Einpicken, Schwimmweste, ohne alles? Einfach ein Video, da ich keine Tröds kapern möchte

  • Das Video hatte ich schon vor lägerer Zeit gesehen. Hängengeblieben ist

    • Eine rote Schirmmütze hilft immens, im Wasser wiedergefunden zu werden.
    • Broachen ist wie Rodeo-Reiten. Wenn man sich nicht gut festhält, wird man abgeworfen.
  • Gut gemacht und Glück gehabt. Natürlich hätten sie sich anleinen können und nachts hätten sie es sicher auch gemacht. So eine Pacer ist ja keine Class40 mit enormer Stabilität - die schießt auch mal in den Wind und dann werden aus den scheinbaren 15k auf einmal die 30kn und der Kahn liegt auf der Seite.


    Eine Markierungsboje hätten sie ihm aber hinterher werfen sollen.

  • Irgendwie denke ich, der Niedergang sollte bei den Bedingungen zu sein. Rettungswesten an denen man sich einpicken kann, gibts jede Menge.

    Gruß Thomas



    Die besten Kapitäne sterben an Land

  • Ich glaube Mal abgesehen von der sicherlich polarisierenden Frage, sollte hier niemand diskutieren der nicht schon Mal ein Sportboot mit über 15 Knoten Boatspeed gesteuert hat.


    Dann würde man nämlich einiges besser verstehen.


    Anleinen auf her P27 downwind ....warum nicht gleich einen Strick um Hals und Füsse binden?


    Dat ist ein Sportgerät und kein Bleitransporter. Auf einem Laser bindest du dich ja auch nicht fest sondern siehst zu dass du beim Boot bleibst wenn es bockig wird.

    Edited once, last by Patrese ().

  • Auch wenn ich Dich verstehe - so ganz mag ich das nicht vergleichen. Der Laser wird auf See praktisch nur tagsüber in Trainings und Wettfahrten gesegelt bei denen es eigentlich immer einen Trainer auf einem Schlauchboot in der Nähe gibt oder ... es handelt sicher eher um die Abenteurerklasse - ähnlich den FreeSolo-Kletterern die bewusst ein höheres Risiko eingehen.


    Die Pacer war zwar erkennbar nicht sehr weit entfernt von Land aber ... sie mussten ihren Skipper auch selbst einfangen. Es hätte also gedauert, bis ein Heli ihn aus der Luft entdeckt hätte, wenn der Sichtkontakt verloren gegangen wäre. Das war erst mal gute Seemannschaft ohne Maschine. Aber im Dunkeln wäre es möglicherweise schief gegangen - und sie wären wohl auch in der Nacht nicht vom Gas gegangen - ich jedenfalls nicht - sondern sie hätten andere Massnahmen ergreifen müssen um das Risiko zu kontrollieren - anleinen ist da sicher am wirkungsvollsten und eine Markierungsboje hilft ebenfalls. Ist ja nicht so, dass die da nicht auch oft ordentlich Welle haben und da kann der Sichtkontakt schon mal verschwinden.




  • Also Lasersegeln ist wie "free solo.." was selbst unter Kletterern als die "beknackteste" und lebensmüdeste Art der Bergerklimmung gesehen wird?


    Na ja also tatsächlich kann man ja Jollen ...auch Optis und Laser....ach nee die heißen ja jetzt ILCA Dinghy OHNE Trainer Schlauchi weiter als eine Meile entfernt vom Hafen bewegen ohne dem Tod geweiht zu sein.
    Tom Slingsby sogar schon über die Bass Straight damit gesegelt....


    Nee festhalten (zumeist hat man ja beim aktiven segeln zumindestens eine Schoot in der Hand) und auf eine abrupte Winkeländerung des Horizontes gewarsein hilft ungemein. Kann man halt schwer jemandem vermitteln der denkt bei über 10 Knoten Geschwindigkeit würden Segelboote des integrierten oder auch noch nie Jolle bei Wind alleine gesegelt ist.


    Ach ja ausser bei Regen und massiven Decksüberflutungen ist bei mir der Niedergang auch immer offen, da selbst wenn der Masttopp auf dem Wasser liegt dieser so hoch schwimmt das kein Wasser reinkommt.

  • Wie schon gesagt:

    .......... Wenn zwei das Gleiche tun, ist das nicht das Selbe. Die verantwortungsvolle, adipöse Prinz Heinrich Mütze segelt nur mit Weste, Gurt, und Helm. Der leichfüßige Vorschiffsaffe nicht, und er kann sich das leisten, falls er denn zuverlässig schwimmen kann.


    Die mit viel Emphase vorgetragenen Dogmen dürfen hinterfragt werden.


    Gruß Franz


    Warum muss man ständig dazusagen, dass man Weste und Gurt für sinnvoll hält?


    Gruß Franz

    halber Wind reicht völlig

  • Johannes Erdmann, gepriesen als erfahrener Segler, wurde einmal gezeigt mit Rettungsweste/Sicherheitsgurt eingepickt im oberen Reelingsdraht. Total unsseemännisch.

    Ein Rettungsgurt gehört eingepickt in eine von zweien von vorn bis achtern auf Deck verlaufende Sicherheitsleine, nahe der Mittschiffsflinie. Der Sicherheitsgurt sollte eine Länge haben, die gar nicht bis zur Reeling reicht.

  • Hmh, ich weiß ja nicht, auf was für Schiffen Du so unterwegs bist. Es mag zwar erst mal einleuchtend sein, den Gurt so kurz wie möglich zu wählen und das Strecktau so weit mittig wie möglich. Praktisch ist das aber nicht oder nur selten möglich. Auf meinem 3m breiten Schiffchen ist es fast überall von der Mitte bis zur Reling < 1,5m . Wenn der Gurt nur 1,5m lang ist, dann habe ich arge Probleme aufrechten Ganges nach vorn zu gehen. Auch läuft das Strecktau natürlich außerhalb der (innen liegenden) Wanten um nicht umstecken zu müssen. Deine Forderung ist also zwar theoretisch gut aber ... alles andere als machbar - wenn man nicht auf einem Großsegler unterwegs ist.


    Praktisch gehe ich also mit dem flexiblen Ende nach vorn (meist 1 Hand für mich) und klinke mich dann mit dem festen Ende am Mast oder vorn am Auge oder ... ein um dort beide Hände frei zu haben.

    Ein Rettungsgurt gehört eingepickt in eine von zweien von vorn bis achtern auf Deck verlaufende Sicherheitsleine, nahe der Mittschiffsflinie. Der Sicherheitsgurt sollte eine Länge haben, die gar nicht bis zur Reeling reicht.