RYA Online Kurs gesucht (Coastal Skipper)

  • Weil ich den Kursus abgehalten habe. Daher....auch die praktische Ausbildung (war der Ausbilder...)

    Alle hatten bestanden.

    Empfehle trotzdem den SSS zu machen, hat auch was mit Rechten zu tun.

    Der Stoff ist der gleiche....nur manche Themen werden intensiver behandelt.

  • Ich stand vor der Frage, ob ich nach dem SKS nun den Weg Richtung SSS oder YM einschlagen sollte. Der SSS ist aus meiner Sicht nur für Leute interessant, die unter deutscher Flagge professionell skippern wollen. Nach Lektüre des entsprechenden Lehrbuches und einiger Prüfungsprotokolle, kommen meiner Meinung nach im Vergleich zum SKS nicht viele neue Themen dazu, sondern bestehende werden vertieft. Die Theorie ist sicherlich interessant.


    Was mir hingegen überhaupt nicht gefiel ist die praktische Ausrichtung. Im Großen und Ganzen stellt es sich für mich so dar, dass die praktische SSS Prüfung im Wesentlichen der praktischen SKS Prüfung entspricht, sprich Manöver abklappern bei lediglich einem freien Versuch. Die Prüfung der Schiffsführerqualitäten (Einteilung, simulierter Notfall, etc) klammer ich mal aus.


    Die Berichte hier im Forum von den jeweiligen RYA Kursen fand ich hingegen sehr spannend. Segeln und Navigation (Kurs und Prüfung) in einem hochanspruchsvollem Seegebiet mit reichlich Wind, Welle und zusätzliche starken Gezeiten. Navigation blind und im Nebel. Anlegen unter Motor und Segeln mit/gegen Strom/Wind. Dazu auch noch Nachtfahrten in diesem Revier.


    Da ich nicht die Absicht habe beruflich zu skippern sondern stattdessen meine seglerischen Fähigkeiten erweitern möchte, an meine Grenzen gehen möchte, waren der Grund, dass ich mich für die RYA Kurse entschied. Diese bringen mich deutlich weiter voran als der SSS zu meine Einschätzung.

  • Ich sage es nur ungern, aber aus eigener Erfahrung mit SKS’lern an Board, kannst du eigentlich eine Winch belegen? leider sind nur wenige SKS‘ler dazu im stande. Für drn Coatal wird das vorausgesetzt, falls nicht empfehle ich dir mal ein paar Knöpfle zu üben.


    Die Scheine sind sonst unterschiedlich, und man macht sie ja auch nicht unbedingt zum vergnügen, sondern es gibt äquivalente scheine zwischen den Ländern, welche gegenseitig anerkannt werden. da kommt der SKS eigentlich nirgends vor…

    … der RYA Costal allerdings auch nicht 😙

  • Wie bereits geschrieben, sind wir bei JOJO mit unserer Yacht von morgens bis abends bei Wind und Wetter rausgefahren, bis zu 7 bft und 46 kn Böen sowie bis zu 2 m Wellenhöhe. Das Schiff wurde dabei zu 99 % von uns Schülern gesteuert, navigiert und bedient inkl. Ansteuerungen. Soviel zu deiner Frage, wenn auch off topic. 😉

  • Ihr müsst nicht unbedingt im Solent zu Segeln. Im Ijsselmeer bei Windstärke 6 kann man sich auch gut austoben und wenn man genug geübt hat geht es in den Hafen. Im Solent hat man den Vorteil, dass alle Seezeichen vorhanden sind und Tide, hinzu kommt die doppelte Tide (Phänomen vom Solent....) macht Spaß bei der Berechnung braucht man sonst nirgends. Ähnlich der Geschichte mit der Datumsgrenze bei der Astroberechnung.....war Teil meiner Ocean Yachtmaster Prüfung.....werde ich nie brauchen...

    viel wichtiger, segeln bei jedem Wetter. Du kannst über den Atlantik segeln (genügend Meilen) aber bei dem Anlegen in der Marina am Steg haperts.....

    Die deutsche Ausbildung ist nicht schlecht, das Problem ist der Ehrgeiz alles auswendig zu lernen ohne die Zusammenhänge zu verstehen. In England gibt es keine vorgefertigten Fragen, da ist nichts mit sturem Auswendiglernen.....(war früher wenigstens so).

    Z.B mir passiert "langer Schleppverband.....Schlepper achtern 150m weiter ein halbversenktes Schrott Uboot.....an der Trosse". War froh, dass ich nicht hinter dem Schlepper gekreuzt hatte.....das Stahlseil hätte mit Sicherheit mein Schiff zertrümmert. ( Das U-Boot) war erst zuerkennen, wie ich es auf der Backbordseite hatte. Es war in der Nähe von Dover.....gut, dass ich die Signale nicht nur Auswendig gelernt hatte und nach der Prüfung vergessen....

  • Ein kurzer Zwischenstand nach Start des Navathome Online Kurses "RYA Coastal Skipper / Yachtmaster Online Theory Course".


    Wer sich selbst ein Bild von den Kursen von Navathome machen möchte findet hier ein "Free Trial" wie es so schön heißt: https://www.navathome.com/free…ine.aspx?school=navathome


    Der von mir gebuchte Kurs gliedert sich in folgende Unterkapitel:


    • Chart basics
    • Tidal heights
    • Dead reckoning and estimated position
    • Course to steer
    • Electronic navigation aids
    • Electronic chart plotting
    • Passage making
    • Visual aids to navigation
    • Pilotage
    • Meteorology
    • IRPCS
    • Safety and the environment


    Jedes Kapitel besteht aus einzelnen Textseiten (jeweils im Schnitt ca. 10-20), jede zweite Seite in etwa ist mit Animationen und Ton unterlegt.

    Pro Kapitel finden mehrere Lernkontrollen statt. Es werden Fragen zur behandelten Thematik gestellt. Die Auswertung folgt im wesentlichen automatisch.

    Das Sprachniveau ist gut verständlich, aufgrund des fachlichen Bezugs ist es dennoch notwendig einzelne Begriffe nachzuschlagen.

    Bis jetzt gefällt mir der Kurs sehr gut.

    Viele Grüße

  • Wer sich auch für die RYA Praxis interessiert, für den habe ich im folgenden mal einige Links zu den entsprechenden Berichten von Mitgliedern dieses Forums hinterlegt, die ich mit großem Interesse verschlungen habe:

    Den Blog von Markus (88markus88) und den Bericht von Klaus (Klaus13) habe ich leider nicht mehr finden können, die waren auch sehr aufschlussreich.


    Viele Grüße