Erfahrungen mit Origo Nachbau eines Händlers, der sich in Hamburg befindet

  • Ist es Zufall, dass auf der Seite von Compass 24, die ansonsten ja nur so von gekauften, nichtssagenden Bewertungen wimmelt, k e i n e Bewertung des Origo-Nachbaus zu finden ist?
    Ja, ich habe es probiert: Ein gebrauchtes Exemplar, baugleich mit dem von Compass im Regal. Ich wäre fast abgebrannt. Interessant - steht wirklich so in der Gebrauchsanweisung - der Kocher darf nicht in Booten (geschlossenen Räumen) verwendet werden. Dann wird man eben das Dinghi abfackeln.
    Folgendes Problem: der Kocher kann die Flamme nicht löschen, trotz geschlossenem Schieber bleibt die Flamme an. Wieso geht die Flamme trotz Schieberstellung nicht aus?


    1. dreht man des Regler ganz bis zum Anschlag, wandert der Schieber zwar rüber, windet sich aber mit der Torsionsrichtung ein wenig und hebt als ganzes ab. Lösung wäre: auseinandernehmen, nachfeilen, neu vernieten. Ersatz-VA-Blech findet sich übrigens reichlich im Inneren des Kochers.


    2. die Brennertöpfe sind etwas niedriger (3-4 mm) als die Original-Töpfe, so ist der Spalt zwischen dem geschlossenen Schieber und der Brenneröffnung unnötig groß.


    3. der Brennertopf soll - auch gefüllt - durch federndes VA-Blech über Kreuz, welches von unten drückt, nach oben gehalten werden und so herbeiführen, dass der Schieber die Brennertopföffnung verschließt. Diese Bleche könnte man stärker nach oben biegen - wenn sie nicht gleich sofort abbrechen, Mist -, dann wäre ein wenig der Sicherheit gedient. Wer aber die Töpfe einfach voll macht, wie sonst beim Origo, wird die Federbleche nur plattgedrückt vorfinden (Kamera mit Selbstauslöser lieferte den Beweis). Also: Boot durchsuchen, ob sich nicht irgendwo passendes VA-Blech an Bord findet (ja, es waren die Rückseiten von zwei Typenschildern, die ich zuschnitt und dann festnietete).


    Alles in allem: ein wirklich tolles Teil bietet der Händler an, mit großen Unterhaltungswert, möglicherweise viel Kontakt zur Feuerwehr und Versicherung und mit massig Spaß beim Basteln. Und nicht vergessen: bitte im Dinghi kochen.Heute schreib also der wütend angeschreibene Händler: "vielen Dank für Ihre Mail. Leider ist es unserer Geschäftsleitung urlaubsbedingt nicht möglich Ihnen persönlich zu antworten. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine
    entsprechende Stellungnahme abgeben können. Ihren eigenen Angaben nach haben Sie den Kocher gebraucht gekauft. Somit ist für uns leider nicht fest zu stellen, welchen Kocher Sie definitiv gekauft haben. Ob dieser von uns an den ursprünglichen Käufer geliefert wurde und wann diese Lieferung erfolgte. Ebenso haben wir keinerlei Hinweise, ob bei Ihrem Erwerb die für den Betrieb des Kochers wichtigen Anweisungen in Form einer Betriebsanleitung übergeben wurden. Spiritusbetriebene Geräte sollten nie ohne Anleitung betrieben werden, da sich hierin wichtige Hinweise (z.B. kein Betrieb in geschlossen Räumen usw.) befinden. Sollten Sie uns die Angaben nachreichen, sind wir gerne zu einer Stellungnahme bereit."


    Gesamtbewertung: fünf von fünf Sternen, weil ich mir nicht hatte vorstellen können, was man beim Nachbau des Kochers alles falsch machen kann (für mich daher nur ein Stern - eher die Supernova. Die Frage, ob die Betriebsanleitung mit übergeben wurde, kann ich bejahen. Ebenso, dass ich mich auch ab und zu genauso verhalte, ... über ....

  • Tja, so ein Erlebnis hatte ich mit einem Spirituskocher auch mal, allerdings war die Ursache eine andere.
    Es kann immer mal einen Defekt geben, der dazu führt, dass die Flamme mit dem Regler nicht mehr zu löschen ist.
    Selbst bei einem originalen Optimus-Petroleumkocher musste ich das neulich mal erleben.


    Daher gibt es bei derartigen Kochern für mich noch eine weitere unverzichtbare Eigenschaft:
    Druck.


    Es müssen für mich zwingend (!) Druckkocher sein.
    Haben die mal so ein Regulierungsproblem im weiteren Sinne, lässt man einfach den Druck ab.


    Und schon sind sie aus. Man kann so einen auf Grund eines Defektes an der Regulierung auf "dauerlaut" gestellten Kocher sogar weiterbetreiben, bis man Reparaturgelegenheit oder Ersatzteile bekommt. Reguliert word dann einfach über die Druckpumpe und die Ablassschraube.
    Das Origo-Geraffel kommt mir deshalb sowieso nicht an Bord, egal ob Original oder Derivat.


    Gruß
    Andreas

  • Ich habe sowieso immer einen Feuerlöscher in Form einer Spray Dose griffbereit. Die machen keine Sauerei und falls da mal die Flamme nicht ausgeht und auch Pusten nicht hilft, gibt's nen sprüher von dem.


    Wegen geschlossener Räumen: das macht schon Sinn, mach doch einfach die Luke auf, dann geht der Geruch raus und frische Luft kommt rein.


    Zum Nachbau kann ich nichts sagen, haben den originalen. Es erstaunt mich, dass die Brennertöpfe nicht gleich gross sind.

  • Bei meinem Original Origo gehen auch schon mal die Brennertöpfe nicht gleich beim ersten Schließen der Verschlussdeckel aus. Insbesondere wenn er lange auf max. Leistung betrieben wurde. Da kann man auch durch die Löcher schauen und sieht rotglühendes Edelstahl. Klar dass bei dieser Hitze dann die Flamme weiterbrennt. Das Problem ist aber einfach zu lösen, indem ich mehrmals "Auf" und "Zu" drehe, bis die Flamme aus ist. Spätestens nach dem 5. Mal dieser Prozedur ist die Flamme aus. Wenn ich allerdings die Flamme beim Kochen reduziere, passiert das Weiterbrennen nicht.


    Und ja meist koche ich mit geöffneter Lucke, nur im Regen wäre das ungünstig, allerdings habe ich Lamellentüren und das Skylight ist auch im Hafen immer einen Spalt geöffnet.

    Gruß Torsten


    kis
    keep it simple

  • Das der Origo Nachbau nix taugt ist hier schon dezidiert besprochen worden. Und die Firma mit C sitzt in Ascheberg bei Münster und nicht in Hamburg. Wie man so ein schlechtes Produkt verkaufen kann erschliesst sich mir auch nicht. Da tut man sich als Anbieter dann auch keinen Gefallen mit. Grüsse!

  • Moin,


    entsorg den Sprituskocher und bau Dir eine vernünftige Gasanlage ein. Da hast Du solche Probleme nicht.


    Jörg


    Das wollte ich jetzt endlich mal sagen. Normalerweise kommen solche Kommentare immer anders herum, wenn es um Gas geht. ;)

  • Sehr viel sicherer als alle Vorschläge oben ist es, jegliches Kochergeraffel auszubauen und einfach an Land entsprechende Lokale aufzusuchen.
    S.C.N.R.


    Uwe

    SF-Stander 7,00 €, Versand 1,10 €

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    • Überweisung und gut. 🙂

    Meine Websites:

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    Blog

  • Hallo "Thomas Pusch",
    - den Smutje entlassen und den Origo-Kocher verschrotten ist eine Möglichkeit;
    - auf Gas umstellen, ist auch ein Vorschlag;
    ________________________________________
    hier mein Vorschlag:
    - reparieren bzw. nachbessern:
    Die Federn lassen sich durch Nachbiegen korrigieren. Zu große Distanz läßt sich durch nicht brennbare Beilagen (z.B. Alu) ausgleichen.
    Der Dosierdeckel läßt sich durch Biegen in die richtige Position bringen.


    Solltest du dich für's Verschrotten entscheiden. Ich würde das "Ding" kostenlos" entsorgen - (Abholen kommen).


    Reinhard

    Keiner und Nichts kann mich enttäuschen.
    Nur meine Erwartungen vermögen das.

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