Die schwierigsten Prüfungsfragen zum Sportbootführerschein

  • Guten Tag,


    wir haben anonym rund 12 Millionen Antworten von Lernenden auf die Prüfungsfragen zum SBF-See und SBF-Binnen in unseren Mobile-Apps und auf unserer Webseite http://www.bootspruefung.de ausgewertet. Die Resultate in unserem Report über die schwierigsten Prüfungsfragen zum Sportbootführerschein dürften auch für die aktuell Lernenden in diesem Forum interessant sein:


    Insbesondere beim SBF-Binnen zeigt sich ein interessantes Resultat: Die Segelfragen im Fragenkatalog werden deutlich häufiger falsch beantwortet als die Basisfragen oder die spezifischen Binnen-Fragen. Insbesondere die Frage nach Trimmfehlern auf Jollen wird in fast 50% der Fälle falsch beantwortet.


    Was sind/waren eure Erfahrungen beim Lernen auf den Sportbootführerschein-Binnen? Sind die Segelfragen wirklich schwieriger als die restlichen Fragen, oder sind die Fragen einfach beantwortbar, wenn man ein paar Mal Segeln war?


    Herzliche Grüße


    Rafael

  • Guten Tag,
    wir haben anonym rund 12 Millionen Antworten von Lernenden auf die Prüfungsfragen zum SBF-See und SBF-Binnen in unseren Mobile-Apps und auf unserer Webseite http://www.bootspruefung.de ausgewertet. . . .
    Herzliche Grüße
    Rafael


    Hallo,
    wieviel Auswerter haben die 12 Mill. Antworten wie lange ausgewertet ?


    Reinhard

    Keiner und Nichts kann mich enttäuschen.
    Nur meine Erwartungen vermögen das.

  • Unser Algorithmus - nennen wir ihn Paul :-) - hat die ganzen Antworten durchgeschaut und etwa 15 Minuten gebraucht, um für jede Prüfungsfrage auszuwerten, wie oft sie falsch oder korrekt beantwortet wurde :-)

  • Natürlich hilft segeln!
    Bei uns machen die Jugendlichen nur dann den Schein, wenn sie Regatten segeln wollen und dabei Mobo als Begleitung fahren müssen. Die segeln schon jahrelang, vom Kinderopti in die Jollen rein, Regatta und alles.
    Den Schein machen, um segeln zu wollen ist Kokolores. Da macht man einen Segelkurs. Und schließt mit dem Schein ggfs. ab.
    Trimmfehler werden auch in der Praxis gerne gemacht - man muss sich ja nur mal umsehen...... aber manchen ist es nicht wichtig, alles aus dem Boot rauszuholen (oder es einfacher zu haben) und manche fahren mit 40 Jahre alten Gummisegeln herum. Da ist nix mehr zu trimmen.
    Da reicht es, wenn man es nur richtig herum anschlägt.


    Vielleicht haben die Prüflinge auch nicht so viel Wert auf das Auswendiglernen der entsprechenden Antworten gehabt.
    12 Mio. Donnerwetter. Wusste gar nicht, dass es soviele "scheinbare" Segler gibt.

    Stets findet Überraschung statt, da,wo man´s nicht erwartet hat.:wmann:

  • Super klasse Statistik!


    Was mich noch interessieren würde wäre , wo die Probleme bei den Naviaufgaben See liegen. Aber das was Ihr ausgewertet habt ist schon echt interessant.


    Bleiben m.E. noch die "Stussfragen"
    Z.b. Nach dem Hochdruckgebiet auf der Nordhalbkugel - Südhalbkugel ist falsch und wozu muss man das bei ein H unterscheiden können ob N oder S??? Bei einem T ist mir das klar.
    Oder
    Z.b. die Frage nach den Seenotsignalen - alles richtig bis auf
    Orange Pyrosignale und roter Rauch in einer falschen Antwort
    Und OSO statt SOS in einer
    Und Ball über Flaggensignal NC in der dritten falschen statt nur Flaggensignal NC oder nur Ball über oder unter Flagge
    Ich habe mir jetzt angewöhnt solche etwas falschen Seenotsignale grundsätzlich zu ignorieren ;):lalala::tongue2: Sollen die doch erstmal lernen richtig um Hilfe zu rufen :verstecken:

    Liebe Grüße + Bleibt gesund!

    Mattze :blind:


    Auch stille Wasser sind naß! :baden:

  • 12 Mio. Donnerwetter. Wusste gar nicht, dass es soviele "scheinbare" Segler gibt.

    Es wurden 12 Millionen Antworten, nicht komplette Prüfungen ausgewertet. Da Antworten für die SBF Binnen und See berücksichtigt wurden, wird auch die eine oder andere MoBofahrerin dabei gewesen sein. ;)

    Für jedes Problem gibt es eine Lösung, die einfach, klar und falsch ist.

  • Da Antworten für die SBF Binnen und See berücksichtigt wurden, wird auch die eine oder andere MoBofahrerin dabei gewesen sein. ;)

    Ein schlauer MoBo wird Segelfragen ...
    OK , vergiss meinen Einwand :verstecken::whistle2:

    Liebe Grüße + Bleibt gesund!

    Mattze :blind:


    Auch stille Wasser sind naß! :baden:

  • Ein schlauer MoBo wird Segelfragen ...
    OK , vergiss meinen Einwand

    Schlau und MoBo fahren passt zusammen wie ...
    Böse Zungen sagen, wer MoBo fährt, ist zu dumm zum Segeln oder zu faul zum Rudern . :D

    Für jedes Problem gibt es eine Lösung, die einfach, klar und falsch ist.

  • Jaah, ist schon klar. 12 Mio klingen aber so..... gewaltig. ;) ;) ;)


    Und: sind wie nicht alle Mobofahrer? Haben nicht alle den Moboschein? Und ist der nicht Pflicht, wenn..... aber der Segelschein nicht?
    Ich ziehe mich in meine Kemenate zurück und sortiere die Bordvorräte. Da finde ich bestimmt Leckerlis, und dann sollen die Kinder Breigläschen einpacken.... für das kleine Crewmitglied mit ohne Zähne. (nein, nicht die Uroma)

    Stets findet Überraschung statt, da,wo man´s nicht erwartet hat.:wmann:

  • Unser Algorithmus - nennen wir ihn Paul :-) - hat die ganzen Antworten durchgeschaut und etwa 15 Minuten gebraucht, um für jede Prüfungsfrage auszuwerten, wie oft sie falsch oder korrekt beantwortet wurde :-)


    Hallo,
    Paul, der "Algorythmiker", betätigt sich als Statistiker. So schafft er natürlich 12 Mill Fragen in 15 Minuten als falsch oder richtig zu werten.
    ________________________________________
    Fiktion:
    Ein 18-jähriger wird von seinem Freund auf das Boot der Eltern zu einem Wochenend-Törn eingeladen. Sonntag abend steht es für ihn fest. Er wird Segler (verständlich). Segeln dürfen und Segeln können sind sind zwei Bedingungen, die erfüllt werden müssen - also muss ein "Scheinchen" her. Scheinchen bekommt man, wenn die meisten Fragen richtig beantwortet werden. Mit einer entsprechenden App kann man heute fast alles. Montag lädt sich der 18-jährige eine (diese) App runter und klickt sich da durch und lernt dabei richtige und falsche Antworten. Er kennt ja noch nicht die Richtigen.
    Paule, der Algorithmiker, erkennt diesen als (noch) Niete und erkennt nur "schwere" Fragen. In 15 Minuten erstellt er eine Statistik. Die kann man in die Tonne treten. Nennen wir diese Tonne "Mülltonne".


    Reinhard

    Keiner und Nichts kann mich enttäuschen.
    Nur meine Erwartungen vermögen das.

  • Wenn man eine Schein-Prüfung nach dem Multiple-Choice-Verfahren per Abfrage-app macht, weil es einem reicht, das Wissen nur im Kurzzeitgedächtnis zu haben, dann fragt die App die falsch beantworteten Fragen im Laufe der Vorbereitung wesentlich öfter ab, damit sie zu Prüfung mit hoher Wahrscheinlichkeit korrekt angekreuzt werden. Da ist die Statistik schnell gemacht.


    Ich hab ja uralte Scheine, da kennt so mancher kaum das Kürzel davon. Und dann sollte ich für den Bodensee noch einen Schein vorzeigen können? Per App ins Kurzzeitgedächtnis, Prüfung mit null Fehlern, drei Tage später war der manövrierbehinderte Dampfer im Nebel mit seinem Getute weg.


    Prüfungen mit bekanntem Fragenkatalog können in die Mülltonne, die dienen nur der Geldvermehrung von Segelschulen und Verband.
    Die Statistik vermutlich (hab sie mir nicht angesehen) nicht.
    Volker

  • Hi,


    was war schwer...Binnen ehrlich gesagt nix...aber erst nachdem ich mir gemerkt habe, das die linke Uferseite grüne Spitztonnen hat...:-)


    Ansonsten können viele Antworten schon durch Ausschluss verfahren zu 90% richtig beantwortet werden.


    SBF See, waren es die Fragen der Lichterführung...Manövrierbehindert vs. Manövrierunfähig... da hatte ich mich gern vertüdelt.



    Gruß Marco

  • Hey Reinhard,


    ich verstehe deine Ausführungen noch nicht zu 100% :-)


    Wogegen richtet sich dein Ärger? Gegen die Theorieprüfung, die man ablegen muss, um den Schein zu erhalten? Gegen unsere App, die es den Nutzern ermöglicht, den theoretischen Teil so schnell wie möglich abzuhaken, um schließlich auf dem Wasser wirklich Boot fahren zu lernen? Gegen die Statistik der schwierigsten Prüfungsfragen? Oder gegen den armen Paule, den Algorithmus, der sich durch 12 Millionen Antworten wühlen musste? :-)


    Herzliche Grüße
    Rafael


  • Hey Reinhard,
    ich verstehe deine Ausführungen noch nicht zu 100% :-)


    Wogegen richtet sich dein Ärger? Gegen die Theorieprüfung, die man ablegen muss, um den Schein zu erhalten? Gegen unsere App, die es den Nutzern ermöglicht, den theoretischen Teil so schnell wie möglich abzuhaken, um schließlich auf dem Wasser wirklich Boot fahren zu lernen? Gegen die Statistik der schwierigsten Prüfungsfragen? Oder gegen den armen Paule, den Algorithmus, der sich durch 12 Millionen Antworten wühlen musste? :-)
    Herzliche Grüße
    Rafael


    Hallo Rafael,
    meine Kritik richtet sich gegen die Art der "statistische Ermittlung" der schwierigsten Prüfungsfragen.
    Es ist nicht die App. Die kenne ich gar nicht. Es ist nicht die Prüfung, die ich als notwendig betrachte, wie ich es als notwendig erachte, sich Wissen anzueignen, wenn man sich auf dem Wasser bewegen möchte.
    Erst recht nicht richtet sich meine Kritik an den "armen Paule", der in 15 Minuten 12 Mill. Antworten auswerten kann. :)
    Das schaffe ich nicht.
    Es ist die Art, wie die schwierigsten Fragen ermittelt werden. Natürlich werden heute Statistiken verfasst und sogar veröffentlicht, die auch so entstehen. Ebenso könnt man aber die schwierigsten Lottozahlen ermitteln.
    Ich glaube, du weißt das.


    Reinhard

    Keiner und Nichts kann mich enttäuschen.
    Nur meine Erwartungen vermögen das.

  • Gegen die Theorieprüfung, die man ablegen muss, um den Schein zu erhalten?

    Mein Unbehagen richtet sich gegen die Art der Theorieprüfung. Ich behaupte, dass diese Ankreuzprüfungen auch von Neukaledonischen Krähen bestanden werden können. Mir haben mehrfach junge Leute glaubhaft geschildert, dass sie sich in der Nacht vor der Prüfung die richtigen Antworten eingeprügelt und ohne Probleme die Theorie bestanden haben. Nach drei Tagen hat sich dieses Wissen verflüchtigt, daher nennt man es auch Bulimielernen. Es geht nicht darum, sich Kenntnisse zu erarbeiten, aus Fehlern zu lernen oder beim Lernen in der Gruppe auch etwas Spaß zu haben und darauf aufbauend, weiter zu lernen. Nein, es geht nur um mit geringsten Aufwand an den Schein zu kommen. Leegierigkeit als schwierigste Frage? Muss daran liegen, dass diese ProbandInnen bisher nur in der Badewanne mit Wasser Kontakt hatten. (|

    Für jedes Problem gibt es eine Lösung, die einfach, klar und falsch ist.

  • Wogegen richtet sich dein Ärger? Gegen unsere App, die es den Nutzern ermöglicht, den theoretischen Teil so schnell wie möglich abzuhaken, um schließlich auf dem Wasser wirklich Boot fahren zu lernen?


    Herzliche Grüße
    Rafael


    Man soll Theorie nicht abhaken. Man muss sie verinnerlichen. Das geht leichter und sicherer, wenn man zuerst auf dem Wasser wirklich Boot fahren lernt, nicht schießlich. :rolleyes: Das ist doch in jedem Lebensbereich so.

    Stets findet Überraschung statt, da,wo man´s nicht erwartet hat.:wmann:

  • nixxe
    Auch ich kann deinen Groll und deine Polemik in keiner Weise nachvollziehen. Rafael hat lediglich über die Auswertung der Antworten von App-Nutzern berichtet, was durchaus interessant ist.
    Darüber sich aufzuregen oder eine Grundsatzdiskussion zu entfachen, ist ... und jetzt beherrsche ich mich ... absurd! Und wen das nicht interessiert, für den gibt es sicherlich andere Themen im Forum.

  • Diese Auswertung ist ziemlich nutzlos. Aus der Tatsache, dass Fragen mit einer gewissen Häufigkeit falsch beantwortet wurden, wird abgeleitet, sie seien schwer.
    Das ist etwa so sinnvoll wie Multiple Choice Antworten insgesamt, und basiert auf der irrigen Annahme, "Wissen" und "Information" wären irgendwie das Gleiche.
    Jedem, der mal mitgesegelt ist und mehr als Badegast war, ist die Frage nach Leegierigkeit bzw deren Gegenmaßnahmen klar. Die Fragen nach Lichterführung z.B. sind dagegen reines Auswendiglernen, und, so mein Eindruck nach 35 Jahren Segeln, für die meisten kaum relevant, da meist Tags gesegelt wird, und wenn mal nächtens, ist bislang kaum jemand mit einem Grundsitzer > 50m konfrontiert gewesen...
    Wem in der Prüfung die Frage nach Leegierigkeit schwer fällt, hat den falschen Sport, bzw ist noch nicht prüfungsreif. Jemandem, der eigentlich nicht prüfungsreif ist, trotzdem durchzubringen, konterkariert den Sinn der Sache.

    Ich brauche keine Therapie. Ich muss nur segeln.

  • Man muss schon unterscheiden: Lernen für einen formales Stück Papier oder Lernen für's Segeln.
    Der Schein ist als Nachweis der Segel-Kompetenz nur für Papiertiger interessant.


    Wenn die Verantwortlichen die Prüfungsfragen festgeschrieben haben, damit man per Kreuzchen-Schablone schön einfach und schnell die Prüfung auswerten kann und dann noch die Fragen veröffentlicht, dann nehmen sie Kurzzeitlernen in Kauf. Also kein Grund über die Apps als Hilfsmittel zu meckern.


    Wenn er wollte, könnte der DSV das Niveau sicher anziehen. Als ich damals, im letzten Jahrtausend, meinen BR-Schein machte, hat der Prüfer mich - nachdem er festgestellt hat, dass ich die Segelmanöver beherrsche - unter Deck geschickt, um eine aus dem Leben gegriffen Navigationsaufgabe zu lösen. Da bin ich nochmal ins Schwitzen gekommen.


    Volker