Sie sind nicht angemeldet.

Werbung

Boote kaufen

Windstärken

Windstärkentabelle

Hallo Besucher, willkommen im Segeln-Forum! Hier kannst Du Dich registrieren, um unser Forum in seiner vollen Pracht genießen zu können! - Weitere Infos zur Registrierung - Login für Mitglieder -

Sander 850

Admiral

  • »Sander 850« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 964

Wohnort: Weißenthurm

Bootstyp: Sander 850

Heimathafen: De Kuilart

  • Nachricht senden

1

Montag, 1. Juli 2019, 22:36

Portugal/Spanien Atlantikküste

Hallo,

hat jemand sein Boot an der portugiesisch - spanischen Atlantikküste liegen?

Ich habe mal kurz geschaut, die Preise in Portugal erscheinen mir sehr angemessen und sind mit den Niederlanden vergleichbar. Im Mittelmeer sind sie rund 3 x so hoch.

Das Gebiet zwischen A Coruna und Porto interessiert mich besonders. Gibt ja sogar ein paar Inseln.

Ist das überhaupt interessant für Segler? Wie sind da die Bedingungen über Jahr gesehen? Wann startet die Saison? Wann endet sie?

Gruß
Chris

Orage

Seebär

Beiträge: 976

Wohnort: Hannover

Schiffsname: Orage

Bootstyp: Bianca 111

Heimathafen: Toulon, Frankreich

  • Nachricht senden

2

Dienstag, 2. Juli 2019, 00:15

Das ist eine für Segler unangenhme Region. Häfen dort werden meist bei Überführungen ungern und eher notgedrungen angelaufen. Hoher, unangenehmer Seegang, starke Tide, Marinas oft in Flussmündungen und schwer anzusteuern. Häufig Starkwind. Leixoes und Duoro Marina (bei Porto) liegen am Fluss Duoro und sind nicht besonders romantisch...Ponte de Lima etwas besser und sicherer. Insgesamt ungemütliches und sehr anspruchsvolles Küstengebiet und Revier, das man lieber weit querab lässt.

Einfacher, schöner und nicht viel teurer ist die Algarve: z. B. Lagos, Portimao, Vilamoura...

sailor35

Bootsmann

Beiträge: 108

Wohnort: Köln

Schiffsname: Lollo

Bootstyp: Monsun

  • Nachricht senden

3

Dienstag, 2. Juli 2019, 07:32

Ist bei mir zwar schon 10 Jahre her, dass ich dort war, aber ich erinnere mich noch, dass die Küste zwischen La Coruna und Baiona ein herrliches Segelrevier war. Viele wunderschöne Buchten, die viel Schutz bieten und in denen es viele nette Häfen und Ankerplätze gibt. Und dazu einige traumhafte Inseln, vor denen man bei ruhigem Wetter ankern kann. Klar, bei Starkwind aus westlichen Richtungen gibt es viel Seegang, aber ich glaube bei mehr als 5 oder sagen wir 6 Bft fahren viele in der Ostsee auch nicht mehr aus dem Hafen. Die Tide spielte jedenfalls bei meiner Reise damals keine große Rolle, es ist ja überall tief genug und die Strömungen waren moderat.
Der einzige Nachteil, der mir bei diesem Küstenabschnitt einfällt ist der viele Nebel. Wegen der vielen Fischer lohnt sich hier vielleicht ein Radar.

Etwas anders sieht es zwischen Baiona und Porto aus. Dort gibt es im Wesentlichen nur Viana de Castelo und Povoa de Varzim als Häfen. Zumindest letzterer ist bei kräftigen, auflandigen Wind etwas heikel anzulaufen. Porto ist aber eine wunderschöne Stadt, geradezu ein echter Geheimtip. Aber als Segler besucht man Porto am besten von Povoa de Varzim aus mit der S-Bahn, das geht schnell und unkompliziert. Ich habe in Povoa de Varzim einige Deutsche gesehen, die dort ihr Boot überwintern, das soll sehr preiswert sein.
Auch in diesem Abschnitt gibt es viel Nebel.
Im gesamten Bereich herrscht im Sommer überwiegend Nordwind, der sogenannte Portugiesische Norder, oder auch Nortada genannt.
Ich würde auf jeden Fall Galizien bevorzugen, das ist landschaftlich ein sehr schönes Segelrevier.

Viele Grüße
Torsten

4

Dienstag, 2. Juli 2019, 07:42

Hallo Chris,
ich habe gerade mein Schiff über die Biskaya nach Leixoes gebracht. Im Sommer geht es weiter ins Mittelmeer.
Also den Eindruck kann ich nicht bestätigen. Tide spielt keine Rolle, Strömungen sind zu vernachlässigen.
Momentan liegen wir in Leixoes für 400€ für 2 Monate. Das ist günstig für 38 Fuß. Die Lebenshaltungskosten sind ebenfalls moderat. Essen gehen ist teilweise günstiger als selber kochen.
Bei richtiger Vorbereitung, wie woanders auch, ist das Revier sehr gut machbar. Allerdings sollte man immer den Wind im Auge haben. Schwell ist abhängig vom Wind.

Es gibt sehr viele und schöne Ankerplätze in den Rias und den Buchten.
Ich kann den Revierführer Atlantic Spain and Portugal von Imray empfehlen. Steht alles drin was man braucht.
Viel Spaß in dem Revier,
Gruß Carsten

Sander 850

Admiral

  • »Sander 850« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 964

Wohnort: Weißenthurm

Bootstyp: Sander 850

Heimathafen: De Kuilart

  • Nachricht senden

5

Dienstag, 2. Juli 2019, 09:04

Ich möchte jetzt nicht kurzfristig das Boot dahin verlegen. Aber das Revier interessiert mich. Vor allem weil offenbar nicht so überlaufen und auch überteuert wie das Mittelmeer ist. Ich habe den Eindruck, dass dort der Massentourismus wie an der Cote d Azur noch nicht angekommen ist.

Außerdem segeln ja alle auf dem Weg zu den Kanaren dort nur vorbei. Daher scheint mir die Ecke relativ unbekannt.

Zudem ist es ja gar nicht so weit weg mit dem Boot. Algarve habe ich gerade mal geschaut. Auch sehr schön aber der Liegeplatz liegt bei meiner Bootsgröße um den Faktor 2,5 höher als an der Atlantikküste.

Leider sind die Spanier mit Informationen auf ihren Homepages ziemlich sparsam. Während die Portugiesen professionelle Homepages haben mit Tarifen findet man bei den spanischen Marinas kaum Infos.

Gruß
Chris

Beiträge: 1 332

Schiffsname: Om

Bootstyp: Werftbau ähnlich Carter 33

Heimathafen: Stralsund

  • Nachricht senden

6

Dienstag, 2. Juli 2019, 12:48

Moin.
Ich bin gerade an der Algarve und war letztes Jahr in Galizien und an der portugiesischen Westküste.
Galizien ist ein Traumrevier. Die Rias großartig. Jede Menge schöne Ankerplätze und Marinas satt.
Die Portugiesische Westküste ist eher unspektakulär. Spektakulär hingegen ist die Dünung vor den Häfen wenn es irgendwo auf dem Atlantik geweht hat. Das kann brandgefährlich werden, deshalb werden dort die Häfen öfter gesperrt. Man ist immer gut beraten vor dem Auslaufen sicher zu stellen, dass man im Zielhafen auch wieder einlaufen kann. Hier berät der Hafenmeister gerne.
Die Algarve ist ein perfektes Revier für den Winter. Warm, sonnig, wenig Regen und die Liegegebühr ist sehr günstig. Ab Juni ist dann Hauptsaison und es wird teuer. Dann ist In den Ankerbuchten ordentlich Gedränge. Die Portugiesen sind sehr nett, hilfsbereit und sprechen durch die Bank Englisch.
Fazit. Das Revier zwischen La Coruna und Gibraltar ist absolut empfehlenswert und bis auf die anspruchsvolle portugiesische Westküste problemlos zu besegeln. Die Tiede und Strömungen spielen meist keine Rolle. Obacht bei Häfen die in Flüssen liegen hier gibt der Reeds detaillierte Informationen. Das man bei Welle gegen Strom aufpassen muss setze ich als bekannt voraus.

unregistriert

7

Dienstag, 2. Juli 2019, 13:23

Hallo Chris

Ich habe mene Albin Vega jetzt in Vila do Conde/Povoa de Varzim liegen. Jahres Liegeplatz liegt bei 1`000 Euro pro Jahr, inlusive 1 x aus dem Wasser und wieder wassern. Die Schiffe werden an Land gebracht, wegen der Witterung im Winter.
Vila do Conde/Povoa de Varzim ist eine sehr schöne Gegend und du hast einerseits einen älteren Herrn, der sehr günstig gute Rostfrei Stahl Ausbesserungen macht (meine Leiter durchtrennt, neue Stufen angeschweisst = 40 Euro). Es gibt in Porto Matosinhos einen ausgezeichneten Mechaniker, der besonders ältere Maschinen sher gut kennt, Stundenansatz 30 Euro. Porto (12 Kilometer entfernt) ist eine sehr schöne Stadt, von Basel nach Porto mit Easyjet zirka 30 bis 300 Euro, je nach Suche.
Von Porto kannst Du nordwärts in die spanischen Rias 1 - 5 Segeltage) Auch La Coruña kannst du auswählen als Hafen (Einfliegen nach Santiago de Compostela und mit Bus nach La Coruña)

Wenn du mir deine Mail schicken willst, kann ich dir die Marinehäfen Fibel aus der gallizischen Küste eingescannt schicken (lehmannhr@gmail.com)

Ich kann die Gegend empfehlen. Leixoes als Hafen ist etwas weniger angenehm. Der Jachthafen liegt im grossen Handelshafen und nachts hast du hohe Strömungen im Hafenbecken, was dein Boot herumschlägt. Dafür wird es heftig vertäut und mein Schiff wurde einmal so vertäut, dass sie es am Seitenläufer festmachten und der dann aus de Befestigung gerausgerissen wurde. Es hat allerdings den Hurricane von Okt/Nov dort komplett schadenfrei überstanden, da die Hafenmauern es gut schützen.

Marina Vila do Conde/Povoa de Varzim hat den Namen, die beste Portugiesische Marina zu sein vom Kundendienst her. Ich bin glücklich mit denen, nur WiFi lässt zu wünschen übrig. Vom Airport in 30 Minuten erreichbar, Kosten E 2.20 Metro. Einkaufsmöglichkeiten Lidl in 10 Min zu Fuss, Stadtzentrum in 3 Minuten... Spanien per Auto 45 Minuten...

http://marinadapovoa.com/en/tarifas/

https://www.marinaportoatlantico.net/en/node/10

http://www.marinarealcoruna.com/english/…ual-rental.html


Gruss

Hier noch Adressen in Spanien:

Real Club Nautico de Ribadeo www.clubnauticoribadeo.com
Club Nautico Ria de Ares www.nauticoares.com
Club Nautico de Sada www.clubnauticodesada.com
Real Club Nautico de Coruna www.rcncoruna.com
Club Nautico de Camarinaswww.cncamarinas.com
Club Maritimo Carrumeiro www.clubcarrumeiro.com
Real Club Nautico Portosin wwwrcnportosin.com

Sind nur einige. kann dir wie gesagt noch mehr schicken. In Portugal kostet überschlagen Jahresplatz €80-100 Monat, Spanien etwas mehr. In den Rias sind sie nicht vorbereitet für auswärtige Segler. Portugal kannst Du mit € 100 Woche Spitze leben. Portugiesen sind sehr freundlich. Sehr perfektionistisch gestrickt wie D, aber ausgesprochen freundlich.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Capri1992« (2. Juli 2019, 13:35) aus folgendem Grund: Ergänzung


IngoNRW

Seebär

Beiträge: 1 116

Wohnort: Dortmund

Schiffsname: Level Four

Bootstyp: Verl900

Heimathafen: Yachthafen Nauerna Amsterdam Nordsee Kanal

  • Nachricht senden

8

Dienstag, 2. Juli 2019, 14:10

Ich war dort im November mit einem Kat. Und ein stürmisches Wochenende in Porto. Mir hat es super gefallen. Vor allem touristisch nicht so ausgereizt, wie das Mittelmeer. Und Lebenserhaltungskosten viel günstiger. Denke nur, da brauchst Du Zeit. Oft ist der Seegang ja so hoch, dass man einige Häfen gar nicht anlaufen kann. Auf der anderen Seite gibt es dort wohl jede Menge interessante Buchten und Ankerplätze. Sollte ich ab nächstem Jahr dort vorbei kommen, bleibe ich auf jeden Fall ein paar Wochen in der Gegend.
:Kaleun_Binocular:
Es ist nicht immer der Wind, wenn die Boote wackeln

Klausen

Leichtmatrose

Beiträge: 38

Bootstyp: Bavaria 37cr

Heimathafen: Lelystad

  • Nachricht senden

9

Dienstag, 2. Juli 2019, 14:47

Hallo,
kann dem "Blaubär" und "Capri1992" nur uneingeschränkt zustimmen! Bin 2017 auf meiner Atlantikrunde die Westküste Portugals runter bis Sines und war 2018 noch 2 Wochen auf dem Rückweg in Galizien. Alles toll!!
LG Klaus

HalbwegsRassig

Leichtmatrose

Beiträge: 37

Schiffsname: FIDELITAS

Bootstyp: Hallberg-Rassy 36

Heimathafen: Glücksburg

  • Nachricht senden

10

Mittwoch, 3. Juli 2019, 21:37

Bin letztes Jahr auf dem Weg ins MM dort vorbeigekommen. Portugiesische Küste ist, so interessant sie ist, kein ausgesprochenes Cruising-Revier, dann schon eher Algarve oder eben - rauer - Galicien. Eventuell mal Muros Fragen (Pedro oder den deutschen Hafenmeister).

unregistriert

11

Freitag, 25. Oktober 2019, 07:38

Bin letztes Jahr auf dem Weg ins MM dort vorbeigekommen. Portugiesische Küste ist, so interessant sie ist, kein ausgesprochenes Cruising-Revier, dann schon eher Algarve oder eben - rauer - Galicien. Eventuell mal Muros Fragen (Pedro oder den deutschen Hafenmeister).
Tatsächlich ist die portugiesische Küste kein Cruising Revier, wenn du nicht die Eingänge in die Ankerplätze kennst. Die Rias haben da viel mehr zu bieten. Aber MUROS kann ich nun gar nicht empfehlen. Erstens die teuerste von allen mit schlechtem Service und der deutsche Hafenmeister, arroganter geht es gar nicht. Ich spreche fliessend Spanisch und kann mir selbst helfen, daher bin ich auf ihn nciht angewiesen. Aber seine Art ist ja wirklich sowas von.... Er glaubt, Spanien existiere ohne ihn gar nicht, dabei ist seine Marina eine der Bedürftigsten. Dann schon lieber Camarinhas, Baiona, Pedras Negras etc. Traumhaft, wenn ihr in Pedras Negras einläuft und das Essen ist einzigartig. Man muss halt vorsichtig sein mit den Felsen...

SKOKIAAN

Seebär

Beiträge: 1 453

Wohnort: Berlin

Schiffsname: SKOKIAAN

Bootstyp: Moody Eclipse 33

Heimathafen: Ueckermünde

Rufzeichen: DJ3239

  • Nachricht senden

12

Freitag, 25. Oktober 2019, 12:39

Alles richtig, aber der Schwell in den Häfen ist schon recht ordentlich. Ich hatte das Boot einen Winter in A Coruna, im Real Club Nautico im inneren Hafen, war zu meiner Überraschung günstiger als die große Marina direkt hinter der hohen Hafenmauer (obwohl die freiwillig 25 % Rabatt anbot).

Ja, das Essen ist gut und preiswert, die Galicier nett, der dortige Seewetterbericht super. Von A Coruna um das große Kap herum bis zum nächsten anlaufbaren Hafen Mugia sind es 55 sm entlang der Costa Del Morte , ab dann weiter südlich bis Vigo ein super Segelrevier mit vielen Buchten, Inseln und Häfen. Aber halt weit weg, die Anreise entlang der französischen und nordspanischen Atlantikküste zog sich hin (viel Schwachwind wegen der hohen Berge an der Küste). Da ist es eine echte Alternative, quer über die Biskaya zu fahren (wenn man sich zutraut, drei Tage durchzusegeln).

Wenn man das Boot dort lässt, ist die Anreise von D nicht so schlecht: es gibt günstige Flüge nach A Coruna und Santiago de Compestalla.

Handbreit, Skokiaan

unregistriert

13

Samstag, 26. Oktober 2019, 12:41

Alles richtig, aber der Schwell in den Häfen ist schon recht ordentlich. Ich hatte das Boot einen Winter in A Coruna, im Real Club Nautico im inneren Hafen, war zu meiner Überraschung günstiger als die große Marina direkt hinter der hohen Hafenmauer (obwohl die freiwillig 25 % Rabatt anbot).

Ja, das Essen ist gut und preiswert, die Galicier nett, der dortige Seewetterbericht super. Von A Coruna um das große Kap herum bis zum nächsten anlaufbaren Hafen Mugia sind es 55 sm entlang der Costa Del Morte , ab dann weiter südlich bis Vigo ein super Segelrevier mit vielen Buchten, Inseln und Häfen. Aber halt weit weg, die Anreise entlang der französischen und nordspanischen Atlantikküste zog sich hin (viel Schwachwind wegen der hohen Berge an der Küste). Da ist es eine echte Alternative, quer über die Biskaya zu fahren (wenn man sich zutraut, drei Tage durchzusegeln).

Wenn man das Boot dort lässt, ist die Anreise von D nicht so schlecht: es gibt günstige Flüge nach A Coruna und Santiago de Compestalla.

Handbreit, Skokiaan
Von Coruña ist es ein Tagesritt nach Camarinhas. Der Hafenmeister in Camarinhas ist ausgesprochen hilfreich und übergibt dir ein kleines Büchlein. Einen so genannten Hafenpass! In jenem sind sämtliche Marinen in ganz Galizien und bis nach Biarritz eingetragen und du hast so ziemlich alles 30-50 sm einen Hafen oder Ankerplatz. Die sind günstig, gut gehalten und alle haben vollen Service. Du kannst sogar runter bis in die Algarve in Tagesritten. Entweder sind es Häfen oder Ankerplätze, aber immer kannst du rein, falls notwendig.

Küstensegeln war für mich eh nicht drin. Ich gehe immer mindestens 3-5 sm, aber idealerweise 15-20 sm, raus. An der galizischen Küste ist dies etwas komplizierter als in Mexiko, denn es sind Schifffahrtsverkehrskanäle und die, sollte man frei halten. Aber Wind hast du am Atlantik nun wirklich genügend und die Querung der Biskaya ist herrlich. 3 Tage Überquerung ist doch nichts, der Pazifik von Mexiko nach Galapagos waren 19 Tage offenes Meer... Übung macht den Meister und sterben? Ein LKW ist näher als ein Tsunami...

Gruss

nixxe

Ich bin 2 Øltanks

Beiträge: 19 220

Wohnort: S-H

Bootstyp: schifflos unglücklich

  • Nachricht senden

14

Samstag, 26. Oktober 2019, 17:06

Immerhin finden da die Wellenreitmeisterschaften Europas statt, hohe Brandung gerne im Überfluss. Vor allein Guincho. Muss toll sein...... :)

craighouse

Proviantmeister

Beiträge: 227

Schiffsname: Sissi

Bootstyp: Maxi 120

Rufzeichen: DC2409

MMSI: 211793880

  • Nachricht senden

15

Dienstag, 29. Oktober 2019, 00:33

Wir sind gerade die Küste von Camariñas bis Portimao abgefahren. Nahe der Küste ist alles zugepflastert mit Fischerbojen. Das geht so etwa bis 100 Meter Wassertiefe. Die großen sind ca. 10 bis 15 Meilen Wei draußen unterwegs. Das gibt einen guten Streifen, in dem es sich entspannt segeln lässt.

Marinas, die wir mit knapp 12m Länge besucht haben:
Camariñas (24€), Vigo Club Nautico (26€, 1 Nacht Rabatt bei knapp zwei Wochen Aufenthalt), Leixoes (24€), Peniche (26€ im September, 18€ im Oktober), Oeiras (28€), Sines (24€), Lagos (26€). Alles aus dem Gedächtnis, keine Garantie. Soll nur eine Idee liefern.

Alteingesessene sagen, dass Cascais bei knapp 50€ liegt und diese Preise auch in der Saison an der Algarve aufgerufen werden.

Windmäßig war es einigermaßen durchwachsen. Zuerst schien es, als würde der Norder niemals aufhören zu blasen. Dann häuften sich Flautelöcher oder Gegenwind. Doof. Wir haben uns für längere Aufenthalte entschieden, wollten lieber auf Wind warten, als zu dieseln.

Der Schwell hielt sich in den zwei Monaten in Grenzen. Man kann aber auch gründlich festsitzen.

Grundsätzlich gilt: Die Häfen sind eher selten. Zumeist ist an der gleichen Stelle ein Fischereihafen, ein Industriehafen und eine Marina. Man ankert im Vorhafen oder fährt in die Marina. Laufschuhe Ankerplätze gibt es in den Rias im Norden, ab der Grenze zwischen Spanien und Portugal ist Schluss.

Wer sich hier länger aufhält sollte sich mit den Themen "Ankererlaubnis" (Spanien) und "Leuchtturmsteuer" (Portugal) beschäftigen. Die haben hier Regeln, die wir Deutschen uns nicht erträumen würden. Als Durchreisende ignorieren wir das geflissentlich und nehmen das Risiko in kauf (Strafe bis 1000€).

Es wird viel kontrolliert, wir hatten zweimal die GNR an Bord. Haftpflicht ist in Spanien vorgeschrieben. Wir haben einen Holländer kennen gelernt, dem sie deswegen das Ruder verplombt haben.

Die Algarve ist meiner Meinung nach überbewertet, weil die Küste ziemlich mit Bettenburgen dekoriert ist. So viel zu meinen Eindrücken.

SKOKIAAN

Seebär

Beiträge: 1 453

Wohnort: Berlin

Schiffsname: SKOKIAAN

Bootstyp: Moody Eclipse 33

Heimathafen: Ueckermünde

Rufzeichen: DJ3239

  • Nachricht senden

16

Dienstag, 29. Oktober 2019, 17:28

Hallo @craihouse:, kannst Du das mit der Ankererlaubnis und der Leuchtturmsteuer bitte noch etwas erläutern?

Handbreit, Skokiaan

Sander 850

Admiral

  • »Sander 850« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 964

Wohnort: Weißenthurm

Bootstyp: Sander 850

Heimathafen: De Kuilart

  • Nachricht senden

17

Dienstag, 29. Oktober 2019, 17:42

Freue mich über die Beiträge. Die Lagune bei Faro sieht übrigens sehr spannend aus. Gibt ja auch einige Marinas. Ist das eine schöne Gegend? Kann man da mit nem kleinen Boot rein fahren?

Und wie sieht es unter Berücksichtigung der herrschenden Winde mit einer Runder Azoren hin und zurück aus? Die ganze Ecke reizt mich immer mehr. Zumindest bis Faro runter.

craighouse

Proviantmeister

Beiträge: 227

Schiffsname: Sissi

Bootstyp: Maxi 120

Rufzeichen: DC2409

MMSI: 211793880

  • Nachricht senden

18

Dienstag, 29. Oktober 2019, 19:09

Hallo @craihouse:, kannst Du das mit der Ankererlaubnis und der Leuchtturmsteuer bitte noch etwas erläutern?

Handbreit, Skokiaan


Ankererlaubnis: https://www.sybigfoot.de/befahrens-und-a…sweg-deutsch-2/

Leuchtturmsteuer: https://segelreporter.com/panorama/cruis…er-in-portugal/

So ist es einfacher, als selbst zu schreiben. Die Tarife sind gestiegen, ist aber immer noch günstig.

HermannC

Matrose

Beiträge: 60

Wohnort: Jaderberg

Schiffsname: Esperanza

Bootstyp: Katamaran

  • Nachricht senden

19

Dienstag, 29. Oktober 2019, 19:21

Moin,
ich bin heute bei der Portpolice in Olhao gewesen und habe mich nach der "Leuchtturmsteuer" erkundigt. Dort sagte man mir, dass ich in den ersten 180 Tagen nichts bezahlen brauche, danach sollte ich mich wieder melden. Wenn ich in der Zwischenzeit z.B. in Spanien gewesen bin, zählen die 180 Tage wieder neu. Ich muss den Aufenthalt in Spanien aber nachweisen, z.B. durch eine Hafenquittung oder ähnliches.
Hat jemand eine ähnliche Erfahrung?

Sorry, habe den Bericht von craighouse zu spät gelesen.

Grüße Hermann

SKOKIAAN

Seebär

Beiträge: 1 453

Wohnort: Berlin

Schiffsname: SKOKIAAN

Bootstyp: Moody Eclipse 33

Heimathafen: Ueckermünde

Rufzeichen: DJ3239

  • Nachricht senden

20

Mittwoch, 30. Oktober 2019, 14:07

Na gut, danach ist das Thema Leuchtturmsteuer wohl nicht ernst zu nehmen. Ankererlaubnis in Nationalparken Spaniens ist dagegen zu beachten, gibt es auch vor Ibiza z.B. Die wollen halt zu recht vermeiden, dass zu viele Bootstouristen die Naturschutzgebiete übervölkern.

Handbreit, Skokiaan

Ähnliche Themen

Counter:

Gezählt seit: 4. Februar 2014, 08:39, nur eingeloggte Mitglieder
 Zugriffe:   Hits heute: 78   Hits gestern: 2 537   Hits Tagesrekord: 12 076   Hits gesamt: 4 986 221   Hits pro Tag: 2 356,71 
 Seitenaufrufe:   Klicks heute: 458   Klicks gestern: 22 789   Klicks Tagesrekord: 154 353   Klicks gesamt: 39 084 979   Klicks pro Tag: 18 473,29 

Kontrollzentrum