenn manche es mit viel Geduld tun....

Beispiel für RICHTIG schlelles Mastlegen (ich hab´s gesehen...): ein SR-Jolli fährt mit Volzeug auf die Brücke im Templiner See zu. Etwas vorher Groß weg, mit Fock Schwung holen, Mast klappen, mit Schwung durch, Maststellen, Fahrt aufnehmen, am Wind Groß hoch.

Gibt hier viele Boote mit federunterstützten Jütts.

Spaß am schnellen und einfachen Segeln, (Fahrten-Segeln, Kaffeesegeln, und ggf Revierregatten): Kauf Dir nen DDR-Fahrten-20er, Ernst-Riß oder Schreiber-Riß. Ich halte diese Boote für ziemlich gutmütig.

Ostseetour: Mastlegen, und los. Sprit mitnehmen, gibt unterwegs keine Tankmöglichkeit bis Stettin für Benzinmotoren.

Beiträge: 1 028

Schiffsname: Tilda Ann

Bootstyp: Drabant 27

Heimathafen: Berlin Seglervereinigung Havel

Rufzeichen: DJ3269

MMSI: 211552400

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6

Montag, 12. Juni 2017, 18:31

Ich sehe das ein klein wenig anders als mein geschätzter Vorposter.....mit bis zu 30ft bist du auf der Unterhavel in guter Gesellschaft, TG 1.8m ist auch ok. Es gibt durchaus auch Kielboote mit Mastlegevorrichtung, allerdings ist das ein wenig aufwändiger als beim Jollenkreuzer. Ich empfehle dir, die einschlägigen Vereine mal zu kontaktieren, dann weißt du, welche Boote da liegen und ob da Platz ist. Am Stössensee gibt es einige Vereine, wie auch an der Scharfen Lanke. Bei uns z.B.gibt es zwar keine freien Liegeplätze, dafür aber das ein oder andere zum Verkauf stehende Boot, das wäre evtl. auch eine Überlegung wert. Und der Seekreuzer Pinguin ist auch ein Stück länger als das "normale" Boot, trotzdem seit 1925 auf der Unterhavel (und mittlerweile in unserem Verein) zuhause.....

Frank

7

Montag, 12. Juni 2017, 21:23

Natürlich kann man auch mit Kielbooten auf der Berliner Havel segeln.
Man schränkt sich aber sehr ein. Die Einschränkung ist sinnvoll, wenn man im Urlaub Ostseetörns mit dem eigenen Boot machen will. Bei uns im Revier geht der Trend, nachdem sich in den letzten Jahrzehnten die Boote vergrößert haben, der Trend eindeutig zur Jolle als Zweitboot. Der Kreuzer dient als Urlaubsboot und Schlafgelegenheit; ne Ixy oder O-Jolle als Spaßbringer. Leute mit P- oder R-Booten brauchen das nicht, die machen auf dem Spaßbringer auch Urlaub (und chartern für Seetörns). Mit nem Schwertboot kannst Du am Ufer festmachen, und Du kommst in die wenig begehrten und daher ggf noch freien und billigeren LP in flacherem Wasser (wo die Bleitransporter nicht hinkönnen).
Was die Botsgröße auf der Berliner Havel angeht: ja, man sieht dort mehr große Boote als in den Häfen am Greifswalder Bodden.

8

Dienstag, 13. Juni 2017, 11:11

Ich würde gerne noch einmal auf die Ausgangsfrage zurückkommen: Erst Boot oder erst Liegeplatz? Bei den kommerziellen Häfen macht es ja durchaus einen Unterschied,
ob man mit einem 7m oder einem 8,50m Boot ankommt und den Aufpreis für die Liegeplatzgröße von letzterem möchte man mit ersterem Boot nicht zahlen. Bei Vereinen ist das
wohl etwas weniger wichtig, aber auch da müsste ein entsprechender ja frei sein.

Wenn ich deinen, Frank, Beitrag richtig verstehe, würdest du dir erstmal einen Überblick über die Auslastung der Vereine verschaffen und dann entsprechend auf Suche gehen?

Pusteblume, du gehst beim Kostenvergleich von Vereinen und/oder Schwertbooten aus, oder? Wenn ich nämlich exemplarisch die Preise von Marina Zernsee (Werder) und Marina Lanke vergleiche,
nehmen die sich bei dieser Größe nichts. Für 8m bezahlt man bei beiden ganzjährig 165 Euro/Monat. Das sind laut dem, was ich bei der Recherche gefunden habe, auch teurere Marinas, aber da es wenig öffentliche
Preislisten gibt, habe ich die für den Vergleich herangezogen.

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9

Dienstag, 13. Juni 2017, 11:43

Ganz vergleichen kann man Marina und Verein nicht: In der Marina bezahlst du für alle Dienstleistungen und hast sonst keine Verplichtungen, daher der höhere Preis. In Vereinen bezahlst du Liegeplatz und Vereinsbeitrag, es werden darüber hinaus noch Arbeitsstunden erforderlich. Das unterscheidet sich z.T. erheblich zwischen den Vereinen. Bei uns zahlt man z.B. für ein Boot Liegeplatzgebühren, die sich berechnen aus Länge x Breite x 1.75 x Monate, zuzuglich des Vereinsbeitrags. Über Vor- und Nachteile von Vereinen findet sich hier einiges, ich kenne beide Seiten, habe mich vor 10 Jahren für einen Verein entschieden. Alle Vereine suchen Mitglieder, ob man zueinander passt kann man durch z.B. eine Saisonmitgliedschaft ausprobieren, ist für alle unverbindlich. Weiteres gerne per PN.

Frank

10

Dienstag, 13. Juni 2017, 12:14

165 Eur/ Monat ist schon irgendwie bodenlos.

Aber bevor Du die Frage stellst, ob erst Boot oder erst LP, überlege, WIE Du segeln willst. Was Dir wichtig ist. Darf´s leicht und spritzig sein? Soll´s vor allem bequem sein? Sollen es eher Nachmittagstouren werden, oder sollen Urlaubsfahrten unternommen werden?

Segle mal auf verschiednene Booten mit, schau Dir verschiedenes an. Dann such Dir das Boot. Unter kommst Du in B oder im Umland ziemlich sicher. Außerdem - wie willst Du einen LP suchen, wenn Du gar nicht weißt, was Du für einen brauchst?

Die Frage Verein oder Marina ist auch davon abhängig, wie Du segeln möchtest. Im Verein hast Du oft auch ein Winterlager, oft auch in der Halle. Du solltest Dich dann aber auch für den Verein engagieren. Arbeitsstunden ist das eine (ich halte es für völlig problemlos, die Arbeit dient dem Werterhalt des gemeinsamen Eigentums, und im eigenen Garten macht man die Arbeit ja auch und gern), Mitarbeit beim Organisieren von Veranstaltungen (Regatten, Sommerfest, etc) das andere. Wenn der Verein passt, finde ich das sehr gut.

11

Dienstag, 13. Juni 2017, 14:35

Erst Boot, dann Liegeplatz.

Mette Bootsstände und Marina Lanke haben immer Plätze frei, auch für ein evt. Winterlager.
Günstiger Ganzjahresplatz, beinahe ganz ohne Schwell gibts in der Schildhorner Bucht. Da dreht dann nur 2 X Mal am Tag der Havelstern.
Da ist nur eher selten was frei.

Wenn du dann das Boot hast, kommt es in Berlin vermutlich wesentlich mehr auf die Breite als auf die Länge an, wie hoch die Verfügbarkeit in Vereinen ist.


Wenn es denn ein Verein wirklich sein soll, ist es jedenfalls wesentlich sinnvoller, man hat ein Boot, einen Liegeplatz, den man einfach bezahlt und macht sich dann auf die Suche, in aller Ruhe, nach einem Verein, der einen passenden Liegeplatz direkt ohne Warteliste anbieten kann UND der einem von der Lage und den Menschen her gefällt.
Da gibt es nämlich wesentlich mehr zu beachten, als nur, ob da ein Platz frei ist....
Hat es Parkplätze, wie ist der Wasserzugang, Winterlagerplatz ja oder extern, Arbeitsstunden wieviele, Gesamtsumme Gebühren.....Altersstruktur, evt. - reale - Kinderfreundlichkeit oder evt. auch eben genau diese nicht, Gastronomie..... was Du eben für Prioritäten setzen willst.
Interessant allerdings immer erst genau dann, wenn du GENAU weißt, welches Boot es sein soll, besser IST, da alles andere ansonsten als Kaffeesatzleserei von den Vereinen empfunden wird....
Wichtig ist auch die Anfahrt, ob man Duschen hat, Wasser / Strom am Steg....
Mach Dir einen Katalog, hake ihn in den jeweiligen Vereinen ab und entscheide dann, was Dir wichtig ist, was nicht.

Aber zuerst:
Kauf Dir ein Boot, mit dem Du mehrere Jahre zufrieden sein wirst, da ständiges Neukaufen echt an die Substanz geht....
Der Weg ist das Ziel.
Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt.
Jeder Alkoholismus mit einem ersten Glas.
Jede Sucht mit einem ersten Mal.

Jeden Abend ´nen Bier - Ganze Leben Alkoholiker

Möge keiner sagen, er hätte es nicht gewußt...

12

Mittwoch, 14. Juni 2017, 13:02

Ich danke euch für eure Antworten! Die helfen mir schon mal sehr weiter. :good2:

13

Donnerstag, 20. Juli 2017, 10:57

@SegeljungspundBerlin: Ich werde meinen Dampfer in der kommenden Woche zwecks Feierabendsegeln mal beim PYC am Wannsee unterstellen. Mitsegeln gern möglich.

14

Donnerstag, 20. Juli 2017, 11:18

Hm, ich hatte mir erst die Liegeplätze organisiert und dann das Material erworben.

Mein Liegeplatz in Berlin ist für mich in fünf Minuten mit dem Fahrrad zu erreichen und sehr preisgünstig.
Ich würde daher auch einen Verein empfehlen.
Wir haben keine freien Liegeplätze.

15

Montag, 24. Juli 2017, 19:38

@Pusteblume Leider habe ich erst heute wieder reingeschaut und leider sind wir auch noch nicht umgezogen, das kommt nun im kommenden Monat. Vielen Dank aber für dein Angebot, auf das ich bei einer späteren Gelegenheit gerne zurück käme. :)

SKOKIAAN

Seebär

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Schiffsname: SKOKIAAN

Bootstyp: Moody Eclipse 33

Heimathafen: Dintelmond

Rufzeichen: DJ3239

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16

Montag, 24. Juli 2017, 23:36

Es gibt wohl auch in Berlin Segelclubs mit freien Liegeplätzen, z.B. den Postsportverein in Köpenick. Frag mal Segolene hier im Forum per PN, der ist dort im Vorstand.

Handbreit, Skokiaan

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