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Windstärken

Windstärkentabelle

21

Montag, 10. September 2018, 09:30

Erstmal eine klare Warnung bzgl. der Reisezeit: In den beliebten Charterrevieren geht die Segel-Hauptsaison mindestens bis Mitte, eher bis Ende September. In der dritten Woche hast Du zum Beispiel in Kroatien üblicherweise den Effekt, dass die Häfen noch knall voll sind, aber die Restaurants in zweiter Reihe schon teilweise zu haben. Anfang September ist daher für Euch keine gute Idee, zumal es da auch noch heiß ist.

Zu den möglichen Revieren ein paar subjektive Meinungen:
Kroatien: Tolle Landschaft, sehr vielfältige Segelmöglichkeiten, jeden Tag überraschendes Wetter, kann im September auch mal schlecht werden (wir hatten eines morgens im September letztes Jahr 8 Grad), sehr gute maritime Infrastruktur - Bojenfelder, Stadthäfen, Marinas. Preisniveau: Charter günstig, an Land günstig, maritime Infrastruktur: gehoben

Mallorca: Landschaftlich toll, einmal rund für eine Woche machbar, aber nicht wenig, etwas stabileres Wetter, Preisniveau: Charter gehoben, an Land mittel, maritime Infrastruktur: sehr gehoben

Griechenland: Sehr ursprünglich, stabiles Wetter, abenteuerliche maritime Infrastruktur, gutes Anker-Manöver-Übe-Revier, leckerstes Essen, Preisniveau: Charter Durchschnitt, der Rest sehr günstig

Rüm Hart

Motorsegler-Versäger

  • »Rüm Hart« ist der Autor dieses Themas

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22

Montag, 10. September 2018, 09:43

Zwischendurch mal ein Dankeschön für die vielen Aussagen und Tipps :thumb:

Mal eine Frage zu Kroatien: ist es dort immer noch so, dass der gemeine Segler mit überraschenden und übertriebenen Gebühren "bei Laune" gehalten wird? So, wie es vor wenigen Jahren immer aufgeregt und entrüstet in den Foren und Gazetten zu lesen war?

Gruß, Manfred
Rüm Hart Blog: KLICK
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pks

Lotse

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23

Montag, 10. September 2018, 09:58

maximal 1 Woche

das gibt ja immer bescheuerte Törnplanungen, Ausnahme: Elba

da gehts einfach rumrum, Abstecher nach Korsika und/oder Capraia, herrliche Ankerplätze, kommst mit deutsch immer durch, waren viele Jahre auch in den Pfingstferien unten, warm genug zum baden

Haken: die Anreise

musst mal gurgeln, in San Vincento liegt ein Kat auch ohne Skipper
Gruß aus Mittelfranken
Peter

24

Montag, 10. September 2018, 10:02

Hallo Manfred,

zu deiner Eingangsfrage: Bei einer Ein-Wochen-Charter ist ein ganz wichtiger Punkt die Anreise. Ich denke Ihr solltet erstmal klären, wieviel Reisezeit und wieviel Geld Ihr in die Reisekosten investieren wollt und in welchem Zeitraum Ihr unterwegs sein wollt. Manche Reviere/Ausgangshäfen fallen dann schon mal weg. Ansonsten wurden die mögliche Reviere für einen entspannten Törn schon genannt: Kroatien, Ionisches Meer, Saronischer Golf, Tyrrhennisches Meer.

Mal eine Frage zu Kroatien: ist es dort immer noch so, dass der gemeine Segler mit überraschenden und übertriebenen Gebühren "bei Laune" gehalten wird? So, wie es vor wenigen Jahren immer aufgeregt und entrüstet in den Foren und Gazetten zu lesen war?

Ja ist so. In Kroatien gibt es ein riesiges Angebot an Charteryachten. Das macht die Charterkosten günstig, allerdings sind die Nebenkosten durch hohe Marinapreise, Bojenfelder, Nationalparkgebühren .. recht hoch. Damit sind dann die niedrigen Charterkosten wieder ausgeglichen. Und nicht bei allen Gebühren hat man das Gefühl, dass Leistung und Preis in vertretbaren Verhältnis stehen.

Gruß Ralf

25

Montag, 10. September 2018, 10:13

Ich kann aus eigener Erfahrung Malle Mitte September ins Rennen schicken.

Das Wasser ist warm. Tagsüber kann es heiß sein, ist aber auf dem Wasser gut zu ertragen und nachts sitzt man im T-Shirt im Cockpit. Der Wind ist moderat (3-4 Bft) und mit der See-/Landwindzirkulation kommt man küstennah gut voran.

Wenn man möchte, kann man in Schlägen von 30 bis 40 sm jeweils gut ausgestattete Marinas erreichen. Wenn man bis 18.00 Uhr ankommt, habe ich es noch nie erlebt, dass man keinen Platz mehr findet. Falls ihr es sportlicher mögt, ist rund Malle in einer Woche gut machbar. Und wenn ihr es ertragt, auch mal kurzzeitig kein Land in Sicht zu haben :D , könnt ihr nach Ibiza rüber.

26

Montag, 10. September 2018, 10:18

Mal eine Frage zu Kroatien: ist es dort immer noch so, dass der gemeine Segler mit überraschenden und übertriebenen Gebühren "bei Laune" gehalten wird? So, wie es vor wenigen Jahren immer aufgeregt und entrüstet in den Foren und Gazetten zu lesen war?


Habe ich noch nicht erlebt. Ich glaube, das wird überspitzt dargestellt. Und vieles, was früher der Kreativität Einzelner entsprungen war, hat der Staat jetzt in offizielle Regeln gegossen. Insgesamt ist allerdings das maritime Preisniveau schon ganz schön hoch gegangen, wir haben für eine 44ft Yacht in Stadthäfen ca 65-70€ bezahlt, in Marinas nochmal mehr. Und an der Boje zwischen 10€ und 20€.

In den Konobas mit Anlegemöglichkeit, vor allem in den Kornaten, wird in der Regel der Liegeplatz in das Essen eingepreist. Das kann teilweise schon überraschende Formen annehmen. In den Städtchen und Dörfern speist man dagegen recht günstig.

Die Vercharterer sind allerdings recht kreativ darin, neue Gebühren-Chancen zu entwickeln, um dem Druck der eigentlichen Charterpreise etwas entgegen zu stellen. Die neueste Entwicklung ist die Early-Checkin-Fee. Damit kann man eine frühere Schiffsübergabe vorbuchen, bekommt sie aber nicht bestätigt. Sollte es klappen, muss man dann extra zahlen, wenn nicht, muss man warten und nicht zahlen. Früher bekam man das Schiff einfach so früher, wenn es fertig war. Und es gibt das obligatorische Welcome-Package oder Charter-Package. Das kombiniert Sinnvolles wie die Endreinigung und Handtücher mit Unsinnigem wie einer Flasche schlechten Schnaps zu einer den Kaufmann erfreuenden Gebühr.

Am Ende ist Kroatien nicht ohne Grund so beliebt und die Preise nähern sich daher anderen Zielen im westlichen Mittelmeer langsam an.

Winterfalke

Salzbuckel

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Bootstyp: gecharterte 30 - 34ft.

Heimathafen: Adria

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27

Montag, 10. September 2018, 11:21

Früher bekam man das Schiff einfach so früher, wenn es fertig war.

Bei den meisten Charterbasen kann man das Boot auch gegen eine freundliche Nachfrage früher bekommen. Ich habe es auch zweimal erlebt, dass es dann doch wieder ein klein wenig später geworden ist. Einmal war eine Batterie defekt und musste ausgetauscht werden und ein andermal hatte die Zigarettenanzünder-Steckdose einen Wackelkontakt. Zumindest kann man meist schon zeitiger bunkern und die Checkliste etc. abhaken.
Mario Falko

Glück ist kein Ziel, sondern eine Reise.
:segeln:

Kokopelli

Salzbuckel

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Schiffsname: Ich bin Mitsegler

Bootstyp: Keins

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28

Montag, 10. September 2018, 17:28

Ionisches Meer. Da gibt es im September noch gute Flüge

Das hat sich mit dem Ableben der AirBerlin allerdings stark verschlechtert. Ich bin mit einer Crew aus dem Segeln-Forum etliche Jahre in diesem tollen Revier im Herbst unterwegs gewesen. Jetzt sind wir u. a. aufgrund der Anreisesituation mit einem weinenden Auge auf Athen umgeschwenkt. Eine Möglichkeit mit günstigeren Flügen im Ionischen Meer bleibt aber Korfu. Von dort zu den eigentlichen Ionischen sind es aber ein paar Meilen, also plant dann mehr als eine Woche ein.

Ich kann euch dieses Revier nur wärmstens ans Herz legen!

spliss

Proviantmeister

Beiträge: 325

Wohnort: Berlin

Rufzeichen: DD3489

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29

Montag, 10. September 2018, 18:25

@Rollendes Gut: Ibiza ist aber schwischwaschwei__teuer, da ruiniert man die Bordkasse ja bereits, wenn man den Hafen nur durchs Fernglas anschaut.. :booh: zumindest kann man auf der anderen Seite ankern...
Holt groß das Dicht !

Windvorhersage: 3 in Böen 2

30

Montag, 10. September 2018, 19:25

@spliss: Ich meinte auch nicht zwingend Ibiza-Stadt, sondern die Insel Ibiza.

Santa Eulalia ist eine schöne Marina mit moderaten Preisen. Von da aus kann man gut mit dem Bus nach Ibiza Stadt und bis in die frühen Morgenstunden auch zurück fahren...

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