Tipps SSS-Praxistörn

  • Hallo zusammen,


    ich möchte ab diesem Herbst die SSS-Theorie in Berlin machen (dauert so bis Frühjahr des nächsten Jahres), und dann im nächsten Jahr den Praxisteil im Anschluss. Ich habe schon den BR-Schein (umgeschrieben auf SKS), und ausreichend Meilen. Nun möchte ich Tipps für den passenden Praxistörn. Folgendes sind meine Anforderungen:


    • Ausgeprägtes Gezeitenrevier, also z.B. Nordsee oder Ärmel-Kanal
    • Viel Wind und Wellen
    • Relativ kleine Crew
    • Kein Meilentörn, sondern sehr starker Fokus auf die Ausbildungs- und Prüfungsmanöver, gerne von morgens bis abends :winking_face:
    • Deutschsprachig (aber ist ja wohl selbstverständlich bei spezieller SSS-Ausrichtung)
    • Falls möglich: 10 - 14 Tage Dauer. Dieser Punkt wird wohl schwierig, aber vielleicht hat ja jemand einen guten Tipp.



    Danke Euch für die Antworten und beste Grüße,
    Ralf

  • Eichler in Hamburg erfüllt Deine Kriterien. Der SSS-Praxistörn findet vor Cuxhaven statt. Keine Meilen, nur üben und Theorie an Bord.


    Gruß,


    Manfred

  • Moin Ralf,


    der Empfehlung Yachtschule Eichler schließe ich mich an.
    Das Wetter kann natürlich keiner garantieren!
    Gibt es auch mit praktischer Prüfung am Ende.
    Ist idR auf eine Woche angelegt; 14 Tage übt eigentlich niemand.
    Die Meilen wiest Du Dir dann selbst nach, oder?


    Gruß
    Andreas

  • Ich traute mich nicht, schon wieder auf Robert Eichler zu verweisen. Wenn man eine Gruppe gleichgesinnter zusammen bekommt, könnte sogar etwas weiter draußen trainiert werden.


    Vor Cuxhaven kann es schon ganz schön fies werden. Aber das wolltest Du ja. Ich hab da auch trainiert und die praktische Prüfung gemacht.


    Viel Erfolg und Spaß, christian

    "Nach vorn geht mein Blick, zurück darf kein Seemann schau'n!" (La Paloma, Hans Albers)

  • Hallo zusammen,


    witzig, Eichler war nach meinen vorigen Recherchen auch mein Favorit. Mal schauen, ob noch Alternativen kommen.


    Dank vorhandenem BR-/SKS-Schein muss ich nur 700 Meilen nachweisen, wohl nicht mal als Wachführer bzw. stellvertretender Wachführer, aber selbst das kriege ich locker hin. Seit 20 Jahren segele ich einmal im Jahr aktiv auf der Yacht eines Freundes in der Ostsee, jedes Mal so 90 - 100 Meilen. Ein Meilenbuch fülle ich gerade aus. Nun möchte ich in die Skipper-Rolle hineinwachsen, werde mit einem Freund öfter mal chartern, um komplett auf "eigenem" Kiel zu segeln, und möchte mich dazu auch unter professionell-didaktischer Anweisung weiterbilden. Eigentlich wollte ich nur den SKS-Schein für mich wiederholen (ich hatte den BR-Schein 1996 gemacht), aber so viel gibt der ja nun auch nicht her, und zudem dachte ich mir dass ich das Geld und die Zeit dann besser in die nächst höhere Stufe investiere.


    Danke und Gruß,
    Ralf

  • Hallo Ralf,


    ich hab den SSS bei Sailingisland (http://www.sailingisland.de) gemacht und war sehr zufrieden. Üben und auch Prüfung vor IJmuiden bei Wind bis 8 Bft war ein ganz besonderes Erlebnis. Aber beim Wetter weiß man halt nicht, was man kriegt. Den SKS hatte ich als "Schwerwettertörn" nach England gebucht und es war die ganze Woche so gut wie kein Wind.


    Viele Grüße
    Andreas

  • Hallo Ralf,


    ich hab den SSS bei Sailingisland (http://www.sailingisland.de) gemacht und war sehr zufrieden. Üben und auch Prüfung vor IJmuiden bei Wind bis 8 Bft war ein ganz besonderes Erlebnis. Aber beim Wetter weiß man halt nicht, was man kriegt. Den SKS hatte ich als "Schwerwettertörn" nach England gebucht und es war die ganze Woche so gut wie kein Wind.


    Viele Grüße
    Andreas


    Hm, der ist natürlich auch insofern interessant, als dass es hier 2 aufeinander folgende Kurse gibt: Den ersten speziell für Hafenmanöver über 4 Tage, und direkt daran den eigentlichen 8-Tages SSS-Ausbildungstörn. Cooler Tipp!

  • Also ich würde da durchaus "splitten" - und zwar die Prüfung und die gewünschte (aber nicht scheinrelevante) Praxisausbildung. Sprich SSS im einfachsten Revier und dann eine entsprechende Ausbildung oder anderweitiger Erfahungsaufbau in anspruchsvolleren Revieren. Man kann eine Prüfung auch durchaus bei BFT6..7 gegen die Wand fahren ...

  • Das kenne ich nur zu gut. Aber die Prüfer waren gnädig.


    Gruß, christian

    "Nach vorn geht mein Blick, zurück darf kein Seemann schau'n!" (La Paloma, Hans Albers)

  • Also ich würde da durchaus "splitten" - und zwar die Prüfung und die gewünschte (aber nicht scheinrelevante) Praxisausbildung. Sprich SSS im einfachsten Revier und dann eine entsprechende Ausbildung oder anderweitiger Erfahungsaufbau in anspruchsvolleren Revieren. Man kann eine Prüfung auch durchaus bei BFT6..7 gegen die Wand fahren ...


    Ja, das wäre eine nachvollziehbare und legitime Strategie. Ich möchte es mir aber nicht so leicht machen, sondern einfach im schwierigen Revier lernen und prüfen lassen. Auf dem Meer schenkt einem ja auch keiner etwas ;-).

  • Mag sein - ich möchte aber zu bedenken geben, dass die Prüfung extra Geld kostet und auch nicht beliebig oft wiederholt werden sollte. Dafür lernt man auf einem Prüfungstörn vor allem prüfungsrelevanten Kram der dann in real-life auch nicht mehr so wichtig ist bzw. man lernt es unter bestimmten Bedingungen die dann so in anderen Revieren und auf anderen Schiffen auch nicht gegeben sind.


    Will sagen - ich halte den Gewinn von Prüfungen unter erschwerten Rahmenbedingungen, wenn diese nicht grundsätzlich gefordert werden, als nicht sonderlich gewinnbringend. Da ist einfach zu viel Prüfungsstress dabei, unter dem der Spass dann leidet, um den es ja vor allem geht.



    Ja, das wäre eine nachvollziehbare und legitime Strategie. Ich möchte es mir aber nicht so leicht machen, sondern einfach im schwierigen Revier lernen und prüfen lassen. Auf dem Meer schenkt einem ja auch keiner etwas ;-).

  • +1

    "Nach vorn geht mein Blick, zurück darf kein Seemann schau'n!" (La Paloma, Hans Albers)

  • Ich werfe mal den DHH in Glücksburg in den Ring.
    Die Ausbildung dort hat ein hohes Niveau und die Ausbilder Wissen auch um den Prüfungsstress. :winking_face:

  • Moin,
    ich habe meinen SSS-Törn auch bei Sailing Island gemacht. Es war der längere Törn mit vorgeschaltetem Hafentraining. Ich war erfolgreich und sehr zufrieden. Es hängt natürlich immer vom Skipper und der restlichen Crew ab wie eine solche Woche wird. Bei Sailing Island hatte ich aber beim Kojencharter aber immer nette Mitsegler und kompetente Skipper. Wenn ich jetzt kein eigenes Boot hätte, würde ich auch wieder dort buchen.


    VG Thomas

  • Ja, das wäre eine nachvollziehbare und legitime Strategie. Ich möchte es mir aber nicht so leicht machen, sondern einfach im schwierigen Revier lernen und prüfen lassen. Auf dem Meer schenkt einem ja auch keiner etwas ;-).


    Dann komm ich mal mit einen ganz anderen Vorschlag wenn du die Herausforderung suchst und entsprechende Seefahrtserfahrung hast


    Mach den Yachtmaster offshore in einen englischen Revier bei einer dort zertifizierten Segelschule. Einen Vorberitungskurs von 14 Tagen und dann die Prüfung.
    https://www.rya.org.uk/trainin…ence/yachtmaster-offshore
    RYA Yachtmaster offshore wird in DEU als Ersatz für die praktische Prüfung für den SSS anerkannt. Da du ehe die Theorie SSS machen willst bekommst du den SSS dann dazu.

  • RYA Yachtmaster offshore wird in DEU als Ersatz für die praktische Prüfung für den SSS anerkannt.


    Cool, hast du dafür eine Quelle?


    Im Tidenrevier kommt man an Eichler glaube ich nicht wirklich vorbei...


    Wenn Ostsee auch o.k., dann neben DHH natürlich auch Well Sailing, da wird ab Neustadt auf einer X442 gesegelt...ist vom Boot deutlich spannender als die Gib Sea


    Die Qualität der Ausbilder Eichler vs Well Sailing finde ich gleich

    Das Leben ist zu kurz, um nur Motorboot zu fahren...deswegen segel ich lieber :smiling_face:

  • Cool, hast du dafür eine Quelle


    Sorry verguckt, beim Sportbootfüherschein wird die praktische Prüfung bei Ländern nach ECE Nr. 40 anerkannt, das steht da in der Verordnung. Bei der Durchführungsverordnung zur Prüfung des SSS ists schwammig geregelt.


    Dort unter Nr 8.4

    Quote

    Wird bei der Zentralen Verwaltungsstelle die Ausstellung eines Sportsee- oder Sporthochseeschifferscheins gegen Vorlage sonstiger Befähigungsnachweise und Fertigkeitszeugnisse beantragt, wenn nicht bereits offensichtlich Zweifel an der Gleichwertigkeit bestehen, hat diese in Abstimmung mit den Lenkungs- ausschuss den Vorgang dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung mit einem Gutachten der Gleichwertigkeit vorzulegen, damit das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gegebenenfalls diese Nachweise und Zeugnisse im Sinne des § 12 Abs. 3 anerkennen kann.

    Zu früh gegfreut, man müsste wohl bei der zentralen Verwaltungsstelle nachfragen.

  • Ich hatte im April meine Praxiswoche bei Eichler und war super zufrieden. Da es unter Corona-Bedingungen lief, waren wir aber auch nur halbtagesweise auf dem Schiff.
    Bewußt hatte ich mir auch das Revier Elbe ausgesucht um diese schwierigen Bedingungen zu erfahren. Wir hatten öfter Wind gegen Strom bei 6-7 Bft. Für die Prüfungsmanöver gibt es aber auch die Alternative im Hafen, die Manöver zu fahren. Der Clou bei Eichler war auch das MoB, mit der Dummy-Puppe.
    Das Breitband-Radar auf dem Prüfungsschiff war auch neueste Technik und super für den Zweck (incl. Overlay-Technik).
    Die Prüfung hatte gezeigt, dass gewisse Routine schon vorhanden sein sollte. Bei uns sind Kandidaten im Prüfungsstreß einfache Fehler passiert, die die Prüfung vorzeitig beendeten.
    Sollte es eine Alternative zur SSS-Praxis über den Yachtmaster offshore geben, könnte das durchaus eine sinnvolle Alternative sein. Ist mir aber auch nicht bekannt und wurde mir letztes Jahr noch verneint.


    Viel Erfolg