Etap 21i Rigg ändern

  • Hallo alle zusammen,


    wir sind stolze Besitzer einer Etap 21i aus dem Jahr 1997.
    Wir sind überaus zufrieden mit unserem Kleinkreuzer.
    Platzangebot, Beweglichkeit, Segeleigenschaften und noch mehr sind für uns optimal.


    Was mich nur im Augenblick beschäftigt ist das Rigg.
    Ab dem Baujahr 1998 wurde die Großsegelform (Achterliek beinahe gerade und ein qm weniger Fläche) geändert und das Rigg bekam ein Achterstag. Leider konnte ich noch nicht in Erfahrung bringen warum die Serie geändert wurde.


    Um unser Rigg zu entlasten (z.B. Vorwindkurs) würde ich ebenfalls gerne ein Achterstagg fahren. Jedoch geht das mit dem ausgestellten Groß leider nicht ohne ein paar Änderungen denn das Stag würde im oberen Bereich vom Groß berührt werden und das Segel würde sicherlich leiden.
    Klar ick könnte uns ein neues Segel machen lassen. Ist aber nicht unser Plan.


    Ich würde gerne das Achterstag im losen Zustand mit einem Glasfaserstab im Top
    vom Mast wegdrücken und das Achterliek somit freigeben
    Hat jemand schon mal eine solche Konstruktion verbaut oder sogar eine 97'er 21i damit ausgestattet ?


    Lasst doch mal hören.


    Danke


    Udo

  • Das geht so nicht. Am Masttop müßte ein stabiles Alu oder Edelstahlblech achteraus angebracht werden, an dem das Achterstag befestigt wird.

  • Quote

    Original von Segelneuling
    Das geht so nicht. Am Masttop müßte ein stabiles Alu oder Edelstahlblech achteraus angebracht werden, an dem das Achterstag befestigt wird.


    Wahrscheinlich ist gemeint, dass der Glasfaserstab das Achterstag nur in völlig gelöstem Zustand ein wenig vom Segel wegdrückt. Spannen kann man das über den Glasfaserstab natürlich nicht. Aber ehrlich gesagt, denke ich auch, dass das nicht ordentlich funktionieren kann.

    Gruß
    Peter

  • Und ob! Hallo Udo
    Die Dinger heissen Achterstagheber oder Backstay Flicker und sie funktionieren problemlos. Es gibt sie z. B. bei Selden in zwei Grössen zu kaufen. Man kann auch eine alte Segellatte verwenden, wobei man die Biegung gut einstellen muss.
    Sie halten bei schwachem Wind den gelösten Achterstag beim Wenden und Halsen vom gerundeten Achterliek frei. Bei starkem Wind und angezogenem Achterstag sorgen Winddruck und Mastbiegung dafür, dass das Segel durchgeht.


    Bei gemässigter Achterliekrundung braucht es auch keinen Ausstellwinkel, wie er von Segelneuling erwähnt wurde und auf dem Katalogbild rechts von Selden zu sehen ist.
    Gruss Walter

  • man wird nur am Boot selbst sehen können, ob der Achterstag-Aufsteller reicht oder ob man das hinten verlängern muß.


    um Geld zu sparen ein Tipp aus der neuen Segeln von November:
    Achterstag-Aufsteller aus dem Segelladen
    Eine Fahrradfahne für Kinderräder besteht aus Fiberglas. Die Länge beträgt ca. 1,35 m bei 4 mm Durchmesser. Zunächst wird das Fähnchen entfernt und der Stab auf 60 cm gekürzt. Dann verklebt man eine Aluhülse am Ende des Stabes. Hier wird ein Schäkel, durch den das Achterstag läuft, angebracht. Zum Schluss verschraubt man den Aussteller am Masttop, Gesamtkosten ca. 10 €

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für die Tipps.


    walter genau so etwas hab ich gemeint. Ich werde mal schaun, ob ich von Selden was passendes finden kann für unser Rigg. Oder ich werde den kommenden Winter mal wieder zum basteln verwenden.


    Die Lösung in der "Segeln" hab ich auch mit viel Interesse studiert.


    Ich bin auf jeden Fall schon ein ganzen Schrit weiter und werde mal mit ner einfachen Leine den Abstand zum Achterliek zu messen versuchen.


    Danke.

  • ... hier kommen Scanns des Beiblattes von Seldén. Ich habe gerade so ein Ding verbaut.


    Es macht übrigens wenig bis nichts aus, wenn das Segel am Achterstag vorbeistreicht. Davon geht es nicht kaputt. Nervig ist nur bei weinig Wind, dass es manchmal eben gar nicht durchkommt.


    Wenn Du den Heber installieren willst musst Du auf dem Masttopp genügend PÜlatz haben. Lies die Maße.

  • Hallo,


    ist das Thema noch interessant?
    Ich habe meine Etap 21i mit Achterstagausteller nachgereüstest. Als Eigenbau, da die Selden Lösung nicht wirklich passt. Das Kontept ist aber ähnlich.
    Wichtig: Als Achtersatg am besten eine 4mm Dyneema Leine nehmen anstatt des Drahtachterstags. Das Achterliek wirds danken.


    Auf Wunsch kann ich gerne ein paar Bilder machen.


    Gruß, Hinrich

    First 21.7, Etap 21i, Sunbeam 22.1, Dufour 350 GL

  • Hallo,


    anbei die Bilder.


    Alles was man benötigt, ist eine Segellatte 4mm stark 1,10m lang (oder nach belieben),Satz Schrauben, VA-Blech, Leine und kleinen Block. Summe ca. 30 €.
    Wie gesagt, am besten Drahtstag durch 4mm Dyneemaleine (ungemantelt z.B. DynaOne) ersetzen und den Hahnepot nach unten bringen. Bei mir ca. 2m über Deck. Dann sind es nochmal 30 € mehr.


    Beste Grüße, Hinrich

  • Hallo Hinrich,


    klasse Fotos. So in der Art hab ich mir das auch gedacht. Nur habe ich das Gefühl mein Masttopbeschlag ist ein wenig kürzer als der von Dir. Von wann ist denn dein Schiff ?
    War die von Anfang an mit Achterstag ?
    Mein Schiff war halt 1997 noch oben ohne .... :tongue:


    Vielleicht haben die Jungs das Rigg mal ein wenig umgebaut. Wenn ich dazu komme,
    werde ich mal in Winterlager fahren und die Kopfplatte mal messen.


    Noch mal Danke für die tollen Bilder.


    Udo

  • Quote

    Original von FirstClass8
    Und ob! Hallo Udo
    Die Dinger heissen Achterstagheber oder Backstay Flicker und sie funktionieren problemlos. Es gibt sie z. B. bei Selden in zwei Grössen zu kaufen. Man kann auch eine alte Segellatte verwenden, wobei man die Biegung gut einstellen muss.
    Sie halten bei schwachem Wind den gelösten Achterstag beim Wenden und Halsen vom gerundeten Achterliek frei. Bei starkem Wind und angezogenem Achterstag sorgen Winddruck und Mastbiegung dafür, dass das Segel durchgeht.
    Gruss Walter


    Hallo Sailors,


    suppi, dass ist ja aktuell genau mein Thema!! :face_with_tongue:


    Bin nämlich gerade dabei mir neue Segelkleider schneidern zu lassen und noch in der Findungsphase. :confused_face:


    Das Groß soll schon so Richtung Squaretop gehen. Das erfordert natürlich einen Umbau des Achterstags, so wie hier beschrieben und in Bildern dokumentiert.
    Genau so sieht mein Masttop auch aus und der Achterstagheber könnte auch so montiert werden. Klasse Bilder übrigens.
    Allerdings kann ich den Vorteil gegenüber Backstagen noch nicht erkennen. Beide Varianten müssen bei einer Wende/Halse bedient werden. Oder mache ich da `nen Gedankenfehler :confused_face:


    Beim Material schwanke ich noch zwischen Hydra Net und div. Laminaten (Maxx Pentex / Aramid, Tape Drive oder ähnlich).
    Habe mir schon div. Angebote eingeholt, aber es wie immer … äußerst schwierig :loudly_crying_face: … die Qual der Wahl :face_with_rolling_eyes: Den billigen (…eher nicht), den teuersten und vermeintlich besten, oder den guten in Hafennähe :smiling_face:


    Erzählt mal, hat schon jemand Erfahrung mit Squartops gemacht und wenn ja zu welcher Achterstaglösung ist er gekommen?

    wenn nicht jetzt ... wann dann?? :segeln:

  • Quote

    Original von jade


    Allerdings kann ich den Vorteil gegenüber Backstagen noch nicht erkennen. Beide Varianten müssen bei einer Wende/Halse bedient werden. Oder mache ich da `nen Gedankenfehler :confused_face:


    Vielleicht: Backstagen greifen bei 7/8 am Ansatzpunkt des Vorstages an und erhöhen die Spannung desselben bzw. sind dafür da, dem Mast achterliche Umfallprävention (bei nicht gepfeilten Salingen) zu geben.
    Das Achterstag biegt die Mastkurve um den Drehpunkt Vorstagsanschlag und flacht das Groß ab.


    Bei gepfeilten Salingen sind Backstage eher kontraproduktiv, weil sie die Wantenspannung senken und der Mast so evtl. deutlich weniger Seitenhalt hat und dann eine Leekurve macht.


    Sowohl das Achterstag mit Heber bei ausgestellten Großsegeln als auch Backstage müssen während der Wende bedient werden. Bei Backstagen sind es halt 2 "Schnüre" (lose / fest), beim Achterstag nur eine ("lupf" und dicht)



    Die Racer mit Square Top, die ich aus eigener Erfahrung kenne (Open 40) haben am Masttop (!) angesetzte Backstagen, da das Groß dort so weit ausgestellt ist, daß der Weg für einen Achterstagheber zu weit ist. Das ist leichter mit der "Doppel Achterstag" Lösung zu bedienen.

  • Danke für ausführliche Antwort,


    trotzdem noch `ne Verständnißfrage.
    Ich habe ein 7/8 Seldenrigg mit starker Pfeilung. Wenn ich z.B. die Backstagen am Holepunkt des jetzigen Achterstags montiere ist die Wirkung doch ähnlich Achterstag. Das das dann immer 2 Handgriffe sind ist klar.
    Allerdings tendiere ich schon zum Heber, ... wenn er nicht allzu lang wird. Kommt natürlich auf das Square an.
    Hast du `nen Plan welche Laminattücher o.k. sind und sich, bei guter "Pflege", nicht gleich nach 5 Jahren verabschieden?


    So in etwa soll das Top aussehen:

  • Hallo Udo,


    meine ist von 2009 und von Haus aus ohne Aussteller. Den hab ich selbst gebaut. Seit 98 ist das Rigg unverändert. Ich glaub 97 war der Mast noch ein bischen länger und das Groß weiter ausgestellt. Zumindest, wenn Du bei Bubel oder etap-hh die Ersatzteillisten durchschaust (stehen übrigens online) gibt es da zwei verschieden Riggs.


    Gruß, Hinrich


    Bzgl. Squaretop. Einen richtigen Squaretop kenne ich eigentlich nur bei Achterstaglosen Riggs oder halt Racern mit Backstagen. Ich hatte mir den Aussteller gebaut um bei neuen Segeln (hatte mich für EPEX-Foliensegel von Elvström entschieden) eine größere Austellung im Achterliek zu bekommen. Öffnen muss man Ihn eigentlich eher beim Halsen und wenig Wind. Da kann das Achterliek hängen bleiben. Bei Wenden nicht zwingend. Da rutscht mein Segel durch. Mache es aber trotzdem um das Material zu schonen. Ein richtiges Squaretop wäre bei der Etap nicht gegangen, da der Mast für eine gute einstellbarkeit flexibel und dünn ausgelegt ist und oberalb der Wanten sonst durch die zusätzliche Fläche des Suaretops zu viel Druck bekommen hätte und abknicken könnte. Von daher bei mir die Wahl der größeren Achterlieksrundung. Ob dein Mast das verträgt, kann ich nicht sagen. Da frag besser den Rigg oder Segelmacher Deines Vertrauens. Bei Elvstrom war das einfach, da die Boot und Rigg sehr gut kennen.

    First 21.7, Etap 21i, Sunbeam 22.1, Dufour 350 GL

  • Hallo Hinrich,


    danke für den Hinweis. Hab gerade mal bei Bubel nachgeschaut. In der ETeilliste stehen wenigstens unterschiedliche Preise für scheinbar verschiedene Salinge. Laut Daten ist mein Mast genau so lang (10,4m) und nur das Groß misst 1m² mehr Fläche.
    Ich glaube ich werde die Damen und Herren dort mal dazu befragen.


    Udo

  • Mach da. Die sind super.
    Kannst gerne Gerd und Jürgen nen schönen Gruß bestellen. Habe meine bei Bubel gekauft :smiling_face:


    Gruß, Hinrich

    First 21.7, Etap 21i, Sunbeam 22.1, Dufour 350 GL


  • hallo, ich habe eine Etap21i gekauft und versuche mich gerade in Sachen Segel schlau zu machen. Es ist schon eine Zeit her aber ich denke ihr habt mittlerweile richtig Erfahrung gesammelt. Zur Zeit habe ich eine normel Standard Fock 8,4m2 und das Standard Grosssegel 15,4m2 laut Angaben. Weiters einen Gennaker. Aktuell ist das Gross zu ersetzten.
    Macht es Sinn die Segelfläche zu erhöhen. Hat sich der Achterstagheber bewährt ? Am Wind unter 55 Grad zu segeln ist zur Zeit nicht möglich. Ist das normal ? Was kann ich verbessern ? LEider hat das SChiff auch keinen Traveller, wie sind eure Erfahrungen damit ? Und zum Schluß noch die Gretchenfrage, welche Segel ? Ich segel auf einen Binnensee, hauptsächlich Am und Vorwindkurs ?1

  • hallo, hat sich die Acherleiksrundung im Gross bewährt ? Hast du Erfahrung wie die Auswirkung zum normalen Segel ist ? Wer hat dir dein Segel angefertigt ? Danke schon mal im vorraus LG Roman