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88markus88

Salzbuckel

  • »88markus88« ist der Autor dieses Themas

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1

Montag, 17. Juli 2017, 18:29

Edersee ohne Wasser

Der Wasserstand an meinem Revier, dem an sich sehr schönen Edersee, ist dies Jahr ein echtes Desaster - die Entwicklung kann man sich hier ansehen: Wasserstand Edersee
Der See ist im Frühjahr nicht voll geworden, dieses Jahr haben wir nie mehr als 75% gesehen. Dennoch lässt das Wasser & Schiffahrtsamt Göttingen heftig Wasser ab, um die Oberweser zu stützen. Am 20.7. werden 222 Meter Wasserstand erreicht sein, dann müssen alle Boote raus sein, da der einzige Kran nicht mehr angefahren werden kann. So richtig Spass macht es aber auch nicht mehr - Schluchtensegeln ist angesagt.

Wie jedes Jahr gibt es heftige Diskussionen, ob das sein muß - auf der Weser fährt nicht mehr viel an Schiffen, am Edersee leidet der mühevoll aufgebaute Tourismus heftig - aber gegen das Amt und seine Vorschriften ist nicht anzukommen.

:heul: :heul: :heul: Die Saison ist im Juli zu Ende :heul: :heul: :heul:

2

Montag, 17. Juli 2017, 18:58

Saison ist im Juli zu Ende


..muss nicht sein.. wenn man den Trailer nutzt. .
„Unwissenheit erzeugt viel häufiger Selbstvertrauen als Wissen“,

just sail

ex-beneteau

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3

Montag, 17. Juli 2017, 19:29

Oh, das ist hart. Hast Du noch Revier-Alternativen? Oder mal nach Holland, das ist doch ein Traumrevier mit der Sailart.
First 21.7, Etap 21i, aktuell Sunbeam 22.1

sailord60

Leichtmatrose

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4

Montag, 17. Juli 2017, 19:42

Ich würde auch nach einer Alternative suchen. Das ist ja am Edersee ein nicht seltenes Phänomen.
Diese Webcam zeigt schon sehr beeindruckend die Situation:
http://edersee-rehbach.it-wms.com/de/panoramakamera

Ich wünsche Dir trotzdem noch schöne Segeltage, evtl im Alternativrevier!

Gruß
Dirk

MERGER

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5

Montag, 17. Juli 2017, 19:47

Die Geschichte hat doch soooon Bart. Alle Jahre wieder, weil die Ederseesegler nicht bereit sind ihren Horizont über die eigene Pfütze hinaus zu erweitern.

Rufen wir uns doch mal in Erinnerung zurück. Die Edertalsperre wurde aus genau drei Gründen gebaut 1. Sicherstellung der Schfffahrt auf der Oberweser, 2. Stromerzeugung und 3. Hochwasserschutz. In dieser Reihenfolge, von Segelrevier ist da keine Rede. Andere touristische Zweige haben sich längts den Gegebenheiten angepasst. Das regelmäßig auftauchende "Ederseeatlantis" wird aktiv vermarktet, die Angler freuen sich weil die Fischkonzentration steigt, etc. nur die Segler jammern. Dabei wird das mit zunehmender Klimaerwärmung eher schlimmer als besser werden.

Mein Boot hat auch Waldeck als Heimathafen am Heck stehen,als Waldecker macht man das so. Es war aber nie am Edersee. Mir war von Anfang an irgendwie klar, dass man zum Segeln Wasser braucht. Anfangs war unser Boot am Ijsselmeer. 400km sind am Wochenende machbar, aber zu weit, dass dei Verwandtschaft mal eben zum Mitsegeln vorbeikommt. Ein unschätzbarer Vorteil. Wir haben die Zeit in NL sehr genossen und können nur müde lächeln, wenn die Ederseesegler mal wieder klagen und mit ihrem extrem anspruchsvollen Revier prahlen.

Denk einfach mal in Ruhe darüber nach.

Martin
Schau mal rein bei merger & friends und SY MERGER. Da findest du Tipps und Tricks rund ums Boot.

88markus88

Salzbuckel

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6

Montag, 17. Juli 2017, 21:48

@MERGER: Mit der Ansicht stehst du nicht allein da - die Abstimmung mit den Füssen findet schon seit Jahren statt. Dazu der Demographiefaktor, das sorgt für viele freie Plätze, und lange Gesichter bei den Gastwirten und Stegbetreibern in dieser strukturschwachen​ Region.

Es wäre übrigens mit gutem Willen und einer moderaten Änderung der Prioritäten ein Leichtes, bis zum Ende der Sommerferien​ für ausreichenden Wasserstand zu sorgen - über die Politik müssten die Regeln der WSV angepasst werden. Das wird aber nichts, solange die Leute dort so zahnlos agieren. Und wir Wassersportler sind ja ohnehin nicht zu einer schlagkräftigen Vertretung in der Lage (siehe Traditionsschiffahrt, Befahrensregelungen Wattenmeer, DSV). Da sollte man sich z.B. von den Mountainbiker​n eine Scheibe abschneiden​.

Ich habe schon sehr ernsthaft über einen Revierwechsel nachgedacht - die Alternativen​ sind einfach nicht praktikabel. Wir wohnen in Frankfurt, da sind Wochenenden am IJsselmeer​ einfach nicht drin. Freitagabend​ 5-6 Stunden auf der A3/A1 sind nicht meine Vorstellung von Freizeit. Die Ostsee ist noch weiter. Glücklicherweise ist der Ruhestand​ nicht mehr sehr weit weg, dann sind wir im Norden, allerdings mit einem grösseren Boot.

Und in 4 Wochen verbringen wir unseren Urlaub an der Ostsee - es geht also noch was. :)

Hanser

Salzbuckel

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7

Montag, 17. Juli 2017, 22:11

@88markus88: Mein Beileid. Ich habe auch lange meine Brötchen in Frankfurt verdient - und das Boot am Edersee liegen gehabt. Und das zu Zeiten, als die Staumauer saniert wurde ... Auch damals schon waren die Entscheider bezüglich Wasserstand recht arrogant. Wenn dann noch so'n neuer Dampfer zu Wasser gelassen wurde, war die Segel-Saison vorbei. Ich hatte übrigens einen (echten) Jeep und war vom Rehbacher Kran unabhängig. Aber in so einem kleinen Schlammloch macht das Segeln auch keine Freude mehr.

Dass Merger glaubt, von Frankfurt aus gäbe es fürs Wochenendsegeln ne echte Alternative am Ijsselmeer, ist bei dem Verkehr echt daneben. Gleiches gilt für den Bodensee. Laß dich also nicht ärgern!

Volker

88markus88

Salzbuckel

  • »88markus88« ist der Autor dieses Themas

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8

Montag, 17. Juli 2017, 22:19

@Hanser: Danke für den Zuspruch, den können wir hier wirklich gut gebrauchen​!
Aber nächstes Jahr geht es ja weiter ;)

Neptun 25

Salzbuckel

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9

Montag, 17. Juli 2017, 22:45

Hier in Unna haben wir gar nichts, Sorpe und Möhne sind meiner Meinung nach eher für Jollen und bis zum IM sinds 250Km über A2 und A3, kein wirkliches Vergnügen.

Alternative Hobbys sind nicht verkehrt,.....vor allem solche die in der Garage stehen und innerhalb von Minuten betriebsbereit sind.

Gruß
Willy
Neptun 25 KS in Gelb

10

Montag, 17. Juli 2017, 22:48

Als ehemaliger Waldecker und Edersee-Segler kann ich da nur beipflichten. Es ist wirklich schade, wenn man den See so leer erlebt. Ich war damals auch mit dem Schiff im Wasser als irgendwann mal Umbauten an der Sperrmauer gemacht wurden. Das war wirklich hart.

Auch wenn der See zur Speisung der Unterweser gedacht ist: Der Tourismusfaktor für die Region ist meiner Meinung nach wesentlich beachtlicher einzustufen als Schiffbarkeit der Weser und der Stromerzeugung. Viele Hotels, Ferienwohnungen, Restaurants, Arbeitsplätze, Gewerbesteuern usw. "hängen am See".

Offensichtlich wird diese Tatsache immer noch nicht von den Verantwortlichen erkannt.

Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass Freunde aus Niedersachsen am Edersee Urlaub gemacht haben. Sie hatten - natürlich - einen vollen See - gem. den Prospekten erwartet und sind bitter enttäuscht worden.

So kann man langfristig keinen Tourismusstandort sichern. Der wirklich läppische Schiffsverkehr auf der Unterweser steht in keinem Verhältnis zu den möglichen Entwicklungsaussichten einer gesamten Tourismusregion.

Der Edersee ist die Perle des Waldecker Landes und muss zukünftig mehr Wasser erhalten, wenn Arbeitsplätze und wirtschaftliche Entwicklung ein einem eher schwachen Landstrich eine Rolle spielen sollen.
Ein Mensch ohne Träume ist wie ein Schiff ohne Segel..

MERGER

Kapitän

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11

Dienstag, 18. Juli 2017, 05:09

Ich habe schon sehr ernsthaft über einen Revierwechsel nachgedacht - die Alternativen​ sind einfach nicht praktikabel. Wir wohnen in Frankfurt, da sind Wochenenden am IJsselmeer​ einfach nicht drin. Freitagabend​ 5-6 Stunden auf der A3/A1 sind nicht meine Vorstellung von Freizeit. Die Ostsee ist noch weiter. Glücklicherweise ist der Ruhestand​ nicht mehr sehr weit weg, dann sind wir im Norden, allerdings mit einem grösseren Boot.
Na gut, wir wohnen in Korbach. Der Edersee liegt da praktisch vor der Haustür. Schön für einen Fahrradausflug aber zum ernsthaften Segeln?

Ich selbst habe 1971 am Edersee auf einer Jolle die ersten Grundlagen gelernt. Aber mal ehrlich, wenn man erst einmal einigermaßen wenden und halsen kann, wird es doch langweilig. Es sei denn man Spaß an Jollenregatten.

Gerade wenn du in wenigen Jahren in Rente gehst, ist das IMHO ein Grund nicht zu trauern sondern aktiv was Neues anzugehen. Ein größeres Boot egal wo, will gut vorbereitet sein. Und fang damit nicht erst an, wenn du den Rentenbescheid hast. Bis du eines gefunden hast und es in dem Zustand ist, wie du dir das vorstellst, kann durchaus einige Jahre dauern. Das sind die besten Jahre deines Lebens. Finaziell abgesichert mit viel Freizeit und noch bei passabler Gesundheit. Dafür muss man dankbar sein und die Zeit nutzen. Ich kenne mehrere Leute, einschließlich meines jüngeren Bruders, der mit 63 kurz vor der Rente verstarb, denen das nicht vergönnt war.

Ich bin seinerzeit zum 1. Dez. in Rente gegangen, Anfang Mai des folgenden Jahres sind meine Frau und ich Richtung Süden losgezogen und haben es nie bereut. Seit dem gehen wir nur noch zweimal im Jahr segeln. Aber dann jeweils für 6-8 Wochen.

Wenn es dann in wenigen Jahren bei dir so weit ist, kann du den Standortvorteil Frankfurt ausspielen. Es gibt keinen Ort in Deutschland, der besser an die Welt an angebunden ist. Die paar jahre bis dahin gehen mit Vorbereitungen schnell vorbei.
@Hanser: Danke für den Zuspruch, den können wir hier wirklich gut gebrauchen​!
Aber nächstes Jahr geht es ja weiter ;)
Entschuldigung, ich habe nicht erkannt, dass du eigentlich gar keine Ideen für Alternativen suchst, sondern dir nur ein paar Streicheleinheiten abholen willst: Also dann: Ach du armer, so ein schöner See und dann kein Wasser- ne für soetwas bin ich der falsche Mann. Aber du kannst ja nächstes Jahr Ende Juni wieder kommen und übernächstes Jahr wieder. So ist das am Edersee. Hier findest du sicher immer jemand, der dich bedauert. Auch eine Lösung wenn Alternativen für dich nicht in Frage kommen.

Martin
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