Sie sind nicht angemeldet.

Werbung

Boote kaufen

Windstärken

Windstärkentabelle

Hallo Besucher, willkommen im Segeln-Forum! Hier kannst Du Dich registrieren, um unser Forum in seiner vollen Pracht genießen zu können! - Weitere Infos zur Registrierung - Login für Mitglieder -

61

Dienstag, 13. März 2018, 14:06

Macht schon nachdenklich. Zitat:

"Maersk container ships seem to be running into trouble at an increasing speed, here’s the list covering period from Aug last year until present day: (...)
Nun ja, was soll uns die Aufstellung sagen? Rund 630 Schiffe fahren für Maersk.
Sind das möglicherweise etwa die Vorfälle, die man jährlich bei einer so großen Flotte erwarten kann?
Oder sogar noch vergleichsweise wenige? ?(


Stimmungsmache durch den Autor der Tabelle, oder?


Gruß
Andreas

wassergenug

Salzbuckel

Beiträge: 2 377

Wohnort: Zürich

Bootstyp: Charter, mOcean

  • Nachricht senden

62

Dienstag, 13. März 2018, 19:13

Stimmungsmache durch den Autor der Tabelle, oder?

Bei jeder Statistik muss man konsequent fragen, was dazu bewegt hat, sie aufzustellen.

Gruss, Michael
Bekennende flaue Flunder :-)

wassergenug

Salzbuckel

Beiträge: 2 377

Wohnort: Zürich

Bootstyp: Charter, mOcean

  • Nachricht senden

63

Dienstag, 13. März 2018, 20:25

Hier ein Auszug aus der letzten Aktualisierung in dem von @norbaer angegebenen Link.
( http://maritimebulletin.net/2018/03/07/u…ated-4-missing/ )

Macht schon nachdenklich. Zitat:

"Maersk container ships seem to be running into trouble at an increasing speed, here’s the list covering period from Aug last year until present day:

2018:
Container ship SOFIE MAERSK disabled since Mar 4 in North Pacific, Update Mar 12 – still drifting;
Major fire erupted on board of ULCS MAERSK HONAM on Mar 6 in Arabian sea;
Container ship MAERSK SHANGHAI lost containers in rough seas Mar 6;
Container ship EUGEN MAERSK troubled while leaving Hamburg Mar 4;
Container ship MAERSK ARAS limping back to Manzanillo Mar 2;
10000-TEU container ship MAERSK SUZHOU reportedly lost containers stack in North Atlantic Jan 6;
Container ship MAERSK NORFOLK ran aground at Alexandria Jan 2;

2017:
Container ship MAERSK BOGOR allided with Berth, Novorossiysk Port, Nov 30;
Ultra large container ship MAERSK ENSHI collided with fishing vessel, 6 missing October 13;
Container ship MAERSK PEMBROKE fire, Celtic sea August 22."

Das Zitat ist schlicht unbrauchbar um irgendwelche Schlüsse zu ziehen. Das einzige was man daraus konkludieren darf, ist dass die erwähnte Erreignisse wohl stattgefunden haben.

Man kann insbesondere nicht sagen
  • dass etwas gestiegen ist, (was geschah vor August 2017?, wie sah 2016 aus?, ....) oder
  • dass ein gewisser Reder besonders betroffen ist (Zahlen von anderen Redern, Verhältnis zur Gesamtmenge, ...)


Gruss, Michael
Bekennende flaue Flunder :-)

Beiträge: 2 062

Wohnort: Essen-Cuxhaven-Den Oever

Bootstyp: Katamaran

Heimathafen: NL / Den Oever

  • Nachricht senden

64

Dienstag, 13. März 2018, 21:29

Naja, was soll ich sagen?

Nachdenklich macht mich die dokumentierte Unfall-Anzahl und Auswirkung eines einzigen - wenngleich auch großen – Reeders.
Da gibt es natürlich noch mehr große und kleine Reeder weltweit, was das Problem aber wahrlich nicht kleiner macht.

Der gemeine Hobbysegler wird gemäß MARPOL-Übereinkommen bestraft, wenn er in küstennahen Gewässern ein einziges Salatblatt über Bord wirft.
Wenn dein Segelschiff irgendwo untergeht, dann hast du richtig dicken Ärger am Hals: Sicherung der Unfallstelle, Ölbarriere, Bergung und Entsorgung.
In der Konsequenz übersteigen die Kosten für o.g. Aktivitäten den Wert deines Schiffes ggf. um das Vielfache…..gut, wenn du da richtig gut versichert bist.

Die internationale Handelflotte darf indes und offensichtlich auch weltweit(!) geduldet – mangels einfachster Sicherungen der Ladung – mehrere 1000 Container unbekannten Inhaltes pro Jahr über Bord gehen lassen – ohne jede Konsequenz (!!) …………und ja, auch ohne jede Konsequenz bei Yachtuntergängen wg. Kollision mit verlorenen Containern......

Sowas macht mich(!) persönlich(!) nachdenklich..........wenn ihr das alles nur noch für normal und dem Welthandel geschuldet als o.k. empfindet............. :no2: ..............(?)
Gruß

Martin

Der Segler mit Zeit hat immer den richtigen Wind :)

65

Dienstag, 13. März 2018, 22:23

Die internationale Handelflotte darf indes und offensichtlich auch weltweit(!) geduldet – mangels einfachster Sicherungen der Ladung – mehrere 1000 Container unbekannten Inhaltes pro Jahr über Bord gehen lassen – ohne jede Konsequenz (!!) …………und ja, auch ohne jede Konsequenz bei Yachtuntergängen wg. Kollision mit verlorenen Containern......


Nee, komm, auch wenn ich einiges an der Art und Weise des "freien Welthandels" als problematisch empfinde: Es sind offenbar nicht "mehrere 1000 Container unbekannten Inhaltes", sondern lt. dem von Klaus Helfrich genannten Artikel mit den "Katastrophen" noch nicht mal 1400. Ok, das sind 1400 zu viel, aber bei ca. 130 Mio. transportierten Containern im Jahr 2016 ist das sooo wenig, dass ich es kaum glauben mag. Von diesen 1400 sind noch die mehr als Hälfte "Katastrophencontainer", also mit Schiffsverlust etc. Schlechte Ladungssicherung wäre demnach etwas über 600 bei 130 Mio...Und nicht bei allen von denen mag der Inhalt unbekannt sein.

Oder hast Du andere (verlässlichere) Quellen?

Gernegroß

Aluschüssel Segler

Beiträge: 9 277

Schiffsname: ist geheim

Bootstyp: 9 Meter Alu aber nur 0,5m Tiefgang

  • Nachricht senden

66

Dienstag, 13. März 2018, 22:39

Wenn dein Segelschiff irgendwo untergeht, dann hast du richtig dicken Ärger am Hals: Sicherung der Unfallstelle, Ölbarriere, Bergung und Entsorgung.
In der Konsequenz übersteigen die Kosten für o.g. Aktivitäten den Wert deines Schiffes ggf. um das Vielfache…..gut, wenn du da richtig gut versichert bist
nö, der Trick ist: du gibst dein Schiff auf. Dann kann zwar jeder damit machen was er will (ist ja nicht mehr deins) , aber die Kosten tragen dann auch andere :D:D:
Legastheniker sind auch nur Menschen (mit Rechtschreibproblemen)


Zitat Helmut Schmidt:"Der Terrorismus hat auf Dauer keine Chance, denn gegen den Terrorismus
steht nicht nur der Wille der staatlichen Organe, gegen den Terrorismus
steht der Wille des gesamten Volkes.
Dabei müssen wir alle trotz unseres Zornes einen kühlen Kopf behalten"

Beiträge: 2 062

Wohnort: Essen-Cuxhaven-Den Oever

Bootstyp: Katamaran

Heimathafen: NL / Den Oever

  • Nachricht senden

67

Mittwoch, 14. März 2018, 00:00

Die internationale Handelflotte darf indes und offensichtlich auch weltweit(!) geduldet – mangels einfachster Sicherungen der Ladung – mehrere 1000 Container unbekannten Inhaltes pro Jahr über Bord gehen lassen – ohne jede Konsequenz (!!) …………und ja, auch ohne jede Konsequenz bei Yachtuntergängen wg. Kollision mit verlorenen Containern......


Nee, komm, auch wenn ich einiges an der Art und Weise des "freien Welthandels" als problematisch empfinde: Es sind offenbar nicht "mehrere 1000 Container unbekannten Inhaltes", sondern lt. dem von Klaus Helfrich genannten Artikel mit den "Katastrophen" noch nicht mal 1400.


Ah ja, 1400 Container auf offener See pro Jahr zu "verlieren" ist also akzeptabel ??

Bei einem Unfall auf der BAB darf der Spediteur sein ScheXXX auf auf eignen Kosten wieder selbst einsammeln (lassen).
Die müssen ihren Schrott ausnahmslos nach einem Unfall (kann ja mal passieren) auf eigne Rechnung wieder einsammeln. Logisch und auch richtig.

Das soll bei den Reedern auf hoher See also anders sein dürfen ??

Alle Container im Transport sind weltweit eindeutig identifiziert.
Was spricht gegen eine Verpflichtung der Reeder die verlorenen Container auf eigne Kosten auch wirklich zu bergen????
Das würde die Motivation die Ladung an Bord zu behalten ggf. schon deutlich erhöhen
Gruß

Martin

Der Segler mit Zeit hat immer den richtigen Wind :)

unregistriert

68

Mittwoch, 14. März 2018, 11:16

Zitat

Was spricht gegen eine Verpflichtung der Reeder die verlorenen Container auf eigne Kosten auch wirklich zu bergen????


Bei den vorherrschenden Wassertiefen dürfte das gelegentlich schwierig werden.

Klaus Helfrich

Salzbuckel

Beiträge: 3 850

Wohnort: Lübeck

Schiffsname: Tammina und Siebengestirn

Bootstyp: Motoryacht + Jolle Triss Giggen

Heimathafen: Schlutup

Rufzeichen: DJNW

  • Nachricht senden

69

Mittwoch, 14. März 2018, 11:29

Bei den vorherrschenden Wassertiefen dürfte das gelegentlich schwierig werden.
... und bei der abzusuchenden Fläche .....
Die Gieselau Schleuse auf dem Weg von und zur Eider ist wieder geöffnet und so soll das auch bleiben!

unregistriert

70

Mittwoch, 14. März 2018, 11:52

Da müsste dann jeder Container einen Transponder kriegen damit man ihn wiederfindet. Die Dinger kriegen wir bestimmt günstig irgendwo in Asien. Die kommen dann im Sammelcontainer. Da können wir nur beten das der nicht ins Wasser fällt, sonst war alles für die Katz... :D

wassergenug

Salzbuckel

Beiträge: 2 377

Wohnort: Zürich

Bootstyp: Charter, mOcean

  • Nachricht senden

71

Mittwoch, 14. März 2018, 12:03

Sowas macht mich(!) persönlich(!) nachdenklich..........wenn ihr das alles nur noch für normal und dem Welthandel geschuldet als o.k. empfindet

Selbstverständlich dürfen solche Zahlen nachdenklich machen.

Nur - in Aktionitis verfallen soll man nicht, bevor klar ist, was sie wirklich bedeuten.

Und rein aus der Tabelle kann man schlicht nicht sagen, ob es normal oder katastrophal ist. Die Relationen fehlen.

Das einzige was man sagen kann ist a) Unfälle und Verluste sind nicht gut und b) Unfälle und Verluste auf Null zu reduzieren ist nicht möglich.

Denk nur mal an all die Einwände, die aufkommen, wenn es um Massnahmen gegen tödliche Umfälle im Segelsport geht. Und da sind wir selber am Hebel.

Gruss, Michael
Bekennende flaue Flunder :-)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »wassergenug« (14. März 2018, 16:43)


Kassebat

Kap Hornier

Beiträge: 15 837

Wohnort: Mölln

Schiffsname: ERIS

Bootstyp: Gib'Sea 31

Heimathafen: Am Priwallhafen, Travemünde

Rufzeichen: DF7820

MMSI: 211629420

  • Nachricht senden

72

Mittwoch, 14. März 2018, 13:28

Moin zusammen,

zum Thema Brandursache läuft derzeit diese Information über den Ticker:
»Kassebat« hat folgende Datei angehängt:
  • Unbenannt.JPG (287,43 kB - 23 mal heruntergeladen - zuletzt: 15. März 2018, 09:43)
Handbreit
Torsten
__________________________________________________________________________________________
Winston Churchill wurde zu seiner Goldenen Hochzeit gefragt, ob er je an Scheidung gedacht hätte.
Antwort: An Scheidung nicht, aber öfter an Mord !

73

Mittwoch, 14. März 2018, 13:44

Jetzt werde ich auch mal nachdenklich.
Der Kahn kann 15.000 Schachteln kutschieren.
Davon enthalten X % brennbare/brandgefährliche/entzündliche/selbstentzündliche/explosive/ätzende/giftige Stoffe.
Werden bestimmte Gefahrenklassen vor dem Stauen noch einmal unabhängig auf sachgerechte/vorschriftsmäßige Verpackung/Lagerung/Sicherung geprüft?
Werden die besonders gestaut (z. B. "nie nach ganz unten" oder "jederzeit zugänglich" oder dergl.)?
Ich nehme mal an, dass bei einem Vorfall wie diesem
- jeder Löschversuch an Bord aussichtslos ist
- das Schadensereignis von vornherein sehr groß sein wird
- im Nachhinein kaum (beweis)sicher feststellbar sein wird, in welchem Container/welcher Ladung und aus welcher Ursache der Brand entstand
- grobe Fahrlässigkeit/schuldhaftes Verhalten oder gar Vorsatz eines Verladers nie ermittelt oder gar bewiesen werden kann und mithin auch nie geahndet werden wird?

Immerhin gab es einen solchen Ladungsbrand auf einem Containerschiff - zwei Nummern kleiner aber immerhin - auch schon mitten in Hamburg. Er konnte nur mühselig bekämpft werden und lange Zeit wusste keine Sau was dort alles brennt und wie toxisch die hübsche Rauchsäule ist, die möglicherweise über Tage zu bewundern ist. Von der möglichen Umweltsauerei im Wasser mal ganz zu schweigen.

Gruß
Andreas

Kassebat

Kap Hornier

Beiträge: 15 837

Wohnort: Mölln

Schiffsname: ERIS

Bootstyp: Gib'Sea 31

Heimathafen: Am Priwallhafen, Travemünde

Rufzeichen: DF7820

MMSI: 211629420

  • Nachricht senden

74

Mittwoch, 14. März 2018, 14:03

Jetzt werde ich auch mal nachdenklich.
Der Kahn kann 15.000 Schachteln kutschieren.
Davon enthalten X % brennbare/brandgefährliche/entzündliche/selbstentzündliche/explosive/ätzende/giftige Stoffe.
Werden bestimmte Gefahrenklassen vor dem Stauen noch einmal unabhängig auf sachgerechte/vorschriftsmäßige Verpackung/Lagerung/Sicherung geprüft?
Werden die besonders gestaut (z. B. "nie nach ganz unten" oder "jederzeit zugänglich" oder dergl.)?
Ich nehme mal an, dass bei einem Vorfall wie diesem
- jeder Löschversuch an Bord aussichtslos ist
- das Schadensereignis von vornherein sehr groß sein wird
- im Nachhinein kaum (beweis)sicher feststellbar sein wird, in welchem Container/welcher Ladung und aus welcher Ursache der Brand entstand
- grobe Fahrlässigkeit/schuldhaftes Verhalten oder gar Vorsatz eines Verladers nie ermittelt oder gar bewiesen werden kann und mithin auch nie geahndet werden wird?

Immerhin gab es einen solchen Ladungsbrand auf einem Containerschiff - zwei Nummern kleiner aber immerhin - auch schon mitten in Hamburg. Er konnte nur mühselig bekämpft werden und lange Zeit wusste keine Sau was dort alles brennt und wie toxisch die hübsche Rauchsäule ist, die möglicherweise über Tage zu bewundern ist. Von der möglichen Umweltsauerei im Wasser mal ganz zu schweigen.

Gruß
Andreas


@Quallenschubser:

Hallo Andreas,

die eine oder andere Frage kann ich beantworten:

Generell wird kein Container auf sachgemkäße Stauung untersucht.
In deutschen Häfen passier so etwas Stichprobenartig durch die Wasserschutzpolizei.
Der Versicherer vbon Maersk wird jetzt Himmel und Hölle in Bewegung setzen um einen Gutachter zu finden, der den Brandentstehungsort und somit den "Verursacher" findet, um den dann in Regress zu nehmen.
Warten wir es mal ab.

Soweit mir bekannt ist, werden Gefahrgutcontainer an Deck gestaut, das ist aber altes Wissen und somit nicht belastbar.

Ich glaube uns allen ist hier der Fall der MSC Flaminia noch gut in Erinnerung (einer der ersten Schiffsanäufe im Jade-Weser Port) Hier auch nochmals der BSU Bericht
Handbreit
Torsten
__________________________________________________________________________________________
Winston Churchill wurde zu seiner Goldenen Hochzeit gefragt, ob er je an Scheidung gedacht hätte.
Antwort: An Scheidung nicht, aber öfter an Mord !

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kassebat« (14. März 2018, 14:16) aus folgendem Grund: BSU Bericht mit angehängt


wassergenug

Salzbuckel

Beiträge: 2 377

Wohnort: Zürich

Bootstyp: Charter, mOcean

  • Nachricht senden

75

Mittwoch, 14. März 2018, 14:09

Verpackung/Lagerung/Sicherung geprüft?
Werden die besonders gestaut (z. B. "nie nach ganz unten" oder "jederzeit zugänglich" oder dergl.)?
Ich nehme mal an, dass bei einem Vorfall wie diesem
- jeder Löschversuch an Bord aussichtslos ist
- das Schadensereignis von vornherein sehr groß sein wird
- im Nachhinein kaum (beweis)sicher feststellbar sein wird, in welchem Container/welcher Ladung und aus welcher Ursache der Brand entstand
- grobe Fahrlässigkeit/schuldhaftes Verhalten oder gar Vorsatz eines Verladers nie ermittelt oder gar bewiesen werden kann und mithin auch nie geahndet werden wird?

Der BSU-Bericht von MSC Flaminia (nomen est omen) - weiter oben verlinkt - hat mich beim Lesen zwar einen grossen Teil des letzten samstags gekostet, ist aber wahnsinnig spannend (besser als so manchen Krimi, imho) und beantwortet im Ansatz einigen der obigen Fragen.

Gruss, Michael
Bekennende flaue Flunder :-)

excos48

Seebär

Beiträge: 1 204

Wohnort: Kiel

Bootstyp: HR34

Heimathafen: Wendtorf

  • Nachricht senden

76

Mittwoch, 14. März 2018, 14:22

...Werden bestimmte Gefahrenklassen vor dem Stauen noch einmal unabhängig auf sachgerechte/vorschriftsmäßige Verpackung/Lagerung/Sicherung geprüft?
Werden die besonders gestaut (z. B. "nie nach ganz unten" oder "jederzeit zugänglich" oder dergl.)?...

Da die Container zum Transport versiegelt sind, werden einzelne Kontrollen nicht mehr durchgeführt. Außer ggf Stichproben vom Zoll, aber mit anderem Hintergrund.
Da wird aus logistischen Gründen auf eine vorschriftenkonforme Stauung vertraut, der Versender ist ja an unbeschädigtem Transport seiner Ware interessiert. Siehe Container Handling
Für die diversen Gefahrgutklassen gibt es "Dangerous Goods Segregation Tables" (kann man mal googlen) nach denen definiert, was nicht neben/über/unter/in der Nähe von... gestaut werden darf und ggf. sogar wieviele andere Container horizontal/vertikal dazwischen liegen sollen. Mit sowas wird die Beladungsplanung für solch große Schiffe eine gute Aufgabe.

Gruss
excos48

77

Mittwoch, 14. März 2018, 16:03

Es sind offenbar nicht "mehrere 1000 Container unbekannten Inhaltes", sondern lt. dem von Klaus Helfrich genannten Artikel mit den "Katastrophen" noch nicht mal 1400.


Ah ja, 1400 Container auf offener See pro Jahr zu "verlieren" ist also akzeptabel ??


Heaven, gibt es einen Grund, mein Zitat dermaßen sinnentstellend zu verfremden? Im Original heißt es (ohne Fettsatz):

Es sind offenbar nicht "mehrere 1000 Container unbekannten Inhaltes", sondern lt. dem von Klaus Helfrich genannten Artikel mit den "Katastrophen" noch nicht mal 1400. Ok, das sind 1400 zu viel,


Dieses selektive Lesen finde ich schon schräg. Auch (und gerade) wenn ich inhaltlich viele Deiner Positionen teile.

Beiträge: 2 062

Wohnort: Essen-Cuxhaven-Den Oever

Bootstyp: Katamaran

Heimathafen: NL / Den Oever

  • Nachricht senden

78

Mittwoch, 14. März 2018, 21:10

Es sind offenbar nicht "mehrere 1000 Container unbekannten Inhaltes", sondern lt. dem von Klaus Helfrich genannten Artikel mit den "Katastrophen" noch nicht mal 1400.


Ah ja, 1400 Container auf offener See pro Jahr zu "verlieren" ist also akzeptabel ??


Heaven, gibt es einen Grund, mein Zitat dermaßen sinnentstellend zu verfremden? Im Original heißt es (ohne Fettsatz):

Es sind offenbar nicht "mehrere 1000 Container unbekannten Inhaltes", sondern lt. dem von Klaus Helfrich genannten Artikel mit den "Katastrophen" noch nicht mal 1400. Ok, das sind 1400 zu viel,


Dieses selektive Lesen finde ich schon schräg. Auch (und gerade) wenn ich inhaltlich viele Deiner Positionen teile.


Es sei mir verziehen, hab das Zitat halt unbewußt zu weit gekürzt. Es ging mir eigentlich auch nur um die Größenordnung.

Wobei sich mir die Frage stellt, wieviele Container gehen eigentlich geradewegs auf Grund und wieviel vagabundieren an der Oberfläche herum und wie lange?

Bei der Art der Importware (Turnschuhe, Reifen, Bälle, Kunststoffprodukte etc.) und der Art der Verpackung (Styropur, Luftpolsterfolie) werden viele Container locker schwimmen ggf. sogar der Großteil davon.
Damit stellt sich nur noch die Frage der "Reisedauer" bis sie irgendwo angespült werden.
Sind sie mehr als ein Jahr unterwegs reden wir von einer erklecklichen Anzahl gefährlicher Hindernisse für die Seefahrt, die im Extremfall Leben kosten.
Gruß

Martin

Der Segler mit Zeit hat immer den richtigen Wind :)

wassergenug

Salzbuckel

Beiträge: 2 377

Wohnort: Zürich

Bootstyp: Charter, mOcean

  • Nachricht senden

79

Mittwoch, 14. März 2018, 22:42

Sind sie mehr als ein Jahr unterwegs reden wir von einer erklecklichen Anzahl gefährlicher Hindernisse für die Seefahrt, die im Extremfall Leben kosten.

Nicht nur Container. Hier in unseren Gewässer viel weniger ein Problem, aber bei den Amis drüben, vor allem auf der Westküste, sind Baumstämme aus der Waldwirtschaft so eine Sache. Nicht weil sie über Bord gehen - das passiert auch - sondern weil sie schwimmend von Schleppern transportiert werden, und dort verloren gehen.

Ein Kolleg wohnt in Vancouver, und erzählt, dass es beim Segeln vor Vancouver Island eine konstante Aufgabe ist, nach den Logs Ausschau zu halten, und dass es jährlich Unfälle hat.

Die ganz tückische sind die Stämme, die eine Weile im Wasser sind. Sie ändern scheinbar Lage von horizontal nach vertikal, schwimmen leicht unter der Oberfläche und rammen dir im Wellengang ein tüchtiges Loch durchs Boot von unten.

Gruss, Michael
Bekennende flaue Flunder :-)

columbus488

Schief-made

  • »columbus488« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 13 353

Schiffsname: Azurit

Bootstyp: Spirit 28 ( van Heygen )

Heimathafen: Kühlungsborn

Rufzeichen: DD7917

MMSI: 211 625 930

  • Nachricht senden

80

Donnerstag, 15. März 2018, 07:02

Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
Kurt Tucholsky

Zur Zeit ist neben Ihnen 1 Benutzer in diesem Thema unterwegs:

1 Besucher

Counter:

Gezählt seit: 4. Februar 2014, 08:39, nur eingeloggte Mitglieder
 Zugriffe:   Hits heute: 1 310   Hits gestern: 2 079   Hits Tagesrekord: 5 297   Hits gesamt: 3 809 860   Hits pro Tag: 2 339,52 
 Seitenaufrufe:   Klicks heute: 8 656   Klicks gestern: 15 200   Klicks Tagesrekord: 154 353   Klicks gesamt: 31 259 224   Klicks pro Tag: 19 195,37 

Kontrollzentrum

Helvetia