Reale Position versus angeblicher laut Plotter...

  • - bei meinen Kinder läuft manchmal ein Tracker (Glympse ) mit ...


    hier sind Abweichungen von 10 m machmal normal ... 1-2 m immer ... und ganz selten auch mal 20 m ...


    denke das liegt einfach am GPS und man muss das hinnehmen ..

  • Leute, über diese Diskussion wundere ich mich etwas. Es ist doch ein alter Hut, daß die GPS Position nicht so verläßlich ist, wie das von Elektronik und Software suggeriert wird:

    - Die Karten stimmen oft nicht so genau

    - Das Kartendatum kann verstellt sein, besonders auf Charterbooten

    - Das GPS selbst hat eine veränderliche Genauigkeit

    - Die Position der Tonnen und Fahrwasser kann sich geändert haben.

    Bis 100 Meter Fehler muss man immer einrechnen. Ja, meist ist das GPS genauer, aber

    DARAUF DARF MAN SICH NICHT VERLASSEN!

    Die Realität geht immer vor, was man mit den eigenen Augen sieht ist im Zweifelsfall richtig. Wer nur nach Plotter fährt, sitzt irgendwann auf dem Dreck, oder fährt in die Hafenmole. Oder in einen Entgegenkommer ohne AIS.

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    Autokorrektur ist grässlich!
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  • Der Genauigkeitswahn treibt seltsame Blüten. Vor der GPS-Zeit waren wir froh auf die Meile genau zu sein. Brauchten wir eine höher Genauigkeit haben wir geschaut. Da suggeriert uns die unfehlbare Elektronik mit drei Nachkommastellen bei den Minuten eine Genauigkeit von <1,8m, wen wundert es, das dieses Versprechen nicht gehalten wird?

    Meist sind es aber unsere Fehler, weil wir mit der Vielfältigkeit der Einstellmöglichkeiten überfordert sind.

    In den GPS-Anfangstagen hatte sich unser Sohn Das GPS-Gerät zum Geocaching ausgeliehen. Zwischen den Sänden des Thames Estuary hätten wir gerne die Genauigkeit des Gerätes genutzt, aber das alte Gerät lag daneben, die Burschen hatten es auf °, ', " eingestellt (die Anzeigen waren damals unübersichtlich) Dafür kann das Gerät nichts.

    Im Finnischen Meerbusen (Missweisung 6°) zeigte die Kursanzeige bei richtig beschicktem Ostkurs falsche Werte. Der Vorbesitzer hatte das Gerät auf "MAG" eingestellt. Blödsinn einem Gerät, das vom Magnetsystem der Erde unabhängig ist, die Missweisung zu programmieren.


    Der Verband der Fahrschullehrer berichtete, dass die Wahrnehmung außerhalb des Wagen bei den jungen Fahrschülern gestört sei. Das scheint sich auch bei den Seglern auszubreiten. Bei verlegten Tonnen im Schluchter folgte eine Yacht präzise der Plotterempfehlung (Hochwasser, Schwein gehabt). Die Karten, auch die elektronischen, sind für manche Gewässer schon bei Drucklegung veraltet.


    Was immer die Geräte uns zeigen - wir sollten unser Sinne schärfen und ihnen trauen.


    Gruß Franz

    halber Wind reicht völlig

  • Zu deiner Aufzählung kommen noch wetterbedingte Ungenauigkeiten, besonders bei dichter Bewölkung. Es ist gerade zwei Tage her, als ich auf gerader Straße laut meinem Navi angeblich ca. 50 m neben der Straße auf dem Acker fuhr. Im Auto ist das nicht schlimm, aber bei einer engen Ansteuerung auf dem Wasser muss man auch solche Ungenauigkeiten ins Kalkül ziehen.

    Gruß, Klaus

  • Der Verband der Fahrschullehrer berichtete, dass die Wahrnehmung außerhalb des Wagen bei den jungen Fahrschülern gestört sei. Das scheint sich auch bei den Seglern auszubreiten.

    Zumindest "anders"... Vor einigen Jahren hatten wir ein Navi für das Auto gekauft; unsere Kinder waren damals 12 und 7 Jahre alt. Ich nutze bei dem Navi immer 2D, nordgerichtet, unsere Kinder, vor allem das jüngste, 3D in "Fahrersicht", und wenn 2D, dann "Fahrtrichtung oben". Ich wiederum "kann" in der 3D-Ansicht nicht vernünftig mit dem Teil umgehen und "Fahrtrichtung voraus" passt auch nicht im meinen Kopf.

  • Das ist bei mir genau anders herum. Im Auto möchte ich nur Fahrtrichtung oben sehen und auf dem Wasser könnte ich damit überhaupt nichts anfangen.

    Gruß, Klaus

    • Official Post

    Natürlich Fahrtrichtung voraus, im Auto und auf dem Boot auch. Wenn die Insel oder das AIS-Target erscheint, möchte ich das Bild nicht erst im Kopf drehen, sondern das Objekt in der entsprechenden Richtung auch ausmachen.

    Papierkarten drehe ich mir an Deck genauso hin. Bei Kartenarbeit unter Deck ist das was anderes, aber dann kann ich mich ja auch nicht umsehen.

    There's nothing - absolutely nothing - half so much worth doing as simply messing about in boats.

  • Na sowas. Dachte jeder Segler stellt sein Navi - auch beim Auto - auf Nord.

    Mich macht das wahnsinnig, wenn es dreht.

  • Wenn mich das Navi durch eine fremde Großstadt lotst, habe ich eh die Übersicht verloren - also course up

    Auf dem Boot möchte ich die Übersicht nicht verlieren - north up


    Kartendrehen kenne ich aus der Zeit, als meine Liebste mit rotierender Straßenkarte franste. Allzu oft bin ich zum falschen Rechts (oder links) abgebogen :smiling_face:


    Gruß Franz

    halber Wind reicht völlig

  • Zu deiner Aufzählung kommen noch wetterbedingte Ungenauigkeiten, besonders bei dichter Bewölkung. Es ist gerade zwei Tage her, als ich auf gerader Straße laut meinem Navi angeblich ca. 50 m neben der Straße auf dem Acker fuhr. Im Auto ist das nicht schlimm, aber bei einer engen Ansteuerung auf dem Wasser muss man auch solche Ungenauigkeiten ins Kalkül ziehen.

    Richtig! Die Auto-Navis verstecken die Ungenauigkeiten normalerweise, und halten das Auto-Symbol mit Gewalt auf der nächsten Strasse. Deshalb merkt man das nur selten 😉

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    Autokorrektur ist grässlich!
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  • Na sowas. Dachte jeder Segler stellt sein Navi - auch beim Auto - auf Nord.

    Mich macht das wahnsinnig, wenn es dreht.

    einfach nur geradeaus fahren — dann dreht auch nix 😂😉😂😉😂

  • Richtig! Die Auto-Navis verstecken die Ungenauigkeiten normalerweise, und halten das Auto-Symbol mit Gewalt auf der nächsten Strasse. Deshalb merkt man das nur selten 😉

    Und haben Informationen über die Art der Straße. Wenn das Auto 120 fährt ist es halt recht unwahrscheinlich, dass man auf dem Feldweg neben der Autobahn fährt.

  • Oregon (450) mit Open CPN Karte. Ohne Tiefe, aber mit Tonnen. Benutze ich gerne als Backup. Sowohl zu Position, Kurs, Entfernung, Ankunftzeit, etc. Mit Weckfunktion als Infoquelle auch in der Koje gut zu gebrauchen.