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Lucky

Salzbuckel

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21

Donnerstag, 25. September 2014, 18:14

Ok, 1,95m ist natürlich für das Design-Jahr der Boote auch schon recht groß - umso erstaunlicher, dass die Kojenmaße ja doch recht lang sind. Interessierte mich einfach nur, da es in diesen Jahrgängen ja mit der Stehhöhe - vernünftige Segeleigenschaften vorausgesetzt - ja oft schlecht bestellt ist. Wir haben bei unseren 11m Bootslänge auch nur ca. 1,85m Stehhöhe - was für mich perfekt reicht aber für den ein oder anderen (wie dich) eben zu wenig wäre.

Und zu Digger: Bei 1,95m hätte ich den Wunsch nach Stehhöhe auch aufgegeben, da dann meistens keine gut segelnden Boote bei rumspringen. Bei meiner Größe wäre allerdings ein Boot in der 10-11m Klasse ohne (zumindest knapp) ausreichende Stehhöhe ein nogo gewesen. Aber wie immer im Leben ist hier ja auch jeder Jeck bekanntlich anders.

JALULETO

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22

Freitag, 26. September 2014, 09:28

Das Thema mit der Stehhöhe hatten wir schon mal :D , hier
Gruß Jan :segeln:

JALULETO

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23

Montag, 20. Juli 2015, 21:00

Die neue Pantry - 1. Akt

"Wo kein Gas - da kein Bumm" sagte ein befreundetes Forumsmitglied zu mir als wir über die Gefahren die mit einer älteren Gasanlage einhergehen redeten.
Ein Satz der mir noch viele schlaflose Nächte bereiten sollte.

Es sollte eine komfortable Kochlösung für den Hafen werden, aber nicht ohne auf eine autarke Kochmöglichkeit zu verzichten.
Ausserdem standen noch warmes Wasser und eine Erweiterung der Kühlkapazitäten auf der Wunschliste der besten Bordfrau von Allen.
Der von uns nie genutzte Backofen sollte weichen und schaffte Platz für viele neue Ideen.

Das größte Problem war eine Entscheidung für den Kocher zu treffen. Im Januar hatte ich mich dann für eine Origo Spiritus Elektro Kombination entschieden, die aber leider doch nicht lieferbar war, mehr zu dieser Geschichte hier.
Nachdem ich meine Pläne von Dometic geändert bekommen hatte konnte es dann endlich losgehen.

Der alte Herd war schnell ausgebaut und der Ausschnitt genau vermessen. Die neue Arbeitsplatte zur Aufnahme des Sprituskochers wurde im heimischen Keller vorgefertigt und musste an Bord nur noch auf flink montierte Trägerleisten verleimt werden.
Der eingesetzte Spirituskocher ist ein ORIGO C200. Wenn im Hafen Landstrom vorhanden ist kommt eine Infrarot Kochplatte STEBA HK20 zum Einsatz, die dann auf der original verbliebenen Herdabdeckung platziert werden kann.
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Gruß Jan :segeln:

JALULETO

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24

Montag, 20. Juli 2015, 21:10

Die neue Pantry - 2. Akt

Wenn man schon mal eine Baustelle anfängt, dann gleich richtig.

Da die Platzverhältnisse in der Pantry der Optima relativ begrenzt sind und ein Motoranschluss des Boilers wegen der Einkreiskühlung sowieso nicht infrage kam fiel die Entscheidung auf einen ELGENA Kleinboiler mit 3 Liter Fassungsvermögen. Für den Abwasch reicht das allemal da das Wasser auf bis zu 85 Grad erwärmt wird und durch Mischen mit Kaltwasser eine entsprechend grössere Menge warmen Wassers zur Verfügung steht.
Da bisher kein Warmwasser vorhanden war musste auch die Armatur der Spüle ersetzt werden. Eine passende Niederdruckarmatur die nicht zu klobig ist wurde nach diversen Besuchen verschiedener Fachhändler gefunden. Eine maßgefertigte Blende vom örtlichen Edelstahlbauer verdeckt die alten Montagelöcher.
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Gruß Jan :segeln:

25

Montag, 20. Juli 2015, 21:14

ein Motoranschluss des Boilers wegen der Einkreiskühlung sowieso nicht infrage

Einspruch Euer Ehren.

Das geht sehr wohl!!!

JALULETO

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26

Montag, 20. Juli 2015, 21:20

Die neue Pantry - 3. Akt

Der Boiler und die E-Kochplatte brauchten natürlich auch einen Landstromanschluß.
Da die originale Dehler-Ausstattung lediglich eine 230 Volt Steckdose in der Landanschlusseinheit, die sich noch dazu im Durchgang zum Vorschiff befindet, vorsieht war eine recht umfangreiche Ergänzung notwendig.
Endlich mal etwas aus meinem Metier :D

Der größte Aufwand war es entsprechende Leitungen durch das Boot zu verlegen, allein die Kabelführung unter dem Durchgang zum Vorschiff hat mich zwei Stunden und alle Flüche dieser Erde gekostet.
Neben den Steckdosen in der Pantry wurden gleich noch Steckdosen im Salon und in der Naviecke/Achterkajüte installiert.
Die vorhandene Landanschlusseinheit wurde dem Großteil ihres Innenlebens beraubt, der alte FI Schalter mit separatem Sicherungsautomaten wich einem modernen FI/LS Schutzschalter und drei Sicherungsautomaten für Ladegerät, Steckdosen und Boiler.
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Gruß Jan :segeln:

JALULETO

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27

Montag, 20. Juli 2015, 21:21

ein Motoranschluss des Boilers wegen der Einkreiskühlung sowieso nicht infrage

Einspruch Euer Ehren.

Das geht sehr wohl!!!

Na gut, es war mir zu aufwändig :O
Gruß Jan :segeln:

JALULETO

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28

Montag, 20. Juli 2015, 21:28

Die neue Pantry - eine Fortsetzungsgeschichte

Für das nächste Jahr ist der Einbau einer Kühlschublade unterhalb des Herdes geplant.
Ich warte da noch auf eine Neuheit eines namhaften Herstellers :O

Hauptziel war es die Pantry zum bevorstehenden Sommertörn wieder ohne Einschränkungen benutzbar zu haben. Das ist durch gute Planung und Vorbereitung gelungen.
Alle Montagearbeiten konnten in einem Rutsch innerhalb von drei Tagen erledigt werden, es war sogar noch Zeit über für einen neuen Fußbodenbelag in der Nasszelle, aber das ist eine andere Geschichte...
Gruß Jan :segeln:

Klaus13

Coque au vin Meister

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29

Montag, 20. Juli 2015, 22:08

Schöne Lösung Jan,

wenn ich im neuen Boot nicht schon Gas hätte, wäre mir diese Kombination Spiritus-/Infrarot-Kocher sehr sympathisch. Einen Herd habe und brauche ich auch nicht. Omnia für die Brötchen und Aufläufe, fertig.

Gruß Klaus
who fails to plan plans to fail

Maris-Blog

30

Montag, 20. Juli 2015, 22:32

Zitat

Für das nächste Jahr ist der Einbau einer Kühlschublade unterhalb des Herdes geplant.
Ich warte da noch auf eine Neuheit eines namhaften Herstellers :O


Jan,

eine Kühlschublade ist hochinteressant. Hast Du Details bzw. magst Du den Hersteller verraten? (Waeco...?)
Respekt für die saubere und durchdachte Arbeit!

Danke + Gruß

Andreas

Jannina

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Dienstag, 21. Juli 2015, 07:39

Saubere Arbeit! Und wenn alles fertig ist, die Möbeloberflächen mit 120er Schleifpapier anschleifen und sauber mit "Asuso-99" lackieren... :rolleyes:
Gruß, Andreas
Wer nicht weiß, dass ein Segelschiff ein lebendiges Wesen ist, wird niemals etwas von Schiffen oder von der See verstehen.

Bernard Moitessier

JALULETO

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32

Dienstag, 21. Juli 2015, 08:24

@Quallenschubser:
Waeco hat bereits zwei Kühlschubladen im Programm, die CD-30 und die CD-20. Leider ist erstere einige cm zu tief für mich und die neue kleine CD-20 ist mir einfach zu klein.
Da das neue Produkt noch nicht offiziell vorgestellt ist will ich hier mal noch nichts verraten. Ihr könnt aber davon ausgehen dass ich Einzelheiten hier posten werde sobald diese offiziell sind. :viannen_06:

@Jannina:
Ich weiss, einige Stellen haben es bitter nötig. :O
Asuso-99 hab ich noch nie gehört, was ist das? Erspart mir dieses Produkt wohlmöglich diverse Anschtrichschichten und Zwischenschliffe?
Das ist nähjmlich das Problem wenn man beinahe 300 km vom Boot entfernt wohnt, mal eben für einen Anstrich hinfahren ist da nicht :(
Gruß Jan :segeln:

33

Dienstag, 21. Juli 2015, 08:52

Ich hoffe nur, dass meine Frau diesen Trööt nie findet. Wegen Euch (Treffen SF in Kappeln 2013) musste ich schon meinen geliebten Langkieler verkaufen.

Zum Glück konnte ich Ihr eine alte Optima 92 unterjubeln.. :huh:

Die Küche baue ich jetzt nicht auch noch um. (Wie haben auch den alten Herd :P ).


Letztes Jahr hat ihr übrigens Jean was von Warmwasser an Bord erzählt. Ich bitte dieses Jahr keine neuen Begehrlichkeiten zu wecken. X(
Ein Mensch ohne Träume ist wie ein Schiff ohne Segel..

JALULETO

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34

Dienstag, 21. Juli 2015, 09:48

Ich hoffe nur, dass meine Frau diesen Trööt nie findet. Wegen Euch (Treffen SF in Kappeln 2013) musste ich schon meinen geliebten Langkieler verkaufen.

Zum Glück konnte ich Ihr eine alte Optima 92 unterjubeln.. :huh:

Die Küche baue ich jetzt nicht auch noch um. (Wie haben auch den alten Herd :P ).


Letztes Jahr hat ihr übrigens Jean was von Warmwasser an Bord erzählt. Ich bitte dieses Jahr keine neuen Begehrlichkeiten zu wecken. X(


Sollten wir nach Kappeln kommen werde ich Deine Frau zu uns an Bord einladen :D

Spass beiseite, die Optima 92 ist ein schönes Schiffchen. Die 92 oder 98 war ursprünglich auch mein Favorit als wir uns auf die Suche machten...
Gruß Jan :segeln:

ugies

Salzbuckel

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35

Dienstag, 21. Juli 2015, 09:58

Sollten wir nach Kappeln kommen werde ich Deine Frau zu uns an Bord einladen :D

... ich werde das ebenso handhaben: Meine bzw. unsere Einladung steht! Falls das in Kappeln nicht klappt, da bin ich übrigens gerade, dann vielleicht morgen oder Donnerstag Abend in Kiel. Wir werden aber in Schilksee liegen.
Zu sehen gibt es Kühlschrank, ordentlichen Herd, Pantry mit Kugelrollenauszügen, Warmwasser, ... ;)

... und für die Frau ordentliche Segel, brauchbare Elektronik, Einbaupilot, Funk im Cockpit ...

Uwe
SF-Stander 5,00 € inkl. Versand
PN oder E-Mail an ugies.
Adresse angeben.
Stander kommt per Post mit offener Rechnung.
Überweisung und gut ;).

36

Dienstag, 21. Juli 2015, 10:04

... und für die Frau ordentliche Segel, brauchbare Elektronik, Einbaupilot, Funk im Cockpit ...

Ja, genau ! :D

Wenn Du einen guten Begrüßungstrunk servierst überlegen wir uns das..
Ein Mensch ohne Träume ist wie ein Schiff ohne Segel..

37

Dienstag, 21. Juli 2015, 10:05

Zitat

@Jannina:
Ich weiss, einige Stellen haben es bitter nötig. :O
Asuso-99 hab ich noch nie gehört, was ist das? Erspart mir dieses Produkt wohlmöglich diverse Anschtrichschichten und Zwischenschliffe?
Das ist nähjmlich das Problem wenn man beinahe 300 km vom Boot entfernt wohnt, mal eben für einen Anstrich hinfahren ist da nicht :(


Hm,

ich lege mal gaaaanz voooorsichtig den Finger in die Wunde.
Die Holzoberflächen in der Pantry sind mir auf den Fotos auch aufgefallen.
Ich wollte aber nicht den ersten Stein werfen ;)

Dort wo das Holz bereits gelblich-gräulich verfärbt ist, wird ein Anschliff nicht ausreichen, denn dort hat der alte Lack möglicherweise bereits seine Haftung verloren bzw. ist von Feuchtigkeit unterlaufen.
Genau wird man das nur direkt vor Ort festsellen können. Jedenfalls, überall dort wo Beschädigungen und Abnutzungen bis auf das Holz gehen und dessen Oberfläche bereits vergraut ist und dort wo alter Lack nicht mehr richtig anhaftet (er ist dann auch nicht mehr wirklich transparent, sondern erscheint leicht milchig), wirst Du für eine sachgerechte Reparatur nicht nur die alte Lackoberfläche an-, sondern vorsichtig bis auf intakten, noch nicht vergraute Fasern herunter den alten Lack und das vergraute Holz abschleifen müssen.
Das ist durchaus mühsam (ein Deltaschleifer mit kleinem Finger ist eine große Hilfe), auch nicht ganz ohne Risiko (Du musst acht geben, dass Du das Deckfurnier nicht durchschleifst) und was die Wiederherstellung einer homogenen Optik anbelangt, leider auch noch nicht ausreichend. Denn die reparierten Stellen zeigen hinterher (d. h. nach 4-6 Lackschichten) zwar wieder eine schöne Oberfläche, doch sind sie leider dunkler als der unbearbeitete Rest. Du ahnst, was jetzt kommt... alles abschleifen und neu machen ... am besten soweit als möglich ausbauen ...
Die "scheckige" Lösung sichert immerhin den Staus Quo und schützt Dein Holz vor weiterer Vergrauung.

Es gibt Menschen, die sich an einer abgenutzten und zerstoßenen Holzeinrichtung nicht stören. Ich gehöre leider nicht zu diesen Langmütigen. Es nagt, wenn mein Blick regelmäßig auf solche Stellen fällt. Spätestens alle zwei bis drei Jahre muss bei mir ausgebessert werden. "Ausbessern" funktioniert so lange, wie die Lackschicht noch nicht durch ist und die Holzoberfläche intakt bleibt. Diese "Ausbesserungen" spielen sich nur innerhalb des Lackaufbaus ab und bleiben deshalb unsichtbar. Leider gibt es auch bei mir aus dem früheren Leben des Bootes noch exponierte Stellen, die Stöße abbekommen haben, an denen der Lack gerissen ist und die jetzt verfärbt sind. Sie sind neu lackiert und vor weiterer Verwitterung geschützt. Aber eigentlich müsste ich da ... irgendwann ... mal ran.
Ich nehme an, es war Dein Voreigner oder dessen Vorgänger, die die Dinge über viele Jahre haben schleifen lassen. Es ist natürlich nicht essentiell, aber ein handwerklicher Holzausbau ist eine Renovierung eigentlich immer wert. Aber wie gesagt, das könnte je nach Euren eigenen Ansprüchen ein größeres Projekt werden.

Die Wechselwirkungen mit Deinen derzeitigen Aktivitäten bestehen darin, dass es sein kann, dass Du möglicherweise Teile der Einrichtung für eine künftig Renovierung am besten ausbaust und neue Um- und Einbauten diese Option nach Möglichkeit nicht beeinträchtigen sollten - wenn Du sie denn in Erwägung ziehst.

Man kann es auch positiv so sehen: Ein handwerklich ausgebautes Interieur lässt sich meistens wieder renovieren. Ich sehe manchmal leicht entsetzt, wie sehr noch ziemlich junge Großserienschiffe innen bereits abgerockt sind. Deren billige Verbundmaterialien erscheinen mir kaum renovierbar. Da hülft nur: Farbiger Lack. Der hilft natürlich auch bei Echtholz...

Gruß

Andreas

P.S.
Die beiden Waeco-Schubladen kannte ich bereits. Habe Probleme mit der Tiefe und der Optik. Ich lasse mich überraschen - ist ja nicht dringlich (bist Du involviert oder warum machst Du ein Geheimnis daraus?)

H-Dieter

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38

Dienstag, 21. Juli 2015, 11:31

Hallo Jan,

ich finde, Du hast für Dich und für das Raumkonzept eine prima Lösung gefunden und auch super umgesetzt!

Vom Sicherheitsgedanken her ist Gas auf Schiffen immer ein sehr bedenkenswerter Umstand. "Wo kein Gas - da kein Bumm" der von Dir genannte Spruch ist aber nicht nur auf Propangas gemünzt. Du wirst wissen, dass leicht entzündliche Stoffe, wie Spiritus oder auch Benzin, bei normaler Umgebungstemperatur ein zündfähiges Luft-/Gasgemisch ergeben können. Bei Spiritus liegt der Flammpunkt bei 12°C. Befinden sich Luft und Gas in einem gewissen Verhältnis (untere Sättigungsgrenze irgendwas mit 3 %) kann es sehr wohl zu einem Bumms kommen. Es bedarf dann lediglich noch einer Zündung z.B. eines Abreißfunkens eines angehenden Elektrogerätes.
Ich denke, dass alle sicherheitsrelevanten Hinweise bei der Bedienung des Origo-Herdes und bei dem Umgang mit dem Spiritus dargestellt sind.

Ich will mit meinem Beitrag auch lediglich dem Eindruck entgegen wirken, man verbannt Propangas von Bord und ist auf der ganz sicheren Seite.

Wichtig ist immer, dass man sich der möglichen Gefahren bewusst ist und umsichtig mit den Einrichtungen umgeht, d.h. Gasanlagen auf Dichtheit überprüft, richtige Lagerung, Gasflasche nach Gasgebrauch wieder zu, aber auch den respektvollen Umgang mit anderen leicht entzündlichen Stoffen wahrt!

Ich gehe davon aus, dass Du, Jan, das weiter tun wirst und dass es weder bei Dir noch bei irgendjemand sonst zu einem Bumms kommen wird.
Ich wünsche Dir weiter viel Erfolg bei Deinem Küchenumbau und bin auf den Einbau der Kühlung gespannt.

Viele Grüße
Dieter
Das Land ist des Seemanns größter Feind!

39

Dienstag, 21. Juli 2015, 11:44

Ich kann auch nicht verstehen wie man die Oberflächen so ruinieren kann. Ich spreche jetzt von meinem Schiff.

Aufgrund unzähliger Bohrlöcher, Radioeinbauten, Schalter und Baumarktleuchten würde mich mal interessieren ob man da einfach wieder Holz vorkleben kann. Also einfach eine Funierschicht. Funktioniert das ???
Ein Mensch ohne Träume ist wie ein Schiff ohne Segel..

Jannina

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Dienstag, 21. Juli 2015, 11:49

Den Ausführungen von Quallenschubser ist nichts hinzuzufügen, sehe ich alles genauso. Da wo der Lack schon weg ist, muss alles runter.

Da wo der Lack noch drauf sitzt, kannst du prüfen, ob sich die Schichten mit dem neuen Lack vertragen.

Auf dem Teak meiner Comfortina sitzt ein 2-K-Lack. Den zu verstreichen bin ich fachlich nicht in der Lage. Ich habs einmal versucht und ... scheiße.

Durch Zufall bin ich irgendwann hier im Forum auf "Asuso 99 seidenmatt" gestossen. Das ist ein 1-Komponenten-Lack, der sich a) prima mit dem alten Lack verträgt, und der sich b) erstmals von mir problemlos verarbeiten läßt. Ich schaffe damit unglaublich gute Oberflächen. Beim Verschlichten bleiben zunächst noch die üblichen "Wellen", beim Aushärten zieht die Oberfläche noch glatt wie ein Spiegel. Tolles Zeug!

Mein Niedergang wurde damit vor 2 Saisons gestrichen, er zeigt noch nicht mal an den Stufenkanten irgendwelche Abnutzungen. Wie es sich für einen Parkettlack gehört. Da kommen die üblichen Hartholzöle nicht mit.

Noch was: 3-4 Schichten, im Abstand von 6 h, reichen. Du kannst das Projekt an einem Tag abschließen.

http://www.asuso.de/c_medien/94-99seidenmatt.pdf
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Bernard Moitessier

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