Sie sind nicht angemeldet.

Werbung

Boote kaufen

Windstärken

Windstärkentabelle

Hallo Besucher, willkommen im Segeln-Forum! Hier kannst Du Dich registrieren, um unser Forum in seiner vollen Pracht genießen zu können! - Weitere Infos zur Registrierung - Login für Mitglieder -

1

Samstag, 26. Oktober 2019, 19:03

Auszeit/Abenteuer

Moin!
Ich bin quasi wieder neu hier. Hätte im Sommer im Zuge einer wilden Romanze mit dem Segeln fast ein Boot gekauft und habe mich seinerzeit ausführlich in diesem Forum erkundigt (danke allen für die wertvollen Ratschläge und die investierte Zeit). Letztlich wurde knapp doch nichts aus der Sache, ich musste das danach erstmal ruhen lassen und mich von den seelischen Strapazen erholen. :) Nun aber: Neuer Anlauf, neue Vorzeichen und neue verwegene Idee, zu der ich sehr dankbar für Erfahrungswerte wäre. Ich recherchiere gerade an verschiedenen Fronten - da sich dieses Forum in der Vergangenheit als sprudelnder Quell der freundlichen Weisheit erwiesen hat, darf es bei der Recherche auf keinen Fall fehlen.

Das Vorhaben:
(vorweg: die ganze Idee kann riskant bis bescheuert sein, das will ich gerade rausfinden. Grundsätzlich aber sind wir sehr bereit, Risiken einzugehen. Das meint nicht riskantes Segeln unter Gefahr für Leib und Leben, sondern Risiken in Sachen Lebensentwurf, Durchbeißen müssen, Geld, Scheitern etc.. Kurzum: Hier seien keine bürgerlichen Maßstäbe angelegt, es gilt: Nase in den Wind, metaphorisch wie tatsächlich)

Meine Freundin und ich (Twenty- bis Thirty-Somethings) haben durch glückliche Fügung beide die Möglichkeit, mindestens die erste Hälfte 2020 eine Auszeit zu nehmen. Haben die letzten Jahre sehr viel gearbeitet, ein bisschen Knete an die Seite gelegt und würden gerne im größeren Stil aussteigen, zumindest vorübergehend. Sie hat den SBF Binnen und recht viel Erfahrung, auch auf See, ich (noch) keinen Schein, aber ein bisschen Erfahrung und schier grenzenlose Begeisterung. Im Paket würde ich uns mal im unteren Bereich von "Fortgeschritten" einordnen.

Wir haben uns in den Kopf gesetzt, Anfang 2020 (Januar oder Februar) unser Erspartes und ein paar Klamotten einzupacken, irgendwo ins Warme ans Meer zu fahren und uns dort ein gebrauchtes Segelboot zu kaufen, auf dem wir für ein paar Monate leben und reisen. Die Ansprüche sind dabei nicht hoch, mit der Größenordnung Folkeboot kämen wir schon klar. Holz wäre schön, GFK natürlich ein paar Sorgen weniger und deshalb auch durchaus eine Option. Hochglanz-Optik brauchen wir genauso wenig wie glamourösen Komfort. Für Anschaffung und ggfs. Instandsetzung hätten wir bis zu 10.000€ zur Verfügung (gerne auch weniger).
Wir planen selbstverständlich keine großen Ozean-Überquerungen, würden küstennah und betont gemütlich (im Gegensatz zu 'ambitioniert') segeln und wann immer möglich nicht in teueren Marinas übernachten - die Grundhaltung wird hoffentlich klar.
Hat jemand einen Tipp für ein Revier/ein Land/bestimmte Bootstypen? Als ersten Impuls ging uns das Mittelmeer durch den Kopf - Griechenland, vielleicht Balkan, vielleicht Türkei (pazifistische Vorbehalte kurz mal außen vor). Taugen diese Reviere um die Jahreszeit für so ein Vorhaben? Bin ich zu romantisch, wenn ich mir vorstelle, dass man ein, zwei Wochen in verschiedene Häfen reist, sich bei den Locals nach zu verkaufenden Booten umhört, parallel einschlägige Online-Verkaufsplattformen checkt und auf diese Weise früher oder später etwas geeignetes findet?

Bin für wirklich jeden Tipp dankbar. Dass die Idee potenziell verwegen bis bescheuert ist, ist mir wie erwähnt klar. Widerwillig fällt mir dazu ein käsiger Kalenderspruch ein: "Lieber bereuen etwas getan zu haben, als zu bereuen etwas nicht getan zu haben" - in diesem Geiste ist das alles zu betrachten.

Frieden,
Matze

stoecki

Bootsmann

Beiträge: 120

Wohnort: CLP

Schiffsname: Quo Vadis

Bootstyp: Phantom 31

  • Nachricht senden

2

Samstag, 26. Oktober 2019, 19:43

Ich bin mir sicher, Du willst nicht monatelang auf etwas in der Größe eines Folkebootes leben. Aufrecht stehen im Schiff ist das Mindeste was Du an Komfort brauchst. Und Holzboote im Mittelmeer ist nur was für Leute die sich damit auch wirklich auskennen. Schau mal lieber nach gepflegten GFK Schiffen ab 30Fuß aufwärts.
Handbreit, Thomas

3

Samstag, 26. Oktober 2019, 20:27

Im größeren Stil aussteigen im MM? Also wenn schon Risiken eingehen erwünscht ist, dann würde ich da so etwas erwarten wie Flug nach NZ und dort ein Boot kaufen, das ist spannend. Nicht das ich sagen könnte ob das geht problemlos geht, aber Segelboote haben die da auf jeden Fall genug.

Aber wenn es beim MM bleiben soll, würde ich das Thema auch in das Forum Mittelmeer einordnen.
Ein Freund ist, wer Dich für gutes Schwimmen lobt, nachdem Du beim segeln gekentert bist.

nixxe

Ich bin 2 Øltanks

Beiträge: 19 180

Wohnort: S-H

Bootstyp: sevylor fishhunter 210

  • Nachricht senden

4

Samstag, 26. Oktober 2019, 20:34

Mittelmeer ist recht teuer zum Bummeln....... und Folkeboote sind super, aber monatelang? Würde eher zum Wohnmobil mit Jolle auf Anhänger raten. Billige größere Boote gibt es aber durchaus. Kennt ihr Johannes Erdmann? Lest mal sein Buch "Allein über den Atlantik", seine Maverick könnte passen, also diese Art Boot.

woelfchen

Leichtmatrose

Beiträge: 41

Wohnort: Zwickau

Bootstyp: Sirius 26

  • Nachricht senden

5

Samstag, 26. Oktober 2019, 20:34

Ja hallo, was für ne geile Idee. Ich habe einen Berufskollegen der vor Jahren auch mal ne Auszeit mit seine Freundin gemacht hat uns für ca. 1 Jahr Die Welt umrundet hat. Hier und da etwas Gearbeitet und weiter ging es. Ein Abenteuer um was ich ihn beneide. Allerdings ohne Boot. Daher finde ich solche Vorhaben immer klasse weil die Erfahrungen und Energie daraus für lange Zeit reicht. Und sowas vergisst man nie. Also machen und nicht auf andere hören. Was das Boot betriff denke ich ich, ab 26 fuss o.Ä. wird es interessant. Deshalb weil ich seit kurzem ein knapp 8 m Boot mein eigen nennen darf und mit dem Platz sehr zufrieden bin. Schlafraum im Vorschiff See WC separat und Slon mit kleiner Pantry. Reicht für Zwei. Meine Meinung. Was den Kauf im Ausland angeht hab ich keine Ahnung. Ich glaube man kann im Ausland genauso in den Misthaufen greifen wenn man nicht alles ganz genau Inspizieren kann wie hier zu Lande. Vielleicht wird man dort etwas schneller übers Ohr gehauen. Ich hätte ohne Verbindungen und Empfehlungen dafür kein Vertrauen. Die Überlegung in D ein Boot zu kaufen scheint wohl keine Option zu sein oder? Ich wünsche Euch jedenfalls eine gute Reise und fantastische Zeit.

Marinero

Salzbuckel

Beiträge: 3 351

Schiffsname: Lilla My

Bootstyp: Omega 42

Heimathafen: Aabenraa Sejl Club

Rufzeichen: DF5010

MMSI: 211391180

  • Nachricht senden

6

Samstag, 26. Oktober 2019, 20:35

Ich bin mir sicher, Du willst nicht monatelang auf etwas in der Größe eines Folkebootes leben. Aufrecht stehen im Schiff ist das Mindeste was Du an Komfort brauchst

Kennst du?

Carola & Hans Habeck auf SV Wal, Etap 21
»Marinero« hat folgende Datei angehängt:

Osttief

Kapitän

Beiträge: 556

Wohnort: Greifswald

Schiffsname: Flair

Bootstyp: Stress

  • Nachricht senden

7

Samstag, 26. Oktober 2019, 20:35

Moin Matze,

Schön das Du wieder da bist. Zu den Revieren im Mittelmeer kann ich nichts beitragen, war nie dort, jedenfalls nicht mit dem Boot. Ansonsten kann ich nur sagen, packt euren Kram und ab dafür! Wer weiß wann die nächste Gelegenheit dazu kommt. Selbst wenns schief geht, na und, dann habt ihrs wenigstens versucht.
10k für ein Boot sind nicht die Welt, ich würde da irgendwo zwischen 22 und 26 Fuss suchen. Da findet man eher was anständiges als bei den grösseren 30+Füssern, die in dem Preisgefüge dann auch wesentlich älter sind. Und teurere Reparaturen nach sich ziehen. Die Enge in den kleinen Schiffen solte in eurem Alter kein Problem sein. Kleines Gepäck ist dann angesagt, damit noch Lebensmittel und Wasser für ein paar Ankertage mitkönnen.
Wie gesagt, los und machen! Und lasst euch von den Bedenkenträgern hier die Sache nicht ausreden!
Ich wünsche euch viel Spass!
Osttief

--------------------------------------------------------------------------------------------

Das schönste am Segeln sind die Abende im Hafen...

nixxe

Ich bin 2 Øltanks

Beiträge: 19 180

Wohnort: S-H

Bootstyp: sevylor fishhunter 210

  • Nachricht senden

8

Samstag, 26. Oktober 2019, 20:59

Jou.
Bianca 27, Bandholm 24, Friendship in div. Größen oder eben die Fellowship 27, das sind so kleine nordische, robuste, sehr günstige Raumwunder; ich weiß nicht, wie die im Mittelmeer verfügbar sind. Da wird man eher Jeanneau, Beneteau oder Dufour antreffen. Eine 2800 er ist ja sogar hier im Forum zu erwerben. Wenn es eher Karibik werden würde, könnte man sich im amerikanischen Markt umsehen. Klar, Australien oder Neuseeland sind absolute Segelnationen; da wird sich immer was finden.

Beiträge: 651

Wohnort: Odense

Bootstyp: Jeanneau Fantasia 27

Heimathafen: Bogense Marina

Rufzeichen: Serenity

  • Nachricht senden

9

Samstag, 26. Oktober 2019, 21:56

Ich bin mir sicher, Du willst nicht monatelang auf etwas in der Größe eines Folkebootes leben. Aufrecht stehen im Schiff ist das Mindeste was Du an Komfort brauchst.


Unfug. Das ist nur das mindeste was DU brauchst.
Ich lebe seit 12 Monaten auf einem Boot in dem man nirgends aufrecht stehen kann. In der FB Gruppe Tiny liveaboards under 33ft leben Leute auf ihrer Catalina und Hunter 22, Winter wie Sommer. Geht alles :-)

Der Plan klingt übrigens fantastisch, wird sicherlich ne mega spannende Erfahrung. Mach nur, manchmal muss man das Leben auch einfach mal ein bisschen würzen und sich in ein Abenteuer schmeißen :-)

stoecki

Bootsmann

Beiträge: 120

Wohnort: CLP

Schiffsname: Quo Vadis

Bootstyp: Phantom 31

  • Nachricht senden

10

Samstag, 26. Oktober 2019, 22:47

Sicher, kann man alles machen. Muß ja auch jeder selber wissen. Für einen längeren Zeitraum kann ich es mir halt nicht vorstellen. Jeder so wie er mag.

grummel

Leuchtturmwärter

Beiträge: 108 613

Schiffsname: Estel

Bootstyp: Albin Vega

Heimathafen: Monnickendam

  • Nachricht senden

11

Samstag, 26. Oktober 2019, 22:52

Hallo und herzlich Willkommen. :welcome:
von nix Ahnung, aber glücklich.
Mein Marktplatzeintrag

12

Samstag, 26. Oktober 2019, 23:40

Moin Matze,

ich kann Euren Plan schlecht einschätzen weil ich Euch nicht einschätzen kann.
Seglerisch ist er nicht unbedingt eine Herausforderungen denn Ihr habt Zeit und kein Ziel und könnt Euch die Bedingungen unter denen Ihr segelt aussuchen.
Exotisch ist er auch nicht, das haben schon viele gemacht. Die Unterschiede zwischen Euch und denen die ich kenne, sind eigentlich primär diese hier:
1. Euer Budget ist ziemlich knapp
2. Ihr wart bisher nichtmal 14 Tage zusammen auf einem kleinen Boot unterwegs und man kann schlecht einschätzen wie realistisch das Bild ist, dass Ihr Euch vom Leben auf einem Boot macht
3. Die Boote derer die das gemacht haben wurden nicht erst 5 Minuten vorher gekauft, sondern sie waren ausgerüstet, gecheckt und in Schuss.
Ihr solltet Euch einschränken können, auch unter Stress gut miteinander auskommen, ein paar geschickte Händchen, Organisationstalent und Gelassenheit mitbringen.
Die größte Herausforderung sehe ich tatsächlich darin, als seglerische Newbies mit schmalem Budget das richtige Boot zu finden - nämlich eines, mit dem ihr das halbe Jahr nach dem Kauf unterwegs sein könnt und nicht eines, dass man nach dem Kauf ein halbes Jahr sanieren und darauf vorbereiten muss, anschließend darauf unterwegs sein zu können, bzw. ohne die ganze Zeit in einer Baustelle zu leben.
Mit den Handicaps 1.-3. habt Ihr Euer Vorhaben besonders spannend gestaltet. Berichtet mal!

Gruß + gutes Gelingen
Andreas

ugies

Salzbuckel

Beiträge: 8 366

Bootstyp: Dehler 35 SV

Heimathafen: Wülfel

Im Marktplatz: 12

  • Nachricht senden

13

Samstag, 26. Oktober 2019, 23:46

Die beiden hier haben es ähnlich gemacht, wie ihr das vorhabt. https://m.youtube.com/watch?v=Ye8rZZyMXpY
Man kann das gut machen. Aber auch im Mittelmeer soll man etwas später, vielleicht so am 1.4. loslegen.
SF-Stander 5,00 € inkl. Versand
PN oder E-Mail an ugies.
Adresse angeben.
Stander kommt per Post mit offener Rechnung.
Überweisung und gut ;).

Beiträge: 1 553

Wohnort: Hamburg

Schiffsname: Sioned

Bootstyp: Amel Maramu 46

Heimathafen: Hamburg

Rufzeichen: DFRL2

  • Nachricht senden

14

Sonntag, 27. Oktober 2019, 07:44

Wenn euer Budget stark limitiert ist, bleiben im Mittelmeer nur Griechenland und (hust) die Türkei. In GR könnt ihr überall kostenlos ankern und an den Stadtpiers bei der angepeilten Bootsgröße für 5€ am Tag liegen manchmal auch kostenlos.
Vor April ist es in GR aber doch noch recht frisch und ne Heizung (oder viel Fleece) sollte man sich schon gönnen.

Das Hauptproblem sehe ich aber darin für 10k etwas schnell zu finden, an dem man nicht erst drei Monate rumbasteln muss.
Michael
SY Sioned

gelan

Seebär

Beiträge: 1 246

Schiffsname: Neferou

Bootstyp: Contest 31HT

Heimathafen: Urk

Rufzeichen: DG3244

MMSI: 211153640

  • Nachricht senden

15

Sonntag, 27. Oktober 2019, 08:13

Was macht Ihr mit dem Boot nach dem 1/2 Jahr?
Vielleicht wäre es besser irgendwas so um die 25 oder 26 Fuß was auch noch trailebar ist zu kaufen. Ihr könnt bis es losgeht daran werkeln und nachher es wieder mit nach D bringen. Ein Boot in MM zu lassen wird später dann sehr Teuer.
Über den Wind können wir nicht bestimmen,
aber wir können die Segel richten.
(Weisheit der Wikinger)

Handbreit Georg

16

Sonntag, 27. Oktober 2019, 08:54


Bin ich zu romantisch, wenn ich mir vorstelle, dass man ein, zwei Wochen in verschiedene Häfen reist, sich bei den Locals nach zu verkaufenden Booten umhört, parallel einschlägige Online-Verkaufsplattformen checkt und auf diese Weise früher oder später etwas geeignetes findet?


Das kann funktionieren. Zu verkaufende Boote gibt es genug. Aber Boot kaufen heißt noch nicht, sofort losfahren zu können. Neben Reparieren, Sanieren, Ausrüsten würde ich den bürokratischen Aufwand nicht unterschätzen. Boote und Skipper brauchen Papiere. Am Beispiel Griechenland: Für das Boot braucht ihr ein DEKPA. Hierfür sind u.a. vorzulegen: Führerschein, Bootspapiere, Versicherungsnachweis, Nachweis über bezahlte Steuern (TEPAI). SBF-Binnen reicht nicht, zumindest offiziell. Bootspapiere beantragen (IBS o.ä.) dauert sicherlich einige Wochen. Versicherung dauert auch. Da gehen die Wochen ins Land, ein halbes Jahr ist dann gar nicht mehr soo lang. Und was passiert mit dem Boot anschliessend? Verkaufen dauert und Lagern kostet.
Schöne Grüße
Bodo

unregistriert

17

Sonntag, 27. Oktober 2019, 09:30

Hallo
Nun werde ich dir mal meinen Senf dazugeben. Ist zwar sehr unorthodox und wird wahrscheinlich "Schreien" auslösen. Die amerikanischen Cruiser "Liveaboards nennen 30-33 etwa die typische Lebensgrösse, um sich an Bord wohl zu fühlen. Gesagt sei, dass amerikanische Jachten über Duschen und alles an Bord verfügen, was bei europäischen erst in der Neuzeit (nach ca. 1990) der Fall ist. Für cruisen wird ebenfalls von den Amerikanern (sie sind die Vagabunden auf den Meeren) die älteren Yachten angepriesen, denn die neueren sind von der GFK Qualität viel dünner (weiss nicht pb stärker). Wenn du in der Karibik Auszeit willst, kauf was in den USA. Willst du in Europa Auszeit, kauf in D, CH, weniger in F oder GB. In Europa das Problem ist die Jahreszeiten. Daher in D und CH werden erstens die Schiffe eher gepflegt, meist aus dem Wasser genommen und in Hallen aufbewahrt. In F und GB geben sie den Yachten eine Reinigung und stellen sie schön hin. Da musst du genau hinschauen und die wollen Horrorpreise. In CH kannst du gut kaufen, da die neuen Umweltvorschriften die Dieselmotoren verbannen und die Schweizer alte Yachten ausmustern. Sie sind gut erhalten, haben aber Eigenheiten wie, Toilette entfernt da verboten (nur portable Toilette mit Chemie/stinkt). Sie sind auch nicht gut bestückt, da auf Seen keine Instrumente verlangt sind und keine Meerausrüstung (Life raft, Navigationsgeräte, Lichter, Motor etc.) Aber sie sind ausgezeichnet in Schuss und werden zu Bagatellpreisen abgegeben. Transport kostet, ausser du fährst sie auf einem Hänger.
D ist ein guter Verklaufsort. Etwas steiff die Verhandlung mit deutschen Eignern, aber du bekommst sehr schöne und alte Schiffe, sehr seetauglich. Kauf dir keine Hafenyacht (immer nur Samstags ausgefahren). Sie sollte von jemand sein,w elcher gesegelt ist, Routensegeln. Merkst du an der Ausrüstung. Gut bestückt, gute Ausrüstung und das Schiff ist strapaziert worden. Wanten, Takelage und alles ist besser im Schuss, als nur "Gestandene".
In den USA kannst Du gute Yachten kaufen, nur Vorsicht mit "Hurricane Gut". In den USA eine Regel: 50% des verlangten Preises oder weniger. In D ist es schwieriger, In F, P, GB 30% des verlangten Preises. In CH, kannst du bis 20% bieten, da die Schiffe sehr teuer Standplatz kosten, wenn lange gelagert.
Nun, viel Glück bei der Suche

Sander 850

Admiral

Beiträge: 949

Wohnort: Weißenthurm

Bootstyp: Sander 850

Heimathafen: De Kuilart

  • Nachricht senden

18

Sonntag, 27. Oktober 2019, 09:31

Einfach machen. In Frankreich hatte ich vor rund 2 Jahren mal einen Kontakt die wollten einen Motorsegler sogar verschenken. Und der sah - zumindest auf den Bildern - nicht nach Sondermüll aus. Viele die dort unten ihr Boot liegen haben sind froh wenn es nur weg kommt.

Eventuell wäre es eine Überlegung z.B. in Griechenland oder Italien zu kaufen und die Reise so zu planen, dass sie euch (binnen) bis nach Deutschland/Niederlande führt. So würdet ihr den halben Mittelmeerraum sehen. Oder wenn das Boot und die Crew das wollen, die Donau runter ins schwarze Meer. Dort soll es auch ganz nett sein.

Übrigens die Versicherung abschließen geht online und ist eher ne Sache von Stunden als von Tagen. Anrufen, Daten durchgeben, die schicken per Email eine vorläufige Versicherungsbestätigung. Wenn eine WSA Anmeldung reicht, dann hat man die auch innerhalb einer Stunde in der Hand.

tritonator

Proviantmeister

Beiträge: 398

Schiffsname: Heleni

Bootstyp: Raptor26/Twister800

  • Nachricht senden

19

Sonntag, 27. Oktober 2019, 10:28

Was macht Ihr mit dem Boot nach dem 1/2 Jahr?
Vielleicht wäre es besser irgendwas so um die 25 oder 26 Fuß was auch noch trailebar ist zu kaufen. Ihr könnt bis es losgeht daran werkeln und nachher es wieder mit nach D bringen. Ein Boot in MM zu lassen wird später dann sehr Teuer.

Das wäre auch mein Vorschlag gewesen! Bei schmalem Budget lohnt es sich, sich hier auch auf dem polnischem Markt umzuschauen.

In den Masuren fahren haufenweise Segelboote zwischen 22 und 26Fuß- auch im Charterbetrieb. Wenn diese zum Verkauf stehen, bekommt

man für wenig Geld ein ordentliches Boot mit viel Wohnraum. Alle trailerbar und man bleibt auch bei der Auswahl des Segelrevieres flexibel.
( okay- Trailern bis Neuseeland wird eine Herausforderung. ;) )
Das Boot vor der großen Reise mal Probeseglen, oder auf Herz und Nieren untersuchen halte ich auch nicht für verkehrt.

Ansonsten eine tolle Idee- unbedingt machen!!!
Viel Spaß dabei.

20

Sonntag, 27. Oktober 2019, 11:29

Jou.
Bianca 27, Bandholm 24, Friendship in div. Größen oder eben die Fellowship 27, das sind so kleine nordische, robuste, sehr günstige Raumwunder; ich weiß nicht, wie die im Mittelmeer verfügbar sind. Da wird man eher Jeanneau, Beneteau oder Dufour antreffen


Manchmal schreibt nixxe auch Sachen die ich unterschreiben kann.
Was ihr braucht sind skandinavische familienboote. Seegaengig.. Robust... Alltagstauglich und verfügbar.
Wir haben uns nach INTENSIVER Suche nach einem preiswerten trailerbare "wohnboot" im Mai für eine albin 25 entschieden. 95% davon sind motorboote aber es gibt sie auch als segler.

Wir habe dieses Jahr 7 Wochen zu zweit auf dem Boot verbracht.
Ijsselmeer... Korsika... Slovenien. Sind gestern gerade zurück von der dritten Reise.
Das Boot ist wirklich genial für seine groesse! Achter kajuete als begehbarer Schrank... Kueche.. Grosses Bett... Klo... An Deck kann man sehr bequem essen und liegen... Wie lieben sie... Hat in Schweden kaum was gekostet.

Ich denke ihr werdet soetwas aber im Mittelmeer nicht finden.
Holland... Daenemark... Deutschland... Skandinavien... Evtl uk.

Lässt euch von blöden Kommentaren nicht entmutigen... Kenne ich hier selber... Lol...

Was ihr wollt ist absolut nicht irre sondern sehr cool. Das wird super und die Zeit viel schneller vergehen als ihr denkt.


Vergesst die ganzen Scheine.... Nein... Vergesst binnen und See.. Was vernünftiges lernt man ab sks aufwärts... Was ihr braucht ist Umsicht... Vorsicht... Lest einfach die Lehrbücher sks, SSS und SHS und Vielleicht lest ihr ein paar buecher Ueber seemannschaft oder Aehnliches. Ich liebe das Buch schwerwetter segeln von Peter bruce... Auch wenn ihr das nicht vor habt so vermittelt es wie ich finde ein tolles Gefühl dafür wie man als Boots Reisender denken sollte.

Wenn ihr im Mittelmeer preiswert reisen wollt kommt ihr um viele naechte in buchten nicht umhin.

Achtet auf ein starkes Ankergeschirre das euch ruhig schlafen Laesst. Nehmt ein beiboot mit um im Hafen Besorgungen zu machen.

Viel Spaß und tolle Erlebnisse wuensche ich euch!


Unverzichtbar für Reise im mm wie wir es erlebt haben:

10kg Anker 40m Ankerkette + 10m Seil ...damit haben wir bf 9 in der bucht gut gelegen bei 2.5t boot

60liter wASsertank plus 4x 20l Kanister. Das ergibt mit aussendusche wegen Salz auf der Haut rund 3 Tage autarkie ohne gross zu sparen.

Spiritus Kocher 2 Flammen.

Trinkwasser in Flaschen. 50liter ersparen permanente Supermarkt besuche.

100l Diesel für ca. 30h Motoren. Waren bei uns auch 5 Tage

Aussendusche montieren!

Muecken gitter ist wichtig für heiße naechte.

Wenn ihr wenig Motort... Irgend wie Strom erzeugen.

Kuehlschrank braucht man unserer Meinung nach nicht unbedingt.

Wir reisen mit PapierKarten und Handy. Reicht für die kueste locker.
Nv charts (Karten in heftform) sind absolut zu empfehlen.
Teure Plotter braucht keiner.
Auch Echolot braucht keiner.
Elektronisch Anker Winde braucht auch niemand bei der Größe.
Wir haben eine eurobox auf Deck verschraubt und da rauscht die Kette nach Anker wurf einfach aus. Fertig.
Bei einem kleinen Boot hat man immer Bewegungsmangel.
Da ist Anker aufziehen mal ganz nett.... Lol.

Im Mittelmeer kann man Anker tiefen zwischen 3 und 10m super gut schätzen. Im Zweifel eh einfach alle Kette raus.

Penibel Salz aus der kajuete... Dem Bett... Raushaltebn!
Gruss
Ralph

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Bonifacio« (27. Oktober 2019, 11:59)


Counter:

Gezählt seit: 4. Februar 2014, 08:39, nur eingeloggte Mitglieder
 Zugriffe:   Hits heute: 365   Hits gestern: 2 706   Hits Tagesrekord: 12 076   Hits gesamt: 4 968 492   Hits pro Tag: 2 355,87 
 Seitenaufrufe:   Klicks heute: 2 154   Klicks gestern: 19 284   Klicks Tagesrekord: 154 353   Klicks gesamt: 38 958 315   Klicks pro Tag: 18 472,53 

Kontrollzentrum