Tipps SSS-Praxistörn

  • Dort unter Nr 8.4


    Zitat
    Wird bei der Zentralen Verwaltungsstelle die Ausstellung eines Sportsee- oder Sporthochseeschifferscheins gegen Vorlage sonstiger Befähigungsnachweise und Fertigkeitszeugnisse beantragt, wenn nicht bereits offensichtlich Zweifel an der Gleichwertigkeit bestehen, hat diese in Abstimmung mit den Lenkungs- ausschuss den Vorgang dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung mit einem Gutachten der Gleichwertigkeit vorzulegen, damit das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gegebenenfalls diese Nachweise und Zeugnisse im Sinne des § 12 Abs. 3 anerkennen kann.


    Zu früh gegfreut, man müsste wohl bei der zentralen Verwaltungsstelle nachfragen.


    Gehört habe ich das noch nie, und ich wäre auch überrascht, denn....
    Das Ministerium lässt sich sicherlich von Fachleuten beraten, deren Hauptinteresse den Belangen der deutschen Marinewirtschaft und damit auch den Segelschulen gilt. Die finden ganz sicher einen Grund, warum es völlig absurd wäre, einen ausländischen Schein oder Prüfungsteile davon auf den SSS umschreiben zu lassen.... Das kostet ja Umsatz in D..

  • Ich werfe mal den DHH in Glücksburg in den Ring.
    Die Ausbildung dort hat ein hohes Niveau und die Ausbilder Wissen auch um den Prüfungsstress. ;)


    +1

    Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.
    Albert Einstein


    Und immer an die Musing denken! :acute:
    Nov. 2015: Ich habe meine Profilinformationen up-gedatet.

  • Vielen Dank für die vielen Beiträge! Ein paar Punkte zu den letzten Hinweisen:


    Glücksburg/Ostsee kommt für mich nicht in Frage, wie gesagt fokussiere ich mich auf Gezeitenreviere. Den Yachtmaster hatte ich mir auch schon zuvor angeschaut, leider kann ich denn doch nicht die Grundvoraussetzungen in jedem Fall vollumfänglich erfüllen. Erstmal der SSS, dann viele Skipper-Erfahrungen sammeln, dann kann ich auch in diese Richtung weiterschauen. Auf jeden Fall scheinen sie ja in der Praxis deutlich zielführender und anspruchsvoller als die deutschen "Äquivalente" zu sein.


    Mein Plan ist nun, im Herbst die SSS-Theorie, und im Frühjahr die beiden SSS-Praxiskurse bei Sailingsland zu buchen inkl. Praxisprüfung. Für den Herbst noch die Ausbildung bei Eichler, mit oder ohne Prüfung, je nachdem wie es im Frühjahr gelaufen ist ;-).

  • Glücksburg/Ostsee kommt für mich nicht in Frage, wie gesagt fokussiere ich mich auf Gezeitenreviere.


    Du darfst Dich gerne auf Gezeitenreviere konzentrieren, nur wird der Nutzen davon sehr gering sein. Die Praxiswoche vor der Prüfung hat mit einem Törn sehr wenig zu tun. Es geht darum Schiff und deine Mitstreiter kennenzulernen und Manöver und die Technik auf dem Prüfungsboot sicher zu beherrschen. Ob man die Kreise nun in der Ostsee, vor Cuxhaven auf der Reede oder vor Ijmuiden dreht ist eigentlich egal. Vom Aspekt Gezeitenrevier sollte man sich nicht so viel versprechen.


    Erstmal der SSS, dann viele Skipper-Erfahrungen sammeln, dann kann ich auch in diese Richtung weiterschauen.


    Umgekehrt ist IMHO besser, auch wenn der Weg so rum auch funktionieren kann.


    Den Yachtmaster hatte ich mir ... .


    Du kannst Dir ja mal die Berichte/Beiträge von FireAngel anschauen. Die war jedenfalls davon begeistert.


    Gruß Ralf

    Edited once, last by Planke ().

  • Erstmal der SSS, dann viele Skipper-Erfahrungen sammeln,


    Sammel doch erstmal reichlich Skipper Erfahrung auf Törns, auch mit anderen Skippern, in anderen Revieren und anderen Jahreszeiten... und frag dich dann ob du den SSS noch machen willst? Du brauchst ihn anscheinen ja nicht weiter... wofür dann Geld für ne Prüfung ausgeben? Ausgebildet werden kann man IHMO auch anders... und nichts hilft da mehr als Meilen unterm hintern. Sei es bei Regatta, Überführungen oder einfache Törns... andere Boote, andere Herangehensweisen, andere Idee von Schiffs und Mannschaftsführung...


  • Wie gesagt, für den Yachtmaster Offshore habe ich längst noch nicht genügend, noch dazu qualifizierte Meilen zusammen, insofern klappt "umgekehrt" gar nicht. Sicher ist der YM praxisorientierter, anspruchsvoller und somit interessanter, wenn es ums Lernen geht, aber hey, was soll ich machen? Und von den beiden Sailing island Törns, die direkt hintereinander angeboten werden, ist der erste ein reiner (Hafen-)Manöver-Törn, in der Tat morgens raus (wenn überhaupt, siehe "Hafenmanöver)) und Abends wieder rein, aber der zweite längere geht nach England unter Berücksichtigung von z.B. Gezeitenkunde. Da gehe ich so aus der Ferne nicht mit, dass das das gleiche wie auf der Ostsee ist. Aber gut, vielleicht hast Du da andere Erfahrungen gemacht. Ich möchte einfach unter fachkundiger Begleitung lernen, auch ein Gezeitenrevier wie Nordsee/Ärmelkanal abschätzen und besegeln zu können. Und gleichzeitig den SSS machen, um meine Skipperqualitäten zu erweitern.

  • Sammel doch erstmal reichlich Skipper Erfahrung auf Törns, auch mit anderen Skippern, in anderen Revieren und anderen Jahreszeiten... und frag dich dann ob du den SSS noch machen willst? Du brauchst ihn anscheinen ja nicht weiter... wofür dann Geld für ne Prüfung ausgeben? Ausgebildet werden kann man IHMO auch anders... und nichts hilft da mehr als Meilen unterm hintern. Sei es bei Regatta, Überführungen oder einfache Törns... andere Boote, andere Herangehensweisen, andere Idee von Schiffs und Mannschaftsführung...


    Tja, leichter gesagt als getan: Um Erfahrungen als Skipper zu sammeln, braucht man neben der Yacht auch noch eine Crew, die einem vertraut, und die einem auch vertrauen kann. Mein Niveau und meine Erfahrungen sind noch nicht so hoch, dass ich einfach mit festem Blick und klaren Anweisungen ein Boot führen könnte, dazu mit einer evtl. unerfahrenen Crew. Eine ideale Crew wächst nicht einfach so auf dem Baum und hat dann auch noch Zeit und Lust, mit mir zu segeln, wenn ich das gerade brauche. Nee nee, lass mal, mein Weg ist ein anderer. Ich habe nun mal kein eigenes Boot, allerdings wird bei uns im Betrieb einmal im Jahr gesegelt, und die suchen Skipper. Mein Plan ist, mich über die Scheine fortzubilden, auch mal mit einem Freund auf einer kleinen Yacht zu zweit zu segeln (wenn es klappt Anfang September auf dem Ijsselmeer), um mich so auf den Schein und das Betriebssegeln vorzubereiten. Kann man sicher auch anders angehen, aber hey, mir erscheint das für mich als das Beste.

  • Und gleichzeitig den SSS machen, um meine Skipperqualitäten zu erweitern.


    Ich hoffe, dass Du nicht enttäuscht wirst. Durch den SSS selbst konnte ich meine "Skipperqualitäten" nicht groß erweitern. Im Prinzip wird geprüft, ob man unter Zeitdruck und künstlich durch die Prüfer erzeugtem Stress bestimmte Aufgaben beim ersten Versuch korrekt erledigen kann (MOB mit 0 kn Rest-Fahrt, Positionsbestimmung mit Radargerät, Crew durch Segelmanöver führen etc.) und quasi gleichzeitig theoretisches SSS-Wissen abrufen kann ("die Prüflinge sterben unter Deck").


    Dir würde ich auch vorschlagen (wie bereits geschehen), dass Du den SSS in einem normalen Revier ablegst und danach eine spezielle Skipper-Ausbildung in einem Gezeitenrevier ohne Prüfungsstress sondern nur mit Fokus auf dem Sammeln von Erfahrungen absolvierst.


    Viel Spaß beim Segeln wünscht Dir


    Florian

    :segeln:

  • Wie gesagt, für den Yachtmaster Offshore habe ich längst noch nicht genügend, noch dazu qualifizierte Meilen zusammen, insofern klappt "umgekehrt" gar nicht.


    Du hast mich falsch verstanden. Nicht erst den YM, sondern erst durch eigene Erfahrung dazulernen. Grundkenntnisse segeln solltest Du natürlich haben und ein Hafenmanövertraining ist auch nicht schlecht. Kleines, gut handhabbares Boot auf einem "Anfänger"revier chartern , kurze Strecken planen und los gehts. Dafür braucht es auch keine große Crew, sondern nur einen Freund/Freundin die eine Woche mit Dir unterwegs sein wollen. Jede Ausbildung danach, ob SSS oder etwas anderes, wirst Du mit mehr Gewinn für Dich durchlaufen können.



    Wie gesagt, für den Yachtmaster Offshore habe ich längst noch nicht genügend, noch dazu qualifizierte Meilen zusammen, insofern klappt "umgekehrt" gar nicht. Sicher ist der YM praxisorientierter, anspruchsvoller und somit interessanter, wenn es ums Lernen geht, aber hey, was soll ich machen? Und von den beiden Sailing island Törns, die direkt hintereinander angeboten werden, ist der erste ein reiner (Hafen-)Manöver-Törn, in der Tat morgens raus (wenn überhaupt, siehe "Hafenmanöver)) und Abends wieder rein, aber der zweite längere geht nach England unter Berücksichtigung von z.B. Gezeitenkunde. Da gehe ich so aus der Ferne nicht mit, dass das das gleiche wie auf der Ostsee ist. Aber gut, vielleicht hast Du da andere Erfahrungen gemacht. Ich möchte einfach unter fachkundiger Begleitung lernen, auch ein Gezeitenrevier wie Nordsee/Ärmelkanal abschätzen und besegeln zu können. Und gleichzeitig den SSS machen, um meine Skipperqualitäten zu erweitern.

    Mach das,. Wie SI und der eingeteilte Skipper die Woche gestalten, weiß ich nicht. Vermutlich geht der Törn über Den Oever nach Lowestoft. Und vom Skipper, dem Wetter und der zur Verfügung stehenden Zeit hängt eben viel ab, wieviel Du dabei noch zu Gezeitenrevieren erfährst.


    Ich hoffe, dass Du nicht enttäuscht wirst. Durch den SSS selbst konnte ich meine "Skipperqualitäten" nicht groß erweitern.


    Skippern besteht ja nicht nur aus Technik, sondern jeder Menge Softskills. Die kann man während einer Segelausbildung nur rudimentär vermitteln.


    Gruß und gutes Gelingen

  • Die Zulassungsvoraussetzung für den SSS ist in Deutschland relativ gering, verglichen mit der Tatsache, dass es die höchste praktische Sportbootprüfung in Deutschland ist. Ich halte den Nachweis dieser Meilen (700 oder so) auch für ein minimum. Wie der Vorredner schreibt, geht es um eine Prüfung unter Streßsituation bei der der erste Fehler schon das AUS bedeuten kann.
    Der Segelanteil beim SSS ist vielleicht 10%. Den Schwerpunkt Radarnavigation braucht man in der normalen Praxis gar nicht zwingend.
    Bei der Prüfung war keiner durchgefallen wg, dem Stoff aus der SSS-Praxis. Wohl aber wegen fehlender Routine bei den „Standards“.


    Soweit nur mein Eindruck der SSS-Praxisprüfung. Jeder muß für sich das Gefühl haben, was Sinn macht und ich weiß nicht, wie Deine Vor-Erfahrung ist. Eine gute Alternative um Praxis zu sammeln, sind aber zB. auch die Praxistörns bei Eichler, Hamburg-Helgoland-Hamburg. Bei den Profiskippern kann man sich durch aktives Mitfahren auch eine Menge abschauen.


    Ich habe für mich den SSS gemacht, um nach 20 Jahren mit BR (jetzt SKS) nochmal eine Auffrischung der Theorie zu bekommen. Und ja, ich habe eine Menge dazugelernt und erst jetzt Stoff aus dem BR, wie z.B. die Zusammenhänge der Gesetzesregelungen richtig verstanden. Dies hilft in der Praxis bei der Schiffsführung.


    Viel Erfolg und Spaß beim Segeln

  • Tja, leichter gesagt als getan: Um Erfahrungen als Skipper zu sammeln, braucht man neben der Yacht auch noch eine Crew, die einem vertraut, und die einem auch vertrauen kann.


    Ich hab mich da vielleicht unklar ausgedrückt... Du solltest eher als Co. Skipper an Board sein. Und wenn du einen coolen Skipper hast lässt er dich Machen und schaut dir über die Schulter und greift ein wenn's nicht passt. Ich würde also auf andern booten anheuern... Bei mir hat sich das immer ergeben mit etwas Netzwerken...

  • HI,
    kann mich bei Yachtschule Eichler nur anschließen. Eine der besten Ausbildungen die ich bisher genießen durfte.
    Waren dann unterm Strich auch fast 300sm in einer Woche. Alleine die Fahrt von Hamburg nach Cuxhaven und wieder zurück war ein super Erlebnis. Rückfahrt bei Nacht super anspruchsvoll auf der Elbe. Und vor Cuxhaven wirklich extrem viel Manöver gefahren tlw. danach im Amerikahafen noch praktische Ausbildung auf dem Schiff wie Motorenkunde usw.
    Die ersten beiden Tage hatten wir neben unserem Skipper und Ausbilder auch noch Robert mit auf der Yacht, so konnte der eine Teil Manöver an Deck fahren und der Rest hat unter Deck die Radarausbildung bekommen.


    Viele Grüße


    Tim

  • Moin,



    gestern vom für mich erfolgreichen SSS Prüfungstörn, Sailing Island zurück.


    Es gibt Gutes &Schlechtes zu berichten.



    Vorgeschichte: meine sm Erfahrungen ca. 35 % als Schiffsführer und
    nochmals so viel als Co sind weit mehr als das 10 fache des
    Erforderlichen auf allen Europäischen und einmal Überseerevier. SSS aus
    einfacher Freude an der Materie machen wollen um Tidenkram zu
    verfestigen.
    Theorie haben wir uns zu 4. gegenseitig ohne Schule
    beigebracht, ich war mit Abstand der Älteste, die anderen Mitte 30, 40
    und Ü50. Alle der Gruppe Theorie in 3 Schritten bestanden. Alle
    in 2019 fertig, ich im April.


    Gemeinsamer Praxistermin April 20 wegen Corona ausgefallen (segelschule.de, Bavaria 44 Vision II, Travemünde) , Verschiebung Problemlos.
    2. Termin Oktober 20. Stattgefunden für die anderen 3, ich war derzeit in Griechenland auf 2 Wochentörn, musste absagen. Die anderen bestanden.
    3. Termin, jetzt wor die Anderen weg waren bei Sailing Island, ab Stavoren für Frühjahr 21. Meine Preferenz auch Nordsee und Tidennavi. Ausgefallen wegen Corona. Sailing Island versuchte geschickt zu formulieren, ich hätte storniert.:-( Prüfung konnte nicht stattfiden und Crew wäre auf die Hälfte beschränkt bei doppeltem Preis!


    Neue 4. Anmeldung jetzt August 21. Bis 10 Tage vorher war NL Hochrisikogebiet. Am Montag der Woche, in der es am Freitag los gehen sollte erst grünes Licht. Ich keine Zeit für irgendweilche Auffrischungen .



    Ausbildungstörn: Wir waren zu 6. auf Bavaria 36, 3 Kabinen. 1 Ausbilder, 3 SSS Prüfungsanwärter und 2 Leute (reifes Ehepaar) die eigentlich nur nach England segeln wollten. Gabe schlechte Stimmung gleich zu Anfang zwische Ausbilder und den beiden deswegen. Sie haben laut Webseite diese Reise gebucht! Wir das Training mit Prüfung.


    Samstag: Sicherheitseinweisung und Nachmittags los nach Den Oever aufkreuzen. Vor der Schleuse im Hafen fest.
    Sonntag Morgen (zu) kurze Radareinweisung (Garmin Kombigerät Plotter, radar etc.). Dann wir unter Deck verdunkelt , Fenster zugehängt und auf Zuruf versucht nur unter Radar den Ausbilder am Ruder aus dem Hafen ins Fahrwasser Richtung SSE zu bugsieren. Im Hafen mangels Erfahrung unmöglich, draussen sehr schwer, weil ein Haufen anderen Segler im Fahrwasser waren.
    Dann rechtzeitig vor Hochwasser über die Schleuse raus und mit dem zunehmenden Strom an Den Helder vorbei Richtung IJmuiden.
    Tidenberechnung mit dem HP33 der Niederländer extrem simpel. Nix mit Reeds oder ATT ..
    Wind war südlicher als erwartet, daher Anlieger unmöglich, mussten zunehmen Holeschläge machen, 23:30 fest in IJmuiden. Strom lief schon gegenan ...
    Mo. bis Mii. nur Manövertraining im Hafen diverse An-Ableger, im Vorhafen neben dem Hauptfahrwasser sowie außen auf der Nordsee alle Manöver x- Fach. Dabei immer wieder Notfälle ohne Ankündigung: Maschinennausfall in der Hafeneinfahrt oder -ausfahrt, Ruderausfälle mit und ohne Notpinnennutzung Wassereinbrüche und Feuer an Bord. MOB naürlich auch mit Bergeversuchen mit dem Fall und Bergeleiter.
    Programm i.d.R. ca. 09:00 bis 18:00 - halbe Stunde Mittagspause.


    Mi. musste dann noch die Crew einer andere Sailingisland Yacht unser Schiff und die Elektronik kennenlernen, weil bei dennen das Radar defekt war.
    War nicht so schlimm, da wir dann jeweils abwechselnd unter Deck Aufgaben lösten. Radar, Plotter, Peilen etc.
    Da waren die beiden Englandreisewilligen nach Amsterdam gefahren und auch am Prüfungstag durften sie nicht an Bord sein.


    Gleich kommt Teil 2 die Prüfung

  • Teil 2 die Prüfung


    Do. 19.8. war Prüfung für uns ab 9 Uhr :


    Bei mir Ablegen und zuvor alles für eine Seereise vorbereiten (gemeiner Weise waren alle Karten und anders Nautisches verstaut und die Geräte anders eingestellt.). Habe Alles gecheckt und VHF Kanal 16 bzw. Revierkanal 61 genannt. Ablegen mit Seitenwind hatten wir gut geübt, lief perfekt. Ich habe viel geredet, warum ich was mache. Meine 2 Crewleute Deck verklaren, und Segel vorbereiten lassen. Direkt hinter der Hafenausfahrt in der Rinne zu Hauptfahrwasser Maschinenausfall (freundlich zuvor angekündigt: jetzt gibt es gleich eine Notsituation).
    Fock raus, getrimmt und alles ok. Viele Fragen um Maschinenausfallursachen und -behebungen.
    Gerade noch rechtzeitig mitbekommen, dass ein Arbeitschiff, auch noch Manövrierbehindert im Fahrwasser sich mit unserer Kurslinie kreuzte. Wäre KO Kriterium gewesen da rein zu fahren.
    Ich hätte Crew anweisen sollen mit Warschau zu gehen, dann hätten die mich warnen dürfen.
    Ging ja gut. Am Rand des Fahrwasser in den Vorhafen, auf dem Weg Groß und Fock gesetzt, Größe der Segel begründet.
    Dann sollte ich Manöverkreis eingeleitet mit Wende fahren. Die anderen wurden nach Tag und Nachsignalen des Baggerschiffs - nicht nach Nebelsignal - gefragt.
    Als ich den Halbwindkurs stabil hatte und dies durchgesagte, ging die Boje über Bord. Geübtes Manöver nach MOB-Taste und Distress Calll sowie Rettungsmittel etc. durchgeführt: Groß und Fock dicht, Maschine an, über Stag vor den Wind nach Lee des MOB, auf dem Weg Fock bergen, gegen den Wind anfahren, Rechtzeitig auskuppeln, Großschot los, aufgestoppt, bergen.
    Dann Fragen zum Umgang mit dem Geborgenen und wie an Bord holen, Unterkühlung, Verletzung, Schock ..
    Steuermannwechsel, ...
    Später unter Deck Radar, allgm.Technik erklären,Genauigkeit radial/azimudal. Verschiedene Ortsbestimmungen theoretisch, dann 2. Abstand Bestimmungen als bestes Verfahren praktisch gemacht und grob in Karte eingetragen. Dann Wetterkarte erklären, war nicht kritisch tiefes Wissen nötig : Kern, Druckwerte/Isobaren, Windrichtung, Stärke, Zugrichtung, Fronten, Wolken dazu dann Wind und Wetterprognose. Bischen Maschinentechnik. Und später nur noch den Anleger im Hafen n die Box bei Seitenwind. Lief alles aus meiner Sicht perfekt.



    Einen von uns hat es erwischt: er hat zwei unnötige Schnitzer beim An- und Ablegen gemacht (grenzwertig) und dann beim Beiligen in Notsituation nicht richtig getrimmt und das Ruder verlassen - KO.
    Rückreise nachdem die andere Crew unser Schiff für die Prüfung nutzte. Gerade noch den Schiebestrom geschafft. Nach halber Strecke bis Den Oever erst Maschinenunterstützung, dann nur mit Stützgroß bis zur Schleuse. Strom kippte, daher soweit möglich dicht unter Land. 21:00 Schleusung hin bekommen und nahezu straks nach Stavoren weiter motort. 23:15 fest in der Box.
    Fr. "Ausschlafen", Frühstück, Tanken, Klarschiff, Heimreise.


    Mast- und Schotbruch
    Bauruine

    Edited once, last by bauruine ().

  • Herzlichen Glückwunsch erstmal zur bestandenen Prüfung.


    Ich kann aus eigener Erfahrung auf jeden Fall Steffi und Stefan von Segel-Praxis.de empfehlen. Immer zwei Skipper an Bord, so dass an und unter Deck gleichzeitig trainiert wird. Dadurch wird das Training noch intensiver.
    Gerne stehe ich auch für weitere Infos zur Verfügung.


    VG,
    Mario

    Delta Mike Sierra Golf - Das Muss Schneller Gehen