Frage zur Einhandtauglichkeit einer Segelyacht

  • Hi,


    ich mache mir derzeit Gedanken über die Einhandtauglichkeit von Segelyachten und würde mich hierzu über ein paar Meinungen von euch freuen. Konkret geht es um folgende Themen:


    1. Mittelcockpit versus Achtercockpit

    Auf See stelle ich mir als Einhandsegler eine Mittelcockpityacht ideal vor, da man im Cockpit geschützt(er) ist und eine bessere Übersicht über das Geschehen hat. Bei An- und Ablegemanövern und beim Schleusen stelle ich mir das unheimlich schwer vor. Habe ich bei einer modernen Achtercockpityacht mit Doppelsteuerrad auf dem Steuerbordsteuerrad alles in Griffweite (Ruder, Motorbedienung, Achterklampe, Mittelklampe nicht weit entfern), so muss man bei der Mittelcockpitacht erstmal aus dem Cockpit klettern, um die Klampen zu erreichen ... Stolpergefahr inklusive. War leider noch nie mit Mittelcockpit unterwegs, daher die Frage wie eure Erfahrungen sind?


    2. Rollgroß versus Lattengroß.

    Gefühlt ist für mich das Rollgroß immer leichter zu bedienen - insbesondere weil man zum Bergen nicht das Cockpit verlassen muss. Als Einhandsegler ein echter Vorteil. Habe neulich von jemand das Argument gehört, dass das Niederholen beim Lattengroß immer schnell möglich ist - daher höhere Einhandtauglichkeit. Vielleicht bin ich zu ungeschickt, aber ich muss beim Niederholen immer zum Mast und das letzte Drittel des Segel runter zu holen (klar mit Lazyjacks/bags). Reffen finde ich persönlich bei beiden Varianten gleich. Es geht mir nicht um die Vor- und Nachteile beim Trimm, sondern lediglich um die Einhandtauglichkeit. Bin gespannt!


    Bootsgröße um die ich mir Gedanken mache ist um die 40 Fuß.

  • Ich glaube du machst dir zu viele Gedanken.


    Zu 1: Viele Amel Maramus werden hier Einhand gesegelt. Klassische Ketsch mit Mittelcockpit. Damit kann man auch Mooringbälle einfangen wie es hier Forenkollegen tun. Je größer das Schiff, desto eher wird die Ketsch das Leben des Einhandseglers einfacher machen. Ob nun Mittelcockpit oder nicht, spielt nur eine untergeordnete Rolle. Mit viel Ruhe ists auch egal ob man mal zwei Schritte aus dem Cockpit machen muss um ne Leine zu belegen. Auch mit deinen Doppelruderbooten reden wir beim Einhandsegeln nicht mehr vom 8m Schiff welches in einem Zug in ne dänische Pfahlbox rutschen muss und am besten beide achterlichen Festmacher gleichzeitig über den Pfahl sollen.


    Einhand heißt auch einfach mit der gegebenen Situation irgendwie klarkommen. Da gibts hilfsmittel, helfende Hände etc. Aber die Cockpitform ist kein Ausschlusskriterium.


    2. Weder fürs Roll noch Lattengroß musst du das Cockpit verlassen wenn du Lazyjacks und Lazybags hast. Es sei denn dein Mast steht schief, die Mastrutscher sind 30 Jahre alt oder du vergisst den Unterliekstrecker zu lösen o.ä. Da kann man optimieren.


    Aber auch hier, Einhand heißt nicht unbedingt so lang wie möglich im Cockpit bleiben, sondern sich auch sicher auf dem Boot bewegen und zu entscheiden wann und wo man Segel bergt. Dann ists auch wirklich kein problem mal kurz zum Mast zu gehen und ein bisschen Aufzuräumen.


    Ich würde die Einhandtauglichkeit eines Bootes weder an dem einen noch an dem anderen Punkt festmachen wollen. Die Auswirkungen sind minimal und erfordern in beiden Fällen nur kleinere Anpassungen in der Verhaltensweise.

    /Marco


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    "There is no place, I can be, since i've found Serenity"

  • 1.

    Mittelcockpit ist auf Langstrecke angenehm. Mehr im Schwerpunkt und geschützter Lage.

    Besonders durch das Doghaus. Kann da windgeschützt auch bei Schitwetter stehen, bzw. sitzen und ggfs steuern. Im Hafen allerdings wenig Übersicht nach hinten.


    Schleusen Alleine, nicht gerade entspannend, geht aber mit Vorbereitung (sollte eh) und sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen. Langsam, langsamer ist Alleine Trumpf.


    2.

    anlegen, besonders römisch/katholisch mit einem Schiff das rückwärts nur seinen eigenen Vorstellungen folgt, für mich endete das Einhand fast immer als Kinovorstellung.

    Mit den Eintrittskarten könnte ich locker die Liegeplatzgebühren begleichen.


    Achtern die Davits und RIB im Weg, weg vom Ruder und einfach in Ruhe die Mooringleine fischen … geht nicht. immer fehlt die dritte Hand.

    Reinke ist nix für Solo Mittelmeer. Mit Achtercockpit wäre dies auch leichter zu bewerkstelligen.


    Das einzig Gute ALLE hatten Sorge um Ihre Plastikschüsseln wenn ich versuchte rückwärts an die Pier zu kommen. Viele Hände :-))


    Steg oder Box geht auch mit meinem bockigem Schiff und Mittelcockpit Easy.

  • Quote


    ich mache mir derzeit Gedanken über die Einhandtauglichkeit von Segelyachten und würde mich hierzu über ein paar Meinungen von euch freuen.


    Von welchem Schiffstyp ( Lang oder Kurzkieler, Doppelruderanlage? ) und welcher Schiffsgröße reden wir?


    Da ich einige negative Erfahrungen mit Rollgroß gemacht habe würde ich ein Lattengroß bevorzugen.


    Vor meiner Optima 106 habe ich unterschiedliche Yachten besichtigt, u.A. auch ältere HR mit Mittelcockpit.

    Nach mehreren Trockenübungen, ans Ruder, an die Klampen, aufs Vorschiff und zurück ans Ruder fiel ein

    Mittelcockpit aus Fitnessgründen (man wird ja auch älter ) aus der engeren Wahl heraus.


    Nicht nur die Manovriereingenschaft einer Doppelruderanlage ist in Anlegemanöver nicht einfach sondern

    auch die Gefahr einen schwimmenden Gegenstand einzufangen wesentlich größer.


    Ansonsten würde ich mit diversen Booten testsegeln und mir eine eigene Meinung bilden.


  • Schon mal was von Charter gehört?

    Herzlichen Gruß - Peter Jc. :jugo:

  • Lattengroß gegen Rollgroß ist für Einhand falsch gedacht. Die Frage ist: Will ich Segelfläche zum Segeln oder begnüge ich mich mit weniger Segelfläche. Rollgroß und Lattengroß beim selben Bootstyp hat Unterschiede von 10-20% bei der Segelfläche. Mein Boot gibts mit Rollgroß und dann 25,7 m², normalem Groß mit 30,7 m² und Fathead mit 34,1 m². DAS ist für mich der wesentliche Unterschied. Mit optimierten Mastrutschern ist ein Lattengroß mit Lazybag mit Sicherheit viel schneller unten als ein Rollgroß eingerollt ist.

    Ich selbst bin nie Rollgroß gesegelt, habe aber das Vorurteil, dass gerade bei heftigen Bedingungen das Reffen bzw. ganz einrollen schwerer ist, weil wohl ein ganz genauer Baumwinkel einhalten werden muss, damit man gut rollen kann. Und wenn sich was verhakt dürfte das bei einem Lattengroß auch einfacher zu lösen sein. Das ist aber nur theoretisch von mir, ohne praktische Erfahrung, weil mir der Verlust an Segelfläche schon ein Rollgroß nicht wert wäre.

  • Ich wette um einen Kasten Bier, dass kein Rollgroß so schnell weg ist wie mein 4fach volldurchgelattetes Groß.


    Sorry für schlechte Kameraführung, nicht so einfach alleine.


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  • Alles easy, kein Problem? Für jemand der hier fragt schont. Die Feststellung dass Schleusen, Anlegemanöver mit diesem Boot und dieser oder jener Ausrüstung unter allen Umständen gewiss gut zu machen seien ist recht irreführend. Selbst mit tatkräftiger Crew gehen die Manöver oft daneben. Erst mal sollte klar sein, dass es in erster Linie nicht auf das Schiff, sondern auf den Skipper, seine Erfahrung und Geschicklichkeit ankommt.

    Das Boot ist von untergeordneter Bedeutung, mit einer einfachen Selbststeuerung ist alles möglich. In einigen Revieren ist es sogar einfach, z.B. bei einer Weltumseglung :). In einem vollen Hafen sich auf den letzten freien Liegeplatz (den wollte bisher keiner) zu schrauben kann schon mal schwierig werden.

    40', Lattensegel, Mittelplicht, für die zierliche Laura Dekker tatsächlich kein Problem. Mit einer handlichen Hanse mit zwei Querrudern werden schon mal Häfen in Schutt und Asche gelegt.

    Die Problemstellung und deren Bewältigung ist sehr individuell. Also loslegen und Erfahrungen sammeln. Einhandsegeln mit Hilfe eines Kochbuchs is´ nich´.


    Gruß Franz

    halber Wind reicht völlig

  • Ich wette um einen Kasten Bier, dass kein Rollgroß so schnell weg ist wie mein 4fach volldurchgelattetes Groß.

    ........

    Alleine ohne Leasy Jacks, ohne Rollmechanismus, ohne Leasybags - unverantwortlich.


    :smiling_face: Franz

    halber Wind reicht völlig

  • Danke erstmal für die vielen Guten, aber auch durchaus differenzierten Ratschläge.


    Vielleicht sollte ich noch dazu sagen: Ich segle seit vielen Jahren und habe in den letzten Jahren etwas Einhanderfahrung sammeln dürfen. Ich fühle mich in den meisten Situationen einhand wohler als mit Crew - aber jeder der schonmal alleine unterwegs war weiß, dass es immer mal Situationen gibt, in denen eine Hand fehlt. Da kann man noch so gut planen.


    Gerade in "engen" Revieren mit viel Wind (Holland/Ostsee) macht es meiner Meinung nach dann beim Hafenmanöver schonmal einen Unterschied ob man aus dem Cockpit klettern muss, oder mal eine Klampe vom Rad aus belegen kann.



    Danke, das ist mal eine ehrliche Schilderung. Sag mir bitte, wann di nächste Vorstellung stattfindet. :winking_face:


    Ich wette um einen Kasten Bier, dass kein Rollgroß so schnell weg ist wie mein 4fach volldurchgelattetes Groß.


    Sorry für schlechte Kameraführung, nicht so einfach alleine.


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    Bevor ich mir das Video angeschaut hatte, wäre ich die Wette eingegangen. Das habe ich so noch bei keiner der Charterschiffe erlebt die ich bislang hatte. Ich muss aber sagen, bei viel Wind stört mich das Großsegel auch wenn es unten ist so dass ich es meist noch vor der Hafeneinfahrt in das Bag lege. Kann man vermutlich aber auch so organisieren, dass das von alleine geht.


    Guter Punkt mit der Fitness! Bezüglich Doppelruder habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Ich meinte zwei Steuerräder - nicht zwingend zwei Ruderblätter. Zwei Räder finde ich einhand im Hafen unglaublich praktisch!

  • Ich glaube schon, dass man als Eigner sein Schiff besser organisieren und ausrüsten kann, als das bei einem Charterboot gefragt und manchmal wohl auch sinnvoll ist. Und ja: Häfen, Schleusen und alles, was einfach eng ist, ist Einhand immer blöd und anstrengender, egal wie gut vorbereitet, als mit mehreren Händen. Es geht, aber häufig mit mehr Adrenalin. Wobei das ja zum Glück der kleinste Teil des Segelns ist :segeln:

  • ich habe ein Segelboot mit Mittelcockpit und Rollsegeln, mein Boot ist einhandtauglich, ich komme gut damit zurecht.
    Voher hatte ich ein Achtercockpit mit Lattengroß und Einleinenpatentreff (war besser als Rollgroß), damit kam ich einhand gut zurecht. Deine Kriterien sind m.E. falsch. Davon hängt es nicht ab. Die Segeleigenschaften des Bootes, deine Fähigkeiten und die individuelle Anpassung des Bootes sind entscheidend. Letztlich musst du wohl schlicht ausprobieren, das Boot individuell anpassen und üben. Ich glaube, dass es viele weiße Plastikboote gibt, die einhandtauglich sein können.


    Kusefix

    wer Verantwortung von sich weist,
    weist auch die Freiheit von sich.

  • ich segele ein kleines Boot schon seit zwei Jahren Einhand - geht immer besser man muss halt bei Problemen sich Gedanken machen wie es bei nächsten Mal besser geht


    (ich finde bei Einhand sehr angenehm das man sich auf keinen verlassen muss... nur ich bin Schuld und mache alles immer so wie ich es mir gedacht habe ... HIHI


    beim großen Boot habe ich jetzt auch begonnen die ersten zwei Tage mit Schleuse und zwei mal anlegen habe ich gemacht ... ging gut ..


    ist ein Mittelcockpit ... ich finde es geht gut man muss halt sein Boot kennen ... Achterleine Fest und leicht vorwärts Gas ... genügend Fender beruhigen die Nerven

  • Einhandtauglich ist relativ. Strebt man sowas an, was z.B. Boris Herrmann gemacht hat? Ich könnte so ein Schiff nicht allein beherrschen.

    Und hauptsächlich ist "Einhand" eine Frage der Vorbereitung. Unser Boot kann ich auch alleine segeln, obwohl ich zum Groß setzen an den Mast muss (zum reffen sowieso).

    Ich kann auch alleine in eine Box fahren, an einen Steg, schleusen, ablegen usw. Das geht allein natürlich nicht so geschmeidig wie gemeinsam mit meiner Frau, aber, wie gesagt: Gut vorbereiten, keine unnötige Eile, dann geht vieles.

    Man sollte sich aufs Boot einstellen statt es andersrum zu versuchen. So ein Boot wird man eh nicht finden.


    VG

    Holger

  • Ich sag mal so, wohl wissend das jetzt der Aufschrei der echten Seebären folgt (Übung, Bootskenntnis, Ruhe usw. dann braucht man das Teufelszeug doch nicht). Bei 40 Fuß ist für die Einhandtauglichkeit im Hafen, die Frage Bugstrahlruder oder nicht, wesentlich wichtiger als die Frage Mittel oder Achtercockpit.

    Ein Freund ist, wer Dich für gutes Schwimmen lobt, nachdem Du beim segeln gekentert bist.

  • Ich sag mal so, wohl wissend das jetzt der Aufschrei der echten Seebären folgt (Übung, Bootskenntnis, Ruhe usw. dann braucht man das Teufelszeug doch nicht). Bei 40 Fuß ist für die Einhandtauglichkeit im Hafen, die Frage Bugstrahlruder oder nicht, wesentlich wichtiger als die Frage Mittel oder Achtercockpit.

    Dürfte eher die Frage der Geldbeutelgrösse werden. Braucht ein Kräftiges Bugstrahlruder und spätestes dann folgt „vielleicht doch noch ein Heckstrahlruder?“


    Dann doch besser gleich zwei Maschinen. Tellerdreheffekt, nice 😉

  • Dürfte eher die Frage der Geldbeutelgrösse werden.

    Kaum

    1. Das haben viele Yachten in der Größe schon, und es geht in den Gebrauchtbootpreis nicht sehr erheblich ein.

    2. Bei Anschaffung einer neuen Yacht in der Größe, ist es auch kein erheblicher Teil des Gesamtpreises.

    Nicht umsonst gibt es bei größeren Yachten der gehobenen Klasse sogar immer häufiger richtige Docking-Systeme. Die Mehrkosten fallen da nicht mehr auf.

    Ein Freund ist, wer Dich für gutes Schwimmen lobt, nachdem Du beim segeln gekentert bist.

  • Ahh interessant. Also du hast schon ein bisschen Einhand-Erfahrung.


    Dann weißt du ja vielleicht schon wie unangenehm sich das manchmal anfühlt, der fremde oder gar eigene Hafen wird dann mit flauem Magen, gut Adrenalin, erhöhtem Puls und manchmal sogar mit der methaphorischen "vollen Hose" angelaufen. DAS aber, wie oben schon erwähnt, kann dir kein Boot nehmen. Auch das, oh jetzt muss ich gleich an den Mast und n bisl in der Welle stampfen...


    DAS ist aber auch der Grund warum selbst Einhand meistens alles glatt geht, selbst als "Anfänger". Adrenalin, erhöhte Aufmerksamkeit, Angst können mitunter gute Berater sein und senken auch die eigenen Erwartungen. Dem Einhandsegler ist das Hafenkino oft echt egal, jeder Anleger ohne Schaden am eigenen Boot oder Anleger ist ein erfolgreicher Anleger.


    Kleine Anekdote: Brite, Vater, kommt mit ner 40 Fuß Yacht nach Viveiro rein, fährt direkt an den ersten freien voll abgefenderten Finger, sichtlich nervös und seine Teenie Kids schwer am rumkommandieren, Leine hier, da, alles muss schneller gehen. Endlich angelegt kommt der Hafenmeister und schickt ihn weg. Privatsteg. 30 Minuten wird diskutiert wer wann welchen Festmacher löst, ich und ein Nachbar schieben das Boot noch helfend aus der Box, eine Leine bleibt belegt am Finger und treibt im Wasser. Wird gesichert. Die Kids zusammengestaucht, der nächste Anleger war auch nicht schön aber schadfrei. Er kam dann nochmal vorbei um seinen Festmacher abzuholen, sichtlich peinlich berührt und immernoch sehr angespannt. Bevor er sagen konnte "Boah der Wind abe..." hab ich ihm gesagt dass er ja wie ich quasi Einhand unterwegs ist und für uns doch jeder Anleger ohne Schaden ein Erfolg ist, so what? Alles cool!.

    Der Stein der ihm vom Herzen gefallen ist konnte man noch in A Coruna hören! Ich war so glücklich weil er so glücklich wurde, 5 Min später gegenüber hat er seine Mädels und Jungs noch gehigh-fived. Der Abend war gerettet.


    Es war nur diese schlimme selbstgemachte Anspannung, toxische Gedanken die in dem Moment keinem gut getan haben, aber die doch oft so verständlich sind. Dabei hat alles wunderbar funktioniert!


    Die eigene Erwartungshaltung sollte beim Minimum liegen, dem Anleger ohne Schaden. Die Ängste sollte man nicht schüren indem man sich Gaffer dazu denkt die nur schlechtes denken oder den vollen Hafen denkt der nur einen einzigen Platz für 40 Fuß hat den man sich ganz allein erarbeiten muss. Ne... man muss da nicht anlegen, man kann auch noch ne runde durch den Hafen drehen. mal auf den Platz zeigen dass man dort hin will. Ich habe noch NIE! keine Hilfe bekommen wo ich wirklich gerne welche gehabt hab. Entweder brauche ich sie nicht oder sie ist da! Meist ist sogar Hilfe da selbst wenns nicht nötig sondern nur nett ist Hilfe zu haben. Nach meiner Biskaya Überquerung hab ich andere nach Hilfe gefragt, 6 Mann haben meine 7.5m Fanta festgemacht, ich stand nur Müde und dankbar im Cockpit und mein Job wars den Plotter aus zu machen.


    Also du merkst auch an den anderen Beiträgen. Einhand verlangt kein besonderes Boot, nicht mal besondere Fähigkeiten. Nur ein anderes Mindset. Solang du allein beim Boot die Segel setzen kannst, ist es Einhandtauglich. Und zwar problemlos, egal welches Cockpit, Ruder, Bugstrahl, Lang- kurzkieler usw.

    /Marco


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  • Die eigene Erwartungshaltung sollte beim Minimum liegen, dem Anleger ohne Schaden.

    Das war der Satz den ich nach etwa einem Monat segeln ; das erste Mal hörte.


    Und ich finde genauso ist es ... kein Schaden ist das Manöver gut gelaufen ...


    ((mein kleines Boot segle ich in die Box .. drehende Winde und immer mit Böen .. da ist jedes Manöver anders // kein Schaden alles gut ))


    Wichtig finde ich auch zu erkennen wenn/ wann ein Manöver scheitert ... und die Genua wieder aus zuziehen .. und nochmal von vorn zu beginnen.