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rubber.duck.35

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1

Sonntag, 7. März 2021, 22:50

Sunny Cat 217

Hallo,

nach meiner Vorstellung nun auch meine Bootsvorstellung. Die im anderen thread gestellte Frage nach Innenbildern hat mich etwas amüsiert ;) Spiegelt wohl wider, um welche Bootsgröße es hier sonst so geht. Ich hoffe als Kleinsegler gehöre ich hier nicht einer sehr kleinen Minderheit an?

Ich habe den Kat heute mal vom Autodach geladen und im Garten aufgebaut:

index.php?page=Attachment&attachmentID=254994


Sonst kann ich kaum was dazu sagen, außer was die Registrierung hergibt: Sunny Cat 217, Bj. 1979, 9,7 m² Segelfläche.

Alle Internet-Recherche hat mich noch nicht weiter gebracht. Weiß hier vielleicht jemand mehr über das Boot oder den Hersteller?
Die Arche wurde von Laien gebaut; die Titanic von Fachleuten.

2

Montag, 8. März 2021, 09:57

Zumindest erinnere ich mich an sie und verwechsele sie mit nichts anderem. Wo sie gebaut wurden, weiß ich nicht, ich meine England, und sie waren deutlich günstiger als ein Hobie 14. Ganz wage und aus der Hüfte geschossen, um die 2000 Mark, Hobie 14 zu der Zeit (ohne Fock) knappe 4000. 1979 dürfte auch eines der letzten Produktionsjahre der Sunny Cats gewesen sein. Wann sie aufkamen weiß ich nicht so genau, Mitte 70er allerdings schon. Den Hobie 16 gabs schon eine Weile, als man die ersten sah. Nun spricht die Segelnummer ja für einen nicht allzu reißenden Absatz, wenn man den originalen Windsurfer oder einen Hobie als Vergleich nimmt.

Sie fuhren so etwa auf Augenhöhe der Sunflower, ganz nett also, aber schon deutlich optimiert auf Leichtwindreviere. Mir kam die "Fixierung" der Rümpfe, um das mal so zu nennen, immer etwas behelfsmäßig vor, aber vielleicht funktioniert es ja gut. Ich würde ihn trotzdem nicht zu sehr fordern, wenn das Ufer weit weg ist. Die Rumpfform erinnert zwar auf den ersten Blick an Bob Harris, ist aber erheblich einfacher gehalten.

Wie läuft er denn so? Wo fährst Du mit ihm? Zerlegbarkeit sollte gut sein und das ist manchmal sehr viel wert, wenn nur schmale Fuß-Pfade ans Wasser führen. Wie auch immer dürfte das Dein erster Katamaran sein. Mein Glückwunsch. Das ist ein sehr wichtiger Moment im Leben eines Menschen, so wie die ersten Worte, die ersten Schritte, das erste Fahrrad, der erste Kuss, ... bitte nicht falsch verstehen, weder die einrümpfigen Wikinger noch die stest zürnenden Valküren - man braucht es nicht, aber es ist eine sehr schöne Erfahrung, die man nie vergisst.

rubber.duck.35

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3

Montag, 8. März 2021, 12:25

Danke für die ersten Infos!

Dass es kein Kassenschlager war, habe ich schon vermutet anhand der geringen Ausbeute bei der Internetrecherche.

Verstehe ich das richtig, der Cat kommt aus dem gleichen Stall wie die Sunflower? Ist ja witzig - mit einem Sunflower-Segel habe ich mein Kanu besegelt.

Wie sich der Kat fährt, weiß ich noch nicht. Werde ich voraussichtlich in den Osterferien am Bodensee ausprobieren. Sonst wäre noch der Rhein (Goldkanal) oder Breitenauer See in Reichweite.

Bei der Gelegenheit - kann mir jemand sagen, wie das mit der Umschreibung (Halterwechsel) bei zulassungsfreien Booten läuft?
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4

Montag, 8. März 2021, 13:08

"auf Augenhöhe der Sunflower" soll heißen, dass Klientel und Einsatzgebiete sehr ähnlich waren. Ich kann nicht mal sagen aus welchem Material der Sunnycat gebaut ist. Außen eine GFK-Hülle ist vielleicht naheliegend. Mich hatte das Boot zumindest ein bisschen interessiert, weil es doch deutlich günstiger als ein Hobie 14 war und optisch haben sich ja ein paar Parallelen ziehen lassen. Um den Hobie 14 bin ich als kleiner Junge sabbernd auf der boot in D-Dorf herumgestrichen, habe erfahren, dass ihn einige schon mit Fock, sogar Trapez fahren, obwohl beides damals von Hobie nicht lieferbar war, habe ihn auch mal angefasst, erste erotische Kontakte geknüpft, aber finanziell war der außerhalb jedes Rahmens für mich.

Sofern du eine einfache WSA-Zulassung brauchst, gehst Du dort hin, wedelst mit Deinem Kaufvertrag und sagst, dass Du gerne ne Nummer hätttest. Wenn z.B. ein Elektroaußenborder dran soll, muss die Seriennummer eingetragen werden. Du darfst den Motor ablassen, aber niemals mit fahren oder mit einem anderen fahren, sofern der nicht eingetragen ist. Wenn Du keine "Zulassung" bräuchtest, braucht das Boot trotzdem einen Namen. Bei der Segelfläche ist Bodenseesegeln ja relativ harmlos, aber wem sag ich das ... Hobie 14 ohne Fock liegt auch unterhalb der kritischen Bodensee-Marke und bei mehr Wind läuft er auch ohne gut.

5

Donnerstag, 18. März 2021, 18:37

Hobie 14 ohne Fock liegt auch unterhalb der kritischen Bodensee-Marke und bei mehr Wind läuft er auch ohne gut


Aber die einzige Stellen, an der "mehr Wind" und "Bodensee" zusammen vorkommen, sind in solchen Sätzen. In der Natur nicht. Da muss man wählen zwischen Bodensee und "mehr Wind".

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6

Samstag, 20. März 2021, 17:41

Hallo,

wenn ich das richtig recherchiert habe, ist der Sunny Cat mal vorgestellt worden in der Zeitschrift "Yacht", Ausgabe 7/1978, ab Seite 82.

Hat zufällig jemand das Heft, oder hat einen Zugang zum Yacht Online Archiv, das es anscheinend gibt?
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7

Dienstag, 23. März 2021, 17:33

Hat zufällig jemand das Heft, oder hat einen Zugang zum Yacht Online Archiv, das es anscheinend gibt?

Danke an @ Robulla (wie kann man eigentlich hier die usernamen mit link aufs Profil einfügen?) habe ich jetzt auch die Seiten im Yacht Online Archiv gefunden :) und weiß ein klein wenig mehr über mein Boot. Unter anderem dass er mit 4991,- DM knapp 2 1/2 mal so teuer war wie in Moderboots Erinnerung.Tut meinem Ego auch ein bischen gut, keinen absoluten Billigkahn geangelt zu haben ;) :D

Mal ohne zu verraten was ich dafür hingelegt habe - was wär denn ein (für Käufer und Verkäufer) angemessener Preisrahmen für so ein Boot?

März '78 in der Yacht vorgestellt lässt mich vermuten, dass die Markteinführung frühestens '77 war, vielleicht auch tatsächlich erst '78? Und dann mit Bj. '79 die Segelnummer 217 - warme Semmeln waren sie sicher nicht, aber absolute Mauerblümchen und Aschenputtel denke ich mal auch nicht?

Stutzig macht mich die angegebene Segelfläche. In meinen Bootspapieren steht 9,7 m², in dem Yacht-Bericht sind es gut vier mehr. Wie kann das sein? Doch ein anderes Boot?
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8

Mittwoch, 24. März 2021, 11:27

- was wär denn ein (für Käufer und Verkäufer) angemessener Preisrahmen für so ein Boot?

Das ist bei solchen markttechnischen Außenseitern kaum zu sagen. Man vergleicht sie mit ähnlichen Booten, zunächst mit ähnlich großen (Lüa, qm, ...) Dann mit ähnlich praktischen, ähnlich gut handhabbaren oder ähnlich schnellen. So wie ich es damals tat und leider die Preise durcheinandergeworfen habe, würde man es heute tun. Am optisch ähnlichsten von allen Booten ist der Hobie 14. Einen optisch guten bis sehr guten mittleren Alters, mit Trapez und Fock, lediglich intensiv gesegelt, wird man nicht unter 1ooo kriegen, üblicherweise deutlich mehr. Fahrbereite sehr alte Hobies, so alt wie dein Sunny Cat mit kleinen Blessuren, ohne hervorhebenswerte Ausrüstung, dennoch prinzipiell intakten Segeln und ohne große Reparaturstellen ganz grob ab 600. Die Boote sind zäh wie Juchtenleder.
Aus der Sicht würde man sagen, wenn Du so viel wie für Belgische Fleischtomaten zu der jetzigen Jahreszeit bezahlt hast (2,90/kg), ist es schon zu viel.

Deswegen kann man das Boot auch anders betrachten. Es ist kippstabiler als eine Sunflower, springt bei wenig Wind sicherlich ganz gut an, bietet mehr "Platz an Deck", hat wahrscheinlich mehr Auftrieb als ein Hobie 14, ist wahrscheinlich leichter zu zerlegen als viele andere Feststoffkatamarane. Damit könnte man ihn in einem Dreieck zwischen Sunflower, osteuropäischem Schlauchkatamaran und Tretbootkatamaran positionieren. Viel ist es immer noch nicht, aber auch ein Preis von 800 wäre irgendwie noch darstellbar. Dafür bekäme man auch einen 18er oder 16er, der bei mehr als 3 Bft in Stücke fällt und wo man die Fock mit 2 halben Schlägen belegt. Bliebe das Verladen und das führerscheinfreie Segeln mit fast schon fürstlicher Badeplattform auf dem Bodensee. Für 80 € kann man sich da am Tag schierlich irgendwas mieten. Nach 10 solcher Tage hast Du ihn raus. - Was solls, viel Rauch um nichts?

Die Segelfläche grob, würde man das Vorsegel als rechtwinkliges Dreieck berechnen (a x b : 2), das Großsegel bis zur 4ten Latte als Rechteck, den Rest darüber wieder als Dreieck. Genau ist es nicht, aber besser als nichts.

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