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Windstärken

Windstärkentabelle

21

Montag, 26. August 2019, 12:33

Moin (und herzlich willkommen)

ich nicht unbedingt - jedenfalls nicht vor Ort.

1. Gebrauchtbootpreise sind im Keller. Heruntergekommene Boote aus Nachlässen gibt es wie Sand am Meer. Wenn ein Segelboot, immer die Frage beantworten können: A. warum dieses und B. warum far away in Spanien?
Segeln ist immer eine ideelle Sache und natürlich sind eigene Erinnerungen und das Gedenken an den Onkel ein starkes Motiv. Aber "fühle" mal, ob es auch ungeplanten Belastungen und Rückschlägen standhalten wird, denn die wird es geben. Und dann bleibt immer noch B. warum in Spanien - nur weil der Kahn dort bereits liegt?

2. Ein umfassendes Refit fordert in vielen Bereichen: Zeit, handwerkliches Geschick, Organisationstalent, Geld, Glück, Hilfe Dritter. Hake mal ab, was vorhanden ist.
Und wie weit Deine Familie mitspielt. Du wirst etliche Wochen/Wochenenden vor Ort verbringen und dort mehr Budget verbrauchen als geplant (letzteres stimmt immer und als Newbie sowieso).

3. Angebot an Dritte: Handwerk/Organisations-/Arbeitsleistung gegen (Mit) Segelgelegenheit. Wenn Du diese Hilfe nicht im Freundes-/Familienkreis hast und sie erst suchen musst, spielst Du Lotterie. Die Gefahr, dass Spinner/Frickler Deine Zeit/Budget/Geduld/Vertrauen missbrauchen ist groß. Selbst bei echtem Goodwill kann ein furchtbares Bastelprojekt dabei herauskommen. Ehrlich gesagt, diese Chance sehe ich bei deutlich >50 %.

Erkenntnis:
Wenn Du ein solches Projekt angehen möchtest, schaffe den Kahn in Deine Reichweite. Vor Ort Arbeiten bedeutet nämlich: gute Organisation - von Fremdleistungen bis hin zu punktgenauer Teile- und Werkzeugverfügbarkeit am Boot.
Das bedeutet nicht, dass nicht ein bis 2020 bezahlter Liegeplatz nicht für Vorarbeiten ausgenutzt werden kann. Der zeitliche Vorlauf macht Dich flexibel beim Finden einer günstigen Transportgelegenheit an einen (näheren) Platz Deiner Wahl. Viele Yachttransporte durch Europa sind One Way organisiert und wenn eine Rückladung besteht, wird es für alle Parteien günstiger. Du hast die Möglichkeit, auf eine solche Gelegenheit zu warten. Möglicherweise kommt das Boot für grob geschätzt um 2.000 EUR in Deine Nähe. Voraussetzung: Du findest einen billigen Platz, an dem Du ohne zeitdruck am Boot arbeiten kannst.

Damit verbunden die Frage: wo würdest Du denn gern segeln wollen? dort wo das Boot jetzt liegt und wenn ja, was ist der Grund: nur weil es (für Dich rein zufällig) dort liegt?

Wie immer Du es angehst: etliche tausend EUR wirst Du/werdet Ihr einkalkulieren müssen. Das kann mit hoher Wahrscheinlichkeit auch fünfstellig werden, es sei denn ein Frickel- und Organisationskünstler schafft alles mit Eigenarbeit, eigener Instandsetzung/Nachfertigung und der Organisation gebrauchter Teile. Das Erbe wird pekuniär wahrscheinlich für Dich dem Kauf eines vergleichbaren Gebrauchtbootes gleichzusetzen sein.

Wenn Du auf all diese Fragen keine für Dich selbst überzeugenden Antworten findest: Adios zu diesem Projekt!

Gruß
Andreas

34fuss

Admiral

Beiträge: 781

Schiffsname: GOTLAND

Bootstyp: HR 34

Heimathafen: Lubmin

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22

Montag, 26. August 2019, 15:43

Hallo Ulli,

um dieses Boot auch nur soweit fit zu machen, dass man sich damit aus dem Hafen trauen kann, wirst bei den schon genannten Baustellen vorsichtig geschätzt mindestens 3 Monate in Vollzeit dran werkeln müssen. Ohne Auto vor Ort wird es nicht gehen.
Und Du kannst davon ausgehen, dass Du noch viele, viele neue dringliche Baustellen entdecken wirst. Mit Boot am Wohnort und nur am Wochenende werkeln, wirst ein Jahr brauchen. Es dauert alles mindestens doppelt solange wir vorsichtig geschätzt. Man kann sicherlich viel selber machen, aber für bestimmte Dinge ist doch auch ein Fachmann gefragt. Als Laie hat man nicht die Erfahrung eines Bootsbauers oder Motorenschlossers und macht (teure) Fehler, oder das Werkzeug eines Riggers um Terminals zu rollen, oder die Presse für Kabelschuhe....

Ob Du diesen Umfang an Freizeit aufwenden möchtest, neben den >10k€ für Material und ein paar Monteurstunden, das musst Du mit Dir und Deiner Familie aushandeln.

handbreit
Jürgen

23

Dienstag, 27. August 2019, 09:48

Ich wünsche dir das es so klappt wie du es dir vorstellst.
Allerdings kann ich mir nicht vorstellen das dein Konzept aufgeht.
Würde mir, in meiner Nähe, Jemand solch einen Vorschlag machen, da ich so etwas für mein eigenes Boot ja auch schon gemacht habe, würde ich ablehnen.
Auch wenn ich die Zeit und das Können habe, bin ich doch immer auf das Vertrauen und Wohlwollen des Eigners angewiesen.
Im Lauf der Zeit kommen dann Missverständnisse oder falsche / unterschiedliche Einschätzungen dazu, und schon verliere ich dann meinen Anspruch auf meine eingebrachte Leistung.
Da muss man sich schon sehr lange und gut kennen um sich darauf einzulassen.
Vielleicht überlegst du dir noch ein alternatives Konzept.
Beste Grüße
Dirk
________________________________________________
Datt Best fun Läbn is, watt jü met de Tään afreeten daut.

(Alte norddeutsche Weisheit)

nixxe

Ich bin 2 Øltanks

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Bootstyp: sevylor fishhunter 210

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24

Dienstag, 27. August 2019, 11:38

Naja, ne Nova ist ein schönes Boot.
Wenn die Familie keine Lust hat, mitzuhelfen - dann stimmt was nicht. (mitsegeln, aber nicht mitrenovieren????)

Ich würde ein halbes Jahr nach Spanien ziehen und arbeiten - wenn ich das handwerkliche Geschick hätte. Oder das Schiff auf einen Tieflader nach Hause in den Garten bringen und dort fertig machen. Das meiste ist doch nur Kosmetik oder lässt sich von einem Bootsschrauber machen. Riggteile, Polster, Wanten, Tauwerk, Seeventile - rechne mit 10.000,-, Segel noch dazu, Rumpf folieren / lackieren, das machen hier doch etliche Leute. Dann ist das Familienstück doch in guten Händen. So´n Boot ist ja auch nur ´n Mensch.
Unite behind the science

Sehbeer

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Heimathafen: Emden

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25

Sonntag, 1. September 2019, 07:32

Moin

:willkommen: :Laie_22:
liebe Grüße

Mattze :Kaleun_Sleep:

Schoner

Crazy-Ijsselmeer-Skipper

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Wohnort: Wuppertal

Schiffsname: Crazy

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Heimathafen: 52.851021, 5.68602

Rufzeichen: DD5453

MMSI: 211440140

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26

Sonntag, 1. September 2019, 09:17

Solche Projekte ohne Unterstützung der Familie sind zum Tode verurteilt. Der nostalgische Aspekt besteht nur für dich und nicht für den Rest der Familie. Lass die Finger davon. Das hört sich brutal an, bewahrt dich aber vermutlich vor größeren finanziellen Verlusten und familiären Problemen.
Gruß



Volker

HP

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