The Elcano Challenge - der Rohrkrepierer

  • Echt? Oh!

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  • Zitat "Yacht": "Einen normalen Fahrtensegler so umzurüsten..." Was bitte ist an einem 45er Outremer eine "normale" Fahrtenyacht? Vielleicht für einen Mittelständler wie F. Merz!

    Normalität im Sinne von "bekannten Normen entsprechend" lässt sich auf Fahrtensegelboote schwer anwenden. DAS normale Fahrtenboot gibt es nicht, da gibt es unzählige Variationen in allen möglichen Längen und Ausführungen. Man vergleiche nur mal, was z.B. im Mittelmeer und an der Ostsee so als normal empfunden bzw. häufig zu sehen ist.


    "Normal" verstehe ich hier eher so, dass man in Hinsicht auf seine Ziele und Routen alles auch mit anderen Booten machbare ohne Verbrauch von fossilen Brennstoffen machen kann. Dass man sich nicht sagen muss, "Oh, ich kann jetzt nicht hierhin oder dorthin, weil ich rein elekrtrisch unterwegs bin".
    In diesem Kontext wäre das weiter oben genannte Paar mit dem 6000-Mark-DDR-Boot um die Welt gefahren ist, vermutlich näher an der Verwirklichung dieses Vorhabens als die Nonstop-Umrundungen von WE, der damit ja ganz andere Zielsetzungen verfolgt hatte.
    Weiter gedacht ist ja die Frage auch nicht abwegig, ob und wie viel oder wenig Komfortverzicht mit dem emissionsfreien Blauwasserreisen verbunden ist. Vielleicht war Cornells Setting da zu wenig ausbalanciert. Wenn ich viel elektrischen Komfort, Luxus und Schischi haben will, dann muss auch genug elektrische Energie erzeugt werden. Das war m.E. einfach schlecht geplant und viel zu wenig PV verbaut.
    Ich kann mir schon gut vorstellen, dass es mittelfristig reise- und langfahrttaugliche Settings geben wird.

    "To infinity and beyond" (Buzz Lightyear)

  • Eine sehr gute Frage. Elektrisch jedenfalls nicht. Uma machts mit Holz. Die Ya war auf der Barfußroute und Jimmy? Keine Ahnung.


    Spannend. Damit ist das Thema Autarkie außerhalb der Barfußroute eigentlich tot.


  • Spannend. Damit ist das Thema Autarkie außerhalb der Barfußroute eigentlich tot.


    Nun ja, ganz so harsch würde ich das nicht sehen, es gibt ja auch Ethanol. Holz ist ja durchaus regenerativ. Allerdings ist die Bevorratung mit Holz auf Langfahrt wohl eher schwierig.
    Aber auch hier ist natürlich der Anspruch entscheidend, man könnte sich durchaus eine Wärmepumpenheizung vorstellen. Ich sage nur 55kWh Batteriebänke... Das gibt es ja bei E-Autos auch, allerdings ist der beheizte Raum weit kleiner.

    Gruß Thomas



    Die besten Kapitäne sterben an Land

  • Naja, selbst bei einer Granaten Isolierung und sagen wir mal 1 kW Heizleistung muss man die 24 kWh erstmal wieder in die Batterie kriegen. Neben allem anderen. Ob man das mit Solarzellen schafft? Und die Sonne knallt in den hohen Breiten auch nicht so.

  • Erfahrene Nord/West Passagensegler wissen wie man richtig isoliert... :verstecken:

    Gruß Thomas



    Die besten Kapitäne sterben an Land

  • Zitat:

    "Übrigens, nach 18 Monaten und einer Atlantiküberquerung funktioniert mein Ladesystem, mit einem elektrischen Motor mit Wellenantrieb und Faltpropeller, immer noch nicht zufriedenstellend. Genauer gesagt funktioniert es überhaupt nicht.“

    Zitatende....


    Warum verbaut man Faltpropeller, wenn man plant rückwärts Energie zu generieren?

    (Nick)namen werden überbewertet. :nono:

  • Der Servoprop von Oceanvolt ist ja so ein CPP, der sich genau mit seiner Steigung an die jeweiligen Bedingungen (FdW etc.) anpasst. So generiert er maximal viel Strom aus der vorhandenen Fahrt.


    Mittlerweile hat Jimmy auch zwei von diesen Servoprops verbaut. Anfangs wollte er unbedingt einen Faltprop, weil er Angst hatt mit dem im Wasser offen stehehdnen CPP Treibgut zu fangen. Der Falter bringt aber nur einen Bruchteil der Regenerationsleistung eines CPP mit Servopropantrieb.

  • Moin,

    Der Servoprop von Oceanvolt ist ja so ein CPP, der sich genau mit seiner Steigung an die jeweiligen Bedingungen (FdW etc.) anpasst. So generiert er maximal viel Strom aus der vorhandenen Fahrt.


    Mittlerweile hat Jimmy auch zwei von diesen Servoprops verbaut. Anfangs wollte er unbedingt einen Faltprop, weil er Angst hatt mit dem im Wasser offen stehehdnen CPP Treibgut zu fangen. Der Falter bringt aber nur einen Bruchteil der Regenerationsleistung eines CPP mit Servopropantrieb.

    Habe ich das jetzt richtig verstanden?

    Es wird mit demselben Prob Energie erzeugt, mit dem im Fahrbetrieb Vortrieb erzeugt wird?

    Ich halte dieses Konzept für suboptimal.

    Probs sind bezüglich der Flügel für Vorwärtsfahrt optimiert.

    Das ist ja auch sinnvoll, da rückwärts nur selten im Hafen oder vor Anker gefahren wird und dabei nur geringe Geschwindigkeiten angestrebt werden.

    Ein Prob, der einen Generator antreibt (bzw. den Motor als Generator schaltet), müsste dann eigentlich ein (grob) spiegelbildliches Flügelprofil aufweisen.

    Diesbezüglich scheint ein CCP immer nur ein Kompromiss zu sein.


    Wäre es da nicht sinnvoller, einen guten Faltprob (wenig Widerstand bei Nichtgebrauch) in Kombination mit einem für den Generatorbetrieb optimierten Festprob zum Eintauchen bei Bedarf zu kombinieren.

    Klar, man benötigt einen separaten Generator, aber dieser wäre dann auch "nur" als Generator konzipiert und diesbezüglich optimiert.


    Schönen Gruß

    Markus