Lage im Griechisch-Türkischen Grenzgebiet

  • Hallo zusammen,


    wir überführen demnächst ein Schiff von Kos nach Athen. Bei anhaltender Nordwindlage ist der direkte Weg suboptimal, allgemein empfohlen wird wohl entweder erst nach Norden, etwa bis Khios und dann rüber oder Richtung West-Süd-West und dann im Saronischen Golf gen Norden.


    Weiß jemand, wie die Lage bei der Nord-Variante zur Zeit im Grenzgebiet zwischen Griechenland und Türkei ist? Ist dort mit Flüchtlingsbooten, verstärktem Auftreten von Marine-Einheiten, unangenehmen Kontrollen oder ähnlichem zu rechnen?

  • Die Türken halten sich derzeit zurück mit illegalem Eindringen in griechische Gewässer. Der Navtex-Krieg läuft aber weiter.
    Vor Kos habe ich eine griechische Marineeinheit patroullieren gesehen. Von Flüchtlingen nichts.
    Ebenfalls zwischen Kos und Bodrum und nur dort hatte ich unerklärliche Ausfälle des Bord WiFi als würde da jemand weiträumig im Bereich 2,4GHz stören.


    Solange du die türkische Grenze nicht überquerst sollte es eigentlich keine Kontrollen geben. Wir waren allerdings mit aktivem AIS unterwegs, so dass immer sichtbar war, dass wir nicht aus TK kamen.


    Du hast im Dodekanes übrigens vorwiegend Nordwest, so dass der Schlag von Kos nach Chios voll gegenan geht. Wir haben jetzt von Kos nach Agathonisi 5 Tagesetappen gebraucht weil mein Gast segeln wollte :D und eine Amel an der Kreuz nicht so toll ist. Jetzt ist erstmal ein paar Tage Flaute.


    Wenn ihr es eilig habt würde ich eher über Astipalia und Amorgos fahren. Ist im Grunde aber genauso blöd weil ihr ja irgendwann nach Nord müsst.

  • Quote

    Bei anhaltender Nordwindlage ist der direkte Weg suboptimal, allgemein empfohlen wird wohl entweder erst nach Norden, etwa bis Khios und dann rüber oder Richtung West-Süd-West und dann im Saronischen Golf gen Norden.


    Moin,


    rein Interesse halber - was spricht gegen den mehr oder weniger direkten Weg?

    Viele Grüße
    Jens


    --

  • Hallo Michael,
    gestörte 13cm können auch vor Lemnos, Karpathos, .. vorkommen. Sofern es geht das eigene Zeug in den 5GHz - Modus zwingen...
    Da die (bezügl. WiFi nicht vorsätzlichen) Störungen mil. Ursache haben, muß man das so hinnehmen.
    Gute Reise,
    spliss

    Holt groß das Dicht !

  • Nichts, sofern man es liebt 200 sm bei oft 20+ kn Wind und entsprechender Welle aufzukreuzen.


    Moin,


    naja - wenn das Ziel bei Nordwestwindlage im Nordwesten liegt, kommt man bei keiner der Optionen wirklich um's Kreuzen herum - oder?


    Um das Grenzgebiet zu meiden, hätte ich einen Kurs entlang der zahlreichen Inseln auf mehr oder weniger direkter Linie zwischen Kos und Athen in's Auge gefasst. Würde da etwas dagegen sprechen?


    EDIT: gerade aufgefallen - bei Nordwestwind könnte natürlich der Seegang zwischen Kos und Naxos sehr ungemütlich werden :O

    Viele Grüße
    Jens


    --

  • Danke für die Antworten soweit. Für die Routen-Frager:
    Prinzipiell ist Ost-West in der Ägäis in der Sommersaison immer schwierig, vor allem mit typischen Charterschiffen, die bei viel Welle meist nicht mehr gut am Wind laufen.


    Wir gehen aber erst in der zweiten Oktoberhälfte, da ist eine ganze Woche Meltemi eigentlich nicht mehr zu erwarten. Je nach Wetterlage und Vorhersage kann daher erst West-, und dann Nordstrecke oder anders rum machen.
    Laut Heinkell ist im Dodekanes im Herbst SO recht häufig, in den Kykladen aber immer noch Nord. Und im Saronischen Golf irgendwas.
    Sollten wir also in der zweiten Wochenhälfte mehr Nord haben, würde ich versuchen, erstmal nach Norden bzw. NNW zu kommen, geht's gleich mit Nord los, erstmal nach W oder WSW, und dann am Ende hoch. So mal die grundsätzlichen Ideen. Die Frage hier zielte darauf, ob es andere Gründe gibt, die Nordroute durch den Dodekanes zu vermeiden.

  • ..... Die Frage hier zielte darauf, ob es andere Gründe gibt, die Nordroute durch den Dodekanes zu vermeiden.


    .
    Momentan nicht und laut Zeitungen auf beiden Seiten, gibt es zur Zeit doch politische Annäherungen und Entspannung.
    Gestern noch gelesen: GR öffnet Grenzen für TR-Touristen bzw. Tagestouristen.
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    Gruss..... Ibo

    Edited once, last by Ibo ().

  • Oh.... solche Sticheleien gab es immer von beiden Seiten und wird weiterhin geben..... quasi auf Tagesordnung (wie bei zwei Nachbarn mit Zaun-Streit),
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    dafür werden sie nicht mit Bomben aufeinander gehen,
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    hoffe ich :)

  • Das ist kein Zaun-Streit.
    Was die Türken treiben, ist Dauer-Generve. Es gibt niemals Entspannung. Die Türken meinen, die Inseln gehören ihnen "eigentlich" ...


    Fakt: viele griechische Militätstandorte haben unter den Einsparungen der letzten Jahre massiv gelitten.
    Neben den Gewässerverletzungen werden auch regelmäßig provokativ Flugraumverletzungen türkischerseits veranstaltet.
    Angesichts dieses Dauerunfriedens würde ich mal über die Zahlen zu "Beitrittshilfen" neu nachdenken.
    Den griechischen Bündnispartner könnte man auch mal angemessen unterstützen.
    spliss

    Holt groß das Dicht !

  • hej Leute,
    dies war eine Frage zur Reiseplanung, keine Politik-Diskussion. Nicht dass der Faden mit seinem zunächst hilfreichen Antworten noch ins Politik-Forum verschoben wird :no_1::no_1: