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Abarden

Leichtmatrose

  • »Abarden« ist der Autor dieses Themas

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Bootstyp: Jeanneau Voyage 11.2 (2017-2020)

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1

Mittwoch, 18. November 2020, 12:59

Nu isse wech - meine (ex) Jeanneau Voyage 11.2

Moin alle zusammen,

nach etwa 2.5 Jahren habe ich mich von meiner "Sentosa" getrennt, Zieltermin war Herbst 2021 aber ich habe jetzt schon einen Käufer gefunden, deswegen ist sie nun weg und ich bin bootslos.

Gekauft habe ich das Boot im Februar 2017 von George, das Boot lag etwa 4h Fahrt weit entfernt und wir sind an einem dunklen Freitagabend im Februar zum Liegeplatz gefahren und am nächsten morgen um sieben losgesegelt, bei Sonnenschein und starkem Wind und 5 Grad war das eine denkwürdige Tour. Eine Nacht in einer Marina auf dem Weg, keine Heizung, habe gefroren wie lange nicht mehr. Am zweiten Tag nach Yokohama zum zukünftigen Liegeplatz gesegelt.

Im wesentlichen habe ich hier kurze Touren alleine gemacht, in den Ferien mit der Familie auch fuer mehrere Tage. Das Revier hier bietet eigentlich keine lohnenden Ziele, es gibt Fischereihäfen und ein paar Marinas. Alles zusammen war vielleicht 2 oder 3 Tage im Monat an Bord, obwohl ich es nur 40 min in die Marina habe, ist dann oft etwas anderes gewesen oder es war schlechtes Wetter oder oder - Ihr kennt das.

George hatte das Boot 7 Jahre, es ist Baujahr 1990, aber alles was vor 2010 ist unbekannt. In Summe war ich erstaunt war wie gut alles erhalten war, es gibt hier keine Winterpause und das Boot ist seit über 30 Jahren draussen, im Sommer hat es hier bis zu 40 Grad und im Winter um den Gefrierpunkt.

Dem Teakdeck gebe ich noch 2 oder 3 Jahre, das Rigg sollten dann auch getauscht werden. Unterwasserschiff war neu bei Übernahme, dieses Jahr im Frühjahr habe ich den ganzen Schiet abgekratzt, aber diesen Winter sollte das AF mal erneuert werden. Bilge ist knochentrocken, nirgends Anzeichen von Osmose, Ruder hat kein Spiel.

Im Laufe der Zeit habe ich die folgenden Arbeiten ausgeführt:
  • Alle 7 Winschen gewartet
  • Laufendes Gut neu
  • AIS Transponder neu
  • Neue Sprayhood
  • LED Positionslaternen
  • Kompass neu
  • Batterien & Ladegerät neu
  • Motor alle Ole und Filter gewechselt
  • Neue Toilette
  • Umbau manuelle Duschbilgenpumpe auf elektrisch
  • Alle Innenlampen auf LED
  • Neue Schläuche / Druckregler Gasanlage
  • Innenverkleidung rausgerissen und neu verlegt und wieder rausgerissen und weggeschmissen und mit Acryllack gemalt
  • ... tausend weitere Reparaturen und Basteleien.

Segeleigenschaften - was soll ich sagen - nicht gerade rasant - unter 10 kn Wind geht nichts und über 20 kn muss gerefft werden. Wir hatten mal bei achterlichen Winden um die 25 kn die 8 kn auf der Logge ... das war aber ein all time high. Selten über 6 kn ansonsten.

Wir haben ein paar mal ein bisschen auf den Sack bekommen, hat ordentlich geknallt im Rigg und geschaukelt hat es auch - aber das Boot hat alles gut überstanden.

Was ist so im grossen und ganzen die Bilanz? Ganz klar fuer mich - nie wieder so ein altes Schiff! Ich bin handwerklich einigermassen begabt, gelernter Schiffsmechaniker, aber trotzdem ging mir der ständige Reparaturstau ganz schon auf die Ketten. Irgendwie war immer was und die wenigen Tage die ich mir freispielen konnte waren dann oft mit Arbeit belegt. Es macht ja Spass, zu basteln und zu schrauben, aber wenn es auf Kosten der Segelei geht ... nee, bitte nicht wieder in dem Ausmass.

Also, wenn noch Fragen sind ...

Handbreit

Arne

Henning

Forums-Chevy

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Bootstyp: Kleines Patscheboot mit Kinderrigg, Gavin Atkin "Cruising Mouse", Phil Bolger "Teal", Jim Michalak "IMB"

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2

Mittwoch, 18. November 2020, 13:07

Das nenne ich eine ehrliche Einschätzung. Bei einem 30 Jahre alten Boot benötigt man halt entweder eine entsprechende Geldbörse oder man sieht die Restaurations- und Instandhaltungsarbeiten als Teil der Leidenschaft.

Katty262

Kapitän

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3

Mittwoch, 18. November 2020, 14:19

Oh ein Segler aus Japan (bin fast jedes Jahr dort, mega Revier, klasse Klima). Ja, je älter das Boot desto mehr Arbeit. Dabei spielt es gar nicht so die Rolle ob es nun 20 oder 25 Jahre ist, das Material ist steht im letzten drittel des Lebenszyklus wenn nicht schon vorher was gemacht wurde.

Hast Du schon neue Pläne für ein Boot in Japan? In welcher Marina in Yokohama hast Du denn gelegen?
„Man ist entweder Teil der Lösung oder Teil des Problems“ zitat Gorbatschow.

Abarden

Leichtmatrose

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4

Donnerstag, 19. November 2020, 12:58

Ich hatte sie in der Yokohama Bayside Marina.

Wie kommt es dass Du ab und zu hier bist zum segeln? Wetter ist ja tatsaechlich ganz seglerfreundlich hier, aber eine schoene Kueste isg doch anders, oder?

Gruss

Arne

Katty262

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5

Donnerstag, 19. November 2020, 13:31

Das liegt an meinem 2. großem Hobby dem Motorsport. Seit Jahrzehnten pflegen wir da zwischen Japan und Deutschland enge Freundschaften und besuchen uns gegenseitig. So bin ich zum Segeln in Japan gekommen und habe einigen Japanern die hier bei mir zu besuch waren den Nürburgring (natürlich mit dem Auto) oder Rügen (dann mit dem Segelboot) gezeigt. Ja die Ecke in der Tokyo Bay gehört jetzt nicht zu den japanischen Segel Highlights. Ist aber dennoch eine klasse Kulisse. Die Inseln Südlich, wo ich schon öfters war, sind aber echt traumhaft und meiner Meinung nach weitaus schöner als die Karibik. Zum Glück ist Japan seglerisch noch nicht so erschlossen (also für nicht japanische Touristen). Man kann hier also die Karibik erleben wie es dort mal vor Jahrzehnten war. Die Japaner lieben ja die Deutschen.

Habe einen langjährigen japanischen Freund der bei der Coast Guard beschäftigt ist. War seinerzeit froh, das er mich bei meinem ersten japanischen Segeltörn unterstützt hat und auch dabei war. Hier ist es ja eigentlich unmöglich Japanische Seekarten zu bekommen, bzw. von hier aus selber was zu organisieren.

Die Bayside Marine kenne ich auch, habe die verflucht teuer in Erinnerung. Wie bist Du in Japan gelandet?
„Man ist entweder Teil der Lösung oder Teil des Problems“ zitat Gorbatschow.

ex-express

Salzbuckel

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6

Donnerstag, 19. November 2020, 14:02

Tja, bei einem Boot muss man dran bleiben. Wehret den Anfängen! Was ich so alles an Kleinigkeiten in diesem Winter machen muss bei meinem Boot von 2011...
Aber wenn man es gleich in Angriff nimmt, kommt es nicht so schnell zur Großbaustelle und ist vom Arebitsaufwand und dem Geld her relativ überschaubar.

Abarden

Leichtmatrose

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7

Freitag, 20. November 2020, 23:16

Das liegt an meinem 2. großem Hobby dem Motorsport. Seit Jahrzehnten pflegen wir da zwischen Japan und Deutschland enge Freundschaften und besuchen uns gegenseitig. So bin ich zum Segeln in Japan gekommen und habe einigen Japanern die hier bei mir zu besuch waren den Nürburgring (natürlich mit dem Auto) oder Rügen (dann mit dem Segelboot) gezeigt. Ja die Ecke in der Tokyo Bay gehört jetzt nicht zu den japanischen Segel Highlights. Ist aber dennoch eine klasse Kulisse. Die Inseln Südlich, wo ich schon öfters war, sind aber echt traumhaft und meiner Meinung nach weitaus schöner als die Karibik. Zum Glück ist Japan seglerisch noch nicht so erschlossen (also für nicht japanische Touristen). Man kann hier also die Karibik erleben wie es dort mal vor Jahrzehnten war. Die Japaner lieben ja die Deutschen.

Habe einen langjährigen japanischen Freund der bei der Coast Guard beschäftigt ist. War seinerzeit froh, das er mich bei meinem ersten japanischen Segeltörn unterstützt hat und auch dabei war. Hier ist es ja eigentlich unmöglich Japanische Seekarten zu bekommen, bzw. von hier aus selber was zu organisieren.

Die Bayside Marine kenne ich auch, habe die verflucht teuer in Erinnerung. Wie bist Du in Japan gelandet?
Moin,

Die Coast Guard hat mich zwei mal (zu Recht) aufgestoppt ... beim ersten Mal war die erste Frage ob ich ein Angehoeriger der US-Streitkraefte sei ... bin ich nicht ... musste trotzdem alle Segel bergen, die haben mich dann belehrt dass ich falschnherum im VTG unterwegs war und dass sie fuer dieses mal davon absehen mich in Arrest zu nehmen. Au weia ...

Seekarten in Englisch habe ich die britischen Admirality Charts und auch von der japanischen Coast Guard gibt es Ausgaben auf Englisch. Und Navionics natuerlich ....

Ich arbeite hier fuer Mitsubishi Fuso Trucks and Buses ... gehoert zu Daimler .... bin jetzt 3 Jahre hier und weiss aber nicht wie lange noch, das war auch der Grund warum ich das Boot verkauft habe.

Katty262

Kapitän

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8

Freitag, 20. November 2020, 23:54

Ah okay, ich wäre im April wieder vor Ort gewesen, wenn coronabedingt der Flug nicht gecancelt worden wäre. Hätte nicht gedacht, hier jemanden zu treffen der auch in Japan segelt, klasse :-). Mein Japanischer Freund Kiichi war lange in der Tokyo bay stationiert. Jetzt ist er ganz im Süden. 40 grad im Sommer und trockenes Klima. Die Typhoons sind leider immer blöd planbar in der Ecke.
„Man ist entweder Teil der Lösung oder Teil des Problems“ zitat Gorbatschow.

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