Batteriezusatz LE300

  • Ich ziehe den Hut vor jedem "Bastler", der es schafft kostengünstig und vor allem sicher (auch für die Stegnachbarn) seine Ladetechnik samt Akkus umzubauen.

    Das Wörtchen "sicher" ist hier das wichtigste Wort.

    Leider offenbaren viele Beiträge mehr oder weniger gefährliches Halbwissen.

    Das liegt evtl. daran, dass viele Leute meinen, wenn jemand ein YouTube-Video zum Akkubau hochlädt, wird er schon wissen, was er tut.

    Dem ist nicht so.

    Die meisten Videos sowie auch Beiträge in Foren sind voll mit Fehlern.

    Wenn jemand "LifePo4" oder "LiFePo4"schreibt (2 Beispiele von vielen Kreationen), kann man eigentlich schon weiterscrollen.

    Das erste bedeutet Leben, Fluss in Italien, 4 und das zweite enthält hochgiftiges Polonium.

    Weiter geht es dann oft mit lustigem Einheitenwürfeln.

    Wenn dort "LiFePO" oder meinetwegen auch "LiFePO4" steht, kann man weiterlesen.

    Das meine ich im Übrigen ernst. Ich lasse mir doch nichts von jemandem erklären, der nicht einmal die Basics kennt.


    Insofern: In den meisten Fällen kannst Du Deinen Hut lassen, wo er ist.

    Ich kann gar nicht segeln. Mein karges Wissen habe ich aus dem Internet. Ich schreibe hier nur mit, um Frauen kennenzulernen.

  • Nö, sehe ich anders. Habe selbst ein naturwissenschaftliches Studium (mit Chemie und Physik im Vordiplom) absolviert, weiß also schon, worum es da geht.

    Tortzdem schreibe ich, meist aus Faulheit, das sei zugegeben, oft LiFePO4. Und wenn dann mal das O klein gerät, was soll's? Mir deswegen mangelnde Kompetenz zu unterstellen wäre schon recht hanebüchen.


    Und auch wenn man die Schreibweise, die Zellenchemie und meinetwegen auch die Physik komplett drauf hat, heißt das noch lange nicht, dass man eine solche Anlage sicher bauen kann. Dazu gehört nämlich auch noch ein gewisses Grundwissen in Elektrotechnik. Der wiederum ist es vollkommen egl, ob man die chemische Nomenklatur richtig schreibt.


    Schöne Grüße,


    Roman

    A ship in a harbour is safe, but that is not what ships are built for !

  • Nö, sehe ich anders.

    Darfst Du auch. Wenn es ein Flüchtigkeitsfehler ist, bin ich bei Dir. Ich habe aber auch geschrieben, dass "LiFePO4" in Ordnung ist, da viele halt nicht wissen wie sie eine "₄" auf dem Bildschirm bekommen, was nicht schlimm ist.

    Leider werden dann in Folge oft Strom, Leistung, Kapazität und Energie durcheinandergewürfelt und Groß- und Kleinschreibung der Einheiten kompromisslos vergnatzgnuddelt.

    Da das Netz voll ist mit Beiträgen, treffe ich ganz einfach damit eine Vorauswahl, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, einen Beitrag zu erwischen, der einigermaßen fundiert ist.

    Mir deswegen mangelnde Kompetenz zu unterstellen wäre schon recht hanebüchen.

    Mangelnde Sorgfalt trifft es besser. Über die Kompetenz aus der Ferne zu Urteilen ist schwierig.


    Die wahren Batteriespezialisten findet man übrigens woanders.

    Ich kann gar nicht segeln. Mein karges Wissen habe ich aus dem Internet. Ich schreibe hier nur mit, um Frauen kennenzulernen.

  • Die wahren Batteriespezialisten findet man übrigens woanders.

    das legt sich, der ist in 10 Jahren nur noch ne sabbernde Kartoffel.


    Ich dachte eine Art anhand der du den Spezialisten fest machst ist Sicherheit? Nichts von dem was ich da sehe zeigt mir dass da ein Profi am Werk ist. Luftlöcher im Bleiguss, alles "irgendwie" zusammengelötet, kein Selbstschutz, der brät nur auf der Straße irgendeine scheiße zusammen die sich hier niemand, nicht einmal Laien, ins Boot stellen würden.

    /Marco


    Blog, Live-Track, Fotos und Bootsinfos: sailing-serenity.eu
    "There is no place, I can be, since i've found Serenity"

  • Erlaube mir als Laie eine interessierte Frage: Das mit dem als Strombegrenzung in Serie geschalteten Widerstand ist mir bislang noch nicht untergekommen. Ist das gängige Praxis?

    Hallo,


    oh ja, in verschiedensten Abwandlungen, wo eigentlich nicht?

    Ganz nah, auf dem Balancer, ganz fern im Kurzschlußläufer, über Kunstgriff indirekt über die Nutformung.


    Zu anderen, die sich hier weit aufgrund von platten "Zeichen" aus dem Fenster lehnen, Argumente sind weit weit häufiger vertreten: Natürlich meine ich nie Polonium.

    Und wenn ich es doch zu Meinen gehabt haben sollte, dann ist es völlig irrelevant für die Realität.

  • Dass alle das gleiche meinen ist unbestritten.

    Ich habe lediglich einen Filter beschrieben, mit dem ich eine Vorauswahl treffe, da nach meiner Erfahrung mit der richtigen Bezeichnung die Wahrscheinlichkeit sinkt, mich mit dem Text einer Person zu beschäftigen, die nicht weiß, wovon sie schreibt.

    Bei der Masse an Beiträgen im Netz muss man ja irgendwie eine Auswahl treffen - ich mache es so.

    Ich kann gar nicht segeln. Mein karges Wissen habe ich aus dem Internet. Ich schreibe hier nur mit, um Frauen kennenzulernen.

  • Und wenn ich es doch zu Meinen gehabt haben sollte, dann ist es völlig irrelevant für die Realität.

    Sag mal. Verstehst Du eigentlich selbst was Du da schreibst??

  • Die Kunst an dieser Art Diskussion ist es, die technisch wirklich interessanten Aspekte herauszufiltern (z.B. den Produkthinweis auf das LE300 und die Einfachheit der Installation), und das Störfeuer der Total-E-Experten, die zwar auf irgentetwas hinweisen, sich dann im Detail aber zu schade sind wirklich Farbe zu bekennen, wohlwollend mitlaufen zu lassen, aber sich von denen den Informationszugewinn nicht versuauen zu lassen :winking_face:


    In diesem Sinne, ugies : Vielen Dank für Deine Schilderung Deiner Erfahrungen mit diesem System!

  • ugies. ….. kann man natürlich so machen. Allerdings ist es/wäre es einfacher auf eine Carbon-Agm Batterien zu wechseln. Gleiche Baugroesse und Kapazität gibt dir locker mehr als 30% Kapazität weil die Dinger aehnlich tiefenladungs wie Li sind, je nach deiner RP vorhandenen Ladetechnik ist nicht weiteres nötig.

    Gruß

  • Wenn jemand "LifePo4" oder "LiFePo4"schreibt (2 Beispiele von vielen Kreationen), kann man eigentlich schon weiterscrollen.

    Dann kannst du die von Uwe installierten LE300er ja schonmal getrost ignorieren. Die wissen nämlich auch nicht, wie man das schreibt. :mosking:



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    BOS-AG LE300 Smart Battery System
    BOS LE300 | Die Lithium-Batterie in Kombination mit dem Blei-System, verbessert die Systemleistung, reduziert die Sulfatierung und die Lebensdauer zu minimalen…
    www.bos-ag.com

  • Hallo Uwe,

    vielen Dank für den Bericht - ich habe auch recht neue Bleiakkus, und keine sonderliche Lust auf "alles neu". Allerdings finde ich die LE300 sehr teuer, schwanke daher zwischen den möglichen Lösungen. An deinen Erfahrungen beim Einsatz bin ich sehr interessiert!

    Viele Grüsse, Markus

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    Autokorrektur ist grässlich!
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  • Kann mir mal jemand den wirklichen Nutzen dieser kleinen kostbaren Zusatzbatterien erklären?

    Das habe ich mich anfangs auch gefragt.

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    Dann meldete sich bei mir ein ehemaliger Seminarteilnehmer mit der Bitte um planerische Unterstützung. Die Lage sieht so aus: Er hat einen Fahrtenkat von etwa 45 Fuß gekauft, der nun in einer Werft in einem Mittelmeerland liegt. Er möchte auf Langfahrt gehen und wird die nächstem Jahre auf dem Boot leben. Die vorhandenen AGM-Batterien von etwa 600 Ah sind austauschreif. Vorhanden sind Landstromladegerät und Inverter eines großen Herstellers, nur wenige Jahre alt. Die wichtigste Energiequelle sollen die großen Solarpaneele (ca 600 W, IIRC) auf dem Querträger sein. Die Lima von 115 A soll nur im Notfall genutzt werden.

    Das Leben an Bord bedeutet viele Zyklen pro Jahr, so dass er durchaus die Chance hätte, die lange Zyklen-Lebensdauer der LiFePO auch zu nutzen. Der Kunde möchte aber AGM-Batterien, weil diese überall auf der Welt erhältlich sind. OK, dann ist das so. Absehbar ist aber, dass er die neuen AGM-Batterien in wenigen Jahren wird austauschen müssen. weil er ja jeden Tag einen Zyklus macht (naja, so ungefähr...).

    Auf der Werft, auf der das Boot liegt, gibt es einen Elektriker, mit dem man halbwegs auf Englisch kommunizieren kann. Der Besitzer bezeichnet sich selbst als Nicht-Techniker und möchte eine robuste Lösung für die Langfahrt.

    Und plötzlich machen diese Ad-on-Akkus Sinn. Mittlerweile sind 6 Stück installiert. Er hat jetzt 4 x 150 Ah AGM und 6 x 25 Ah LiFePO des hier beschriebenen Herstellers. Die LiFePOs werden die meisten Zyklen abfangen, so dass die AGMs wesentlich länger halten dürften (falls es ihnen in der Südsee nicht zu warm wird - das geht deutlich auf die Lebensdauer). Falls der Inverter tatsächlich seine Nennleistung von 3 kW zieht sind die AGMs zur Stelle, und an der ganzen Peripherie musste nix geändert werden. Die ganze Installation ist von Deutschland aus zu steuern, ich musste nicht zu der Werft reisen.

    Gruß

    Robert

    Seminare und Workshops rund um die Yachttechnik:
    Sommerpause bis Ende Oktober :smiling_face:

  • Dann kannst du die von Uwe installierten LE300er ja schonmal getrost ignorieren. Die wissen nämlich auch nicht, wie man das schreibt. :mosking:

    ... und es ist leider kein Einzelfall.

    Ich habe das in der Tat in der Vergangenheit auch schon als Kaufentscheidung genutzt.

    Nicht bei Akkus, aber bei ähnlich gelagerten Fehlern.

    Man mag mich als Erbsenzähler ansehen, aber bei einem Hersteller, bei dem so etwas niemandem auffällt, traue ich den Produkten an sich nicht.

    Ich kann gar nicht segeln. Mein karges Wissen habe ich aus dem Internet. Ich schreibe hier nur mit, um Frauen kennenzulernen.

  • Mittlerweile sind 6 Stück installiert.

    Das ist ein wichtiger Punkt. Ein Modul kann maximal mit nur 12,5 A laden. Es sollten deshalb so viele Module installiert werde, dass eine Einschränkung der Ladeleistung der Lader vertretbar bleibt. Bei 6 Modulen reicht das hier aus.

    Viele Grüße,
    Oliver

  • Und plötzlich machen diese Ad-on-Akkus Sinn. Mittlerweile sind 6 Stück installiert. Er hat jetzt 4 x 150 Ah AGM und 6 x 25 Ah LiFePO des hier beschriebenen Herstellers. Die LiFePOs werden die meisten Zyklen abfangen, so dass die AGMs wesentlich länger halten dürften (falls es ihnen in der Südsee nicht zu warm wird - das geht deutlich auf die Lebensdauer). Falls der Inverter tatsächlich seine Nennleistung von 3 kW zieht sind die AGMs zur Stelle, und an der ganzen Peripherie musste nix geändert werden. Die ganze Installation ist von Deutschland aus zu steuern, ich musste nicht zu der Werft reisen.

    Hallo,


    so auf blauen Dunst zu planen kann man sicherlich machen, aber muß man das?

    Vielleicht reicht sein Bestand bereits jetzt gut aus.


    Abgerittene Akkus allein sind kein Indiz für einen Planungsbedarf. Das kann auch normale Patina sein.