Schiffsausrüstung Ostseerunde

  • Hallo zusammen,
    ich werde 2022 ca. 3 Monate eine Ostseerunde ( Polen, Lettland, Finnland, Schweden, Dänemark usw.) segeln mit meiner Beneteau Oceanis 361

    1. Welche Schiffsausrüstung, wie z.b. Sicherheitsausrüstung, Leinen, Anker usw. benötige für diese Segeltour

    2. Welche Bevorratung ( Lebensmittel, Getränke usw. ) brauche ich für so eine Langzeittour


    Ich freue mich auf eure Ratschläge


    Gruß Jürgen

  • Wir sind zu zweit auf dem Schiff und möchten zu 60 % Häfen anlaufen und zu 40:% Ankern

  • zu

    1.das steht alles drin, alles was da drin steht hat auch einen Grund warum es da drin steht: https://www.sailing.org/tools/documents/mo3life2021-[26833].pdf

    2. Grundversorgung und denn alle 1-2 Woche bei Gelegenheit nachbunkern, ok für DK, SWE und FIN darf es ruhig etwas mehr Alkohol sein.


    Kann leider den Link nicht öffnen

  • Ja dann überlegste dir, was du normal einkaufen würdest und kaufst entsprechend ein? So einen groben Überblick, was du pro Tag isst und trinkst wirst du für dich persönlich ja haben? Wenn du zwischen zwei Einkäufen längere Zeit hast, rechnest du das einfach hoch. Und ich mein, du bist nicht mitten auf dem Atlantik sondern vermutlich maximal eine Tagesreise vom nächsten Supermarkt entfernt. Dann lichtet man halt Anker wenn nur noch 2 Flaschen Wein an Bord sind.

  • Fahrräder an Bord? Ich habe die Tour zwar noch nicht gemacht, weiß aber aus Erfahrung dass man nicht immer in 100 m Entfernung alles bekommt was man braucht.

    Handbreit
    paulemeier1

  • Der Alkoholvorrat sollte bis zu den Baltischen Staaten reichen. Ansonsten so wie bei einem 14 Tage Törn.


    Goeni

  • Hmm, Dein Boot wird wohl bereits über eine Sicherheits- und Ankerausrüstung verfügen? Generell sollte wohl das meiste davon auch für eine Ostseerunde taugen.

    An spezifischer Ausrüstung für Schweden und Finnland wäre wohl Heckanker, Schärenhaken und lange Landleinen zu empfehlen, um in den Naturhäfen liegen zu können.

    Einkaufen dürfte wohl das geringste Problem sein, denn auch wenn die Supermarktdichte nicht ganz mit Deutschland mithalten kann, sind wohl alle Ostseeanrainer ausreichend zivilisiert.

  • In den Ostsee-Anrainerstaaten ist die Versorgung wirklich kein Problem; die Supermärkte in Schweden, auch in kleinen Provinzhäfen, sind sehr gut sortiert, oft besser als bei uns. Selbst Alkohol ist heute in Schweden nicht mehr so viel teurer wie früher. Mein Tipp: Leichtöl (=Bier) kaufen, das hat 2,5 % Alkohol, schmeckt im Sommer genauso gut, wenn es gekühlt ist, und kostete deutlich weniger als normales Bier, und vor allem gibt es das in den Supermärkten, während man normales Bier in den stattlichen Alkoholläden kaufen muss. In den baltischen Staaten kosten Bier und Whisky etc. ungefähr wie bei uns; bei Wein ist dort die Auswahl schlechter.


    Zum Ankern: Das geht super in Ostschweden und Finnland, wegen der vielen Inseln und der passenden Wassertiefen. In Estland wird das Ankern schwieriger, weil oft die Küste so flach ist, dass man nicht so dicht ans Ufer fahren kann wie eigentlich gewünscht, außerdem liegen viele dicke Brocken im Uferbereich. Aber vor allem in Estland gibt es inzwischen eine gute Marinadichte.


    Handbreit, Skokiaan

  • Ich weiß leider nicht wie man Themen abonniert deswegen diese Antwort.

    LG julian

  • Hi Julian, wenn Du antwortest, wird das Thema automatisch abonniert. Es sei denn, Du hast diese Funktion in den Einstellungen deaktiviert. Wie man in diesem Fall abonniert, wissen nur die Götter und Squirrel.

    Scheint die Sonne auf das Schwert, macht der Segler was verkehrt

  • Tja, das ist schwer. Einige nehmen für ein 7m-Boot einen 16kg Anker mit 50m Kette.
    Du wirst hier von Blauwasserausrüstung bis minimalistisch alles hören…

    Was ist DIR wichtig? Du willst oft ankern? Also Batterien, die 2-3 Tage vor Anker halten (oder ab und an Motor eine Stunde zum Laden laufen lassen).
    Aber wie gesagt, alles sehr subjektiv.

  • Wir hatten bei unserer „großen“ Runde ein Brompton dabei. Das war ein guter Kompromiss zwischen Mobilität und Platzökonomie. Dadurch konnten wir keine ausgedehnten Fahrradtouren machen, was wir aber nicht vermisst haben. In und um die Häfen herum gibt es genug zu sehen und zu unternehmen. Andererseits war es schon gut, eins dabei zu haben. Auf Saarema konnten wir uns z.B. so das Anlaufen des Aarensburger Stadthafens sparen und stattdessen Roomassaare anlaufen; dort - sehr schicker Hafen - gab es frischen Diesel und wir konnten von dort in zwei bequemen Schlägen Tallinn erreichen, bevor das Wetter umschlug. In Hanko verhalf uns das Fahrrad zu einem wichtigen Ersatzteil – der Yanmarservice ist sehr weit weg vom Hafen, das hätten wir zu Fuß da nicht mehr vor Geschäftsschluss geschafft. Also meine Empfehlung: ein Fahrrad mitnehmen, aber es müssen nicht mehrere sein (an vielen Orten, wo sich eine Fahrradtour lohnt – Gotland, Anholt z.B. –, kann man auch eins am Hafen mieten).

  • moin Jürgen

    das mit dem Ankern solltest Du zumindest in Lettland und Estland eher vermeiden . Auf den ersten Blick idyllisch aussehende Ankerbuchten oder Möglichkeiten liegen am Grund noch teilweise voll mit Kriegsgerät und Wracks . Die Russen haben die deutschen Landungsboote zusammengeschossen und umgekehrt . Es ist auf jeden Fall keine einfache Angelegenheit . Der Rest der Runde lädt im Gegenzug gerade zu zum Ankern ein. Wir sind die Runde 2019 gesegelt und über Gotland nach Ventspils , was wegen umfangreicher Manöver vor Lettland und Litauen der einfachere Weg war . Von Ventspils kannst du mit dem Luxusbus für 6 ,- nach Riga und von Haapsalu nach Tallin fahren . Um Kuresaare wurden in den Jahren 2014 bis 2019 noch 110 Seeminen geborgen oder angespült , so die Aussage des Hafenmeisters von Kuivaste , einer nagelneuen Steganlage und neu erbauten Sanitärgebäuden auf eine kleinen Landzunge ( unbedingt einplanen)

    handbreit.

    Die Versorgung mit Lebensmitteln ist überall gegeben , wobei eine Grundversorgung aber an Bord sein sollte . Ich versuche schon seit Jahren diesen Grundstock zu verringern, aber mein Admiral schleppt immer wieder Kistenweise Zeug aufs Boot . Du würdest nirgends verhungern und die letzten 500 Meilen gegen das Verfallsdatum anessen müssen .


    Frank

  • Da dort oben in den Häfen vielfach Mooring-Bojen ausliegen, ist ein Mooring-Haken u.U. eine sinnvolle Sache. Ich finde das einhand oder zu zweit einfacher beim An- und Ablegen.