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1

Dienstag, 9. Juli 2019, 11:57

Binnenweg Nord-/Ostsee ins Mittelmeer. Probleme mit Eis?

Hi!

In einem anderen Thread habe ich schon nach Erfahrungswerten zur PKW-Trailerbarkeit eines mit 3,2t mutmaßlich knapp zu schweren Bootes gefragt. Ich würde das Boot gerne ab Anfang 2020 im Mittelmeer segeln. Sollte der Landweg nicht in Frage kommen, würde ich mir gerne anschauen, ob das über die Binnen-Wasserstraßen möglich ist.
Ich habe diese (10 Jahre alte, aber beeindruckend detaillierte und fleißige) Beschreibung einer solchen Route gefunden, für die ich schon jetzt sehr dankbar bin: http://www.sy-merger.de/13-home/reiseber…chen-den-meeren

Der hoch geschätzte Verfasser dieses Berichts hat als Ruheständler jede Menge Zeit am Stück, um die Sache in Ruhe anzugehen. Auch wenn ich durchaus flexibel arbeiten kann, habe ich diese Zeit in dem Ausmaß leider nicht.

Nun kam mir folgende Idee. Das ist hochgradig unqualifiziert, deshalb frage ich einfach ganz blauäugig:
-Das Boot liegt gerade in Stockholm im Wasser
-Ich habe diesen Sommer knapp 4 Wochen Zeit, es so weit wie möglich in die gewünschte Richtung zu segeln
-diesen kompletten Herbst werde ich viel arbeiten und wenig Zeit haben, dann aber
-ab Anfang 2020 3-4 Monate, vielleicht gar ein halbes Jahr segeln können

Gibt es eine denkbare Möglichkeit, diesen Sommer so weit zu kommen, dass man das Boot dort (wo auch immer "dort" ist) im Wasser liegen lassen oder bis Ende des Jahres an Land lagern kann, um dann ab Januar eisfrei (!) durch Flüsse und Kanäle an die französische Mittelmeerküste zu gelangen? Es handelt sich um ein Holzboot, Langkieler, 1,36m Tiefgang, 12PS schwacher Innenborder.

Bin sehr gespannt und für jeden Hinweis (und jede Zurechtweisung!) dankbar.
Matze

Sander 850

Admiral

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Bootstyp: Sander 850

Heimathafen: De Kuilart

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2

Dienstag, 9. Juli 2019, 12:09

Denke hier den Blog und die Videos solltest Du dir mal anschauen

http://www.sonnensegler.net/2016/07/

Wenn alles glatt läuft, dann dauert es gar nicht so lange bis ans Mittelmeer. Ich schätze mal dass Du es in 6-8 Wochen schaffen könntest.

3,2 Tonnen und 12 PS ist zwar eher untere Grenze sollte aber für gestaute Flüsse vollkommen ausreichen.

Gruß
Chris

Orage

Seebär

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Schiffsname: Orage

Bootstyp: Bianca 111

Heimathafen: Toulon, Frankreich

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3

Dienstag, 9. Juli 2019, 12:53

Es gibt am Mittelmeer hunderttausende von gebrauchten und günstigen Segelbooten zu kaufen, v. a. in Spanien, meist billiger als in Skandinavien. Mit etwas Glück kann man sogar den Liegeplatz übernehmen. Warum also kein low-budget-Projekt vor Ort, ohne zeitraubende Überführung? Ein Holzboot hat ohnehin viele Nachteile bei dem Klima am Mittelmeer.

4

Dienstag, 9. Juli 2019, 13:51

Wenn es tatsächlich ab Januar garantiert frostfrei weitergehen soll, könnte die etwas unüblichere Variante für Dich in Frage kommen.
Von Stockholm nach Bordeaux sind es ca. 1500nm, das ist - natürlich nicht als Bummeltörn - in vier Wochen zu schaffen. Von dort könntest Du über die Garonne und den Kanal du Midi das Mittelmeer in Sete erreichen. Du müsstest natürlich vorab die Durchfahrtshöhen der Brücken und die Wassertiefe checken, ich denke für dein Boot wird das mit gelegtem Mast und deinem Tiefgang passen.

Du solltest diese Variante natürlich nur wählen, wenn dein Boot für die Nordsee, Engl. Kanal, Biskaya geeignet (Ausrüstung + Wartungsstand), Du entsprechende Erfahrung für die Seegebiete und angemessene Unterstützung für die langen Strecken hast.

Gruß Ralf

jugocaptan

Gott der Flaute und Quoten-Ösi

Beiträge: 10 471

Wohnort: Wien

Schiffsname: Gipsy, alle, I - III

Bootstyp: O-Jolle, Motorzille, Mobo Fiberline

Heimathafen: Wipfinger Lucke, Donau

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5

Dienstag, 9. Juli 2019, 14:23

Das einzige Problem bleibt aber die Garonne, viel Strömung mit wenig PS??????
Herzlichen Gruß - Peter Jc. :jugo:

6

Dienstag, 9. Juli 2019, 14:37

@jugocaptan:
Der Hinweis ist natürlich gut und richtig. Mit 12PS hat man nicht viel, wenn überhaupt, Reserve. Ob das damit geht, wäre dann Teil einer angemessenen Reiseplanung.

Gruß Ralf

7

Donnerstag, 11. Juli 2019, 14:59

Es gibt am Mittelmeer hunderttausende von gebrauchten und günstigen Segelbooten zu kaufen, v. a. in Spanien, meist billiger als in Skandinavien.


Ich finde den Gedanken an sich auch sehr reizvoll, habe mich damit nach Deinem Post viel beschäftigt, lange auf den einschlägigen spanischen (spanischsprachigen, also nicht unbedingt an Touristen gerichteten) Anzeigen-Seiten recherchiert. Da kam ehrlich gesagt nicht viel bei rum, blocket.se aus Schweden zum Beispiel ist da fast eine andere Größenordnung, was Angebot und gute Preise angeht. Oder ist das ein saisonales Problem?

Bestes, Matze

Orage

Seebär

Beiträge: 976

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Schiffsname: Orage

Bootstyp: Bianca 111

Heimathafen: Toulon, Frankreich

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8

Donnerstag, 11. Juli 2019, 15:10

In Schweden und bei blocket.se sind die Boote meist in einem besseren Zustand und besser gepflegt. Wie gesagt, Holzboote werden am MM nicht so häufig verkauft (und gesegelt), die findet man eher in Skandinavien.

Hier könnte etwas dabei sein (wenn es nicht unbedingt Holz sein muss...):

https://www.inautia.com/used-sailboats-1…=9&esloraMax=10

9

Donnerstag, 11. Juli 2019, 15:45

Das einzige Problem bleibt aber die Garonne, viel Strömung mit wenig PS??????

Nicht nur die - die Maas kann auch je nach Jahreszeit gut 5 km/h Strömung haben

10

Donnerstag, 11. Juli 2019, 17:14

Wenn es tatsächlich ab Januar garantiert frostfrei weitergehen soll, könnte die etwas unüblichere Variante für Dich in Frage kommen.
Von Stockholm nach Bordeaux sind es ca. 1500nm, das ist - natürlich nicht als Bummeltörn - in vier Wochen zu schaffen. Von dort könntest Du über die Garonne und den Kanal du Midi das Mittelmeer in Sete erreichen. Du müsstest natürlich vorab die Durchfahrtshöhen der Brücken und die Wassertiefe checken, ich denke für dein Boot wird das mit gelegtem Mast und deinem Tiefgang passen.

Du solltest diese Variante natürlich nur wählen, wenn dein Boot für die Nordsee, Engl. Kanal, Biskaya geeignet (Ausrüstung + Wartungsstand), Du entsprechende Erfahrung für die Seegebiete und angemessene Unterstützung für die langen Strecken hast.

Gruß Ralf


Biscaya im Januar?
Ich in mir nicht sicher, ob das wirklich eine gute Empfehlung ist, würde es sogar abraten!
Gruß Thomas


z. Zt. bootloser Künstler

Wer nackt badet, braucht keine Badehosenfigur!

11

Donnerstag, 11. Juli 2019, 20:20



Biscaya im Januar?
Ich in mir nicht sicher, ob das wirklich eine gute Empfehlung ist, würde es sogar abraten!

@zooom: Dazu habe ich nicht und würde ich auch nicht raten. Der TO hat erwähnt, dass er diesen Sommer noch vier Wochen Zeit hat - das wirst Du übersehen haben. Darauf bezieht sich der Vorschlag. Bordeaux oder irgendein anderer Hafen an der Garonne wäre dann Ausgangspunkt für die Binnenstrecke im Frühjahr oder meinetwegen auch im Winter.

Der Thread hier lohnt allerdings keine weiteren Posts und könnte geschlossen werden, da er sich inhaltlich mit den anderen Threads des TO überschneidet.

Nachdem ich die anderen Threads und Fragen des TO verfolgt habe, ist der einzige richtige Vorschlag: Wenn das Boot schnell in das MM soll, dann Transport auf der Straße. Oder Alternativ, Überführung an die deutsche Ostseeküste mit kurzen Tagesstrecken und erstmal Segeln und dabei das Boot kennenlernen.

Gruß Ralf

Der Beitrag von »Planke« (Donnerstag, 11. Juli 2019, 20:20) wurde aus folgendem Grund vom Autor selbst gelöscht: Doppelpost wegen Verbindungsproblem (Donnerstag, 11. Juli 2019, 20:21).

hanjin

Kapitän

Beiträge: 535

Schiffsname: Navicella

Bootstyp: kein Boot mehr

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13

Samstag, 13. Juli 2019, 09:03

Du kannst das Boot natürlich auch von einem Skipper, (Rentner) bis ans Mittelmeer bringen lassen
Niemandes Herr, niemandes Knecht. :)

ugies

Salzbuckel

Beiträge: 8 201

Bootstyp: Traditionssegler Dehler 35 SV

Heimathafen: Wülfel

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14

Samstag, 13. Juli 2019, 09:11

... auch von einem Skipper, (Rentner) ...
Genau. Das setzt aber voraus, dass der Kreuzer in Ordnung und für den Trip geeignet ist. Ich wage das nach meinem Erleben mit gebrauchten Booten zu bezweifeln. Selbstverständlich ist das nur eine Glaskugeleinschätzung, weiß man doch so überhaupt nichts über das fragliche Boot. Außer, dass es halt aus Holz und 50 Jahre alt ist.
Uwe
SF-Stander 5,00 € inkl. Versand
PN oder E-Mail an ugies.
Adresse angeben.
Stander kommt per Post mit offener Rechnung.
Überweisung und gut ;).

15

Samstag, 13. Juli 2019, 09:37

Der Thread hier lohnt allerdings keine weiteren Posts und könnte geschlossen werden, da er sich inhaltlich mit den anderen Threads des TO überschneidet.

Nachdem ich die anderen Threads und Fragen des TO verfolgt habe, ist der einzige richtige Vorschlag: Wenn das Boot schnell in das MM soll, dann Transport auf der Straße. Oder Alternativ, Überführung an die deutsche Ostseeküste mit kurzen Tagesstrecken und erstmal Segeln und dabei das Boot kennenlernen.


Da hast Du Recht, Ralf. Ich weiß nicht, ob das guter Stil von mir war - der Gedanke war jedenfalls, die verschiedenen Lösungsansätze um der besseren Übersicht Willen auf verschiedene Threads aufzuteilen. Es musste ja obendrein schnell gehen, da ich den Verkäufer nicht ewig warten lassen konnte, außerdem war mein ganzes Denken ein einziges wildes Brainstorming in den letzten Tagen. Für die viele Hilfe hier muss ich mich wirklich nochmal ausdrücklich bedanken. Bis ich was handfestes beisteuern kann, lasse ich vielleicht erstmal einen imaginären Präsentkorb da - bitteschön.

Das Boot (dieses hier übrigens, Übersetzung und mehr Infos stelle ich gerne zur Verfügung, falls jemand interessiert ist: https://www.blocket.se/stockholm/Nordsjo…as_86029544.htm)
ist es dann leider doch nicht geworden. Habe das Boot gestern vor Ort von einem kundigen Freund besichtigen lassen. Super netter Eigentümer, fantastisch gepflegtes Boot, wunderschön ohnehin, aber: Ein paar Spanten-Schäden, die nicht unmittelbar die Seetauglichkeit gefährden, aber früher oder später dringend gemacht werden müssen (Kostenvoranschlag eingeholt, trotz Freundschaftspreis teuer) und vor allem ein nicht verlässlicher Innenborder (knapp 50 Jahre alter Albin Benziner). Das war mir schon für die Strecke Stockholm -> Norddeutschland zu heiß, zumal man bei einem Boot dieses Alters nicht ohne teures, selbst zu bezahlendes Gutachten (obendrein eilig in Stockholm auszustellen) eine Kasko-Versicherung bekommt, die einen gegen Havarie und Bergung absichert (schlechtes Wetter, Motor fällt aus, Boot wird auf Steine getrieben). Dazu die Tatsache, dass es knapp zu schwer für einen PKW-Trailer ist und sich zur Not nicht mal eben irgendwo abholen ließe.

Ich habe es wie gesagt gestern besichtigen lassen, den ganzen Tag recherchiert und mit Versicherungen und befreundeten Bootsbauern telefoniert, war am Ende fix und fertig und musste es blutenden Herzens gehen lassen. Ich glaube, für jemanden mit mehr Erfahrung wäre das aber ein traumhaftes, obendrein günstiges Boot. Der Eigentümer verlässt relativ bald das Land, sagt er.

Tausend Dank Euch allen, Bestes,
Matze

Spi40

Salzbuckel

Beiträge: 3 462

Wohnort: Wildau

Schiffsname: Antares

Bootstyp: Kielschwertkreuzer Mahagoni auf Eiche

Heimathafen: Bootswerft Freest

Rufzeichen: DG4103

MMSI: 211591600

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16

Samstag, 13. Juli 2019, 19:38

Sehr schönes Boot was Du da hast "gehen" lassen. Aber richtige Vernunftsentscheidung.

Übrigends die Spanten zu kontern ist kein Hit und n' neuer LOMBARDINI LDW 702 kostet keine 7k €.

Schade das das Boot innen teilweise weiß getüncht ist. Außen alles Holz, bis aufs Kajütdach ( ist aber normal) und innen weiß teilweise :S
Gruß Torsten

kis
keep it simple

17

Freitag, 19. Juli 2019, 13:23

Übrigends die Spanten zu kontern ist kein Hit und n' neuer LOMBARDINI LDW 702 kostet keine 7k €.


Wenn er aber beides noch nie gemacht hat und durch einen Bootsbauer machen lassen muss, kommt da schon gut was was zusammen .... Alleine der genannte Grundpreis (ohne Fundamente, Welle, Prop, Diesel-und Wasserfilter usw....) für den Lombardini sind schon mal 140% zusätzlich zum Kaufpreis von 50000 SEK.

Gleich mehrere Spantenbrüche, besonders wenn sie in einer Ebene liegen?, würden mich auch etwas nervös machen, wenn ich das Boot unter Zeitdruck überführen muss und daher nicht immer auf gutes Wetter warten kann.

Orage

Seebär

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Wohnort: Hannover

Schiffsname: Orage

Bootstyp: Bianca 111

Heimathafen: Toulon, Frankreich

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18

Samstag, 20. Juli 2019, 13:30

Das Boot bräuchte einen vernünftigen Schiffsdiesel um die 20 PS. 1D-20 Volvo Penta oder entsprechendes von Yanmar etc.. Das kostet dann mit Konfiguration Fundament, Propeller, Welle oder Saildrive ca. 12.000 EUR inkl. Einbau.

(Professionelle) Spantenrevision (und was dann alles noch ans Licht kommt) kann unkalkulierbare Kosten verursachen, da sind dann schnell mal ein paar kEUR weg :( ...

ugies

Salzbuckel

Beiträge: 8 201

Bootstyp: Traditionssegler Dehler 35 SV

Heimathafen: Wülfel

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19

Samstag, 20. Juli 2019, 14:37

nd n' neuer LOMBARDINI LDW 702 kostet keine 7k €.

... und ein Lombardini muss es nun wirklich nicht sein.
SF-Stander 5,00 € inkl. Versand
PN oder E-Mail an ugies.
Adresse angeben.
Stander kommt per Post mit offener Rechnung.
Überweisung und gut ;).

hegi

Moses

Beiträge: 3

Bootstyp: Malö 37

Heimathafen: L'Estartit

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20

Samstag, 20. Juli 2019, 16:15

Ich würde versuchen von Stockholm durch den NOK bis in's Ijsselmeer zu kommen., das müsste in 4 Wochen zu machen sein. Da gibt es Möglichkeiten dein Boot für längere Zeit liegen zu lassen, oder an Land zu holen. Von dort kannst du auf Kanälen bis in's Mittelmeer kommen. Engl. Kanal und Biskaya würde ich mir mit so einem kleinen Boot im Winter nicht antun. Die Höhe mit gelegtem Mast, sollte allerdings nicht über 3 m und der Tiefgang nicht über 1,4 m betragen. Was den Betrieb der Kanalschleusen im Winter betrifft musst du dich auch vorher informieren, aber im Prinzip müsste das gehen.

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