Wanten richtig sichern

  • Moin,

    Nach dem Trimmen des Masts unserer Dehler 31 stand ich vor der Aufgabe, die Wanten zu sichern. Sollte ja kein Hexenwerk sein… Also habe ich die Wanten in den offenen Wantenspannern gesichert, indem ich Splinte in die Löcher gesteckt habe und diese um die Spanner herum gebogen habe…. Dann habe ich mich leider anquatschen lassen und wurde darauf hingewiesen, dass die Splinte innerhalb der Spanner bleiben sollten, also nicht drumherumgebogen würden. Nach dem ersten Segeln hat sich die eine Unterwant um 90 Grad gelockert. Das sollte ja nicht so sein. Nun bin ich doch unsicher. Wie sichert ihr eure Wanten? Doch einfach die Splinte um die Wantenspanner herumbiegen und dann ordentlich Klebeband? Bin da leider Neuling, kannte vorher nur Kontermuttern und finde keine aussagekräftiges Foto bei google.

    Smart-Pins u.ä. Kenne ich, möchte aber erstmal drauf verzichten.


    Vielen Dank!

    Gruß

    Malte

  • Hallo,

    ich habe bisher auch immer normale Splinte benutzt, die ich um die Wantenspanner herumbiege. Da ich nur eine Selbstwendefock habe, brauche ich sie nicht mit Tape zu umwickeln. In den ganzen 15 Jahren seit ich das Boot habe, hat sich da nie etwas von selbst gelockert. Es ist natürlich eine elende Fummelei, wenn man die umgebogenen Splinte wieder entfernen will; z. B. weil man die Wantenspannung ändern will. Im letzten Jahr habe ich daher zum ersten Mal versuchsweise auch Smart-Pins eingesetzt, die ich noch mit Tape "gesichert" habe. Bisher super Ergebnis. Wenn das so bleibt, werde ich ab dem kommenden Jahr nur noch Smart-Pins verwenden.


    Gruß

    Meinhard

  • Deine Methode und die von Meinhard hat den Vorteil, die Spanner besser zu halten. Bei der Dir empfohlenen Methode dürfen die Splinte nicht zu klein sein. Auch wenn sie groß genug sind bietet die Methode nur wenig Widerstand. Abtapen oder einen anderen Schutz drüber würde ich auch machen.

  • Wie jetzt, so eine Vorlage, um zig Lehrmeinungen vehement zu vertreten und nur 7 Antworten? Was ist mit diesem Forum los? :winking_face:


    Zum Thema: Ich dachte immer Splinte außen rumbiegen und Tape damit die Segel heil bleiben, wäre die einzige Möglichkeit. Hab jetzt an den vordereren Unterwanten Smartpins (weil die zum Mastlegen als einzige rausmüssen) und fand das Anbringen extrem angenehm.

  • Moin,


    halten tut alles mögliche in offenen Spannern:

    Smart Pins

    Hasselfors Clips

    Umgebogene Stiftsplinte

    Übergroße Ringsplinte, um die eine offene Hülse sich nicht drehen kann

    Kabelbinder bei benachbarten Spannern

    diverse Düsentrieb-Tüdeleien.
    Ob ein offener Spanner eine Dreh-Toleranz von 45° oder 90° hat, kann einem Tourer eigentlich auch wumpe sein; das hat kaum Einfluss auf die Riggspannung.


    Wichtige Fragen sind doch eher:
    1. Ob die Wanten gelegentlich mal "gefahren" werden; dann sollte ein schnelles On/Off-System her, z. B. Smartpins oder die Hasselfors Clips.
    2. Ob sensible bunte Tücher benutzt und ein Spi evtl. gar aus dem Cockpit gesetzt/geborgen wird. Dann haben spitze Enden im Touchbereich nichts verloren und umgebogene Stiftsplinte fallen spätestens jetzt raus, es sei denn man macht sich die Mühe des peniblen Abtapens.

    Unter den genannten Methoden sind mir die umgebogenen Stiftsplinte die lästigste. Warum die trotzdem so weit verbreitet ist, erschließt sich mir nicht.

    Gruß
    Andreas

  • Vielen dank euch für die Antworten! Wir werden nun wohl doch auf die Klett-Lösung mit Pins setzen.

    Danke!

    Gruß

  • Wegen der leichteren Verlierbarkeit bei Riggtrims hab ich mal 4 Smartpins testweise ausprobiert, statt der Hasselforsclipse. Nachdem sich 2! schon nach 2 Saisons auflösten (pin aus Klettband), landeten die anderen beiden in den Ersatzteilen.

    Dann versenk ich lieber weiter die Metallclipse.

  • Wegen der leichteren Verlierbarkeit bei Riggtrims hab ich mal 4 Smartpins testweise ausprobiert, statt der Hasselforsclipse. Nachdem sich 2! schon nach 2 Saisons auflösten (pin aus Klettband), landeten die anderen beiden in den Ersatzteilen.

    Dann versenk ich lieber weiter die Metallclipse.

    Überraschend, denn auf meiner Elan funktionierten die Smartpin 10 Jahre bis zum Verkauf einwandfrei.

    Gruß
    Arne

  • Vor Jahren habe ich mir aus Klettband und Edelstallschrauben diese Splinte selbst gebastelt. Das Funktioniert ganz gut.

  • Haben seit diesem Jahr Gewinde in die Löcher der Terminals gebohrt und dort passende Bolzen mit Inbusköpfen reingedreht. Hält gut und sind schnell geöffnet.

    Davor hatte ich dünnere Bolzen durchgesteckt und mit selbstkonternden Muttern gesichert. War aber fummeliger zu lösen.

  • Wegen der leichteren Verlierbarkeit bei Riggtrims hab ich mal 4 Smartpins testweise ausprobiert, statt der Hasselforsclipse. Nachdem sich 2! schon nach 2 Saisons auflösten (pin aus Klettband), landeten die anderen beiden in den Ersatzteilen.

    Dann versenk ich lieber weiter die Metallclipse.

    Auch für mich überraschend, denn auch ich nutze die Smartpins bereits seit Jahren. Muss aber gestehen, dass ich sie maximal 4-5 mal im Jahr geöffnet habe. Wenn man das öfter machen will, kann ich mir vorstellen, leiden die Smartpins schnell.