Boot gesucht 28-30Füsse für den Norden

  • Das mit dem Babystag wäre ein KO was mit der Mastlegeeinrichtung zu tun hat. Mir wäre es halt wichtig unabhängig zu sein beim Mastlegen.

    Verstehe ich nicht. Weshalb ist ein Babystag da ein ko-Kriterium? Unsere Waarschip 725 hatte auch ein Babystag. Na und? Einer zieht den Mast vorne hoch, der andere drückt von achtern nach, Vorstag anschlagen, Achterstag antüdern, dann die achteren Unterwanten und das Babystag als Allerletztes. Ok, bei 30' wirst du mit Jüt arbeiten, aber das ändert doch am Prinzip nichts, oder?

  • Das KO war eher auf die Konstruktion bezogen, bei der das Babystag in die Mastlegeeinrichtung eingebunden wird wie z. B. das Vorstag. Ich kenne keine Mastlegeeinrichtung die auch gleich das Babystag mitnimmt. Das es sich mit einem Pelikanhaken oder ähnlichem schnell abschlagen lässt habe ich auch schon gelesen.

    Ich habe bisher alle Konstruktionen mit Babystag und durchgestekten Masten ausgenommen, eben weil das Mastlegen nicht so easy ist. Dieser Thread bewegt mich aber das zu überdenken. Die Anzahl interessanter Konstruktionen steigt damit erheblich.

  • Nordlys-Sailing : Einen durchgesteckten Mast als KO verstehe ich, war bei uns beim aktuellen Boot auch so. Aber ich halte es für einfacher, EIN Babystag an- und abzuschlagen, als sich mit ZWEI vorderen Unterwarten herumzuärgern. Der größte Nachteil für mich ist, wenn das Vorsegel bei einer Folge schneller Wenden hängen bleibt (wir liegen am Fluss...).

  • Aus meiner Sicht engen die 28 Fuß, klassische Linien aus dem Zeitfenster IOR und einem WC-Raum getrennt von der Vorpiek die Möglichkeiten komplett ein.

    Bei einer Größe von 28-30 Fuß musst du wohl in das etwas modernere IOR-Regal greifen. Dann besteht auch die Möglichkeit einer Achterkajüte und einem achtern liegenden WC-Raum. Gleichzeitig wird wohl auch das U-Schiff moderner.

    Dehler 28, 31 oder Duetta 94, Elan 31 (85-90)

    Das Budget dürfte da auch noch passen.

    Die genannten Boote haben keinen Steckmast.


    Entscheidend finde ich aber, dass diese 31er sehr gut und leicht zu zweit segelbar sind.

    Gruß
    Arne

  • Ein User aus dem Forum will aus Altersgründen sein toll ausgerüstetes Boot verkaufen...

    https://www.boat24.com/de/sege…emka-29-ht/detail/493146/

    Kannst Dir ja mal anschauen..

    ... womit die Suche auch schon beendet sein könnte. Bei vielen Emkas gab's auch eine Jüteinrichtung (Kerner und ein Teil seiner Kunden lagen halt hinter den Weserbrücken), bei der hier sehe ich aber keinen Koker. Könnte aber Hahnfeld (bei dem haben sich viele Emka-Bauer ausgerüstet) oder ein anderer Mastenbauer oder Metallbauer machen. - 180 cm sollten im Vorschiff schlafen können (konnte ich als Jugendlicher jedenfalls in einer Emka 28).

  • Wo die Toilette ist spielt keine Rolle, solange sie auf dem Boot ist. Das sie möglichst abtrennbar ist keine Option, eher ein Muss wenn ich nicht alleine segeln möchte.

    Bei den Dehler und Duettas springt der Funke nicht richtig über.

    ... womit die Suche auch schon beendet sein könnte. Bei vielen Emkas gab's auch eine Jüteinrichtung (Kerner und ein Teil seiner Kunden lagen halt hinter den Weserbrücken), bei der hier sehe ich aber keinen Koker. Könnte aber Hahnfeld (bei dem haben sich viele Emka-Bauer ausgerüstet) oder ein anderer Mastenbauer oder Metallbauer machen. - 180 cm sollten im Vorschiff schlafen können (konnte ich als Jugendlicher jedenfalls in einer Emka 28).

    Ich lese mich da ein gerade. Gibt da auch verschiedene Werften mit unterschiedlichen Qualitäten beim Ausbau.

    Nordlys-Sailing:


    Zur Southerly 28 lade ich dir übers WE noch etwas hoch. Den Link schick ich dir dann per PN.


    Gruß Martin

    Dankeschön! Sehr freundlich!



    @all vielen Dank für eure hilfreichen Antworten. Ich habe erstmal ein bischen zu lesen und träumen. Babystag und durchgesteckter Mast sind Optionen die unter Umständen passen könnten. Je nach Boot natürlich. Allgemein wollen wir ein Boot welches uns jedesmal gefällt wenn wir auf dem Steg drauf zu laufen. Wir mögen eher robuste, stäbige Boote als filigrane Racer. Damit möchte ich den Racern aber nichts absprechen! Sie gefallen uns halt einfach nicht. Wir suchen halt wirklich auch ein Boot was in ruppigen Gewässern besteht ohne viel Klimbim.


    Es wird nicht einfach genau "unser" Schiff zu finden, aber wir kommen der Sache näher!

  • , leider ein Saildrive.

    Moin, hier hake ich nochmal nach. Warum möchtest Du keinen Saildrive? In meinen Augen ist das ein eher unwichtiges technisches Detail.

    Gruß Robert

    Seminare und Workshops rund um die Yachttechnik:
    Sommerpause bis Ende Oktober :smiling_face:

  • Moin, hier hake ich nochmal nach. Warum möchtest Du keinen Saildrive? In meinen Augen ist das ein eher unwichtiges technisches Detail.

    Gruß Robert

    Wir haben bei uns in der Marina Boote mit Saildrive derren Membran runterhängen. Zwar ältere und leidlich gepflegte Boote, aber das sieht einfach falsch aus. Bis dahin habe ich mir über den Unterschied nie Gedanken gemacht. Bobby Schenk allerdings schon.

    Homepage von Kap Hoornier und Weltumsegler Bobby Schenk

    Ob alles was er sagt richtig ist und wie viel davon Drama ist, kann ich nicht sagen. Mich überzeugen aber seine Argumente. Ob ein Boot mit defekter Stopfbuchse eher untergeht als mit einen defekten Membran weiß ich nicht, auch nicht was häufiger vorkommt. Ich kann mir denken das ich, auch in entlegenen Gegenden, eher einen Fischer mit Werkstattzugang finde, der mir "schneller" mal eine Welle oder Dichtung reparieren kann als einen Saildrive. Alleine das an der Welle Arbeiten auch ohne Kran oder Slip möglich sind ist ein Plus was ich hoffentlich nie machen muss. Trotz seiner Nachteile halte ich das Wellensystem, für unsere Zwecke, für das geeignetere System.

  • Ich lese mich da ein gerade. Gibt da auch verschiedene Werften mit unterschiedlichen Qualitäten beim Ausbau.

    Nee, der Riss (von Fröhlich) wurde nur bei Manfred Kerner auf dem ehemaligen deDood-Gelände in Bremen gebaut. Aber viele Rümpfe gingen als Kasko weg und wurden dann selbst ausgebaut. Manchmal als Kleinod, manchmal etas basic [meine ersten Dickschifferfahrungen], manchmal mistig. Aber unser Forumskollege hat damit ganz schöne Reisen hingelegt. (Und die Werft war auch ein paar Mal "weg vom Fenster", und der GfK-Bau in einer alten Holzwerft-Halle war halt damals von dem entfernt, was heute Großserienfertiger wie Bav oder Ben mit Vakuum, Tempern und Reinraum etc. hinkriegen [können]; das gilt aber auch für die meisten anderen GfK-Werften jener Zeit.)

  • Nachtrag weil rwe gleichzeitig postete: dies gilt #70


    Sehe ich auch so. Die Welle ist üblicherweise robuster, günstiger, wartungsärmer, möglicherweise auch risikoärmer. Und der Prop ist am Ende der Welle auch nahe am Ruder. Alles eine Frage der persönlichen Gewichtung natürlich. Habe ich jedoch die Wahl, bevorzuge ich die Welle.

    Gruß
    Andreas

  • Lieber TE. Ich bin jetzt einige Jahre hier im Forum damit beschäftigt interessierten Menschen Tips zum Gebrauchtbootkauf zu geben. So wie viele andere auch. Und seit kurzem tauchen hier immer wieder Wunschlisten mit tausenden Kriterien auf. Von diesen Menschen hört man nie wieder was weil die Ihr Traumschiff nie finden. Stufe im Aufbau - spricht mich optisch nicht an.. Ist auch so ein Ding...

    Deshalb mein guter Tip: WC durch Türen abgetrennt. Verstehe ich. Auf dem Wunschzettel lassen. Alles andere (außer der Bootsgröße) von der Liste streichen. Entspann Dich mal. Oder lass Dir ein Boot neu bauen. Ach nee. Passt nicht ins Budget. Mit der Olson 8.8 liegst Du schon ganz gut. Ob der Kahn einen Saildrive hat oder nicht ist völlig wurscht. Glaub doch bitte nicht das Du mit so einem Boot nach Island segelst oder sonstwo hin.. Nochmal: Öffne Dein Herz und Deine Augen dann findest Du auch ein Boot. Und das wird immer ein Kompromiss sein. Ansonsten lass es besser.

    Übrigens: Eine Friendship 28 erfüllt ALLE Deine Anforderungen bis auf Babystag. Und denn "Knick" im Aufbau. Meine hat sogar ne Welle. So what.

    Ich bin damit raus hier und wünsche Dir viel Glück und allen ein schönes Wochenende!!

  • Wir haben bei uns in der Marina Boote mit Saildrive derren Membran runterhängen. Zwar ältere und leidlich gepflegte Boote, aber das sieht einfach falsch aus. Bis dahin habe ich mir über den Unterschied nie Gedanken gemacht. Bobby Schenk allerdings schon.

    https://www.bobbyschenk.de/n004/saild.html

    Ob alles was er sagt richtig ist und wie viel davon Drama ist, kann ich nicht sagen. Mich überzeugen aber seine Argumente. Ob ein Boot mit defekter Stopfbuchse eher untergeht als mit einen defekten Membran weiß ich nicht, auch nicht was häufiger vorkommt. Ich kann mir denken das ich, auch in entlegenen Gegenden, eher einen Fischer mit Werkstattzugang finde, der mir "schneller" mal eine Welle oder Dichtung reparieren kann als einen Saildrive. Alleine das an der Welle Arbeiten auch ohne Kran oder Slip möglich sind ist ein Plus was ich hoffentlich nie machen muss. Trotz seiner Nachteile halte ich das Wellensystem, für unsere Zwecke, für das geeignetere System.

    Was "unser Bobby" da an Kritikpunkten hat, wirkt schon ein bisschen konstruiert: eine muschelbewachsene Leine zerhackt die Membrane... :volker: Meine Güte! BTW: Wer hat denn Alu-Propeller?

    In einem Punkt hat er recht:

    Mit beiden Antrieben ist der "normale" Küstensegler, der sein Schiff über den Winter ohnehin rausholt, gut bedient.

    Detlev

  • Lieber TE. Ich bin jetzt einige Jahre hier im Forum damit beschäftigt interessierten Menschen Tips zum Gebrauchtbootkauf zu geben. So wie viele andere auch. Und seit kurzem tauchen hier immer wieder Wunschlisten mit tausenden Kriterien auf. Von diesen Menschen hört man nie wieder was weil die Ihr Traumschiff nie finden. Stufe im Aufbau - spricht mich optisch nicht an.. Ist auch so ein Ding...

    Deshalb mein guter Tip: WC durch Türen abgetrennt. Verstehe ich. Auf dem Wunschzettel lassen. Alles andere (außer der Bootsgröße) von der Liste streichen. Entspann Dich mal. Oder lass Dir ein Boot neu bauen. Ach nee. Passt nicht ins Budget. Mit der Olson 8.8 liegst Du schon ganz gut. Ob der Kahn einen Saildrive hat oder nicht ist völlig wurscht. Glaub doch bitte nicht das Du mit so einem Boot nach Island segelst oder sonstwo hin.. Nochmal: Öffne Dein Herz und Deine Augen dann findest Du auch ein Boot. Und das wird immer ein Kompromiss sein. Ansonsten lass es besser.

    Übrigens: Eine Friendship 28 erfüllt ALLE Deine Anforderungen bis auf Babystag. Und denn "Knick" im Aufbau. Meine hat sogar ne Welle. So what.

    Ich bin damit raus hier und wünsche Dir viel Glück und allen ein schönes Wochenende!!

    Tut mir leid, für mich ist es schon wichtig das mir das Boot optisch gefällt. Jeder hat da seine eignen Vorstellungen. Von Island war nirgends die Rede, ist auch nicht mein Ziel. Ich lese hier auch ein paar Jahre mit, finde dass Fragen nach "Boot für die Ostsee" ohne irgendwelche Kriterien häufiger gestellt werden. Ich mache mir eben schon ein paar Gedanken und frage dann die erfahrenen Segler was ihnen dazu einfällt. Wie man es macht... Egal, das Boot findet einen, nicht andersherum.

    Danke für deinen Beitrag!

  • Wir haben bei uns in der Marina Boote mit Saildrive derren Membran runterhängen.

    Da hängt mit Sicherheit nicht die Membran herunter, sondern nur der Lappen, der das Loch (strömungsgünstig) abdecken soll. Das Ding hat nur kosmetischen Charakter.


    Was "unser Bobby" da an Kritikpunkten hat, wirkt schon ein bisschen konstruiert

    Das mit dem Wasserwiderstand ist auch Stuss, der ist beim Saildrive besser.

  • Wir haben bei uns in der Marina Boote mit Saildrive derren Membran runterhängen.

    Was da runterhängt ist wohl eher das Stück Gummi, welches für einen strömungsgünstigen Anschluss des Saildrivearms an den Rumpf sorgt. Für die Dichtigkeit des Bootes ist die unwichtig.

    Ich warte weiterhin auf den Bericht des Bootes, das aufgrund eines Versagens der Saildrivemembran (nicht aufgrund eines Unfalls) untergegangen ist. Ich kann ja nachvollziehen, dass es ein mulmiges Gefühl erzeugt, dass nur eine Stück Gummi das Boot vom Untergang trennt; die Statistik spricht aber dafür, dass dies nur ein Gefühl ist und sich nicht im tatsächlichen Geschehen widerspiegelt.

    Beim Autofahren hängt unsere Sicherheit auch an dünnen Bremsschläuchen aus Gummi (OK, Gummi im weiteren Sinne...); da kommt aber niemand auf die Idee, wieder auf Bowdenzüge umsteigen zu wollen. Gummi ist für den Maschinenbauer durchaus beherrschbar, und die Statistik der versagenden Saildrivemembranen (keine) bestätigt dies.

    Gruß

    Robert

    Seminare und Workshops rund um die Yachttechnik:
    Sommerpause bis Ende Oktober :smiling_face:

  • Deine Ausschlusskriterien


    * Babystag

    * Saildrive


    basieren offenbar auf Missverständnissen: Ein Babystag ist bei einer Mastlegevorrichtung in der Regel kein Problem. Wird der Mast nach achtern gelegt, muss das BS halt vorher gelöst werden. Da der Mast noch am Vorstag bzw. der Legevorrichtung befestigt ist, kann nichts passieren. Beim Mastlegen nach vorne sowieseo nicht.


    Beim Saildrive beklagst Du "unschön herunterhängende Manschetten". Das mag sein, es handelt sich aber lediglich um "Gummilappen", die einem strömungstechnisch besseren Verschluss der Öffnung dienen. Die eigentliche Dichtmanschette liegt weiter oben. Sie haben keine Dichtungswirkung und lassen sich unter Verwendung des richtigen Klebers auch dauerhaft (wieder) befestigen.


    Ah, Robert war mal wieder schneller!


    PS: Von aus dem Wellenflansch rutschenden Wellen mit nachfolgender Flutung durch eine mindestens zollgroße Öffnung hat man hingegen schon gehört.

    Der Weg ist der Weg. Das Ziel ist das Ziel.

    Edited 2 times, last by Moppelender: Ein Beitrag von Moppelender mit diesem Beitrag zusammengefügt. ().

  • Bezüglich der Olsen: Sönke Roever hat mit dem Boot einen Sommer auf der Ostsee verbracht und davon geschrieben: Auszeit unter Segeln

    Ich denke, ihr habt schon ganz gute Ideen für das nächste Boot. Nur nicht zu sehr an vermeintlich unumstößlichen Ausschlusskriterien festhalten. Segeln ist ja an sich immer ein Kompromiss.

    Am Ende ist es so: Man schaut sich ein Boot an und der Funke springt über oder eben nicht.

  • Das mit dem Wasserwiderstand ist auch Stuss, der ist beim Saildrive besser.

    Schätze, das ist beim TO kein Entscheidungskriterium.

    Aber wenn Du es schon ansprichst: das dachte ich auch und das mag im Normallfall auch stimmen aber grau ist alle Theorie. Die Scankaps - ansonsten ja eine Einheitsklasse - fahren mit SD und Welle herum und man ahnt es: an den Platzierungen kann man die Ausstattung nicht ablesen. Schwamm drüber.


    BTW: Nordlys-Sailing: Grinde-Tipp überlesen?



    Gruß
    Andreas