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Sehbeer

Klabauter

  • »Sehbeer« ist der Autor dieses Themas

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1

Donnerstag, 20. April 2017, 10:56

Schweres Unglück: Bora treibt Bavaria 40 “Dipiù” auf die Mole von Rimini – vier Opfer

liebe Grüße

Mattze :Kaleun_Sleep:

Kassebat

Salzbuckel

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2

Donnerstag, 20. April 2017, 11:49

Bad News
Handbreit
Torsten
__________________________________________________________________________________________
Winston Churchill wurde zu seiner Goldenen Hochzeit gefragt, ob er je an Scheidung gedacht hätte.
Antwort: An Scheidung nicht, aber öfter an Mord !

3

Donnerstag, 20. April 2017, 12:34

die Nachrichten berichteten hier (RAI 1) ausführlich davon

trauriges Törnende
ciao

Andreas

zooom

Admiral

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4

Donnerstag, 20. April 2017, 12:40

PUH, das ist wirklich eine schlimme Nachricht. Sieht so aus, als seien sehr erfahrene Segler an Bord gewesen und so eine Bavaria 50 ist ja nun keine Nußschale. Tragisch und sehr traurig.
Natürlich kommen sofort die Gedanken hoch: Was hättest Du gemacht, wenn? Hätte es irgend eine Chance gegeben?
Den Überlebenden und Angehörigen mein Mitgefühl.
Gruß Thomas von ZOOOM

Neulich hab ich nen IQ Test machen lassen, war Gott Sei Dank negativ.

Spi40

Salzbuckel

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5

Donnerstag, 20. April 2017, 12:43

Schlimmes Ende für den Törn.
Beileid den Hinterbliebenen und hoffentlich baldige Genesung für die 2 Geretteten.

Leider.....Segeln ist nicht nur Spaß!!!
Gruß Torsten

kis
keep it simple

6

Donnerstag, 20. April 2017, 13:34

Tragisch, wenn ich die Bilder richtig interpretiere fehlte der Crew ganze 50-100m um den Molenkopf zu runden und hinter die Abdeckung zu kommen, so sind sie breitkant auf die Mole geknallt, null Chance bei 40kn Wind und 4m Welle
Gruß aus Mittelfranken
Peter

7

Donnerstag, 20. April 2017, 15:00

Was könnte man in so einer Situation tun?

- wenn man mit Motor in solchen Bedingungen zurückfährt, passendes Segel bereithalten, falls Motor ausfällt
- Anker bereithalten und auswerfen (nützt das in 40 kn Wind und 4 m Welle? Keine Ahnung)
- ?? wenn man gar nichts mehr machen kann, in Kabine runter gehen, gut anbinden und warten. Evtl. ist dies sicherer als an Deck warten und rausgeschleudert zu werden? Soweit ich Bilder gesehen habe ist der Rumpf ist oft noch ganz bei solchen Unfällen
- noch mehr Respekt vor solchen Wind-/Wellenbedingungen und evtl. draussen warten
- auf Warnung hören, bzw. ernster nehmen

Schrecklich, so ein Unfall.

8

Donnerstag, 20. April 2017, 15:08

Was ich nicht verstehe: Die sind in Ravenna losgefahren. Also ein kleines Stück oberhalb. Da war die Wetterwarnung doch schon draussen?

Auf jeden Fall habe ich einen Mordsrespekt vor der Bora.
Das hat jetzt nichts mit dem verunglückten Boot zu tun, aber fällt mir in dem Zusammenhang ein:
Ich es auch nicht in Ordnung, dass im April "Regatten" in der Adria mit Charterbooten ausgetragen werden.
Zwar sind dort auch erfahrene Segler dabei.
Aber letztlich finde ich das Risiko zu hoch und manche wissen gar nicht auf was sie sich einlassen. Boragefahr höher/stärker. Charterboote>erste Fahrt der Saison ala Testpilot und dann sofort offene Strecken mit Leistungsgedanken aufs Wasser raus.
Gerade letzte Woche waren 30 Bavarias mit gemischten Crews 4 Tage am Stück unterwegs. Die hatten Glück eine Woche früher zu fahren.
Und wie man sieht sind die Naturkräfte einfach gewaltig. Ein Schock. Eine falsche Entscheidung (falls in der Situation überhaupt eine "Richtige" möglich wäre...) und Exitus.

Schrecklich. Auf jeden Fall sollte man bedenken, dass dies letzlich ein Hobby ist und was man bereit ist zu riskieren.
Wetter heute: http://prognoza.hr/prognoze_e.php?id=jadran_n // Gestern (und ich glaube vorgestern) war auch schon eine Sturmwarnung draussen.
»Riggse« hat folgende Datei angehängt:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Riggse« (20. April 2017, 15:42)


9

Donnerstag, 20. April 2017, 16:02

Das ist wirklich eine traurige Geschichte!

Ich finde obige "Angst" vor der Bora so allgemein und auf offenen Strecken im besonderen etwas übertrieben - auch wenn Segler sich bei Boralage meiner Meinung nach nicht gerade vor dem Velebit aufhalten sollten.

Allerdings kann es vor Rimini doch wohl kaum die Bora sein. Gewitter und Starkwind gibt es in der Gegend schon seit Ostersonntag. Solche Windstärken und Wellenhöhen sind auch ohne Bora dort nichts total aussergewöhnliches. Von Wind und Seegang her ist das im Grunde nichts, was eine geübte Crew und ein solches Boot vor Probleme stellt, auch wenn es nicht gerade ein Genuss ist.

Wenn der Motor in der dümmsten Situation ausfällt kann man manchmal einfach nichts machen. Schuldzuweisungen und Vermutungen zu Fehlverhalten ohne nähere Kenntnisse empfinde ich als despektierlich den Opfern und Angehörigen gegenüber.
Gruss, Uli

zooom

Admiral

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10

Donnerstag, 20. April 2017, 16:08

Was könnte man in so einer Situation tun?

- wenn man mit Motor in solchen Bedingungen zurückfährt, passendes Segel bereithalten, falls Motor ausfällt
- Anker bereithalten und auswerfen (nützt das in 40 kn Wind und 4 m Welle? Keine Ahnung)
- ?? wenn man gar nichts mehr machen kann, in Kabine runter gehen, gut anbinden und warten. Evtl. ist dies sicherer als an Deck warten und rausgeschleudert zu werden? Soweit ich Bilder gesehen habe ist der Rumpf ist oft noch ganz bei solchen Unfällen
- noch mehr Respekt vor solchen Wind-/Wellenbedingungen und evtl. draussen warten
- auf Warnung hören, bzw. ernster nehmen

Schrecklich, so ein Unfall.



Die Gedanken kamen mir auch, aber so genau ist die Beschreibung des Unfallhergangs nicht um einschätzen zu können, was noch möglich gewesen wäre. Bei der Welle aufs Vorschiff, den Anker freimachen, ausrauschen lassen, wieder zurück? Wir wissen es nicht, das klingt für mich so, als hätte die Crew der Schaden in einer Situation ereilt, wo alle Möglichkeiten schnell ausgelotet und / oder vorbei waren. So wie der Lastwagen, der auf der falschen Spur entgegenkommt.

Zitat @Ulstue: "Wenn der Motor in der dümmsten Situation ausfällt kann man manchmal einfach nichts machen. Schuldzuweisungen und Vermutungen zu Fehlverhalten ohne nähere Kenntnisse empfinde ich als despektierlich den Opfern und Angehörigen gegenüber."

Das hat hier bislang aber auch niemand getan.
Gruß Thomas von ZOOOM

Neulich hab ich nen IQ Test machen lassen, war Gott Sei Dank negativ.

11

Donnerstag, 20. April 2017, 16:20

@zooom: Ich denke schon, dass die Frage danach, warum bei "solchem" Wetter überhaupt rausgefahren wird plus Beschreibung der generell potentiell tödlichen Gefahr durch Bora(!) als Schuldzuweisung und Vermutung zu Fehlverhalten verstanden werden muss.

Damit genug von mir zu diesem Punkt.
Gruss, Uli

12

Donnerstag, 20. April 2017, 16:21

@Ulstue: Das sind keine Schuldzuweisungen, sondern Überlegungen. Letzlich kann man aus so etwas nur lernen. Die italienischen Angehörigen werden hier wohl kaum mitlesen. Das zum Notfall dann immer noch ein I-tüpfelchen fehlt, das vorher evtl. nicht zu ahnen war. Ja. Daher sage ich auch nicht, dass irgendwer eine Schuld gehabt hätte. Aber ich wage zu fragen, warum man manches mal mehr riskiert als evtl. nötig bei der heutigen Informationslage bzgl. des Wetters.
Nichtsdesdotrotz hast Du in gewisser Weise nicht völlig Unrecht. Ich habe auch kurz überlegt ob ich das so schreiben soll.

Dennoch hatte ich in den letzten Tagen das Wetter dort beobachtet. Am Lightning Maps waren die aufziehenden Gewitterzellen gut zu sehen und prinzipiell vorher auch eine stärkere Bora angekündigt.
Die Bora gibt es ja in allen Spielarten. Manche Segler erleben eine Sommerbora und denken "so arg war es ja nicht" - aber stärkere Bora-Varianten in der Nähe des Winters sind halt um einiges heftiger.
Die oben beschriebenen 110kmh Windböen sind ja wohl kein Spass, oder? Hier geht es nicht um "Angst" wie von Dir mir gegenüber benannt, auch nicht um das Ausmalen "einer generell tödlichen" Bora, sondern um eine Auseinandersetzung mit den Kräften die dort herrschen können.

Ich wäre bei dem Wetter halt nicht gefahren oder hätte das sehr aufmerksam beobachtet und hätte früher einen Zwischenstopp gemacht.
Die 5m Wellen sind ja nicht mal eben so aufgetaucht.
Ja, es ist evtl. despektierlich Vermutungen anzustellen. Dennoch denke ich sollte man so etwas diskutieren können.

13

Donnerstag, 20. April 2017, 16:23

Schuldzuweisungen und Vermutungen zu Fehlverhalten ohne nähere Kenntnisse empfinde ich als despektierlich den Opfern und Angehörigen gegenüber.
Meinst Du damit mich?

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14

Donnerstag, 20. April 2017, 16:24

Eine Lehre aus diesem traurigen Ereignis könnte ja durchaus sein, nie ohne (Stütz-) Segel in dieser Situation in einen Hafen einzulaufen. Bei 40kn Wind überlegt man sich allerdings schon, welches Segel das sein könnte, am ehesten wohl noch die Sturmfock, so an Bord? Ob man sich damit allerdings auch wirklich adäquat in den Hafen manövriert hätte bzw. ob man sich wieder freikreuzen könnte steht auf einem anderen Blatt.

Frank

15

Donnerstag, 20. April 2017, 16:30

Man kann nach einem Unglück Sicherheitsaspekte diskutieren, wenn man Anhaltspunkte hat. Das finde ich natürlich auch sehr wichtig. Aber nicht wenn man keine Ahnung und vermutlich auch keine Erfahrung hat bzgl. Revier, Windstärke, Wellenhöhe und Boot(sgrösse). Dann ist es völlig daneben.
Gruss, Uli

16

Donnerstag, 20. April 2017, 16:32

im Fernsehen waren Bilder vom Rettungseinsatz, die Wellen waren schon imposant!
Aber auch der Einsatz der Retter, Respekt. Die Helfer kletterten in den Wellen auf der Mole um die Opfern am/im Schiff zu retten
Laut Fernsehbericht waren mindestens zwei der Opfer sehr erfahren
ciao

Andreas

17

Donnerstag, 20. April 2017, 16:36

Ulstue, wie Du meinst. Aber alle Wetterphänomene die zum Unglück mit beigetragen haben waren vorher en Detail in der Langzeitprognose und im Nowcasting angekündigt.
Ich wäre da halt nicht gefahren oder hätte früher gestoppt. Das ist MEINE persönliche Einstellung die ich oben erwähnt habe. Wenn Du das völlig daneben findest und mich beschimpfst und das als Nichterfahrung einstufst. ok.

Squirrel

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18

Donnerstag, 20. April 2017, 16:41

Dann ist es völlig daneben.


Nö. Völlig daneben ist das nur, wenn man die Diskussion immer nur auf den konkreten Fall bezieht und glaubt, hier würde nichts weiter als der Skipper gescholten. Das ist aber überhaupt nicht der Fall.

Man kann doch aber den Fall, von dem man nur grob die Bedingungen kennt, ganz legitim dazu her nehmen, um daran zu erörtern, wie man sich in einer ähnlichen Situation selber verhalten würde. Wir können doch immer nur für ähnliche Situationen vorausdenken, in die selbe Situation werden wir nie kommen. Wenn man dieses Unglück mit ähnlichen Fällen vergleicht, dann wiederholen sich jedoch einige Aspekte. Maschinenausfälle und Kenterungen ziehen sich da zum Beispiel wie ein roter Faden durch. Wir müssen gar nicht im Detail von der aktuellen Situation wissen, um darüber nachzudenken, was das im Fall des Falles für uns bedeutet.
There's nothing - absolutely nothing - half so much worth doing as simply messing about in boats.

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19

Donnerstag, 20. April 2017, 16:47

@zooom: Ich denke schon, dass die Frage danach, warum bei "solchem" Wetter überhaupt rausgefahren wird plus Beschreibung der generell potentiell tödlichen Gefahr durch Bora(!) als Schuldzuweisung und Vermutung zu Fehlverhalten verstanden werden muss.

Damit genug von mir zu diesem Punkt.
Schrecklich , schrecklich.
Aber, ohne jetzt mit dem Finger zu zeigen;
Das man überhaupt rausfährt naje, aber bei so ein Wetter einen Hafen an zu laufen is der reine Wahnsinn.
Es gibt nur sehr wenig hafen , wenn überhaupt die man in so einen Fall anlaufen kann. Sogar grosse schiffe laufen bei dem Wetter meist keinen Hafen mehr an.
Am besten ist es bei schweren Sturm so weit wie möglich von de Küste weg zu bleiben und zu warten bis Wind und Wellen abnehmen. In so einen Fall ist es weit draussen jedenfalls sicherer als an der Küste .
Jedenfalls habe ich da vor langer Zeit mal so gelernt.
Ad

20

Donnerstag, 20. April 2017, 16:49

Riggse: Wo beschimpfe ich Dich? Unterlasse bitte solche Behauptungen. Ich betone nur, dass ich einen solchen Umgang mit einem Unglück als sehr unschön bis intolerabel empfinde.

Die Intention Deines obigen Postings war nicht, dass Du nicht rausgefahren wärst, sondern, das Du hinterfragst, das der Skipper da überhaupt raus gefahren ist. Mit Borameldungen von Kroatien. Was mit diesem Thema nichts zu tun hat.

Bekannt ist: Eine 50 Fuss Yacht mit erfahren Seglern kann solches Wetter grundsätzlich ab. Direkt vor der Mole ist der Motor ausgefallen.
Gruss, Uli

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