Russisches Roulette auf See

  • Eine kleine Reise ins Jahr 1984, mit den Ansichten von damals zum Thema Sicherheit . Aber eigentlich ist das ja durchaus heute noch präsent, man denke an die vielen über Bord gegangenen Container in der Nordsee, die eine Gefahr für Yachten darstellen.


    Durchaus lesenswert und zum Schmunzeln.


    Klick

    Geht der Meeresspiegel kaputt, wenn man in See sticht?

  • Nun, im Artikel geht es ja primär um Kollisionen mit Treibgut.


    Auf den Weltmeeren mag es anders bzw. gegenteilig aussehen, aber mein persönlicher Eindruck ist, dass sich in den hiesigen Gewässern die Dichte potenziell gefährlichen Treibgutes stark vermindert hat.
    Zu Jugendzeiten schwammen allenthalben Palletten, Pallhölzer und ähnlicher Kram herum - das hat enorm abgenommen. Vermutlich parallel zum Rückgang der Klein- und Küstenschiffahrt.


    Gruß
    Andreas

  • »Eine Kollision mit einer [Euro-] Palette wird kaum eine Jacht heil überstehen.« zitiert der Spiegel die Überlegungen eines Kieler Skippers.
    Etwa zu der Zeit gab es doch den Versuch von Dehler, eine Optima(?) Delanta(?) an einer aufgeschütteten Hafenmole zu schrotten. Das Boot hielt.


    Lange vor Etap, deren Schaum maximal (!) 5% :volker:
    Wasser aufnehmen wird, baute Whaler ausgeschäumte Boote, die sogar halbiert und jede Hälfte für sich fahrfähig waren. Aus der Zeit stammt das Bild mit dem Außenborder am schwimmenden Küchentisch, denn fahren kann man vieles, wenn die Bedingungen stimmen.
    Ich kannte (kenne immer noch um genau zu sein) jemanden, der daraufhin sein Motorboot ausschäumte. Hinten 120 kg Außenborder + 200 Liter Sprit, über der WL natürlich, dazu Notfallrationen, darunter sogar Süßwasser - vorne ein paar hundert Liter Schaum. Aus der Zeit dürften auch die Luftschläuche in der Kajüte stammen, über die man sich hier letztens wunderte.
    Bringt nicht viel, außer einem guten Gefühl. Könnte von Snoop Dog oder von Bob Marley stammen.


    Zurück zum heutigen Segeln hat uns das das Kollisionsschott i. Form eines Ankerkastens beschert, der zur Kajüte hin dichtlaminiert ist. Es gab zu der Zeit auch Überlegungen, ob ein Trimaran mit einem beliebigen zerstörten Rumpf nicht doch noch halbwegs fahrfähig sei. Man entschied schließlich dass es schlecht aussähe. Würde etwas den Leerumpf abreißen, wäre das selbsterklärend. Den Luvrumpf muss man erstmal erwischen. Bliebe der Hauptrumpf bei sonst unbeschädigten Seitenrümofen. Immerhin.


    Eine andere Forderung, der Kelch der doppelten Rumpfschale ist vorerst an uns vorbeigegangen. Vorerst. Ich bin ja sehr gespannt, was "die Versicherungen" dazu sagen. Am besten würde man den Zwischenraum mit Helium füllen und das jährlich mit den anderen Gasen prüfen lassen. Viel Spaß.


    Mein kleiner Kat würde es überleben, wenn ein vorderes Rumpfdrittel völlig fehlen würde, dann aber unter Bedingungen bei denen man mit einem Außenborder mit seinem Küchentisch fahren kann.
    Ich setze also auf ein besegelbares Dinghy mit kurzer Aufbauzeit. Kommt dann ein Orca und beißt zu, stehe ich wieder dumm da. Ich glaube, so wird das nichts.

  • Wie alt ist der Artikel?
    Da wird von der Mark und Dehler geschrieben.

  • Ups. Okay von 1984.wer lesen kann ist klar im Vorteil.

  • 1984.
    Das steht in Posting #1 und über den Artikel...


    Für das Seesegeln ist die Thematik sicher weiterhin aktuell; zumal die Vermüllung der Weltmeere rapide zunimmt. Auch Themen wie abgeknabberte Anhänge durch vagabundierende Orcas sind ja durchaus ernst zu nehmen.


    In heimischen (Küsten-)Gewässern sehe ich allerdings keine besonderen Herausforderungen an die Stabilität der Rümpfe oder gar die Notwendigkeit unsinkbarer Yachten.
    Yachten passiert hier alles mögliche, aber wenn sie ausnahmsweise einmal sinken, sind sie doch meist vorher gestrandet und zerschlagen, explodiert, gekentert oder von etwas stärkerem umgefahren worden oder ein Seeventil ging zum Teufel.


    Gruß
    Andreas