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Windstärken

Windstärkentabelle

Kai

Partikülier

  • »Kai« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 4 216

Wohnort: Hamburg

Bootstyp: Phantom 30

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1

Dienstag, 25. Oktober 2005, 08:32

Vorstellung Phantom 30

Zitat

„Insgesamt ein Schiff, mit dem es sich leben und segeln lässt“


schrieb die Yacht vor etwas mehr als 30 Jahren in einem Testbericht.
Dieses Fazit kann man heute immer noch so gelten lassen. Doch von Anfang an:

Als erstes werdet ihr feststellen, dass ich die Geschichte von diesem einen Schiff mit der des Schiffstyps eng verknüpfe.

Anfang der 70’iger Jahre fing eine kleine Werft am äußersten Rand des Ruhrgebietes im schönen Hagen an, Schiffe, die der erfolgreiche Hobby-Konstrukteur Heribert Streuer entworfen hatte, zu ‚produzieren’. Unter dem Namen ‚Phantom’ wurden diese dann schließlich auf den Markt gebracht. Anfangs verließen nur die 28- und 30’iger die Werfthallen von Genzel Yachtbau.

Zu dieser Zeit beschlossen mein Vater und ein Arbeitskollege sich ein eigenes Schiff anzuschaffen. Durch einen bekannten Phantom30 Eigner entschlossen sie sich für dieses Schiff. 1973 verließ die Schale die Werft und wurde an die 2Mann Eignergemeinschaft übergeben, die sie selbst in einer Halle ausbauen wollte. Nachdem fast ein Jahr vergangen war und nichts weiter als der Blei-Ballast und eine Niedergangstreppe gefertigt waren, beschlossen Sie das Schiff bzw. die Schale wieder in die Werft zu geben, in der sie dann von der Werft ausgebaut wurde.

Da der Verbaustoff GFK zu dieser Zeit noch relativ neu war und man sich seiner Haltbarkeit noch nicht ganz sicher war, wurde an diesem auch nicht gespart und die Rumpfdicke wurde großzügig portioniert. Ein einlaminierter Kiel, der nicht zu lang und auch nicht zu kurz ist, macht das Schiff zu einem Allrounder, was den Tiefgang angeht. Das Ruder sitzt auf einem Skeg. Die 28- und 30’iger waren die einzigen Phantom-Schiffe mit Kajütaufbau. Die folgenden hatten alle ein Flushdeck. Alles in allem besitzt das Schiff, wie ich finde, ein mehr oder weniger zeitloses Aussehen. Einzig der negative Knick im Achterschiff, der zur Folge hat, dass es achtern zu flach ausschaut, trübt den Anblick ein bisschen. Plicht ist großzügig gestaltet. Ohne Probleme kann man sich der Länge nach hineinlegen. Traveller stört nicht, sodass schon recht viele Leute genügend Platz im Cockpit haben, wenn die lange Pinne hochgeklappt ist. Im Boden der Plicht sind 4 dicke Lenzventile eingelassen, die nasse Füße fast unmöglich machen. Durch das dicke Achterschiff ist sie ein wahres Platzwunder. Eine riesige Backskiste an Backbord und eine großzügig gestaltete achtern. An Steuerbord befindet sich, eingeschränkt durch die Hundekoje, eine kleinere für Werkzeug. Innen wurde nur Holz verbaut. „Teak wohin das Auge reicht“(Yacht). Dies erzeugt ein gemütliches Ambiente unter Deck. Auch hier herrscht kein Platzmangel. Im Salon ist an Backbord neben dem Niedergang ein Ölzeugschrank und rund um das U-Sofa sind Schaps. Auch unter dem U-Sofa finden sich noch 3 kleinere Backskisten. Ebenso unter der Hundekoje. Der ausziehbare Navitisch befindet sich über der Hundekoje. Allerdings ist dann stehend Navigation angebracht. Pantry ist für damaliges Verhältnis großzügig gestaltet und ist längs an Steuerbord. 2 Flammiger Gasherd, Spüle und rundum Schaps runden es ab. Nasszelle liegt mittschiffs an Backbord. Gegenüber an Steuerbord ist ein geräumiger Kleiderschrank. Dieser Bereich ist durch 2 Türen vom Salon und dem Vorschiff separiert. Im Vorschiff findet sich das klassische „V-Bett“. Auch hier ausreichend Staumöglichkeiten. Die Power steckt in einem Farymann Diesel.

So ging das Schiff, geputzt und gewienert, nun im Frühjahr 1974 in Lemmer zu Wasser. Gleich beim Kranen ging im Salon der Feuerlöscher los und tauchte den Salon in ein Schaumweiß. Die (Feuer)Taufe war nun auch erledigt.
Die Eignergemeinschaft löste sich einige Jahre später auf und mein Vater war Alleineigner. Eine Zeit des Segelns und vieler Anekdoten folgte. Doch durch die vielen Auslandsreisen meines vaters, lag das Schiff oft ungenutzt im Hafen. Bis sich der Sohn eines guten Bekannten dem Schiff annahm und es in der Zeit, in der mein Vater unterwegs war ein bisschen „betreute“. Noch heute, obwohl er ein eigenes Schiff hat, so wurde mir berichtet, steht er manchmal noch vor ihr, seufzt und gedenkt den Zeiten mit ihr. Er wollte das Schiff mehrmals abkaufen, doch ein kleiner Bengel, der viel Lust am Segeln empfand und dieses Schiff genauso mochte wie er, machte ihm wohl einen Strich durch die Rechnung. Dieser kleine abscheuliche Bengel war ich.

Der Phantom 30 folgten noch andere Phantoms, die sich allerdings sehr von den früheren Modellen abtaten. Größtenteils durch den nicht vorhandenen Kajütaufbau. Die Werft Genzel in Hagen machte irgendwann pleite. Leider weiß ich das Jahr nicht. Aber ich tippe auf die späten 70’iger. Die Phantomformen wurden an die Holländer verkauft, die sie dort noch einige Jahre bauten. Hier verliert sich allerdings die Phantomspur und mehr konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Auf dem Markt werden Phantoms fast nicht beachtet. Preise sind daher sehr niedrig und sie werden meiner Meinung nach für unter Wert verkauft, da sie wirklich Grundsolide Schiffe sind.

Da das Schiff als Fahrtenschiff und nicht als Regattaschiff erdacht und gebaut wurde, ist sie kein Geschwindigkeitswunder. Bei leichtem Wind ist sie sehr schwer in Schwung zu bekommen. Doch ab 10-12kn und einer richtigen Trimmung kann sie locker mit anderen Schiffen mithalten. Dieses Jahr hatten wir wohl das größte Erfolgserlebnis, als wir eine „Flotte“, kommend aus dem südlichen Markermeer, bis Enkhuizen aussegelten. Hätte ich nicht gedacht.
Als klassisches Fahrtenschiff ist sie toppgetakelt und insgesamt etwas untertakelt. Doch so ist Reffen erst bei höheren Windstärken nötig. Unter Vollzeug und bei optimalen Wind- und Wellenbedingungen läuft sie am Wind(nicht hoch) 6+kn. Im Surf unter Booster auch mal 8+kn. Dabei lässt sie sich mit der Pinne gefühlvoll steuern und wird erst bei Böen ab 5+ Luvgierig. Leegierigkeit tritt fast nicht auf.
Auch unter Motor spricht sie gut an. Manöver fahren geht gut und der Radeffekt wirkt sich Rückwärts zwar aus, aber ist bekanntlich auch sowohl nützlich als auch eine Plage.
Störend ist ein immenser Pinnendruck unter Motor, seitdem mein Vater am Ruder zu Gange war. Auf Dauer ist es deshalb recht anstrengend. Auch der Pinnenpilot springt bei dem Druck mal raus, sodass das Schiff sofort nach Bb schießt.
Zudem ist der alte Motor mehr oder weniger der Kummerkasten an Bord. Er ist furchtbar laut, rumpelt fürchterlich und hat seine Zicken. Seine neuste Zicke ist, dass er manchmal mit einem Mal kein Wasser mehr spuckt, Temperatur aufleuchtet und zu verstehen gibt, dass ihm zu heiß ist. Impeller wird kontrolliert. Saugt auch sofort wieder Wasser an und ist nicht beschädigt. Nachdem das Wasser aus dem Motor abgelassen wurde, fährt er ruhig weiter, als ob nichts gewesen wäre. Daher steht der Motor ganz oben auf der Liste und sollte bald irgendwann aus dem Schiff, um generalüberholt zu werden.

Ansonsten hat ein Schiff von ü30 natürlich seine Wehwehchen, was viel Zeit an Pflege und auch einiges an handwerklichem Geschick erfordert. Gerade der Holzausbau innen erfordert viel Pflege, damit es nicht anfängt zu schimmeln.

Rumpf ist noch in gutem Zustand. Gelcoat ist zwar etwas ausgekreidet und hat natürlich Macken davon getragen. Doch man kann Weiß noch als Farbe ausmachen ;)
Rumpf hat beinahe nichts von seiner Festigkeit verloren. Ist jedenfalls noch überall ‚hart’ und gibt nicht nach. Osmose war bisher noch kein Problem. Ich fühle mich sicher auf dem Schiff und weiß, dass es einiges einstecken kann.

Datenblatt.
LüA: 9,15m
LWL: 7,40m
Breite: 2,85m
Tiefgang: um die 1,30m
„Segelfläche mit Fock: 35m²“ (Auslieferungszustand, entnommen der Yacht)



Mit dem Eingangszitat möchte ich diesen bericht nun auch schließen. Denn er passt damals wie heute.


Zitat

„Insgesamt ein Schiff, mit dem es sich leben und segeln lässt“



Nachwort.
Vielleicht habt ihr bemerkt, dass dieses Schiff mehr als nur ein Schiff für mich ist. Sie hat ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Eigenheiten. Mittlerweile weiß ich, was sie mag, was sie nicht mag, was ihre Eigenheiten sind und und. Obwohl mehr als nur eine gebaut wurde, ist es dennoch ein Unikat. Ich denke, das ist bei allen Eignerschiffen so. Die Zeit formt ein „persönliches“ Schiff, erlangt beinahe so was wie einen Individuellen Charakter, der durch den Eigner geprägt ist. Jeder hat schon hier und dort Verbesserungen an seinem Schiff ausgeführt. Dadurch ergibt jedes Schiff ein Unikat. Denn SO eines, gibt es kein zweites Mal.

Seitdem ich im Internet unterwegs bin, war ich ständig auf der Suche nach Informationen über den Typ und die Werft. Leider habe ich nicht sehr viel gefunden. Aber das wenige, was ich gefunden habe an Informationen habe ich hier zusammen getragen. Leider ging mir auch ein Großteil der zusammen gesuchten Bilder und Informationen bei einem Festplattencrash flöten.
"Sie segelt bemerkenswert trocken", sagte er zu Stephen, der an Deck gekrochen kam, weil er lieber an der frischen Luft sterben wollte.

Gruß,
Kai
sy-technika.de

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kai« (4. September 2006, 18:07)


Skippy

Gründer des SF

2

Dienstag, 25. Oktober 2005, 13:51

Da kann man wieder einmal einfach nur ein fettes Lob für die klasse Vorstellung aussprechen! :thumb: und :danke:

Der Bericht lässt sich sehr kurzweilig lesen. :yes:

So langsam bin ich froh kein Boot zu haben. Eine solche Vorstellung würde ich nicht hinbekommen. ;)

unregistriert

3

Dienstag, 25. Oktober 2005, 14:47

Toller Bericht. Erste Sahne.

Irgendwie stellt man bei diesen Eignerberichten immer fest, welch starke emotionale Bindung zu den Booten besteht. das zeigt, dass Boote mehr als Gebrauchtsgegenstände oder Sportgeräte sind. Boote haben ein Leben.

Interessant finde ich auch die Tatsache, dass Boote, die aus dieser Zeit stammen, sehr haltbar sind, weil aufgrund mangelnder Erfahrungswerte mit GFK sehr grosszügig mit dem material umgegangen wurde.

Diese Berichte hier sind besser als jeder Yachttest, weil persönliche Erfahrungen drin stecken.

Und auch der Name Phantom ist sehr gut gewählt, denn die Spur eines Phantoms ist nur schwer zu verfolgen :)


Danke! :thumb:

pf

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Bootstyp: Deltania 27 (Viko 27DS, Navikom Werft PL)

Heimathafen: Lemmer

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4

Dienstag, 25. Oktober 2005, 18:08

Klarer Fall: Aus Liebe zum Segeln...:danke:
Emotionen pur, die technischen Details angenehm darin eingebettet, einfach ein Genuß zu Lesen. Und so lernt man auch einmal Bootstypen kennen, die man so noch nicht gehört hatte. So macht Forum Spaß!:thumb:
...und nur wer wagt, gewinnt das Leben...

Peter


www.sy-boundless.net

Sea Ya

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5

Dienstag, 25. Oktober 2005, 19:49

klasse emotionaler Bericht!

Ich hoffe, dass ich noch weitere Eugner finden, bie bereitwillig etwas über ihr Schiff berichet; wie Fllor schon sagte: das steht in keinem Yachttest so drinnen!

Spoiler Spoiler

ich war mal hanse

unregistriert

6

Dienstag, 25. Oktober 2005, 20:41

Eine sehr schöne Vorstellung, hat was :thumb: :bravo:

Ich habe ja leider nicht so die Ahnung von Booten :verstecken: deshalb gehe ich vom ersten, visuellen Eindruck aus - und da gefällt mir dein Boot sehr, sehr gut. Auch das es schon so lange im Familienbesitz ist, hat ja was von Tradition und finde ich in Verbindung mit Segelbooten ebenfalls sehr gut.

Ich hoffe, du hast noch lange was von deiner Phantom, auch wenn immer die Reparatureinsätze zwischendurch anliegen - das schweisst doch zusammen :yes:

Also, meinen :glueckwunsch: zum passenden Boot !

LG
Angelika

7

Dienstag, 25. Oktober 2005, 21:23

Hallo Elendur,
sehr schönes Boot und ein sehr guter Bericht.
Ich habe seit 2 Jahren eine Phantom 32.
Die werde ich demnächst auch mal vorstellen. An meinem Avatar kann mann ja schon etwas davon sehen.
Ich bin auch sehr mit dem Boot zufrieden. Allerdings macht der Motor (Farymann) etwas Zicken. Ich hoffe Du hast keinen Farymann, den für die alten Typen gibt es keine Ersatzteile mehr.
Grüsse
Hans
Viele Grüße
Hans

Kai

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8

Dienstag, 25. Oktober 2005, 21:40

Zitat

Original von hans

Ich habe seit 2 Jahren eine Phantom 32.
Ich hoffe Du hast keinen Farymann, den für die alten Typen gibt es keine Ersatzteile mehr.
Grüsse
Hans


Jetzt, wo Du es sagst. :kopfpatsch:
Irgendwie kam mir dein Avatar bekannt vor. Aber es ist so selten, einem Phantom Eigner zu begegnen, dass ich die Möglichkeit gleich abgetan habe. Zumal ich bei den größeren Phantoms immer Probleme beim erkennen haben, da sie ja mehr oder weniger ein Glattdeck haben.

Zitat

Original von Elendur

Die Power steckt in einem Farymann Diesel.


Es gibt aber noch (angeblich) Ersatzteile. Bukh hat Farymann irgendwann aufgekauft und bietet auch noch Überholungen für Farymann an. So hat es uns jedenfalls jemand von Bukh auf einer Messe erzählt. Ihm zu Folge werden zwar keine Ersatzteile für die alten Rappelkisten mehr hergestellt, aber Bukh hätte beim Aufkauf noch einiges mit übernommen.
Auf der nächsten Messe mal bei Bukh vorbeischauen.

Hmm, ich seh eben, dass sich auch da anscheinend auch wieder was geändert hat.
http://www.farymann.de

Aber sagt mal, ist bei euch auch so ein seltsamer schwarzer Balken?
"Sie segelt bemerkenswert trocken", sagte er zu Stephen, der an Deck gekrochen kam, weil er lieber an der frischen Luft sterben wollte.

Gruß,
Kai
sy-technika.de

Skippy

Gründer des SF

9

Dienstag, 25. Oktober 2005, 21:50

Zitat

Original von Elendur...
Aber sagt mal, ist bei euch auch so ein seltsamer schwarzer Balken?

Ja, komisch! ?(

10

Dienstag, 25. Oktober 2005, 21:51

Ich wollte Anfang diesen Jahres in Hamburg bei der Vertragswerkstatt ein paar Teile kaufen und habe grade mal noch einen Ölfilter bekommen.
X(
Ich werde jedenfalls auf der Bootsausstellung mal nachfragen.
Viele Grüße
Hans

11

Mittwoch, 26. Oktober 2005, 00:19

Hallo,

Tut mir Leid.

Ich sehe kein Bild.
Mit freundlichen Grüßen Jack
Der "Alte" von der "Beste"
www.beste-segeln.de

Preiswert Segeln in der Türkei

Sea Ya

Schlei & Ostsee Nap

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12

Mittwoch, 26. Oktober 2005, 07:16

Spoiler Spoiler

ich war mal hanse

Skippy

Gründer des SF

13

Mittwoch, 26. Oktober 2005, 09:13

Zitat

Original von Jack
Hallo,

Tut mir Leid.

Ich sehe kein Bild.

Die Bilder (Bild1 - Bild4) sind nicht im Forum, sondern verlinkt (also draufklicken ;)).

Gruß,
Martin

unregistriert

14

Freitag, 28. Oktober 2005, 13:21

Wer ist als nächster dran?


:D

15

Freitag, 1. Juli 2011, 13:34

Hallo Elendur,

wir haben Probleme mit der Lage unserer Phantom. Unserer Meinung liegt sie hinten viel zu tief im Wasser, gleiten scheint nicht möglich.
Okay, wenn wir alle drei an Bord sind sind im Cockpit ca. 270kg Balast, aber so unnormal ist das doch auch nicht.
Kann es an dem neueren Motor liegen, ein 20 PS Diesel?
Der Vorbesitzer hatte einige Balastsäcke (insgesamt 30 kg) im Salon und Vorschiff untergebracht, allerdings nur an Backbord.

Hast Du ne Idee? Oder jemand anders?

Danke
:nixweiss1:

16

Freitag, 1. Juli 2011, 13:45

Bin zwar nicht angesprochen, aber grundsätzlich glaube ich, daß Du eine Phantom nicht ins gleiten bringen wirst. Die ist einfach zu schwer dazu. Außerdem wurden in der Zeit die Linien nicht dafür optimiert (flacher Heckablauf).

Wenn Das Schiff mit dem Heck zu tief im Wasser hängt, hat das oft damit zu tun, daß die Backskisten voll mit schwerer Ausrüstung gepackt sind. Bei mir hat es geholfen, den Reserveanker, Eine größere Leinentrommel und weitere schwere zeugs in die Vorpiek (also unter die Vorschiffskojen) zu packen. Jetzt habe ich in der Backskiste viel Platz für Fender (sind ja überwiegend Luft) und die Schwimmwasserlinie paßt etwas besser.

Schöne Grüße,

Roman

Edit: der neue Diesel kann natürlich auch dazu beitragen, wenn er deutlich schwerer ist als der alte.
A ship in a harbour is safe, but that is not what ships are built for !

Kai

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17

Freitag, 1. Juli 2011, 13:56

Zitat

Original von Segler67
Hallo Elendur,

wir haben Probleme mit der Lage unserer Phantom. Unserer Meinung liegt sie hinten viel zu tief im Wasser, gleiten scheint nicht möglich.
Okay, wenn wir alle drei an Bord sind sind im Cockpit ca. 270kg Balast, aber so unnormal ist das doch auch nicht.
Kann es an dem neueren Motor liegen, ein 20 PS Diesel?
Der Vorbesitzer hatte einige Balastsäcke (insgesamt 30 kg) im Salon und Vorschiff untergebracht, allerdings nur an Backbord.

Hast Du ne Idee? Oder jemand anders?

Danke
:nixweiss1:


Fürs Gleiten ist sie auch wirklich nicht gebaut worden ;)

Es kann aber durchaus sein, dass sie hecklastig ist. Den neuen Motor würde ich allerdings ausschließen. In der Regel sind neuere Modelle wesentlich leichter, als die alten aus den Siebzigern. Selbst wenn der alte weniger Pferdestärken aufwies.

Gurgelt das Kielwasser denn? Das ist immer ein deutlicher Indikator für ein festsaugen des Hecks.

Die achtere Backskiste ist relativ groß. In der Regel hilft etwas entrümpeln um so das Heck zu entlasten.
Die Ballastsäcke sind nicht wirklich notwendig. Dass sie nur an Bb gelegen haben, lässt sich dadurch erklären, dass an Steuerbord relativ viel verbaut ist. Herd, Kühlschrank und reichlich Stauraum. Die Phantoms neigen dazu leicht nach Stb zu hängen.

Wo habt ihr denn euren Wassertank? Oft ist der Tank in der Vorpiek, so dass 100l Wasser das Heck zusätzlich entlasten.


Kurz und knapp: Entrümpeln. Alles mal ausräumen und umstauen. Schwere Sachen Mittschiffs oder gleich in den Keller ;)
"Sie segelt bemerkenswert trocken", sagte er zu Stephen, der an Deck gekrochen kam, weil er lieber an der frischen Luft sterben wollte.

Gruß,
Kai
sy-technika.de

18

Freitag, 1. Juli 2011, 14:10

Der Wassertank ist im Vorschiff.
Dann müssen wir eben alles probieren um mehr Last ins Vorschiff zu bringen. Oder Diät machen :D

19

Montag, 24. Oktober 2011, 12:16

Hallo,

ich wieder an die Phantom Experten.
Auch diese Saison hat uns die Phantom wieder einen Heidenspaß gemacht und wir sind begeistert, wenn...ja wenn nicht dieses verdxxx rückwärtsfahren wäre!
Gerade beim ablegen, aber auch sonst, bekommen wir es einfach nicht gebacken halbwegs koordiniert rückwärts zu fahren.
Rückwärts backbord zu fahren, kein Problem, der Radeffekt zieht so wunderbar nach links das man punktgenau steuern kann. Aber rückwärts steuerbord, keine Chance, egal wo man das Ruder hinlegt.
Hat jemand die gleichen Erfahrungen? Tips wie man das Hafenkino umgehen kann wenn es mal "rückwärts rechts" raus muss?

:nixweiss2:

20

Montag, 24. Oktober 2011, 13:14

Das ist bei meiner auch nicht anders. Ich glaube aber nicht, das dieses Verhalten Phantom spezifisch ist. Der Radeffekt schlägt auch bei anderen Booten erbarmungslos zu.
In manchen Fällen fahre ich dann eben rückwärts aus dem Hafen und drehe da wo genug Platz ist. Abhilfe würde natürlich ein Bugstrahlruder bringen.
Viele Grüsse
Hans
Viele Grüße
Hans

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