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  • »Extremmäher« ist der Autor dieses Themas

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Schiffsname: Lotti

Bootstyp: Jollenkreuzer

Heimathafen: Jachthaven Iselmar, Plattedijk 16, NL-8531 PC Lemmer

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1

Sonntag, 19. August 2018, 13:41

gebrauchter Jollenkreuzer muss erstmal flott gemacht werden

Hallo zusammen,

ich hatte mich vor ein paar Tagen schon vorgestellt. Wir sind seit kurzem stolze Besitzer eines Jollenkreuzers. Nun die Vorstellung des Bootes, an dem nun doch noch viel mehr zu tun ist, als inital gedacht. Wir haben zum Boot einen Trailer, zugelassen, mit TÜV, guter Zustand.

Wert: Sabin-Werft, Hüde, Baujahr: 1986

Rumpf: GFK, Aufbau: Holz

Länge: 7,9m, Breite: 250m

Motor: Ursprünglich Einbau, aktuell Aussenborder im Schacht, aber verdeckt, Yamaha, F6 BMHL, Bj. unbekannt, springt gut an

Es gibt eine Rollfock (ohne Alu-Profil, Fock mit Stagreitern), Der Mast ist mit Positionslampen versehen, eine Logge (geht nicht) und ein Tiefenmesser von NASA.

Schäden, die zeitanah behoben werden müssen, um schlimmeres zu verhindern:

Der Saum? des Achterlieks der Fock ist minimal eingerissen -> Segelmacher (ich glaube nur eine Naht)

Das Schothorn des Großsegels ist ein klein wenig eingerissen, so dass ich das Segel zur Zeit gerefft habe, um weiteren Schaden zu vermeiden -> Segelmacher (ist, glaube ich, nicht so wild).

Persennig der Rollfock -> etwas am Reißverschluss ausgerissen -> Segelmacher -> ich glaube, nur eine Naht.

Im Winter:
Das Schwert muss neu, lässt sich nicht einholen, ist verbogen und geteilt (auf dem Bild mit der Schraube zu sehen), der Bolzen ist einlaminiert. Dussligerweise habe ich mich vom Vorbesitzer einlullen lassen, der meinte, es müsse nur eingehängt werden. Wir haben das Boot dann in der Werft Hooksiel aus dem Wasser geholt (siehe Fotos) ;( . Der Plan ist, das Schwert beim Auskranen nach unten 'rausfallen zu lassen, um im Winter ein neues anzufertigen.

Einige der je 3 Wanten hätte ich gerne neu, die Salinge sollen neu

Die Gasflasche und die Batterie sind im Innenraum verbaut -> das soll im Winter nach aussen verlegt werden.

Navigation mit IPAD mini und Navionics geplant, aktuell mit dem Handy -> gebraucht, Cellular

Mittel- bzw. langfristig:
Pinnenpilot
größerer Motor mit E-Starter (gibt aber ein Platzproblem), vielleicht lässt sich der Yamaha noch aufrüsten. Nach Hochdruckreinigung der Schraube sind 6PS nicht so schlecht.

Lazyjack und Fallen in die Pflicht
Schönheitsreparaturen am Deck, der Pflicht und dem Kajütdach.

Aufgrund des mangelnden Vertrauens in die Wanten, der verbogenen Saling und aufgrund des defekten Schwertes werden wir für den Rest der Saison in Hooksiel schön vor der Schleuse bleiben (oder heisst es dahinter, jedenfalls binnen), was für die Kinder zum Baden allemal genug ist. Nächste Saison ist dann als erstes Ziel Wangerooge angedacht.

Ich hätte eine kleine Frage an die Segelerfahrenen. Nachdem das Groß am Schothorn ausgerissen ist, fiel mir auf, dass bei unserer Congerjolle das Segel mit einer Art Baumrutscher, welcher vor (also achterlich) im Bereicht des Schothorns angenäht ist. So etwas fehlt hier. Ist das unüblich, spricht etwas dagegen. Auch ist unser Segel nicht am Lümmelbeschlag befestigt, sonder mit einem Tampen um den Mast?? Normal?

So, dass soll es erstmal sein, mit der Vorstellung des Bootes
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Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Extremmäher« (19. August 2018, 20:34)


Der Beitrag »Fotos« von »Extremmäher« (Sonntag, 19. August 2018, 13:46) wurde aus folgendem Grund vom Autor selbst gelöscht: Fotos hat dann doch noch geklappt (Sonntag, 19. August 2018, 14:06).

ugies

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Bootstyp: Traditionssegler Dehler 35 SV

Heimathafen: Wülfel

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3

Sonntag, 19. August 2018, 14:02

Mit den Fotos klappt es irgendwie nicht....

Lade Dir mal Tiny Pic herunter. Das verkleiner Fotos äußerst geschmeidig. Den Download gibt es z.B. hier.
Ich verwende das seit vielen Jahren und habe irgendwann auch mal Geld überwiesen, weil das Programm wirklich prima funktioniert.
SF-Stander 5,00 € inkl. Versand
PN oder E-Mail an ugies.
Adresse angeben.
Stander kommt per Post mit offener Rechnung.
Überweisung und gut ;).

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4

Sonntag, 19. August 2018, 14:08

Danke,
habe im Computer dann noch eine Funktion gefunden, mit der das so geht

5

Sonntag, 19. August 2018, 14:49


Schäden, die zeitanah behoben werden müssen, um schlimmeres zu verhindern:

Der Saum? des Achterlieks der Fock ist minimal eingerissen -> Segelmacher (ich glaube nur eine Naht)
Das Schothorn des Großsegels ist ein klein wenig eingerissen, so dass ich das Segel zur Zeit gerefft habe, um weiteren Schaden zu vermeiden -> Segelmacher (ist, glaube ich, nicht so wild).
Persennig der Rollfock -> etwas am Reißverschluss ausgerissen -> Segelmacher -> ich glaube, nur eine Naht.


Unterliek(!)saum und Schothorn möglichst vor dem nächsten Segeln, UL ggf. mit Segeltape vorübergehend flicken. So lange das Groß gerefft lassen, ist richtig.
Persenning: Machen, klar, ist aber nicht kritisch und kann man ggf. auch zum Üben im eigenen Umgang mit der Segelnadel und dem Büdelneiherhandschuh nutzen.
Geht evtl. auch mit dem Groß, das sieht auf dem Bild jetzt nicht wie eine richtig neue Rennfolie aus, und alte Segel irgendwie zu flicken ist nicht besonders schwierig (richtig gute Segel zu nähen hingegen schon!). Du wirst kein Regattaprofil vertrimmen...


Im Winter:
Das Schwert muss neu, lässt sich nicht einholen, ist verbogen und geteilt (auf dem Bild mit der Schraube zu sehen), der Bolzen ist einlaminiert. Dussligerweise habe ich mich vom Vorbesitzer einlullen lassen, der meinte, es müsse nur eingehängt werden. Wir haben das Boot dann in der Werft Hooksiel aus dem Wasser geholt (siehe Fotos) ;( . Der Plan ist, das Schwert beim Auskranen nach unten 'rausfallen zu lassen, um im Winter ein neu es anzufertigen.



Das ist mir noch nicht klar, wie willst Du es herausbekommen? Schwertkastendeckel ab, Aufsägen und platsch? (Auf dem Foto erkenne ich leider nichts.)


Einige der je 3 Wanten hätte ich gerne neu, die Salinge sollen neu

Weshalb nur einige Wanten? Soo teuer sind die auch nicht. Kann man auch mit Norseman- bzw. ähnlichen Terminals selbst machen, wird zwar kaum günstiger, da die Terminals teurer sind, aber man lernt sein Boot gut kennen.


Ich hätte eine kleine Frage an die Segelerfahrenen. Nachdem das Groß am Schothorn ausgerissen ist, fiel mir auf, dass bei unserer Congerjolle das Segel mit einer Art Baumrutscher, welcher vor (also achterlich) im Bereicht des Schothorns angenäht ist. So etwas fehlt hier. Ist das unüblich, spricht etwas dagegen. Auch ist unser Segel nicht am Lümmelbeschlag befestigt, sonder mit einem Tampen um den Mast?? Normal?

Vielleicht heute nicht mehr, aber früher nicht unüblich. Details kann ich auf den Fotos leider nicht erkennen.

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6

Sonntag, 19. August 2018, 15:02

@rwe:
Vielen Dank für Deine Antwort: man kann die Verkleidung des Schwertkastens abbauen, von oben sieht man das eingehängte Schwert und den Schwertbolzen, der aber mit Epoxid oder ähnlichem verschlossen ist, da sind so Verdickungen tastbar. Ich wollte mit dem Stechbeitel durchkratzen, ggf. Schleifer oder Flex, wenns nicht anders geht. Dann den Bolzen heraushauen, wenn das Boot noch in den Seilen hängt. Gelingt das: gut und auf den Trailer,-> falls nicht auf einen Bock und dann in Ruhe rauskratzen --> muss ja irdenwie gehen ;(

Schebun

Steuer-Mann

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7

Sonntag, 19. August 2018, 19:09

Ich würde das Unterliek auskedern und bis zum Ende der Saison fliegend fahren. Viele moderne Großsegel haben gar keinen Unterliekkeder mehr. Von daher auskedern, mit Segeltape abkleben und nutzen.

Das Schwert könnte ne blöde Baustelle werden befürchte ich. Erkennen kann ich aber auf den Bildern diesbezüglich leider wenig.

Wanten würde ich auch alle tauschen, wenn schon, denn schon :)

Gasflasche muss raus, Batterie nicht unbedingt, würd ich mir lieber ne geschlossene/amg holen und gut ist.


P.s. Vielleicht könntest du nen Themenbezogeneren Thementitel finden „Neu“ heißt nichts und alles... :)
Wenn das Leben eine Reise ist, ist eine Segelyacht mein Ziel.

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8

Sonntag, 19. August 2018, 20:52

index.php?page=Attachment&attachmentID=224392Okay, die Überschrift ist geändert!

Hier noch 2 Fotos vom Schwert.
»Extremmäher« hat folgende Datei angehängt:

Schebun

Steuer-Mann

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9

Sonntag, 19. August 2018, 21:02

Die große Frage ist ob man oben ran kommt... wenn alles von unten durch den Kielkasten erfolgen muss wirds lästig befürchte ich.

Wenn Spannung drauf ist, vielleicht erstmal das was rausschaut abflexen.

So verbogen wie das Teil ist würde ich den Kielkasten mal genauer auf Beschädigungen untersuchen.

P.s. Danke für den griffigeren Thementitel. :)
Wenn das Leben eine Reise ist, ist eine Segelyacht mein Ziel.

StefanL

Kapitän

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10

Sonntag, 19. August 2018, 21:27

Ich würde das Unterliek auskedern und bis zum Ende der Saison fliegend fahren.
Und auf jeden Fall mit einem Tampen durch die Kausch und um den Baum das Schothorn nach unten fixieren. Nicht zu stramm, so, dass es noch vor und zurück kann. Das ersetzt Deinen Baumrutscher vollumfänglich.

Das Schwert is' krass! (|
--
Stefan

11

Sonntag, 19. August 2018, 23:33

Eine schöne gemütliche Kajüte habt Ihr da.

Löst sich das Achterlieg am Vorsegel ist das oft eine Dauerbaustelle und der Rest des Segels rechtfertigt das nur, wenn man selbst eine Maschine dafür hat. Würde eher nach was Besserem Ausschau halten.

Ich würde das Unterliek vom Groß im Keder lassen, so wie es ist und würde es auf jeden Fall mit einem Tampen durch die Kausch und um den Baum das Schothorn nach unten fixieren.
Etwa so wwie auf dem Bild gefaked. Das reißt dann nicht mehr weiter und vielleicht muss man es auch nicht nähen.

Chris
»Moderboot« hat folgende Datei angehängt:
  • schothorn.jpg (15,51 kB - 55 mal heruntergeladen - zuletzt: 1. Oktober 2019, 21:30)

12

Mittwoch, 29. August 2018, 00:13

Das Schwert aus zu bauen dürfte eine Herausforderung werden. Auch würde ich den Motorschacht verbreitern, dass der Motor aus dem Wasser gezogen werden kann. So dürfte es eine Pocken und Muschefarm sein. Alternativ den Motor ans Heck.
Wie Du selber festgestellt hast bedürfen Rigg und Segel der Zuwendung. Da würde ich nicht am falschen Ende sparen, denn das kann teuer werden.
Frage: Was hat Dich an dem Schiff so überzeugt, dass Du es mit einem festsitzenden Schwert gekauft hast?

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13

Mittwoch, 29. August 2018, 15:15

h
Im Winter:
Das Schwert muss neu, lässt sich nicht einholen, ist verbogen und geteilt (auf dem Bild mit der Schraube zu sehen), der Bolzen ist einlaminiert. Dussligerweise habe ich mich vom Vorbesitzer einlullen lassen, der meinte, es müsse nur eingehängt werden. Wir haben das Boot dann in der Werft Hooksiel aus dem Wasser geholt (siehe Fotos) . Der Plan ist, das Schwert beim Auskranen nach unten 'rausfallen zu lassen, um im Winter ein neues anzufertigen.

Hallo erpel-ernst,

von dem Schwert wusste sich so nichts, habe mit da etwas einlullen lassen. Aber es sitzt nicht fest! Ich kann es bewegen und bin mir recht sicher, dass es nach unter heraus fällt, sobald man den Bolzen, an dem es hängt, entfernt. Man kommt an den Bolzen gut heran, er ist nur zulamiert, bzw. mit Epoxy oder so verschlossen. Ein neues Schwert dürfte kein Drama sein.

Inzwischen habe ich mich bzgl. der Wanten etwas schlau gemacht (mal die Preise angeschaut) und werde, alle 6 Wanden aus wechseln.

Der Motor im Schacht gefällt mir sehr gut und ist so auch nicht so laut, das Boot reagiert ähnlich den größeren Booten, was ich nett finde. Bei unserer Congerjolle war immer die Sorge, Ruder in die Schraub zu legen.... Der Schacht ist ein richtiger Schacht, der bis zum Motor hochgezogen ist, lässt sich somit aber nicht so leicht vergrößern. Ich hoffe mit etwas häufigerem Gebrauch des Bootes, werden sich nicht so viele Pocken festsetzten.

Segel sind schon repariert -> 66Euro..

Was hat mich überzeugt?

Es war das Boot, was wir gesucht haben. Mein Frau segelt auch aktiv mit, möchte aber nicht basteln, ist eher für chartern. Das Boot ist deutlich größer als die Conger, deutlich bequemer, für eine Nacht oder zweit mit Kindern und Hund zur Not okay, als Daysailer super. Wir sind letztlich Anfänger und hier ist es nicht so dramatisch, wenn man mal einen Dalben erwischt oder robuster anlegt ;). Das die Segel nicht die besten sind, ist für uns auch okay, wir haben dann nicht ständig Sorge, dass etwas kaputt geht. Wir haben einen Labrador und falls der mal einen Kratzer macht oder die Kinder Limo auslaufen lassen...

Oben ist Holz, unten GFK -> nicht so pflegeintensiv ein komplettes Holzboot, es ist trailerbar -> super.

Der Preis war m. E. n. auch okay, der Trailer ist ein 2Achser und recht neuwertig..., sind die beschriebenen Mängel erst mal repariert, liegt das Boot im Preis über dem Einkauf....

Ich bin weiterhin sehr zufrieden :)

Olaf_P32

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14

Mittwoch, 29. August 2018, 15:48

Gratuliere, das Böötchen sieht doch recht passabel aus. Außer dem Schwert sind das alles normale Gebrauchsspuren. Die darf ein älteres Boot haben.

Aus welchem Material ist denn eigentlich das Schwert ? Das muss unbedingt neu gebaut werden. Von einem Reparaturversuch kann ich nur abraten.
Ein Leben ohne Boot ist möglich, aber ist es auch lebenswert ?
:wickie:

15

Mittwoch, 29. August 2018, 16:16

Ich kenne Hooksiel, die Sportboothäfen hinter der Schleuse und den Jadebusen bestens, denn ich war dort einige Jahre als Windsurfer on Tour. Ich war einer von denen die mit dem Surfboard nach Wangerooge bei Ebbe und bei Flut dann zurück gefahren sind. Auch bin ich öfters auf einem Trimaran mit gesegelt.
Da sehe ich das Segeln dort mit einem Jollenkreuzer als sehr sportlich an. Diese Schiffe sind für Binnengewässer mit moderaten Bedingungen konstruiert und dort sollten sie auch gesegelt werden. Sie segeln sich bei geringen Windstärken gut bis bestens, sind wenig kippstabil und für die See mit Wellen weniger geeignet.
Da wäre für einen Einsteiger ein Kimmkieler mit dem man trocken fallen kann und der im Gegensatz zu einem Jolli ein sicheres Schiff ist, die besser Wahl gewesen.
Du wirst es mir vielleicht kaum glauben, aber im Fahrwasser, bei Wind gegen Strom, baut sich eine heftige Welle auf. Da möchte ich mit einem Jolli nicht sein. Auch hinter oder zwischen den Inseln kann es schon mal recht schattig werden. Die Nordsee ist eines der anspruchsvolleren Segelreviere und für Einsteiger nur bedingt zu empfehlen. Da wäre es schon gut die Gezeiten im Blick zu haben, denn bei Wind mit Strom kommt der Ebbstrom schon mal auf 7 Kn.
Da wünsche ich Dir/Euch gutes Gelingen und immer eine sichere Heimkehr.

Olaf_P32

Seebär

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16

Mittwoch, 29. August 2018, 16:56

Diese Schiffe sind für Binnengewässer mit moderaten Bedingungen konstruiert und dort sollten sie auch gesegelt werden.

Ich darf da mal kurz wiedersprechen. Es gibt 2 Arten von Jollenkreuzern und zwar solche die für Binnengewässer ausgelegt sind und eben jene die eher für die Küste gebaut sind. Einige Jollis wie z.B. den Blitz sieht man im Binnenland kaum. Vor 30 Jahren waren die Häfen am Watt noch voll mit Jollenkreuzern.

Ach ja da sind dann ja noch die moderaten Winde.Am letzten Wochenende waren die Herbstwettfahrten der 20 Jollenkreuzer auf dem Steinhuder Meer. Am Samstag gab es Böen bis 7 Bft die Regatta wurde selbstverständlich gesegelt.

Wenn am mit einem Jollenkreuzer im Watt unterwegs ist, dann ist das nicht wesentlich anspruchsvoller als mit einem Kielschiff. Vor allem wenn man den Jollenkreuzer nur als das nutzt als was er konstruiert wurde. Es ist nicht für die offene See gedacht, aber für halbwegs geschützte Bereiche wie das Watt schon. Und sind wir doch mal ehrlich, wie viele Eigner eines Kleinkreuzers gehen bei 6 Bft noch freiwillig raus ?
Kleiner Link zum Thema Jollenkreuzer http://yachtsportarchiv.de/yachten/klass…lenkreuzer.html
Ein Leben ohne Boot ist möglich, aber ist es auch lebenswert ?
:wickie:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Olaf_P32« (29. August 2018, 17:07)


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17

Mittwoch, 29. August 2018, 21:27

Jollenkreuzer im Watt

Vielen Dank erpel-ernst, uns ist klar, dass der 20er Jollenkreuzer kentern kann. Naklar hatte ich auch überlegt, ob das Wattenmeer für uns geeignet ist. Wir sind aber echte Schönwettersegler (obwohl auch schon bei 0°C auf dem Ijsselmehr gewesen, und Spass gehabt) und sicher nicht sehr risikofreudig. Meist segeln wir eher nicht so genau getrimmt, dafür mit vertretbarer Krängung. Es ist so, dass wir das Boot in Hooksiel übernommen haben und uns nun der Gedanke gefällt, im Watt zu segeln. Sollte sich herausstellen, dass die uns Vorbereitung überfordert oder wir ständig an unsere Grenzen stoßen, werden wir uns wieder in Richtung Niederlande orientieren. Ich passe immer doppelt auf, da ich vermeiden möchte, dass meine Frau die Lust (zu segeln) verliert.


Habe heute die geflickten Segen aufgezogen und muss sagen: ganz schöne Beulen 'drin. Mal sehen, wie gut man mit den segeln kann.

Das Schwert ist wohl aus Eisen, verzinkt würde ich sagen, keine Ahnung, warum das doppelt ist. War wohl zusammen genietet. Das Boot wurde zumindest im letzten Jahr noch getrailert, da muss das Schwert ja noch okay gewesen sein.... Ich werde auf alle Fälle zum Kranen eine Flex im Auto haben :zus(5): (für's Schwert, nicht für's Boot)

Lerigau

Seebär

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18

Mittwoch, 29. August 2018, 22:30

Ich werde am Freitag/Samstag wieder in Hooksiel sein, bei unserer Slocum. Wir wollen etwas auf der Jade rumsegeln.
Wenn ich dein Boot sehe, werde ich euch mal ansprechen, sicher kann man sich etwas austauschen... auch wenn unser Boot kein Jollenkreuzer ist :)

VG
Holger
Das Blog zu unserem Boot:SY-SLOCUM.de

Regel Nr.1: Der Entgegenkommer ist ausweichpfllichtig!

19

Mittwoch, 29. August 2018, 23:47

Das Problem bei Booten mit einem Schwert ist, dass sich im Schwertkasten gerne Seepocken ansiedeln Wenn die nicht laufend entfernt werden, dann wächst der Schwertschlitz langsam aber sicher zu und das Schwert hängt fest. Ich kenne es und betauche mein Schiff regelmäßig und entferne auch die Pocken im Schwertschacht. Du glaubst gar nicht was da so alles raus segelt. Wenn man es nicht regelmäßig macht hängt irgendwann das Schwert fest. Ich betauche mein Schiff jede fünfte Woche und ich finde immer etwas. Wenn es die Wassertemperatur und die Sicht es zulässt, gehe mit einer Taucherbrille, Schnorchel und Flossen über Bord. Nehme einen Metallwinkel oder ein altes abgeknicktes Küchenmesser und versuche den Schwertschlitz von unten zu reinigen. Dh, versuche das Messer zwischen Schwert und Kielkasten zu bekommen und es hin und her zu ziehen. Mehrfach wiederholen und danach am Schwert rütteln und gleichzeitig am Schwertfall ziehen. Vorher den Bewuchs am Schwert entfernen Wenn Du Glück hast kommt es frei und Du kannst es hochziehen.
Nach anderen, besseren, Segeln würde ich mich auf dem Gebrauchtmarkt umsehen. Dort werden immer mal gute gebrauchte Segel angeboten. Da solltest Du die Maße wissen.
Die Niederlande, die friesischen Randmeere, als Segelrevier zu wählen ist eine sehr gute Idee. Ich war dort mit einem kleinen Plattbodenschiff und mit einer Dehlya 22 on Tour. Dort würdet Ihr mit Euren Jolli bestens aufgehoben sein. Das I-Meer würde ich vorerat meiden, aber es gibt dort gute kleinere Revier mit moderaten Bedingungen. Immer Land in Sicht, immer Wasser, keinen Strom und mit einem abwechslungsreichen Landprogramm. Da hätte die Familie mehr Spaß am Segeln als im Jadebusen. Da kannst Du an Inseln auf den Meeren oder in den Kanälen (fast) überall festmachen, Pause machen (der Hund) oder übernachten. Da würden auch die alten Segel vorerst weniger stören.
Da kannst Du ja auf dem Binnentief ein paar Proberunden drehen, aber das Wattenmmeer würde ich mir verkneifen.

Olaf_P32

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20

Donnerstag, 30. August 2018, 11:17

Das Schwert ist wohl aus Eisen, verzinkt würde ich sagen, keine Ahnung, warum das doppelt ist. War wohl zusammen genietet. Das Boot wurde zumindest im letzten Jahr noch getrailert, da muss das Schwert ja noch okay gewesen sein.... Ich werde auf alle Fälle zum Kranen eine Flex im Auto haben :zus(5): (für's Schwert, nicht für's Boot)

Vermutlich ist es aus Aluminium, Aluschwerter und Ruderblätter wurden früher aus mehreren Lagen Blech gefertigt. Aber Eisen ist ein gutes Stichwort. Hast du schon einmal über ein Schwert aus Stahl nachgedacht ? Ich kann dir aus eigener Erfahrung versichern das so ein Stahlschwert auch mal eine heftigere Grundberührung verträgt. Das dürfte im Watt ja kein Nachteil sein ;) .
Gegen Seepocken im Schwertkasten können Schwertlippen helfen. Die Frage ist nur ob du die bei deinem Rumpf montiert bekommst. Aber ganz wichtig ist das das Schwert ganz oben ist wenn das Boot am Liegeplatz liegt.
Ein Leben ohne Boot ist möglich, aber ist es auch lebenswert ?
:wickie:

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