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Browning

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  • »Browning« ist der Autor dieses Themas

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1

Dienstag, 8. März 2016, 20:36

Polnischer Einhandsegler schließt die Große Runde in einem kleinen Boot ab

Eben erreicht mich aus der alten Heimat: der Segler Szymon Kuczynski hat am 4.03 Las Palmas erreicht, woher er im November 2014 lossegelte. Seine Jacht ist eine Maxus 22, bekannt als kleines Charterboot auf den Masuren. Er hat sie aber aufwändig modifiziert, so zum Beispiel stärkeren Mast und stärkeres stehendes Gut eingebaut.

Der Kurzbericht (auf polnisch) auf der Seite des Herstellers.

Hintergrundinfo auf Englisch.
Gruß,

Mikolaj

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bluelayla

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2

Dienstag, 8. März 2016, 20:57

Respekt, große Leistung. Und Etmale von im Schnitt über 100sm... :-)

3

Mittwoch, 9. März 2016, 18:06

Das nenne ich mal eine Leistung..27000 Seemeilen in 16 Monaten auf einem 22 Fuss Segelboot bei Windstärken bis 12 Bft durch den Panamakanal Australien und unten rum um den afrikanischen Kontinet..mit Ausfall von Elektronik..und selbstgebasteltem Windpilot aus der Not heraus.. Hut ab.. ein wenig zu mutig für meinen Geschmack ..

Ein schönes Sprichwort besagt:
"Twenty years from now you will be more disappointed by the things that you didn't do than by the ones you did do...Sail away from the safe harbor. Catch the tradewinds in your sails. Explore. Dream. Discover." Mark Twain
.. und ich bereue jetzt schon...
„Unwissenheit erzeugt viel häufiger Selbstvertrauen als Wissen“,

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »PoseidonXL« (9. März 2016, 18:54)


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4

Mittwoch, 9. März 2016, 18:16

Mich interessiert das brennend, leider ist mein Polnisch sehr rudimentär, vielleicht wollt ihr das kurz zusammenfassen?

Frank:klatschen:

5

Mittwoch, 9. März 2016, 21:23

Der Kurzbericht (auf polnisch) auf der Seite des Herstellers.
wer kann helfen, ich verstehe leider nix

Krusefix

Browning

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6

Mittwoch, 9. März 2016, 21:53

Szymon segelte die Barfußroute. Er überquerte den Atlantik, nach dem Passieren des Panamakanals überquerte er den Pazifik mit nur einem Stopp, nach dem Verlassen von Australien segelte er wegen der Panne der Sat-Telefonanlage ohne jegliche Landverbindung. Er umkreiste Afrika vom Süden, beim Kap der Guten Hoffnung, bei Seglern als "Kap der Stürme" bekannt. Anschließend segelte er nordwärts, passierte den Äquator das zweite Mal und erreichte seinen Ausgangspunkt - die Kanaren.

Während des Törns traf er extreme Wetterbedingungen - mehrtagige Flauten aber auch Orkane bis zu 12 Bft. Bei einem der Orkane auf dem westlichen Pazyfik wurde die Kajüte uberflutet. Szymon verlor dann sein Dinghy und Elektrowerkzeuge. Die Bordelektronik wurde beschädigt, u.A. havarierte der Autopilot und der Segler musste per Hand steuern. Aus der zur Verfügung stehenden Ausstattung (u.A. aus Fahrradteilen) bastelte er eine Windsteueranlage. Die schwierigsten Bediengungen traf er erwartungsgemäß beim Kap der Guten Hoffnung den er am Heiligabend 2015 passierte.

"Wellen waren 7-9m hoch. Am Himmel die Sonne, aber rundum kämpft grün gegen weiss. Wenn ich auf einen Brecher traf, lag ich einfach flach und hielt mich fest um nicht über Bord gespült zu werden. Wind 45-50 Kn, in den Böen unter den Regenwolken sogar 55-60 Kn, Böen dauerten meherere Zehn Minuten. Scheinbarer Wind war noch größer, da ich hart am Wind mit 4-6 Kn segelte. Das Boot tat mir Leid. Es gab keine andere Wahl. Anderer Kurs würde mich ins Flachwasser führen, wo die Wellen steiler werden, dazu noch der Strom Agulhas, der gegen Wind fließt. In den letzten 3 Tagen schlief ich insgesamt 5 Std. Ich konnte mich gar nicht zum Schlafen bringen." Aus dem Logbuch 25.12.2015

Szymon zeigt mit seinen Törns schon seit Jahren, dass Segeln eine sichere und für alle erschwingliche Tätigkeit ist. Bei Maxus Solo Around wurden alle Pläne realisiert. In Kooperation mit der polnischen Werft Northman und mit dem Jachtdesigner Jacek Daszkiewicz wurde die kleine Serienjacht an die ozeanische Reise angepasst.Trotz ihrer geringen Länge von nur 6,36 m segelte die Maxus 22 schnell und hatte gute Eigenschaften. Außer Kleinigkeiten gab es keine technischen Probleme.

Die JACHT: Maxus 22 „Atlantic Puffin”
Länge 6,36 m, Breite 2,48 m, Segelfläche 23 m2,

Modifzierungen:

Erhöhtes Gewicht 1350 kg (Ballast 500 kg)
Verstärkter Mast und Rigg
Auftriebskämmer
Möglichkeit, die Jacht wasserdicht zu schließen
Zwei Rudder
Notausstieg im Heck
Innenausbau: leichtbau, geneigte Kojen, einflammiger Kocher, ohne Wasserinstallation (nur Wasser in Flaschen), ohne Toilette


Törnstatistiken:

Strecke: 28 597 sm
Durchsch. Geschw. 4,26 Kn
Durchsch. Tagesstrecke 101,8 sm
Stunden in Fahrt: 6713 Std
Besuchte Plätze: Kanaren, Martinique, Panama, Marquesas, Australia, Weihnachtsinsel, Reunion
Wasserverbrauch: 700 l
Gelesene Bücher: 225
Gruß,

Mikolaj

Slowly learning that life is okay.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Browning« (9. März 2016, 22:45) aus folgendem Grund: Groß-kleinschreibung


7

Mittwoch, 9. März 2016, 22:10

„Unwissenheit erzeugt viel häufiger Selbstvertrauen als Wissen“,

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »PoseidonXL« (10. März 2016, 07:41)


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8

Donnerstag, 10. März 2016, 06:39

Super, danke! Tolle Sache, endlich mal wieder Abenteuer und nicht immer Hightech.

Frank

9

Donnerstag, 10. März 2016, 07:05

..zu ergänzen sei noch, dass der Weltumsegler ohne Motorisierung auskommen musste. Wie man ohne Motor einen Panamakanal überquert bleibt mir fraglich..
Segeln im Panamakanal ?( .. aber vielleicht schließt der Text einen AB nicht aus..eine Motorhalterung meine ich hinten rechts auf den Fotos gesehen zu haben..

Szymon Kuczyński ist 35 Jahre alt, und soll Fahrradkurier als ausgeübten Hauptberuf angegeben haben..
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Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »PoseidonXL« (10. März 2016, 08:02)


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