Yanmar 1GM10 mit GTL bedenkenlos + Dreiwegeventil im Kühlwasserzulauf?

  • Hallo Zusammen,


    ab der nächsten Saison sind wir mit einem Yanmar 1GM10 (Bj 2000) unterwegs und für mich ist das Neuland. Bisher hatten wir immer einen AB und ich versuche schon einmal im Vorfeld ein paar Fragen zu klären:


    Kann man einen 1GM10 bedenkenlos mit GTL betanken oder wird es Probleme geben? Im Forum wurde schon viel über GTL geschrieben, jedoch habe ich noch keinen Beitrag mit persönlichen Erfahrungen im Zusammenhang mit dem 1GM10 gefunden (Eventuell habe ich den richtigen Beitrag einfach noch nicht gefunden).


    Interessieren würde mich auch, ob schon jemand im Kühlwasserzulauf ein Dreiwegeventil zum Spülen des Motors mit z.B. Entkalker eingebaut hat?


    Vielen Dank

    Martin

  • Es gibt aus technischer Sicht keinen Grund nicht gtl einzusetzen.
    Trotzdem hat yanmar bisher für alle ihre Motoren die Anforderung an den Kraftstoff nach der EN590 belassen, also die Produkte, die an Strassentankstellen verkauft werden.

    Gruß

  • In unserer Calypso werkelt ein 1GM10 Bj. 2003. Den betreiben wir seit ca. 4 Jahren problemlos mit GTL.

    Keinerlei Undichtigkeiten.


    Gruß, Dirk

  • Hallo,

    ich tanke für meinen 1GM10 wenn möglich Aral Ultimate; wenn nicht vorhanden seit einigen Jahren aber auch immer mal wieder GTL. Bislang kann ich nichts Negatives feststellen.

    Gruß

    Meinhard

  • Thema Drei-Wege-Hahn;


    Kannst du machen, wenn Du bei Nichtgebrauch einen festen Deckel drauf schraubst und den Hebel festsetzt (Kabelinder etc)

    Außerdem nicht mit Druck (Wasserschlauch) spülen, da kann Dir, wenn es schlecht läuft, der Motor mit Wasser geflutet Werden. (Über Auspuff rückwärts durch die Ventile)

    Die meißten Menschen haben nur Angst vor dem Tod, weil sie aus ihrem Leben nicht genug gemacht haben - Ustinoff

  • Moin,


    zum Motor spülen, beim Vorgänger Boot mit Volvo MD11 Einkreiskühlung hatte ich ein T-Stück vor dem Seewasserfilter gebaut.

    Ein Weg ganz normal zur Ansaugung vom Seewasser,

    der andere Weg mit Kugelhahn für flüssige & gasförmige Medien und Schlauch bis in die Backkiste und dort ein Gardena Schlauchanschluss.

    Einfach den Wasserschlauch vom Steg dort anschließen, Wasser aufdrehen und wenn ich das Ventil öffne, drückt sich das Wasser quasi rückwärts, bei mir war es am Saildrive, raus.

    Den Motor starten und der nimmt sich das Süßwasser, bis ich den wieder ausschalte.

    Kugelhahn schließen und das gesammte System ist mit Süßwasser gespült.


    Weil das so einfach und schnell ging, habe ich das im Grunde immer gemacht, außer ich wollte am nächsten Tag eh wieder raus.

    Gruß Reneko


    wer rächtschreibfähler findet, darf sie behalten :-)

  • Moin,


    klingt interessant, setzt aber voraus, daß

    • der Widerstand T-Stück --> Seeventil (hier Saildrive) kleiner als der Widerstand T-Stück --> Seewasserfilter --> Wasserpumpe --> Motor --> Auspuff UND
    • das Seeventil bei dieser Aktion voll geöffnet

    ist


    Ansonsten kommt es zu dem von freaky930: genannten unschönen Effekt.
    Gaaanz wichtig ist es T-Stück und Kugelhahn aus korrosionsbeständigem Material (Kunststoff oder CR-Messing) zu wählen. Aber dann kann man quasi am Ende jedes Törns sehr einfach das Seewasser aus dem Motor entfernen.


    Nur stellt sich mir die Frage: bringt das für das bekannte Problem des Zusetzens der Kühlkanäle bei 1-Kreismotoren wirklich was?

    Mast- und Schotbruch,


    Jürgen

  • Nur stellt sich mir die Frage: bringt das für das bekannte Problem des Zusetzens der Kühlkanäle bei 1-Kreismotoren wirklich was?


    Das, was die Kühlkanäle zusetzt ist hauptsächlich Sediment und oftmals Ruß (kommt auf den Motor drauf an und wie dort der Kühlkreislauf geregelt ist. Beim Penta 200x bläst oft konstruktionsbedingt Abgas ins Kühlwasser)

    Dagegen hilft dann auch kaum spülen mit Frischwasser. Es hilft gegen Korrosion.

    Seewassergekühlte Motoren laufen so kalt, dass sich Salz und Kalk kaum an den Wänden festsetzen.

    Zu einem gewissen Grad und über Jahre passiert das natürlich auch aber nicht so wie oft vermutet wie in der Küche im Wasserkocher.

    Sediment bekommt man nur durch "Rückwärts" Spülen durch die Ablasshähne weg.

    Ruß-Sediment-Gemisch ist Mist, denn das ist auch gegen saure Sülungen ziemlich resistent.

    Stark basische Spülungen helfen hier besser.

    Die beste Wartung ist, wenn man einmal jährlich eine Motorspülung Sauer - Neutral - Basisch - Neutral durchführt.

    Je nach Dichtungsmaterial ist der Teil "Basisch" allerdings doof für die Dichtungen und wird deshalb oft weggelassen.


    Eine "Schonende Variante" sind dabei Spülmaschinentabs.

    Und, ganz wichtig! Nicht alles stumpf ins Wasser rotzen, erstens ist es eine Sauerei und zweitens verboten! (Ganz allgemein geschrieben, nicht dass das hier jemand machen würde!)

    Beim Penta 200x beispielsweise kann man das Thermostatgehäuse drehen und damit einen Spülkreislauf bauen, bei dem man das Spülwasser auffangen kann.


    Viele Grüße


    Willi

    Die meißten Menschen haben nur Angst vor dem Tod, weil sie aus ihrem Leben nicht genug gemacht haben - Ustinoff

  • Moin,


    klar das Seeventil (am Saildrive) muss dafür geöffnet sein.

    Habe das Spülen immer direkt nach dem Anlegen gemacht. Dann ist der Motor warm und das Thermostat meist auch geöffnet.

    Daher war das Seeventil eh offen und da ich das Boot sowieso nach dem Anlegen eben abspüle, war der Wasserschlauch sowieso im Gebrauch.


    Und was das bringt... nun ja Süßwasser im Motor kann den Motor nicht mit Salzablagerungen zusetzten.😉

    In wieweit sich vorhandene Ablagerungen sich lösen, kann ich nicht beurteilen.

    Gruß Reneko


    wer rächtschreibfähler findet, darf sie behalten :-)