Frischwasseranlage: Druckpumpe, Inline-Pumpe, Tauchpumpe

  • Hallo Leute,


    auf meinem Schiff ist ein arg improvisierte Frischwasseranlage eingebaut. Die Anlage besteht aus einem flexiblen Tank, einer Inline-Pumpe und einem Wasserhahn mit Microschalter, der die Pumpe einschaltet. Die Stutzen für Entnahme und Befüllung sind an der Unterseite des flexiblen Tanks. Die Pumpe ist irgendwie installiert.


    Die Anlage hat ab Werk schon nicht funktioniert. Ich hab sie dann etwas verschlimmbessert. Jetzt geht sie wieder nicht. Bin genervt.


    Probleme sind:

    • Die Inline-Pumpe ist nicht selbstansaugend. Sie müsste also unter dem Tank sein. Ist sie aber nicht wirklich, sie ist an der Seitenwand der Backskiste angeschraubt. Da steht auch manchmal Wasser, dann ist die Pumpe unter Wasser. Außerdem muss auch der Entnahmestutzen auf der Unterseite des Tanks sein, damit es überhaupt wenigstens theoretisch funktionieren kann.
    • Da die Stutzen für Befüllen und Entleeren nebeneinander im Tank sind, ist also auch die Befüllung von unten, d. h. der Einfüllschlauch (38mm, sehr steif) muss irgendwie von oben kommend einmal um den Tank herum.
    • Man muss also die entsprechenden sehr steifen Schläuche anschließen und dann den ganzen Tank umdrehen, in der Backskiste versenken und mehr oder weniger auf die Pumpe drauflegen.
    • Wenn man den Tank jetzt füllt (bis zu 60 kg), knicken die Schläuche, man kriegt den Tank auch nicht wieder ganz leer bzw. saugt aktuell die Pumpe einfach gar nix an.


    Jetzt frage ich mich, wie man es richtig machen würde:


    a) Auf Tauchpumpe umstellen. Kann das funktionieren? Das Schiff bewegt sich ja, der flexible Tank verformt sich je nach Füllgrad und da würde die Pumpe bald schon irgendwo liegen aber vielleicht nicht an der tiefsten Stelle. Außerdem muss man ja bei einer Tauchpumpe mit dem Wasserschlauch und den Kabeln irgendwie in den Tank rein und idealerweise sollte die Durchführung dicht sein. Gibt's da was Fertiges, oder muss man da mit Sika irgendwas kleistern?


    b) Die Inline-Pumpe behalten, aber alles irgendwie so stabilisieren, dass der Wassersack über der Pumpe liegt und der Entnahmestutzen irgendwie so fixiert ist, dass er wirklich unten ist.


    c) Umrüsten auf eine Druckwasserpumpe, die selbst ansaugt. Dann könnte man von oben eine Tankdurchführung in den Tank einbauen mit einem Ansaugschlauch.


    Die Variante (c) scheint mir am solidesten. Wie handhabt Ihr das auf kleinen Schiffen? Habt Ihr Druckpumpen? Habt Ihr so was in Verbindung mit einem elektrischen Wasserhahn? Immerhin brauchen die üblichen 12-Volt-Druckpumpen 5 Ampere, die Inline-Pumpe braucht glaub' ich weniger als 1 Ampere. Ich bin nicht sicher, ob die Querschnitte und der Microtaster das hergeben, wobei es die Pumpe ja immer nur kurz läuft.


    Freue mich auf Eure Tipps und Kommentare.


    Ciao
    - Karsten


    Edit: Ich las, dass man sinnvollerweise noch ein Rückschlagventil einbauen soll, damit das bereits geförderte Wasser nicht in den Tank zurückläuft. Wo baut man das sinnvollerweise ein? Zwischen Pumpe und Wasserhahn und dabei möglichst dicht bei der Pumpe?

  • Grundsätzlich halte ich erst mal von diesen flexiblen Tanks nicht besonders viel....: nach meiner Erfahrung auf inzwischen mehreren Booten machen sie nicht selten mal Ärger in Form von Inkontinenz an den Zu- und Abläufen. Ist halt Bewegung drin und somit nicht ungewöhnlich, aber eben ärgerlich.Allein schon deshalb würde ich es tunlichst vermeiden, den Sack vielleicht auch noch umzudrehen.


    Wer seinen Teekessel oder das Spülbecken mit einer Handpumpe oder so einem Inline-Ding füllen möchte darf das gern tun..., ich verbaue entweder Druckwasserpumpen oder lebe ansonsten lieber gleich aus dem Kanister.


    Eine Druckwasserpumpe auf einem eher kleinen Boot hat bei normalem Nutzungsverhalten eine Laufzeit von insgesammt wie vielen Minuten pro Tag....? Sprich...: macht es überhaupt Sinn, sich über den Stromverbrauch Gedanken zu machen...? Wohl eher nicht.....
    Ich habe bei mir einen für mein Boot vergleichsweise großen 90l Tank verbaut und nutze das Wasser regelmäßig zum duschen vor Anker. Der Stromverbrauch ist dabei sicher mein kleinstes Problem. ;)
    Gruß, Norbert

  • Moin Karsten,

    auf unserer Mariner 24 habe ich die ab Werk montierte Tauchpumpe durch eine über dem Tank angebrachte Druckwasserpumpe ersetzt. Die Schalter in den Wasserhähnen bzw. an der Heckdusche machen das seit 7 Jahren problemlos mit. Rückschlagventil habe ich keines drin und bisher auch nicht vermisst. Bei uns bleibt das Wasser brav in den Schläuchen.

    Die kleinste Jabsco-Pumpe ist absolut ausreichend, wenn man immer nur eine Zapfstelle und nicht alle gleichzeitig braucht.

    Gruß vom Bodensee, Robert

  • Hallo,

    in meinem Boot ist ein fester Tank verbaut und ursprünglich war darin eine Tauchpumpe. Der Druck reichte mir irgendwie nicht und ich habe dann auf eine Jabsco Pumpe umgebaut, die das Wasser ansaugt. Die hat eine extrem starke Förderleistung, der Wasserstrahl ist so stark wie zuhause, selbst wenn ich beide Abnahmestellen aufdrehe. Worauf ich hinaus will: inzwischen ist mir der Druck zu viel! Ich kann zwar mit umgehen und drehe halt nur wenig auf, aber Besucher machen mir immer den Tank schnell leer, weil sie die Wasserhähne wie zuhause benutzen (beim Hände waschen oder z.B. laufen lassen beim Zähne putzen....). Bei dem Druck läuft dabei schon eine Menge durch. Ich denke inzwischen drüber nach, wieder eine Tauchpumpe einzusetzen. Daran solltest du also auch denken. Btw., die Microschalter an den Wasserhähnen haben die Belastung seit 3 Jahren klaglos hingenommen.

    Viele Grüße

    Uwe

    Edited once, last by XinChao ().

  • Ich würde die Versorgungsspannung der Pumpe herabsetzen, somit die Förderleistung der Pumpe regulieren.

    Gruß SY mona Willi

  • die inline sind eigentlich in Kombination mit einer Hand- bzw. Fußpumpe sowie einem Wasserhahn mit Microschalter sehr gut.
    Per Fuß-Pumpe ansaugen = entlüftet. Jetzt Hahn zu, und Sicherung er Inlinepumpe einschalten.
    Also die Dinger laufen sehr gut, wenn sie zusammen mit einer manuellen Pumpe eingesetzt werden. Alleine machen die wenig Spass.


    VG