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Rottweiler

Salzbuckel

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41

Dienstag, 23. August 2016, 23:42

Das hat mit Landes- oder See oder Aussengrenze nichts zu tun, sondern mit den von den Staaten selbst festgelegten Prozeduren. Den Italienern "Bürokratie" vorzuwerfen weil Sie Dich nicht ausklarieren wollen ist ebenso sinnvoll wie über Bürokratie zu lamentieren, wenn es Dir nicht gelingt ein Visa von einem visafreien Land zu beantragen. Das bürokratische Problem liegt in diesen Fällen jedenfalls nicht bei den dortigen Behörden oder derer dann möglicherweise angenommen Lustlosigkeit oder Faulheit.


Vielleicht solltest du dich mal infomieren. Mit Überschreitung der Seegrenzen verlässt du die EU und musst bei Rückkehr wieder einklarieren. SO ist die Regel.

Zitat

Klar, Non-Stop Italien - Türkei ist technisch kein Problem. Allerdings musst Du als Sportboot in Griechenland einklarieren, sobald Du in dessen Hoheitsgewässer fährst. Das jemand von Italien kommend extra die südliche 12-Meilen-Zone Kretas umschifft erscheint mir doch recht konstruiert.


Das ist nicht richtig, einklarieren musst Du, wenn du die innere Seegrenze passierst, ansonsten hast du das Recht auf die friedliche Durchfahrt. Kann man alles nachlesen. Solltest du vielleicht mal machen.
Liebe Grüße, Walter

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Rottweiler

Salzbuckel

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42

Dienstag, 23. August 2016, 23:47

Die slowenischen Grenzbehörden weigern sich bei Sportbooten inzwischen übrigens auch Formalitäten für den Grenzverkehr mit Italien an der Seegrenze zu erledigen. Hier weiss ich nicht, ob es eine neue offizielle Regelung gibt, ist eine praktische Erfahrung verschiedener Skipper, auch von mir im letzten Mai.


Wenn Du von Italien nach Slowenien fährst, verlässt Du uU auch nicht die EU-Aussengrenze und befindest dich nach wie vor im Schengen-Raum
Liebe Grüße, Walter

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Winterfalke

Salzbuckel

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43

Mittwoch, 24. August 2016, 08:48

Was heisst schon "aktuell"..., was heisst schon "handhabt"... Ich kenne einen Skipper (Flaggenstaat Schengen) der vorletztes Jahr Strafe zahlen musste, weil er aus der 12 Meilenzone Kroatiens raus und danach wieder reingefahren ist. Ich kenne einen Skipper, der bei der Rückkehr nach Kroatien Strafe zahlen musste, weil er das letzte Mal davor beim Verlassen Kroatiens nicht ausklariert hatte. Ich kenne einen Skipper, der schon lange in der Adria herumfährt ohne irgendwo ein bzw. auszuklarieren und noch nie kontrollliert wurde.

@Winterfalke: Finde ich schon befremdlich, dass Du mir für obigen Beitrag 2 Minuspunkte gibst mit der Begründung: "Das ist gar nicht hilfreich". Insbesondere wenn man mal nachliest wie hilfreich Dein Beitrag in diesem Strang wohl ist...

Minuspunkte? Ich? Wie kann ich denn Minuspunkte vergeben?
@Mod: Kann mich mal einer per pn aufklären? Danke!

Weil du auf 'Bewerten' gedruckt hast, um eine Kommentar abzugeben, statt auf 'Antworten'. Beim Bewerten gibt es auch immer Punkte, negative solche für negative Bewertungen 'Finde den Beitrag nicht gut'.

Gruss, Michael

Komisch... :kopfkratz: Ich bin mir da eigentlich keiner Schuld bewusst. Meine Tochter liest ab und zu im Forum, wenn ich eingeloggt bin, aber sie klickt normalerweise nicht wild herum. Da bin ich jetzt untröstlich. Kann man das wieder rückgängig machen?
Mario Falko

Glück ist kein Ziel, sondern eine Reise.
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Schebun

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44

Mittwoch, 24. August 2016, 09:26

Komisch... :kopfkratz: Ich bin mir da eigentlich keiner Schuld bewusst. Meine Tochter liest ab und zu im Forum, wenn ich eingeloggt bin, aber sie klickt normalerweise nicht wild herum. Da bin ich jetzt untröstlich. Kann man das wieder rückgängig machen?


Du kannst auf den entsprechenden Beitrag gehen und die Bewertung löschen. Dann verschwinden auch die Punkte. :)

Am schnellsten findest Du den vermutlich in Deinem Profil unter "vergebene Bewertungen". :)
Seekrankheit: Zuerst befürchtet man sterben zu müssen, danach, dass es noch lange dauert bis es endlich soweit ist.

wassergenug

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45

Mittwoch, 24. August 2016, 09:27

Was heisst schon "aktuell"..., was heisst schon "handhabt"... Ich kenne einen Skipper (Flaggenstaat Schengen) der vorletztes Jahr Strafe zahlen musste, weil er aus der 12 Meilenzone Kroatiens raus und danach wieder reingefahren ist. Ich kenne einen Skipper, der bei der Rückkehr nach Kroatien Strafe zahlen musste, weil er das letzte Mal davor beim Verlassen Kroatiens nicht ausklariert hatte. Ich kenne einen Skipper, der schon lange in der Adria herumfährt ohne irgendwo ein bzw. auszuklarieren und noch nie kontrollliert wurde.

@Winterfalke: Finde ich schon befremdlich, dass Du mir für obigen Beitrag 2 Minuspunkte gibst mit der Begründung: "Das ist gar nicht hilfreich". Insbesondere wenn man mal nachliest wie hilfreich Dein Beitrag in diesem Strang wohl ist...

Minuspunkte? Ich? Wie kann ich denn Minuspunkte vergeben?
@Mod: Kann mich mal einer per pn aufklären? Danke!

Weil du auf 'Bewerten' gedruckt hast, um eine Kommentar abzugeben, statt auf 'Antworten'. Beim Bewerten gibt es auch immer Punkte, negative solche für negative Bewertungen 'Finde den Beitrag nicht gut'.

Gruss, Michael

Komisch... :kopfkratz: Ich bin mir da eigentlich keiner Schuld bewusst. Meine Tochter liest ab und zu im Forum, wenn ich eingeloggt bin, aber sie klickt normalerweise nicht wild herum. Da bin ich jetzt untröstlich. Kann man das wieder rückgängig machen?

Ja, kann man.

Du gehst auf Post 28 von @Ulstue: und zwar im Browser, nicht Tapatalk. Dort siehst du unten rechts das Feld Bewerten. Wenn du darauf klickst (dauert ein Moment) siehst du zwei Einträge - ein von mir, kommentarlos, aber positiv, grün, und ein von dir, mit Kommentar, negativ und rot. Den zweiten solltest du ändern, respektive löschen können.

Der Kommentar kommt nicht durch 'wild herum klicken zu Stande' - da ist Text drin... Ohne Text wäre es möglich, aber nicht mit Text.

Edit: weil der Kommentar von dir ist, siehst du nicht 'Bewerten', sondern eine Zahl, links von 'Melden'.

Gruss, Michael
Bekennende flaue Flunder :-)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »wassergenug« (24. August 2016, 09:42)


unregistriert

46

Mittwoch, 24. August 2016, 12:00

Die slowenischen Grenzbehörden weigern sich bei Sportbooten inzwischen übrigens auch Formalitäten für den Grenzverkehr mit Italien an der Seegrenze zu erledigen. Hier weiss ich nicht, ob es eine neue offizielle Regelung gibt, ist eine praktische Erfahrung verschiedener Skipper, auch von mir im letzten Mai.


Wenn Du von Italien nach Slowenien fährst, verlässt Du uU auch nicht die EU-Aussengrenze und befindest dich nach wie vor im Schengen-Raum


Einen Beitrag vorher wusstest Du noch, dass eine Seegrenze immer eine Aussengrenze ist... Du wirst auch dann nicht behördlich "verarbeitet", wenn Du aus internationalen Gewässern kommst, das ist egal. Du musst nur zuletzt in Italien gewesen sein.

Das Recht der freien Durchfahrt gilt für die Grossschiffahrt, nicht für Sportboote. Insbesondere als Kroatienfahrer solltest Du wissen, dass für Sportboote in den Meisten Ländern die 12 Meilenzone gilt - nach Einfahrt in das Hoheitsgebiet ist einzuklarieren, vor Verlassen ist auszuklarieren. Siehe auch die Beiträge weiter oben mit entsprechenden Strafzahlungen.

Es bleibt dabei: Bürokratisch kompliziert ist es in Kroatien über das Mass hinaus, in Italien nur wenn man selbst Probleme macht, das hat wohl jeder mitbekommen jetzt. Ich kann mir lebhaft vorstellen wie es abläuft wenn ein deutscher "Alles-Korrekt-Macher" in vor den Italienischen Beamten steht und darauf besteht auszuklarieren. Und anschliessend über die faulen italienischen Beamten lamentiert, die man erst dazu drängen muss diesen selbstverständlichen Vorgang zu bearbeiten. Erinnert mich an "Man spricht deutsh".

Edit:
Nicht das es falsch verstanden wird, wer in Italien ausklarieren MUSS, der kann das unkompliziert, ich mache das regelmässig. Liegeplatz egal, zu Fuss hingehen an EINEN Ort, Dokumente abgeben, warten, gestempelt wiederbekommen, fertig.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ulstue« (24. August 2016, 12:34)


gdb

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47

Mittwoch, 24. August 2016, 12:50

Zitat

Das Recht der freien Durchfahrt gilt für die Grossschiffahrt, nicht für Sportboote.
Eine interessante These. Kannst Du die belegen?

Tatsächlich steht genau das (ohne Beleg) in der deutschen Wikipedia drin.

Ich hab das entsprechende Abkommen mal rausgesucht: siehe hier

Dort ist explizit (Abschnitt 3, Unterabschnitt A, Artikel 17) von allen Schiffen die Rede.
Und alle mir bekannten Ärgernisse in Kroatien sind mit Hafenaufenthalten verbunden gewesen.

lg
Gerhard

unregistriert

48

Mittwoch, 24. August 2016, 13:47

Nein, kann ich nicht auf die Schnelle. *Edit: Mal angenommen, die freie Durchfahrt würde für Yachten gelten: Es ist sowieso nicht möglich von Italien "durch" Griechenland in die Türkei zu fahren, ohne durch "Innere" Gewässer Griechenlands zu fahren, für die es sowieso keine freie Durchfahrt gibt, oder?, insofern...*

Allerdings wirst Du in der Regel in Informationsblättern z.B. zur Einreise über See lesen können, dass eine Yacht nach Einlaufen in die Hoheitsgewässer unverzüglich den nächsten Port of Entry anzulaufen hat oder ähnliches, und die Hoheitsgewässer nach dem Ausklarieren unverzüglich und auf direktem Wege verlassen muss.

Bleiben wir bei unserem "Fall":

Nach dem Ausklarieren sind die Hoheitsgewässer generell auf direktem Wege zu verlassen. Wer als EU-Boot in Italien ausklarieren möchte um in die Türkei zu fahren, der klariert nicht aus Italien aus, sondern aus der EU. Er hat die Gewässer der EU-Mitgliedsstaaten dann unverzüglich und auf direktem Wege zu verlassen, und nicht noch durch Griechenland zu fahren. Es sei denn, er klariert dort wieder ein. Dann hätte er die italienischen Beamten aber nicht mit seinen überflüssigen bürokratischen Ambitionen nerven brauchen. Insbesondere wenn vorher behauptet wird überall Ein-und Auszuklarieren und die Regeln zu beachten ist doch beachtlich, dass in Italien, wo es offiziell nicht vorgesehen ist, auf der Grenzformalität bestanden wird - in Griechenland dann, wo die Formalitäten definitiv vorgesehen sind, dann plötzlich nicht.

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Ulstue« (24. August 2016, 14:09)


Squirrel

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49

Mittwoch, 24. August 2016, 15:12

Lest bitte bezüglich der Bewertungen im Hilfesystem nach.

Das Bewertungssystem ist dafür gedacht, dass Ihr Euch gegenseitig Lob oder eben auch Missfallen mitteilen könnt, ohne dass dies hier zum Gegenstand der Diskussion wird und die Antworten anderer Teilnehmer beeinflusst.

Jede Bewertung kommt mit einer gewissen Zahl Punkte, die der Bewertende nicht beeinflussen kann, sondern die sich aus seiner bisherigen Teilnahme hier automatisch ergibt. Wir haben das System so konfiguriert, dass negative Bewertungen erheblich weniger Gewicht haben als positive. Aus funktionalen Gründen haben wir die negativen Bewertungen aber nicht auf Null gesetzt.

Wer sich ungerecht bewertet fühlt, der findet neben jeder Berwertung auch einen Button, über den er uns die Bewertung melden kann. Einen Grund, sich hier öffentlich aufzuregen gibt es nicht. Bitte verwendet das System nicht, um irgendwelche Fehden zu führen, so ist das nicht gemeint. Wir können es einzelnen Teilnehmern bei Missbrauch auch abklemmen. Das System verfügt auch über verschiedene eingebaute Hürden, um solchen Missbrauch zu erschweren - wie steht in der Hilfe.

Und jetzt bitte weiter im Thema.
There's nothing - absolutely nothing - half so much worth doing as simply messing about in boats.

gdb

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50

Mittwoch, 24. August 2016, 15:43

Wie ich bereits weiter oben gesagt habe gibt es einen (gewaltigen) Unterschied zwischen geschriebenem Recht und gelebter Praxis.

Wenn Du die nationalen Gewässer verlässt (nach Seerecht, nicht nach evtl. nationalen Rechtsnormen) verlässt Du auch den Hoheitsbereich eines Landes --> Ausreise, also alle damit verbundenen nationalen Formalitäten; was immer das im jeweiligen Land bedeutet. Das selbe gilt umgekehrt bei der Einreise.

Im Rahmen des Schengen-Abkommens haben die betroffenen Länder darauf verzichtet, Grenzkontrollen beim direkten(!) Übergang von A nach B durchzuführen (Ausnahmen sind gegeben, z.B. bei Fussballspielen, ... --> hier nicht das Thema).
Direkt von Italien nach Griechenland ohne internationale Gewässer geht nicht. Also hängt es von den nationalen Gesetzen ab, was legal ist und von der Umsetzung, was toleriert wird.

BTW, ein paar interessante Details: Wenn Du mit der Fähre von Ankona nach Korfu fährst --> Keine Grenzkontrollen.
Machst Du das gleiche mit dem Segelboot --> einklarieren, immerhin musst Du in Griechenland das Permit bezahlen :-)

Letztes Jahr in Griechenland hatte ich im Permit keinen Einreisestempel. In jeder grossen Marina wurde das von der Küstenwache kontrolliert; ja, auch ohne Grenzübertritt!
Jedesmal hat's blöde Nachfrage deswegen gegeben.
Ich hab dann immer mit dem Kaufvertrag (auch von der Küstenwache beglaubigt) antanzen müssen um zu beweisen, dass ich das Boot im Land gekauft habe und daher gar nicht damit einreisen konnte.

Mal ein paar andere Beispiele:

Es gibt in der Ostsee zwei generelle Möglichkeiten, von Dänemark nach Deutschland zu kommen.
Entweder via Jütland, Flensburg und dann weiter --> EU-Binnengrenze
Oder direkt rüber --> Durch internationale Gewässer.
Angeblich ist der deutsche Zoll ganz wild auf Segler, die den zweiten Weg wählen, weil Du dann zollrechtlich einklarieren musst.
Ich hab aber noch nie gehört, dass dort auch fremdenpolizeilich einzuklarieren wäre.
Also offensichtlich zwei völlig unterschiedliche Massstäbe für sehr ähnliche Sachverhalte.
(Hinweis: Ostsee ist nicht mein Revier, alles nur nach Internet-Geschichten)

In Italien (mühsam recherchiert mit google translate auf den Seiten der Guardia Costeria) ist vor zwei,drei Jahren mal ein Däne (Sportschifffahrt) oder so was mit mangelhaftem Sicherheitsequipment aufgegriffen worden. Und zwar auf dem Wasser.
Er hat sich auf "freie Passage" berufen und die CG konte ihm nicht nachweisen, dass er einen italienischen Hafen angelafuen hatte. Der Däne ist damit durchgekommen! Die GC hat seit dem eine eigene Anweisung, wie mit solchen Fällen umzugehen ist. Nachzulesen auf deren Webseite, "Rechtsgrundlagen zur Sportschifffahrt" (bzw. das italienische Äquivalent, Webseite ist leider nur italienisch).


lg
Gerhard

Rottweiler

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51

Mittwoch, 24. August 2016, 17:00

Danke, mancher wills halt nicht verstehen.
Liebe Grüße, Walter

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Schebun

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52

Donnerstag, 25. August 2016, 08:41

Wie ich bereits weiter oben gesagt habe gibt es einen (gewaltigen) Unterschied zwischen geschriebenem Recht und gelebter Praxis.

Im Rahmen des Schengen-Abkommens haben die betroffenen Länder darauf verzichtet, Grenzkontrollen beim direkten(!) Übergang von A nach B durchzuführen (Ausnahmen sind gegeben, z.B. bei Fussballspielen, ... --> hier nicht das Thema).
Direkt von Italien nach Griechenland ohne internationale Gewässer geht nicht. Also hängt es von den nationalen Gesetzen ab, was legal ist und von der Umsetzung, was toleriert wird.

BTW, ein paar interessante Details: Wenn Du mit der Fähre von Ankona nach Korfu fährst --> Keine Grenzkontrollen.
Machst Du das gleiche mit dem Segelboot --> einklarieren, immerhin musst Du in Griechenland das Permit bezahlen :-)


Ich hab dann immer mit dem Kaufvertrag (auch von der Küstenwache beglaubigt) antanzen müssen um zu beweisen, dass ich das Boot im Land gekauft habe und daher gar nicht damit einreisen konnte.

Mal ein paar andere Beispiele:

Es gibt in der Ostsee zwei generelle Möglichkeiten, von Dänemark nach Deutschland zu kommen.
Entweder via Jütland, Flensburg und dann weiter --> EU-Binnengrenze
Oder direkt rüber --> Durch internationale Gewässer.
Angeblich ist der deutsche Zoll ganz wild auf Segler, die den zweiten Weg wählen, weil Du dann zollrechtlich einklarieren musst.
Ich hab aber noch nie gehört, dass dort auch fremdenpolizeilich einzuklarieren wäre.
Also offensichtlich zwei völlig unterschiedliche Massstäbe für sehr ähnliche Sachverhalte.
(Hinweis: Ostsee ist nicht mein Revier, alles nur nach Internet-Geschichten)


lg
Gerhard



Sorry, aber das ist falsch. wirklich.


"Für Reisen zwischen den Mitgliedstaaten, die das Schengenrecht voll anwenden, wird die Ein- und Ausreise wie Binnenverkehr bewertet, d.h. es können bei Reisen von und in diese Länder alle Häfen angelaufen werden. Der bisherige Reiseweg über die zugelassenen Grenzübergangsstellen sowie die Ein- und Ausreisekontrollen entfallen. Eine Grenzerlaubnis für diese Reisen ist nicht mehr erforderlich."


Zitat: FAQ der Bundespolizei, Seite 2 "Benötigt man für Reise über die Seegrenzen/12 Meilen Zone (Schengen-Außengrenze) Deutschlands hinweg in Länder die das Schengenrecht voll anwenden, eine Grenzerlaubnis?"

Die Küstenwache beglaubigt Kaufverträge? Welche? Unsere?
Seekrankheit: Zuerst befürchtet man sterben zu müssen, danach, dass es noch lange dauert bis es endlich soweit ist.

gdb

Proviantmeister

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53

Donnerstag, 25. August 2016, 10:05

Zitat

Die Küstenwache beglaubigt Kaufverträge? Welche? Unsere?
Nein, die griechische. Andernsfalls bekommst Du eine Yacht nicht aus dem griechischen Register gelöscht.
Und dann bleibt sie aus griechischer Sicht Eigentum des Voreigentümers. Ist ungefähr so wie mit dem deutschen Grundbuch. Nix Grundbuch --> nix Eigentum.

Bezüglich der zitierten FAQs: Die Frage fragt ausdrücklich nach den Seeaussengrenzen Deutschlands. Damit geht es um deutsches Recht.
Die Antwort umfasst den gesamten Schengenraum. Da bin ich der Meinung, dass dort eine missverständliche Formulierung vorliegt.

Aus Erfahrung kann ich Dir sagen, dass Du in Griechenland einklarieren musst, zumindest um die örtlichen Gebühren abzudrücken. Das hat dann aber wenig mit Schengen zu tun.
Bei der Gelegenheit werden dann aber Pässe gleich mal mit kontrolliert.

Ich versuche die ganze Zeit, irgendwas zu finden, was ich verstehe und was von der EU kommt zu dem Thema. Finde aber nix. Damit fällt es mir schwer, meine Meinung auch zu belegen.

Es bleibt damit wohl bei "let's agree that we disagree".

lg
Gerhard

unregistriert

54

Donnerstag, 25. August 2016, 10:27

Es gelten eben letztlich die nationalen Verordnungen und Umsetzungen, über die man sich je nach Informationsangebot mehr oder weniger gut informieren kann, vor allem wenn man die Landessprache nicht beherrscht. So ist in Griechenland einzuklarieren (sowie auch in Kroatien), in Italien, Slowenien und Deutschland u.a. eben nicht, allerdings wird das in der Praxis unterschiedliche gehandhabt ob man ein EU-Boot, ein Schengen Boot, oder beides ist. Für Nichts davon ist eh klar.

Schebun

Steuer-Mann

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55

Donnerstag, 25. August 2016, 12:33

Zitat

Die Küstenwache beglaubigt Kaufverträge? Welche? Unsere?
Nein, die griechische. Andernsfalls bekommst Du eine Yacht nicht aus dem griechischen Register gelöscht.
Und dann bleibt sie aus griechischer Sicht Eigentum des Voreigentümers. Ist ungefähr so wie mit dem deutschen Grundbuch. Nix Grundbuch --> nix Eigentum.

Bezüglich der zitierten FAQs: Die Frage fragt ausdrücklich nach den Seeaussengrenzen Deutschlands. Damit geht es um deutsches Recht.
Die Antwort umfasst den gesamten Schengenraum. Da bin ich der Meinung, dass dort eine missverständliche Formulierung vorliegt.

Aus Erfahrung kann ich Dir sagen, dass Du in Griechenland einklarieren musst, zumindest um die örtlichen Gebühren abzudrücken. Das hat dann aber wenig mit Schengen zu tun.
Bei der Gelegenheit werden dann aber Pässe gleich mal mit kontrolliert.

Ich versuche die ganze Zeit, irgendwas zu finden, was ich verstehe und was von der EU kommt zu dem Thema. Finde aber nix. Damit fällt es mir schwer, meine Meinung auch zu belegen.

Es bleibt damit wohl bei "let's agree that we disagree".

lg
Gerhard


Über Griechische Register kann ich nichts sagen und erst recht nicht darüber wer dort Eintragungen vornehmen kann.

Bezüglich Deiner Ansicht, dass es sich um eine missverständliche Formulierung handle zwei Anmerkungen:

Wie soll ein solches Abkommen funktionieren, wenn doch alle ein eigenes Süppchen kochen? Für alle Schengenstaaten muss das gleiche Recht gelten. Das wird in Kroatien auch so sein, wenn sie denn "Vollmitglied" im Schengenraum sind.

"Bürger der Schengen-Staaten (siehe unten) können die Schengen- Binnengrenzen ohne Personenkontrollen überschreiten. Die einzelnen Staaten können bei Gefährdung der öffentlichen Ordnung oder der nationalen Sicherheit jedoch weiterhin für einen begrenzten Zeitraum Kontrollen an den Binngengrenzen durchführen. Für mögliche Kontrollen sollten daher auch Staatsangehörige der Schengen-Staaten einen gültigen Reisepass oder Personalausweis mitführen. Die Pflicht für deutsche Staatsangehörige, beim Verlassen des Bundesgebiets und der Einreise nach Deutschland einen gültigen Pass oder Passersatz (z.B. Personalausweis) mitzuführen, besteht trotz des Abkommens weiterhin."

Zitat: Auswärtiges Amt "Schengener Übereinkommen", Regelungsgegenstände lfd. Ziffer 1.

Bezüglich der Grenzkontrollen hilft ein Blick in Anhang VI des Schengener Grenzkodex

"ANHANG VI

Sonderbestimmungen für die unterschiedlichen Grenzarten und die für das Überschreiten der Außengrenzen der Mitgliedstaaten genutzten unterschiedlichen Fortbewegungsmittel

...
Vergnügungsschifffahrt

3.2.5. Abweichend von den Artikeln 4 und 7 werden Personen an Bord von Vergnügungsschiffen, die einen in einem Mitgliedstaat gelegenen Hafen anlaufen oder aus einem solchen Hafen kommen, keinen Grenzübertrittskontrollen unterzogen und können in einen Hafen, der keine Grenzübergangsstelle ist, einreisen.
..."

Das gilt für alle, sogar für Griechenland.

Ich hab absolut kein Problem damit, wenn jemand anderer Meinung ist. Du darfst auch gerne anderer Meinung bleiben, aber Die Bundespolizei, das Auswärtige Amt und das Europäische Parlement und der Rat teilen meine, daher bleib ich dabei. :)
Seekrankheit: Zuerst befürchtet man sterben zu müssen, danach, dass es noch lange dauert bis es endlich soweit ist.

unregistriert

56

Donnerstag, 25. August 2016, 13:40

So einfach ist es leider nicht, da Seegrenzen den Binnengrenzen, um die es in Deinen Links geht, nicht automatisch gleichgestellt sind. Insbesondere für Griechenland gilt, dass es (von den Luftgrenzen abgesehen) keine Binnengrenze zum EU- oder Schengenraum gibt.

Edit: Vielen Dank für die Links - wenn man das wörtlich nimmt was da steht, (Für die Vergnügungsschifffahrt von Hafen im Mitgliedsland zu Hafen in anderem Mitgliedsland auch über Aussengrenzen hinweg kein Anlaufen einer dafür vorgesehenen Grenzstelle/ Grenzhafens nötig. Aber Kontrollen möglich) hast Du recht. Nur: wer opfert sich und findet heraus ob die griechischen Behörden bereit sind sich daran zu halten?

Jedenfalls werde ich mir nun auch mit meinem schweizer Boot = Schengen das Ein- und Ausklarieren in Italien sparen, auch wenn die Behörden dort das immer bereitwillig, freundlich und schnell abgewickelt haben - und mich nie darauf hingewiesen haben, dass das nicht mehr nötig wäre. Dein Beitrag war so für mich wirklich sehr hilfreich!

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Ulstue« (25. August 2016, 14:03)


57

Freitag, 26. August 2016, 01:48

Als Kroatien noch nicht in der EU war, waren wir da unten mal Segeln.
Unser Skipper war ziemlich erfahren und revierkundig.
Wir liefen am frühen Abend in die Republik Hrska ein und dort in einem Hafen, dessen Namen ich mich nicht mehr entsinne.
Einklarieren mussten wir noch, wir kamen von Slovenien.
Frech steuerte der Skipper die Zollpier an, was damals nur geduldet wurde, wenn man einklarierte.
Dafür waren wir aber eigentlich zu spät. Zehn Minuten vor Dienstschluß geht mal gar nicht.
Der Skipper schärfte uns ein keinesfalls auch nur eine Zehenspitze an Land zu setzen,
nahm zwei Flaschen Augustiner Bier marschierte gemütlich zum Zollhäuschen und stellte die dort vor der Tür hübsch dezent in die Ecke gedrückt ab
und kam zurück auf's Schiff.
Einen Liter Augustiner bei begrenzten Vorräten sinnlos wegzukippen und fröhlich pfeiffend zurück auf's Schiff einer Münchner Besatzung zu gehen, ist tapfer.
Sehr tapfer.

Kaum zwei Minuten zurück, waren die Bierflaschen, denen wir sehnend hinterher blickten, weg,
und ein Zöllner winkte unseren Skipper zu sich.
Der hatte schon die Crewmappe untern Arm, und kam keine zehn Minuten später und alle Formalien erledigt, zurück.
Wir durften sogar über Nacht an der Zollpier liegen bleiben, was normal auch nicht geduldet wird.
Kroatien ist schön.

Und wenn man sich an die Formalitäten hält, gibt es auch keine Probleme.
Einzig eine Augustiner Dependance fehlt.

Mit deutscher Gründlichkeit eine Formalitäten- TÜV- Prüfung durchführen zu wollen,
ist im Mittelmeer vielleicht nicht die allerbeste Idee.

58

Freitag, 3. November 2017, 01:47

Keinesfalls das Gewässer verlassen ohne auszuklarieren, da stehen sehr hohe Strafen drauf... außerdem ist in der Regel das in Kroatien gecharterte Schiff nicht für internationale Gewässer versichert --- kostet extra oder geht gar nicht. D.h. du haftest alleine mit der Crew alle mit ihrem kompletten Privatvermögen.... Wenn was ist, zahlt keine Versicherung....
ausklariern macht keine Sinn, weil du auf Palgrza nicht einklarieren kannst...

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