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KMille

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1

Samstag, 2. Februar 2019, 18:36

Segelcharter Karibik Guadeloupe Tipps

Moin zusammen,

wir wollen im Juni das erste Mal in der Karibik chartern.
Es soll nach Guadeloupe gehen. Da wir bisher nur in NL, Ostsee und Kroatien gechartert haben, bin ich für jeden Tipp dankbar:

Wie hoch sind die Liegegelder?
Welche Route für einen 2 Wochentörn schlagt ihr vor?
Gibt es Bojenfelder oder wird überwiegend geankert?
Könnt ihr einen guten und günstigen Vercharterer für im Verhältnis kleine Boote bis 40ft empfehlen?
Welchen Revierführer empfehlt ihr?
Gibt es eine App zur Reservierung von Liegeplätzen....so etwas wie mySea (die nutzen wir in Kroatien immer)?

Vorab wie immer vielen Dank für eure Unterstützung!!!

Handbreit

KMIlle
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Fegerlein

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2

Samstag, 2. Februar 2019, 20:13

Hallo,
also wir waren auf Guadeloupe, von da aus deren Westküste, Mariegalante, Ille des Saints etc. Liegeplätze wie in NL nutzt man da eigentlich nicht, es wird in Buchten geankert. Kommst du in eine Bucht kommen ein paar Boatboys angedüst und wollen dir beim Ankern helfen, ne Muringboje anbieten etc. Kannst du machen must du aber nicht. Da du fast keine Marinas hast, must du gutmit dem Wasser haushalten oder einen Watermaker an Bord haben. Hilfreich ist wenn jemand an Bord Französisch spricht, das erleichtert vieles, vor allem beim Ein- und Ausklarieren. Wenn 14 Tage würde ich nach Antigua rüberziehen. Revierführer gibt es gute Englischsprachige. Wir waren mit einem Vercharterer da der „ Traumjachten“ vermietet. Viele Defekte die uns über einen Tag gekostet haben, dafür hat er am Ende des Törns die Kaffelöffel gezählt. Man muss Prioritäten setzen.

Gruß
Andreas

KMille

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3

Sonntag, 3. Februar 2019, 16:53

Hallo Andreas,

danke für Dein Feedback. Kannst Du was zu Kosten sagen ... Liegeplätze....etc. ?
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Fegerlein

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4

Sonntag, 3. Februar 2019, 17:26

Hallo,
Liegeplätze braucht man nicht, da du in Buchten ankerst. Das kostet in der Regel nichts. In einen Hafen geht man nur zum Wasser bunkern. Da zahlst du für das Wasser und das nicht zu knapp. Die entscheidenenden Kosten sind die Flüge und die Charter. Essen gehen kostet n etwa soviel wie in Deutschland. Wenn man kochen möchte kann man gut von den Einheimischen Obst, Gemüse oder Fisch kaufen. Es kommen regelmäßig Boatboys vorbei, die für den nächsten Morgen die Baguette Bestell7ng aufnehmen oder andere Lebensmittel anliefern wollen. Das klappt auch in der Regel sehr zuverlässig.

Gruß
Andreas

5

Montag, 4. Februar 2019, 20:51

Hallo KMIlle

Bin gerade von da zurück. Route von St. Martin bis Dominika. Wir haben mit Dream Yacht Charter einen tollen Service und auch grosse Hilfsbereitschaft erlebt. Sowohl in St. Martin als auch in Guadeloupe. Von daher kann ich DYC empfehlen. Das Boot war in Top Zustand. Ganz unkomplizierte Leute vor Ort. Gebucht haben wir bei KHP Yachtcharter. Auch hier alles unkompliziert. Preis-Leistung muss jeder für sich definieren.

An Literatur brauchst du eigentlich nur die hier: http://www.cruisingguides.com/leeward-islands Aber die brauchst du. Wir hatten diverse Revierführer vom Vercharterer, aber diese waren die einzig wirklich brauchbaren. Auch wegen der ganzen Hintergrundinfos.

Auf den französischen Inseln kannst du auch mit englisch gut zurechtkommen. Ein Bonjour oder Bonsoir öffnet dort die Herzen und ein freundliches "vous parlez anglais" wird eigentlich immer mit ja beantwortet. Sie freuen sich, wenn man die Landesprache versucht. Das Ein-/Ausklarieren zwischen den Inseln nervt, zumal jeder sein eigenes Süppchen kocht. Die Prozedere sind in den Cruising Guides aber sehr gut beschrieben.

Empfehlungen:
Guadeloupe: Deshaies an der NW Küste. Toller Ort, den man gesehen haben muss. Le Gosier. Traumbucht mit Postkartenmotiv 1-2 Meilen südöstlich vor Pointe a Pitre (war unser Rückgabeort). Ideal für die letzte Nacht oder als erste Bucht, wenn man schnell noch aus der Marina raus will. Marina der Riviere Sens an der SW Küste ist schön ruhig.

Les Saintes: toll als Zwischenstation von Dominika nach Guadeloupe. Hier in der grossen Bay Terre de Haut auf jeden Fall eine Mooringboje nehmen. Ansonsten ist Ankern auf 10m und tiefer angesagt. Zwischen den Moorings ist ankern nicht erlaubt. Ne Boje kostet 14 € pro Nacht. Nach 14:00 Uhr wirds eng. Die Bojen können nicht mit dem Bootshaken hochgezogen werden, sind aber gut vom Schiff erreichbar. Es gibt in der Nähe noch eine kleine Bucht - Anse sour Levent. Hier gibt es auch Mooringbojen, die aber vom Schiff nicht erreichbar sind. Entweder weiter draussen ankern oder den Festmacher vom Dinghy aus einfädeln. Sehr schönes Schnorchelrevier.

Marie-Galante: soll sehr schön sein, haben wir nicht mehr geschafft. Bekannte schwärmten aber davon. Les Saintes und ich glaube auch Marie-Galante musst du nicht ein/auskalrieren, wenn du von Guadeloupe (und umgekehrt) kommst. Die gehören zusammen.

Wenn du irgendwo hin musst, dann nach Dominika, eine der schönsten Inseln in der Karibik. Auch wenn das Land selbst bitterarm ist und zur Dritten Welt gezählt wird, sie geben sich dort alle Mühe für die Yachties. Vieles ist noch immer von den Hurricanes zerstört. Aber es lohnt sich. Wenn ihr Dominika anfahrt, kommt euch bereits vor der Bucht ganz sicher ein Guide entgegen. Die meisten Guides, meist mit gelben T-Shirts und Booten, sind gut organisiert in der Portsmouth Association of Yacht Security and Services (PAYS). Wenn ihr also einen Guide nehmt, dann unbedingt einen der dort organisiert ist. In der Bucht sollte man im nördlichen Teil ankern, der wird von den Guides auch nachts bewacht. Das Wasser ist bis kurz vor dem Strand etwa 4m tief. Mooring Bojen gibt es auch, aber nicht alle sind gewartet. Die Guides wissen, welche Bojen gut sind. Auf Dominika muss man die Indian River Tour und eine Inselrundfahrt machen.

Soweit mal meine Erfahrung. Ggf. mehr per PN.

Gruss und Handbreit
Uwe
Skipper's word is law near god.

KMille

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6

Dienstag, 5. Februar 2019, 23:15

Hallo Uwe,

wow vieen Dank für die ausführlichen Infos und Eindrücke.Ich werde mich nächstes Wochenede intensiver mit der Reise beschäftigen und Dene Tipps helfen auf jeden Fall.

Herzlichen Dnk dafür!

Handbreit

KMille
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hartihel

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7

Samstag, 9. Februar 2019, 15:01

Hallo KMille,
bin gerade für 4 Wochen auf Guadeloupe, wenn ich noch Tipps und Infos ausser denen vom Uwe (Daumen hoch)) habe, dann stelle ich die hier dann ein.
Fair winds
Helmut
Paradise has no name, it's a state of mind

ArAl

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8

Samstag, 9. Februar 2019, 17:37

... wir wollen im Juni das erste Mal in der Karibik chartern.
Im Juni?

Wir sind mal im Februar von St. Lucia nach Antigua gesegelt, aber Juni wäre mir zu riskant wegen der Hurrikansaison (Juni bis November). Ich würde sowas von Ende November bis Ende April machen.

So sah es in den letzten Jahren aus:
2017:
http://www.naturgewalten.de/hurr17.htm
2018:
http://www.naturgewalten.de/hurr18.htm

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