Kann man bei einer Dieselheizung die Pumpe prüfen?

  • Wen's interessiert, mir ist heute ähnliches passiert. Wollte meine D4 Plus endlich mal wieder laufen lassen: sie startete auch, allerdings ging sie nach ca. 10 min wieder aus und auf der EasyStart-T stand "Err" . Laut des Fehlercodes (033) - zeigt wie erwähnt die EasyStart-T an - war der Lüfter die Ursache des Problems. Bin dann in die Achterpiek und hab' mir das Heizgerät angesehen: der Heizungsluftschauch war vom Bogen abgefallen; offenbar Schelle nicht ordentlich angezogen. Die Heizung heizte also die enge Achterpiek und damit quasi sich selbst. Was sie nach kurzer Zeit wohl als blöd empfand und meckerte. Nachdem der Schlauch wieder angeschlossen war lief sie dann wieder einwandfrei. Den angezeigten Code empfand ich als nicht gerade zielführend, möglicherweise war es ein Folgefehler der Überhitzung.



    genau so war es bei mir auch - hatte ich geschrieben - denke es war so eine NOT AUS Reaktion - (wobei die Backskiste mit heißem Dieselkanister schon alle Fragen bei mir geklärt hat ...

  • cr838:


    Nein, die Sicherungen sind bei mir innen im Batteriebereich, immer trocken, nie einen Hauch von Feuchtigkeit abbekommend. Alles glänzte perfekt, wie neu (ist ja auch erst ein Jahr). Die Lage ist unter dem Bett einer Achterkabine (nur dass bei mir an der Seite keine Achterkabine ist, weil ich das 2 Kabinenmodell habe).


    Und mein Auslass des Heizungsauspuffs ist fast ganz hinten, das ist das Problem. Da hängt der Heckfender ;(


    Aber alles egal: Hauptsache Heizung läuft und das ist jetzt bei dem Wetter relevant. Ich gebe auch auf, darüber nachzudenken, warum was ist. Hauptsache, es funktioniert. Und beim nächsten Mal zupfel ich halt daran zuerst. DAS habe ich jetzt gelernt.

  • ... Nein, die Sicherungen sind bei mir innen im Batteriebereich, immer trocken, nie einen Hauch von Feuchtigkeit abbekommend. ...

    Moin,


    nun ja - ich hatte das im Sommer bei der Schmelzsicherung vom Kühlschrank.


    Der zeigte mir die "rote Karte" (Unterspannung), dabei waren die Akkus gut geladen. Mit dem Multimeter am Kompressor gemessen, ergab einen Spannungsabfall von mehr als 1 V beim "Startversuch"! Hab' das dann zurückverfolgt was einfach war, da die Kabel in einem Stück zur Verteilung liefen und dort schnell die Schmelzsicherung bzw. deren Kontakte als Ursache ausgemacht. Nach Reinigung gab's dann wieder kaltes Bier und die Erkenntnis, daß die Schmelzsicherungen hier dringend durch Automaten zu ersetzen sind.
    Meine Frau meinte daraufhin, daß das Schiff eigentlich "Hornbach" heißen müsse ...

    Mast- und Schotbruch,


    Jürgen

  • Übergangswiderstände sind sehr oft bei großen Anlaufströmen die Ursache.
    sehr oft ist Sicherung rein udn raus genau die richtige mechanische Behandlung der Kontaktfläche. Diese besteht ja oft aus einer Legierung usw.. Es ist nicht immer gut, diese abzuschmirgeln....mit GANZ feinem.....so fein gibt es quasi nicht. Also wenn es jetzt läuft und optisch nichts zu sehen war, ist alles richtig. Es bedarf da keiner weiteren "vorsorglichen" Maßnahme.


    "Power reset steht nirgends"
    ....und wir wissen aus der PC Technik: "Jeder boot tut gut!". Alles, was Dir einen Text auf ein Display gibt, ist mehr als ein Transistorradio.



    Fehler 33....passt nicht zum gefundenen!?


    Nunja.....die Backskiste war bestimmt wirklich lecker warm.


    Den Elektronikwichtel(innen) gefiel wohl nicht, dass die Temperatur der Ansaugluft und die Innenraumtemperatur so komisch auseinander driften. "Da ist wohl was mit dem Lüfter oder mit dem Lufttransport!"
    Der Lüftermotor selber wird ein Tachosignal erzeugen. Die Elektronik scheint nicht so entwickelt zu sein, dass bei jeder Lüfterstufe dieses Signal auf Plausibilität überprüft wird . Man darf es mit dem "Build in Testsystem" auch nicht übertreiben, sonst wird ein gutes Gerät zur Schrottkiste.
    Dies alles muss man bei der Bewertung von Fehlercodeausgaben berücksichtigen.


    Beispiel aus einem Motorsteuergerät der 1990er Jahre: Fehlerausgabe: " Ansaugtemperatur unplausibel". Die Fehlerursache ist dann aber zu 99% nicht der Ansaugtemperatursensor oder die Luftzufuhr.....es ist der Kühlwassertemperatursensor, der in seinen Werten weggelaufen ist.
    Soweit muss man denn doch schonmal die graue Masse da oben bemühen, das konnte bei der Entwicklung nicht anders gelöst werden, weil beide Sensoren sehr dynamische Werte ausgeben können. Man hat dann die beiden Temperaturen in einen logischen Bezug im normalen Betriebszustand gesetzt und wenn das eben komisch erscheint, dann kommt der Fehler.


    Das wird hier auch ähnlich sein......nun gut...wie soll man den Fehler nennen? Man hat sich für etwas entschieden, was auf die Luftverteilung hinweisst. Rein für einen blockierten Lüfter mag es noch einen weiteren Fehler geben und der ausgebildete Fehlersuchmann(innen) weiß dann Bescheid.


    So sind diese Fehlercodes zu verstehen.


    VG

  • Moin,


    in der Tat war es der Achterpiek schön kuschelig :D.


    Möglicherweise hat da tatsächlich die hohe Temperatur der Ansaugluft das Gerät zum Abschalten veranlaßt, wiewohl die Regelung über den Temperatursensor in der Kajüte erfolgt. Der Lüfter war übrigens nicht blockiert, das hab' ich natürlich vor der Wiederinbetriebnahme überprüft. Der Fehlercode war schon komisch, aber sei's 'drum. Zur Ehrenrettung muß ich allerdings sagen, daß mir eine Überhitzung durch Blockade des Heizungsluftschlauchs - ist auch so ein Thema für sich ;( - korrekt angezeigt wurde. Und außerdem zeigt der Fehlercode das Vorliegen einer Störabschaltung an, was ja an sich auch schon mal nicht schlecht ist.


    Geräte mal stromlos zu machen, um irgendwelche internen Blockaden damit zu beheben ist nicht verkehrt, allerdings ist ein Fehler damit auch nicht behoben. Ein Spannungsabfall auf Grund Oxidation war aufgrund meiner Erfahrung dann auch nur eine Mutmaßung. Wäre natürlich Klasse, wenn Peter durch das Ziehen und Wiedereinsetzen der Sicherungen die Störungsursache unbewußt behoben hat, aber sicher ist das nicht. Es wäre interessant zu Wissen, ob das Gerät einen Fehler protokolliert hat. Leider kommt man da ohne Werkstattequipment oder eben das EasyStart-T nicht 'ran.
    Nicht zu vergessen: dem Forumsteilnehmer, welcher die Reparaturanleitung für die Airtronic nebst Fehlercodes eingestellt hat :danke:

    Mast- und Schotbruch,


    Jürgen

  • Moin Peter,


    sorry, hatte Deinen Beitrag #31 nicht mehr auf dem Schirm.
    Liefert die EasyStart Pro 'ne Fehlerhistorie? Das EasyStart-T zeigt neben dem aktuellen auch die 5 letzten Codes an. Die müssen beim EasyStart-T aktiv gelöscht werden, abklemmen nützt da logischerweise nichts.

    Mast- und Schotbruch,


    Jürgen

  • cr838:


    In meiner Anleitung steht:
    "EasyStart Pro zeigt Störungen oder Fehler an
    Heizgerät oder Bedienelement durch den rot
    blinkenden LED-Ring am Bedienknopf an.
    Eine Fehlermeldung erscheint auf dem Display.
    Nach dem Drücken des Bedienknopfs
    erlischt die Fehlermeldung und der LED-Ring
    hört auf zu blinken.
    Liegen mehrere Fehler oder Störungen an,
    werden diese sequenziell nach Druck auf den
    Bedienknopf angezeigt.
    Sind mehrere Heizgeräte angeschlossen, wird
    der Fehlermeldung entweder ein „H1“ oder
    ein „H2“ vorangestellt, um den Fehler eindeutig
    zuordnen zu können.
    Hinweis
    Die Fehlerdiagnose lässt sich auch über
    den Aufruf der Funktion im Menü
    darstellen.
    Bedienungsanleitung | EasyStart Pro
    22.1000.35.2204.0A"


    Da kann ich nächstes Wochenende mal nachsehen. Ich kann mich aber an keinerlei Fehleranzeige erinnern...

  • Moin Peter,
    das klingt doch richtig gut!
    Wenn nix 'drinstehtist das positiv und wenn was 'drinsteht, kannst Du dem bei Gelegenheit mal nachgehen.
    Aber wie gesagt: es ist nicht unbedingt alles wörtlich zu nehmen. :D

    Mast- und Schotbruch,


    Jürgen