Doppelte Liegeplatzgebühren angefallen nach Bootsverkauf

  • Korrigiert mich, wenn ich falsch liege: Der Hafenbetreiber wäre überhaupt nicht verpflichtet gewesen, dem TE den Liegeplatz des soeben gekauften Bootes zu vermieten. Er hätte den Platz ebenso einem anderen auf der vermutlich langen Warteliste geben können und dann natürlich dasselbe Geld von dem anderen erhalten. Bedenkt man dies, so relativiert sich die Sache ungemein - der TE hätte ja sehr leicht auch ohne Liegeplatz ausgehen können. Und dann hätte er wirklich einen Grund gehabt, sich zu ärgern.


    Warum also hätte der Hafenbetreiber akzeptieren sollen, dass der Platz bereits bezahlt sei?

    Grüße, Peter

  • Wenn ich mit dem Auto parke und an dem Parkscheinautomat nen Parkschein gelöst habe und anschließend wieder wegfahre und dann kommt nach mir ein anderer und der löst ebenfalls nen Parkschein und mein Parkschein wäre aber noch ne Stunde gültig gewesen bezahlt der den Parkplatz auch doppelt.


    :nixweiss2: That's life.

  • Die Argumentation mit Parkplatz , Parkuhr ect oder wer kein Geld hat soll kein Boot kaufen ist wohl eher unzutreffend.


    Der Hafenbetreiber weist einen Platz zu, mit Nummer. Das Schiff wird im Stegplan eingetragen. Steht auf diesem Platz irrigerweise jemand anders muss er wegfahren.


    Ich miete also einen zugewiesenen Platz. Ob ich jetzt da bin oder nicht, der Platz hat frei zu sein.


    Aus diesem Grund, so die Worte eines Rechtsanwaltes, handelt es sich um ein örtlich bestimmtes Mietverhältniss ( der bestimmte Liegeplatz) bis zum Vertragsende. . Der Platz kann bei Verkauf des Bootes nicht ohne weiteres weitervermietet werden. Es bedarf einer Einigung. Die kann dann heißen : Geld zurück, im konkreten Fall 2900 € Vorraussetzung kann sein: Umschreibung auf einen anderen Nutzer


    Aus diesem Grund wird bei uns in der Niederlande der Liegeplatzinhaber im Vorraus befragt, ob eine weitere Platzverwendung stattfinden darf.zB. wenn er in der Urlaubszeit nicht da und der Platz frei ist. Dem muss er zustimmen.


    Ich selbst habe übrigens ebenfalls die die 6 monatige Miete für einen Liegeplatz zurückbekommen, Vorraussetzung war nur, das der Platz neu vermietet werden konnte.

  • Ich miete also einen zugewiesenen Platz. Ob ich jetzt da bin oder nicht, der Platz hat frei zu sein.


    Es sei denn der Liegeplatzvertrag sieht etwas anderes vor und das ist häufig der Fall und offenbar auch zulässig.
    Ich verweise auf #33.
    Wir drehen uns im Kreis.
    Gruß
    Andreas

  • WoJo:, einmal ganz praktisch betrachtet kannst Du sicherlich einen Anwalt einschalten. Der schreibt dem Hafenbetreiber einen Brief, und vielleicht bekommst Du sogar etwas Geld zurück. Dafür darfst Du dann ziemlich sicher für die nächste Saison in anderen Häfen auf Liegeplatzsuche gehen und wirst in weitem Umkreis nichts als Kopfschütteln ernten.


    Sieh es 'mal so: Es gibt angeblich Leute, die bieten Prämien für einen Liegeplatz, gerüchteweise mittlerweile in vierstelliger Höhe. Keine Ahnung, ob das stimmt. Aber angesichts der elend langen Wartelisten klingt es nicht unwahrscheinlich. Mit anderen Worten: Mit Deiner Lösung bist Du nicht einmal schlecht bedient! Sei doch einfach froh über den Liegeplatz und denk nicht zu viel über das Geld nach. Das verdirbt Dir nur den Spaß am eigenen Boot.

    Grüße, Peter

  • Aus diesem Grund wird bei uns in der Niederlande der Liegeplatzinhaber im Vorraus befragt, ob eine weitere Platzverwendung stattfinden darf.zB. wenn er in der Urlaubszeit nicht da und der Platz frei ist. Dem muss er zustimmen.

    Wo ist das denn ? Diese Regelung kenne ich aus keinem anderen Hafen in NL. Ich kenne es nur so: Da steht im Vertrag, dass ohne weiteres die Box bei Abwesenheit weitervermietet wird — mehr noch, man ist sogar verpflichtet, eine Boxen-Vakanz zu melden, wenn man mehrere Tage fernbleibt.

  • Wo ist das denn ? Diese Regelung kenne ich aus keinem anderen Hafen in NL. Ich kenne es nur so: Da steht im Vertrag, dass ohne weiteres die Box bei Abwesenheit weitervermietet wird — mehr noch, man ist sogar verpflichtet, eine Boxen-Vakanz zu melden, wenn man mehrere Tage fernbleibt.

    Wie hier in Kiel.

    Aus dem Zusammentreffen von Vorbereitung und Gelegenheit entsteht das, was wir Glück nennen.
    Anthony Robbins

  • Wo ich vorher lag, nahmen sie gar keine Gastlieger ...


    Das "weil ich's darf" geht sehr in die Richtung "weil ich's kann". Der Unterschied, im ersten Fall steht eine mächtige Organisation hinter mir, die mich unterstützt.


    Bsp.: "Wenn Du mit zuviel Geld in die Kneipe gehst, bist Du selbst schuld."
    Besoffener bestellt sich Taxi, Taxi kommt, B muss mal [...], Taxi hält nicht weit vom Zielort an.
    TF sieht die Jacke des B auf dem Rücksitz und wittert Beute. Tür zu, Vollgas, Fahrgast abgesetzt.
    TF gibt Jacke bei der Taxizentrale ab - die 200 € und das Portemonaie behält er.


    - Darf er nicht, kann er aber und es hat ihn keiner dran gehindert.
    Ein ganz ähnlicher Fall. Können und dürfen liegen eng beieinander. Was uns stört, dass es den gängigen Spielregeln zuwiderläuft: Ich habe etwas dingliches einmal verkauft und einmal Geld dafür gekriegt. Das ist fair. Anders ist es das nicht.
    Auch hier hätte es schlimmer kommen können. Der TF hätte um die Ecke parken können und B auch noch die Armbanduhr abnehmen können. Er hätte auch noch nach Altgold suchen können. Solange man noch lebt, kann es immer schlimmer werden.


  • Hi,


    der Fehler liegt darin, den Liegeplatz mit dem Boot zu verknüpfen. Boote mieten keine Liegeplätze, immer der Eigner.
    Hat der Eigner kein Boot mehr hat er zunächst immer noch den Liegeplatz. Kann ja mit ´nem neuen Boot dahin.
    Jetzt sagt der Verkäufer dem Hafenbetreiber "kein neues Boot ich bin hier raus" ergo Liegeplatz frei.
    Jetzt kommst Du mit Deinem neuen (was halt auch das vorherig am Liegeplatz liegende gewesen sein kann) Boot und sagst "Hallo ich hätte gerne einen (den gleichen) Liegeplatz. Da sagt der Hafenbetreiber: Kein Problem hier haste kostet aber.


    Evt. Rückzahlungen der Marina gibt es -wenn denn- eh nur an den vorherigen Liegeplatzmieter. Für Dich gibt´s nur ´ne neue Rechnung über die Restsaison.


    Nix verwerfliches dabei.


    Aber mach man mit RA und dann in F viel Spaß dabei. Ich versteh´nur nicht warum Du Dir den Kopp des vorherigen Liegeplatzmieters machst. Oder hat er Dir den Liegeplatz im KV als bezahlt zugesichert. Dann wäre der Vertragspartner also der Bootsverkäufer Dein Ansprechpartner.


    Grüße


    Andreas

  • Ich miete also einen zugewiesenen Platz. Ob ich jetzt da bin oder nicht, der Platz hat frei zu sein.


    Aus diesem Grund, so die Worte eines Rechtsanwaltes, handelt es sich um ein örtlich bestimmtes Mietverhältniss ( der bestimmte Liegeplatz) bis zum Vertragsende. . Der Platz kann bei Verkauf des Bootes nicht ohne weiteres weitervermietet werden. Es bedarf einer Einigung. Die kann dann heißen : Geld zurück, im konkreten Fall 2900 € Vorraussetzung kann sein: Umschreibung auf einen anderen Nutzer

    WoJo, ich will dich in deinem Frust hier nicht belehren. Vielleicht lagst du ja in einem Hafen, in dem noch nie jemand so aufmüpfig war, weshalb es noch einen simpel gestrickten Mietvertrag gab? Ich habe beispielsweise keinen "Mietvertrag" sondern einen "Vertrag zur Nutzung eines Wasserliegeplatzes und der Hafeninfrastruktur". Und da gibt es dann die einschlägigen Regeln ...


    Volker

  • .....oder man sammelt Briefmarken , wenn das Geld zur Bezahlung eines Liegeplatzes nicht reicht .
    Das Rumjammern in einem Forum über Liegeplatzvermieter , die dafür sogar Geld haben wollen, ist doch wohl völlig daneben. Mein Boot ist klein genug , da ist noch Geld übrig gewesen für einen Liegeplatz,
    so machen es Andere vermutlich auch.
    Weder ein Advocat noch ein Richter kann mich von der Bezahlung des Liegegeldes befreien . Wer solch einen Weg gehen will ,( oder sogar muss , weil es sonst nix zu Essen gibt) , der braucht kein Boot .

    Es grüßt
    Der Janek




    :segeln:

  • Das ist doch auch alles völlig wumpe. Die Gepflogenheiten sind da (wie in sehr vielen anderen Häfen) halt so. Und wenn’s einem nicht passt, wegfahren und woanders nen Platz mieten.

  • Uii, das kostet aber. Und der nicht frei ist? Naja, Warteliste eben.


    Die Pflicht, freie Boxen bei Abwesenheit auf "grün" zu stellen bzw. dem Hafenmeister zu melden, ist doch eine Selbstverständlichkeit! Manche Vereine verhängen "Bußgelder", wenn man es nicht tut. Der zunehmenden Demenz sei geschuldet, dass man es auch mal vergessen kann. Aber man ist ja erreichbar..... :O

    Stets findet Überraschung statt, da,wo man´s nicht erwartet hat.:wmann:

  • Es fällt mir nicht leicht WoJos Problem nachzuvollziehen:


    Er hat ein Boot gekauft, bleibt im Hafen liegen und der Hafenbetreiber erwartet, dass er nun den Liegeplatz bezahlt


    Das erscheint mir - im Verhältnis zwischen WoJo und dem Hafenbetreiber - legitim.


    Ob und wie der Vorbesitzer mit dem Hafenbetreiber verbleibt, sollte hievon losgelöst betrachtet werden.


    WoJo ist - aus meiner Sicht - noch gut weggekommen:
    - in meinem ehemaligen Hafen (Ostsee, D) wäre es nicht selbstverständlich gewesen, dass ich - als neuer Bootsbesitzer - den Platz hätte behalten können/dürfen (quasi an der Warteliste vorbei)
    - in meinem aktuellen Hafen (Atlantik, N) habe ich den Liegeplatz gekauft. Es ist vertraglich geregelt, dass ich ihn - im Fall der Fälle - nur an den Verein zurückverkaufen kann (keiensfalls an den Käufer meines Bootes)


    Christian

    Lieber Cobb als Cup :frech: