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Windstärken

Windstärkentabelle

61

Freitag, 26. Oktober 2018, 22:58

Hallo Michael,

die Benutzung des Freifalls zwingt ja nicht den Anker ungebremst laufen zu lassen.

Man kann die Bremse, mit aufgezogenen und gesicherten Anker, vollständig lösen und wieder gefühlvoll anziehen, so daß sie den Anker hält. Dann kann die Bremse auch gefühlvoll zum Ablassen gelöst und die Fallgeschwindigkeit kontrolliert werden. Einfach die Bremse etwas mehr auf oder zu machen. Dann ist es auch kein Problem die ausgegebene Kettenlänge abzuschätzen.
Zugegeben, bei den meisten Charterbooten die ich kenne, löst man die Bremse besser direkt bei der Übernahme und prüft die Funktion. Meist wird die viel zu selten verwendet und sitzt deshalb fest.

Gruß Ralf

62

Samstag, 27. Oktober 2018, 09:09

Zugegeben, bei den meisten Charterbooten die ich kenne, löst man die Bremse besser direkt bei der Übernahme und prüft die Funktion. Meist wird die viel zu selten verwendet und sitzt deshalb fest.
Hallo Ralf,
viele Dank für die Tips. Und ja, die Funktionsprüfung bei Übernahme, insbesondere der Bremse, lasse ich mir nicht mehr entgehen :-).

Wichtig fand ich in dem Zusammenhang auch zu wissen, mit welchen Sicherungen die Ankerwinden abgesichert ist und wo die sind. Die zweite Sicherung bei uns z.B. gut versteckt hinter einer unscheinbaren Abdeckplatte hinterm Sitzpolster. Beste Grüße, Michael

63

Samstag, 27. Oktober 2018, 12:49

sieht man ob der Anker unten angekommen ist
- sehen von oben direkt eher nicht bei 19m, anhand der Kettenmarkierung und der bekannten Wassertiefe sollte der Ankermann dann aber schon wissen wann er "unten" ist.
- wenn es flacher ist dann sieht man dann schon wenn er unten angekommen ist, aber ich empfinde das nur im Hinblick auf einen evtl. Kettenhaufen auf dem Anker für wichtig, bei normaler Tiefe (5m / 8m oder so) und langsam rückwärts wird halt am Anfang etwas schneller Kette gegeben und durch die Bootsbewegung eigentlich verhindert das sich auf dem Anker ein Haufen bildet, dann macht er die Bremse gefühlvoll fester und merkt dann schon ob etwas Druck auf die Kette kommt und ob der Anker hält und gibt analog zur Bootsgeschwindigkeit Kette. Wenn das eingespielt ist und immer etwas Druck auf der Kette ist kannst du direkt an der Mauer bremsen.

Ich finde der Freifall ist das am meisten unterschätze Detail beim RK Anlegen.

Ganz wichtig -> keine Handschuhe und auf alle Glieder aufpassen!

bounty69

Leichtmatrose

Beiträge: 30

Wohnort: Bergisch Gladbach

Schiffsname: Andarin

Bootstyp: Loper 8.20

Heimathafen: Workum It Soal

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64

Samstag, 27. Oktober 2018, 22:01

Hallo Michael,

sorry wollte mich nicht lustig über euch machen, daher hatte ich auch nichts von dem verpatzten Ankermanöver erwähnt.
Ich denke, dass ist jedem schon passiert, wenn dann auch noch eine unerfahrene Crew an Bord ist, kann es nur zu einem perfekten Kinonachmittag für die anderen werden.
Wir lagen auch über Nacht in Ermioni und dort gab es ebenso Ankersalat diesmal verschuldet von einer Eigneryacht, die die
Ankerkette quer über unsere und unseres Nachbarlieger versenkt hat.
Ankerbergung war nur noch mit Dingi möglich, hat ca eine Stunde für Hafenkino gesorgt.

Bei eurem Manöver ist mir aufgefallen, dass, wie du schon erkannt hast, viel zu wenig Ankerkette versenkt wurde.
Ich konnte euren Anker vor meinem Bug sehen.
Außerdem agierte deine Crew wie ein wildgewordener Hühnerhaufen , keiner hatte irgend eine Ahnung, was zu tun ist.

Die gleichen Probleme hatte ich vor zwei Jahren ebenso bei unserem ersten Ankermanöver.
Danach habe ich der unerfahrenen Crew feste Aufgaben gegeben.
Bei mir gibt es jetzt zwei Ankermatrosen. einer versenkt das Eisen, einer hält Blickkontakt zu mir und gibt Manöverbefehle weiter.
Beim Rattern der Kette kann der Bediener der Winsch keine Anweisung verstehen.
Es gibt zwei Heckleinenmatrosen , entweder legt jeder die Heckleine an der Pier fest, oder sie paddeln mit dem Dinge nach Anweisung an Land.
Zum Schluss gibt es noch zwei Fendergirls, die sich die tollsten Varianten der Fenderbefestigung einfallen lassen.

Die wichtigsten sind jedoch die zwei Kombüsenmäuse, die nach geglückten Anker- , oder Anlegemanöver den Aperol kredenzen.
Wir haben einen Riesen Spass dabei , und fast jedes Manöver gelingt auf Anhieb.

Die Ankerkette lassen wir immer 4-6 Bootslängen vorher ab. An der Kettenmerkierung kannst du etwa die Kettenlänge ablesen.
Sollte keine Markierung vorhanden sein, fahren wir den Anker immer ohne Freilauf aus und stoppen vorher die Zeit von einem Meter Kette ab und zählen dann langsam hoch.( Meistens ca 1m/s)

Wichtig ist auch, dass ihr den Anker gerade einfahrt und nicht wie in Hydra euch abtreiben lasst, so das die Kette sich über die anderen zieht.

Das allerwichtigste ist jedoch, dass ihr den Spass nicht verliert.

Beste Grüsse auch von uns an die Crew der Joy und Schwesterschiff.
Viele Grüße

Michael

65

Sonntag, 28. Oktober 2018, 18:02

sorry wollte mich nicht lustig über euch machen, daher hatte ich auch nichts von dem verpatzten Ankermanöver erwähnt.
Hi Michael.
Hab's mir schon so gedacht - alles gut. :) Daher Danke für die Rückmeldung. Bringt ja nix vom Lerneffekt, wenn ich nicht zu meinen Fehlern stehe.
Besten Dank auch für die Sicht von "Außen" und Deine deine hilfreichen Tips.
Bis zum nächsten Törn, herzliche Grüße an die Crew der EVA.

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